Vorwort

 

Konnichi wa!! Hi Otaku!!

Ich bin´s Eure Rave Angel! (Ja „Die“ schon wieder! ^-^ Von mir bleibt eben keiner Verschont! Ha! Wäre ja noch schöner!! * fiesgrins *) 

Wie in der Dragon Ball Z – Side Story: „Little Romance – Die Braut des Prinzen“ vorgewarnt hatte ich vor, eine Fortsetzung dazu zu schreiben. Und da ist sie nun endlich! Lange musstet ihr warten aber jetzt ist sie da!

Ich kann nur hoffen das ich sie auch so zu Stande gebracht habe wie Ihr es Euch erhofft habt. Wer den ersten Teil kennt, müsste meinen Schreibstil ja kennen und wissen welche vorlieben ich habe. Dieses mal werde ich auch etwas mehr Adventure einbauen. Und auch für diese Fan-Fiction gilt: Es könnte so gewesen sein, muß aber nicht! ^-^ Aber nun werde ich mich trotzdem kurz halten, denn die Story ist länger geworden als ich vorhatte. Und ich hoffe das überhaupt jemand den Nerv aufbringt und diese Story bis zum Schluß verfolgt, aber ich hoffe es natürlich sehr. ^-^ Also, mehr von mir, über meine FF lest ihr im Nachwort

Und nun, gute Unterhaltung mit dem zweiten Teil meiner Dragon Ball Z – Side Story:

 

 

Little Romance II

 

Gefühle machen Stark

 

Dragon Ball Z -Side Story

Story by: Rave Angel

Write on: 01.04.2003 – 14.07.2003

 

 

Einleitung

 

Die Vögel springen, in dem großen Baum vor dem Fenster, von Ast zu Ast und singen ihr fröhliches Lied in den Vormittag. Die Sonnenstrahlen fallen auf das große, mit hellgelber Satin Bettwäsche bezogene, zerwühlte Bett.

Vorsichtig wird die Decke des großen Bettes aufgeschlagen. Zögernd berühren ein Paar Füße den, mit hellblauem Spannleinteppich ausgelegten, Boden. Der, dem das Paar Füße gehören, steigt aus dem Bett und schlägt die Decke behutsam wieder zurück. Langsam und auf leisen Sohlen schleicht die Person vom Bett weg, in Richtung Tür.

Auf dem Weg durch das Zimmer wäre derjenige beinahe über die verstreuten Kleidungsstücke, die sie sich in der Nacht zuvor buchstäblich vom Leib gerissen hatten, gestolpert. Mit leisem Fluchen werden ein paar Teile davon eingesammelt und angezogen.

Die Tür wird langsam und vorsichtig, um jeden Lärm zu vermeiden, geöffnet. Der, der in der Tür steht schaut noch mal lange zurück zum Bett und seufzt. Die Tür wird lautlos von Außen geschlossen.

 

 

1. Kapitel: Der Tag darauf

 

Bulma dreht sich in ihrem Bett auf die linke Seite und streckt sich gähnend. Ihre rechte Hand sucht nach jemandem der bis vor kurzem noch neben ihr gelegen hat. Als sie bemerkt das sie ganz alleine im Bett zu sein scheint schlägt sie die Augen auf um sich davon zu gewissern. Ja, sie war alleine im Bett. „Na so was? Steht einfach auf und lässt mich hier allein liegen?“ bemerkt sie. „Vor einer halben Stunde war er ja noch da.“ stellt sie fest als sie halb 11.00 Uhr auf ihrem Wecker abliest.

Vor einer halben Stunde war sie kurz aufgewacht und weil er noch wie ein Baby neben ihr geschlafen hat, hat sie sich noch mal an ihn gekuschelt. „Er kann noch nicht lange auf sein.“ bemerkt sie als sie die Hand von der Stelle, neben ihr im Bett, nimmt.

Die Stelle wo Vegeta neben ihr gelegen hatte war noch warm. „Er ist wohl schon wieder beim Training?“ überlegt sie und dreht sich noch mal im Bett um, um etwas nach zu dösen. Dann denkt sie an Gestern Nacht. Als sie feststellte das er wieder zurück gekommen war. Vielleicht nur ihretwegen? Sie denkt an die Sternschnuppe, die sie gebeten hatte, ihn zu ihr zurück zu führen. „Es stimmt also? Dieses mal hat mir eine Sternschnuppe meinen Wunsch erfüllt.“ lächelt sie und schließt ihre blauen Augen.

Vor ihrem Geistigen Auge sieht sie sich und Vegeta noch einmal am Balkon stehen und sich küssen. Sie spürt seine starken Arme die sie behutsam festhalten. Seine kräftigen Hände, die ansonsten so rau vom Training, waren sanft und zärtlich. Das hatte sie nicht erwartet. Er ging so behutsam und vorsichtig mit ihr um, als hätte er Angst das sie in seinen Händen zerbrechen könnte. Sie spürt noch immer seinen heißen Atem an ihrem Ohr. Seine verlangenden, aber dennoch zurückhaltenden, Küsse auf ihrem Mund und Hals.

In Gedanken lässt sie das Geschehene der vergangen Nacht noch mal Revue passieren. Sie konnte es beinahe gar nicht glauben. Sie hätte nicht gedacht das er so weit gehen würde. Es war eine sehr intensive Nacht gewesen, eine Nacht voll Zauber wie ihr schien. Sie war so herrlich erschöpft und war dann in seinen Armen, in denen sie sich so sicher fühlte, eingeschlafen.

„Mh...!“ streckt sich Bulma nun und fordert sich selbst auf aufzustehen. Sie steigt aus dem Bett, geht zur Balkontür und streckt sich erneut in den Sonnenschein. „Ja, ein herrlicher Tag! Zeit um aufzustehen!“ denkt sie sich. „Wie wird er sich heute mir gegenüber wohl verhalten?“ überlegt sie kurz während sie ihre frischen Sachen zusammen sucht um unter die Dusche zu springen. „Oder besser, wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten?“ stellt sie sich eine Gegenfrage. Sie beschließt es einfach auf sich zukommen zu lassen und marschiert flotten Schrittes und fröhlich ein Liedchen summend ins Bad.

Unter der Dusche lässt sie sich heute mal wieder besonders Zeit. Sie denkt während sie das Lauwarme Wasser über ihren Körper strömen lässt an seine schüchternen Berührungen. Sie fühlten sich beinahe so an wie das Wasser das ihren Körper hinuntergleitet.

 

Etwas später betritt sie frisch, munter die Küche und begrüßt ihre Mutter mit einem lauten und freundlichem „Guten Morgen, Mama!“ „Oh, stehst du auch schon auf?“ lächelt Mrs. Briefs ohne, von ihrem Schneidbrett, auf dem sie gerade das Gemüse für das Mittagessen vorbereitet, hoch zu schauen. „Ja, sag mal Mama, hast du Vegeta heute schon gesehen?“ fragt Bulma so nebenbei während sie sich Kaffee in ihre Tasse gießt. „Ja, der war vor einer Weile schon hier und ist gleich ab zum Training.“ erzählt sie ihr. „Er wollte nicht mal Frühstücken! Das finde ich echt sonderbar, wo er doch sonst morgens immer den größten Hunger hat.“ hängt sie dem noch an.

Bulma geht zum großen Fenster in der Küche, von dem man das Raumschiff sehen konnte in dem Vegeta immer Trainiert. „Aber..., wo ist denn das Raumschiff hin?!“ zuckt Bulma zusammen und verschüttet beinahe ihre zu übervolle Tasse. „Ach, Vegeta ist mal wieder aus heiterem Himmel eingefallen das er mal wieder  im All trainieren will.“ erklärt Mrs. Briefs ihrer Tochter ruhig. „Was?!“ fährt Bulma herum. „Keine Sorge, ich hab ihm ein großes Lunchpaket mitgegeben. Erst wollte er ja nicht aber ich hab es ihm aufgezwungen.

„Hat er gesagt wie lange er weg sein wird?!“ löchert Bulma ihr Mutter weiter. „Weiß nicht, er hat nicht viel gesagt. Und sowieso, heute war er extrem komisch.“ bemerkt Mrs. Briefs nun und hebt den Kopf um besser nachdenken zu können. Bulma schaut sie fragend an. „Er schien ziemlich nervös und durcheinander zu sein. Zudem war er auch sehr schreckhaft. Er hat sich vor mir fast zu Tode erschrocken als er durch die Küche gerast kam und ich ihn angesprochen habe.“ erzählt Bulma´s Mutter weiter.

Bulma zieht eine Augenbraue hoch und verschränkt die Arme vor der Brust. „Na ja, irgendwie war er total durch den Wind. Ist ja auch kein Wunder! Das harte Training macht ihn wohl nervlich fertig.“ schlussfolgert Mrs. Briefs. „Was ist bloß in ihn gefahren? Er ist doch sonst nicht so leicht aus dem Konzept zu bringen? Bereut er womöglich was letzte Nacht passiert ist?“ wird Bulma ernst und nimmt einen weiteren Schluck aus ihrer Tasse. „Jedenfalls, als ich ihn dann gefragt habe ob er weiß ob du auch schon aufgestanden bist, hat er einen knallroten Kopf bekommen, ein „Weiß nicht!“ dahingestammelt, sich das Lunchpaket geschnappt und ist dann buchstäblich aus der Küche geflohen. Er hat sich ins Raumschiff gesetzt und ist abgedüst.“ erzählt Bulma´s Mutter, die nicht merkt das ihre Tochter nachdenklich auf den Boden schaut, amüsiert weiter.

„He, Bulma-Schätzchen! Mach nicht so ein Gesicht. Du kennst ja seine Launen und spontanen Einfälle. Mach dir keine Sorgen, er kommt bestimmt bald zurück.“ versucht Mrs. Briefs ihre Tochter nun aufzubauen. Sie hatte sehr wohl bemerkt das Bulma, Vegeta´s Verhalten, Sorgen bereitet. In den letzten Tagen war Vegeta auch lange weg gewesen und Bulma war förmlich krank vor Sorge um ihn. Weshalb auch immer, aber Mrs. Briefs vermutet schon das es dieser Saiyajin ihrer Tochter mächtig angetan hat.

Bulma nimmt erneut einen Schluck aus ihrer Tasse und spürt langsam eine Wut in sich hoch kommen. „Was fällt dem ein?! Verdrückt sich einfach! Na, der kann sich auf was gefasst machen!“ plant sie schon im Voraus ihn anständig die Leviten zu lesen.

 

 

2. Kapitel: Erschöpft

 

Es waren seit jener Nacht nun schon drei Wochen vergangen. Bulma hatte des Öfteren versucht, Vegeta per Bordcomputer zu erreichen. Doch wie es den Anschein hatte, hat Vegeta wohl entdeckt wo man das Gute Stück komplett ausschalten konnte.

„Wieder nichts!“ ärgert sich Bulma als sie erneut einen Funkkontakt herstellen will, was wieder nicht geklappt hat. „Was hat er nur? Warum meldet er sich nicht? Ist ihm womöglich etwas zugestoßen?“ sorgt sich Bulma bereits und beendet die Kontaktaufnahme. „Na ja, ich versuch es später eben noch mal.“ nimmt sie sich vor und richtet ihren Blick auf den alten und leider, schon seit Monaten, defekten Haushaltsroboter. „Mh..., den könnte ich auch mal reparieren.“ überlegt sie und ehe sie sich versieht macht sie sich auch schon an die Arbeit und bastelt an dem alten Modell herum.

Nach zwei Stunden gibt sie es auf. Es ist einfach nicht mehr zu reparieren. Dazu müsste ein völlig neues Steuerungssystem eingesetzt werden, aber das hätte bei so einem alten Modell keinen Sinn mehr. „Na gut, dann eben nicht!“ klingt es von Bulma leicht genervt und wirft den Schraubenschlüssel zurück in ihren Werkzeugkasten.

„Ich hab auch sonst noch besseres zu tun!“ fällt ihr ein und sie setzt sich an den Computer um die Berechnungen für das neue Projekt ihres Vaters aufzustellen. Ihre Finger fliegen schnell über die Tasten und bis zum Nachmittag hofft sie die Berechnungen fertig zu haben, wenn sie jetzt dran sitzen bleiben würde.

 

Etwas später ist sie auf dem Weg in den Wohnbereich der Capsule Corporation und verschwindet im Wohnzimmer. Eigentlich hatte sie vor, es sich nun vor dem Fernseher etwas gemütlich zu machen. Und später würde sie noch mal versuchen mit Vegeta Kontakt aufzunehmen. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn kaum hatte sie sich in die Couch fallen lassen wird sie auf den Lärm aufmerksam den das Raumschiff macht als es im Garten zur Landung ansetzt.

„Ah! Da kommt Vegeta! Das wird aber auch Zeit! Na warte! Du kannst mir jetzt was erleben!!“ springt sie aus der Couch und eilt auch schon zum Lift der sie nach unten bringt.

 

Die Luke des Raumschiffs öffnet sich und Vegeta tritt langsam ins Licht. Die Sonne blendet ihn und er nimmt eine Hand als Schutz auf die Stirn. Mit der anderen Hand hält er sich am Türrahmen und steigt die Rampe hinab. Langsam, abgekämpft und ausgelaugt geht er über den Rasen in Richtung Hintereingang. Bulma die gerade in der Tür erscheint schreit ihm entgegen: „Das wird aber auch Zeit! Verdammt, wo warst du?! Ich hab mir schon Sorgen gemacht! Haut einfach ab ohne etwas zu sagen!“ Vegeta zuckt leicht zusammen als er ihre kreischende Stimme wahrnimmt und legt erneut seine Hand auf die Stirn.

Erst jetzt bemerkt Bulma in welchem Zustand Vegeta sich befindet. Sein Kampfanzug hängt ihm in Fetzen vom Körper und er strotzt nur so vor Dreck und Staub. Irgendetwas war nicht mit ihm in Ordnung. „Was ist mit dir? Du siehst ja furchtbar aus.“ wird Bulma besorgt und will auf ihn zugehen. „Geht schon! Alles bestens!“ kommt es von Vegeta knapp und wankt an ihr vorbei ins Haus. Besorgt schaut Bulma ihm nach und spricht: „Nimm erst mal ein Bad, ich sage Mama sie soll dir was zu essen machen.“

Sie ist sich nicht sicher ob er sie gehört hat, sie hatte keine bestätigende Antwort von ihm erhalten. „Was hat er denn? Was ist ihm bloß zugestoßen?“ überlegt sie fieberhaft. In so einem schlimmen Zustand hatte sie ihn noch nie gesehen. Er war nicht verletzt oder so, aber sein seltsamer Blick. Sein Geistesabwesender Blick beunruhigte sie. Er schien an ihr vorbei zu sehen, oder sie erst gar nicht zu registrieren. Als ob er durch sie durchblicken würde. Er schien wie in Trance, als wäre er nicht voll da. „Ach, er ist bestimmt nur erschöpft vom Training.“ versucht sie sich selbst zu beruhigen und geht zu ihrer Mutter in die Küche um ihr zu sagen das sie für Vegeta etwas besonders leckeres kochen soll. Und weil Bulma ja beschlossen hat auch kochen zu lernen schaut sie ihrer Mutter gleich mal über die Schulter und hilft ihr dabei. „Ich bin sicher das wird Vegeta schmecken.“ denkt sie sich obwohl sie weiß das er beim Essen nicht besonders wählerisch ist.

„Mal sehen, ob er schon fertig ist mit Duschen.“ überlegt sie und besteigt den Lift nach oben in den zweiten Stock. Vegeta der sich gerade etwas Frisches angezogen hat bemerkt Bulma nicht die nun in seiner Tür steht. „Gut, du bist ja schon fertig! Das Essen ist auch gleich so weit.“ spricht sie ihn an. Vegeta dreht sich langsam zu ihr um und murmelt: „Ja, ich komme gleich.“

Irgendetwas stimmte nicht mit ihm. Ihm wird auf einmal so schwindlig und heiß. „Was hast du? Ist dir nicht gut?“ geht Bulma auf ihn zu die nun seine Blässe im Gesicht bemerkt. „Es ist nichts, klar?!“ kommt es von Vegeta gereizt und will an ihr vorbei auf den Flur treten, da beginnt auf einmal alles vor seinen Augen zu flimmern. Bulma´s Stimme die ihn wieder anspricht, klingt seltsam verzerrt und dumpf. Wie in Zeitlupe fasst er sich an die Stirn und senkt seinen Blick auf den Boden. „Was ist?!“ springt Bulma an seine Seite und legt ihre Hand auf seine Schulter. Vegeta fährt erschrocken herum und keift sie an: „Lass das! Ich sagte doch...!“

Er kann den Satz nicht beenden, denn auf einmal verschwimmt Bulma´s Gesicht vor seinen Augen und alles wird schwarz. Vegeta geht vor Bulma zu Boden und bleibt mit einem erleichterten aufseufzer liegen.

Bulma steht wie erstarrt neben ihm. „Ve.. Vegeta! Was ist mit dir?!“ kniet sie sich neben ihn doch sie bekommt keine Antwort von ihm. „Du Idiot! Mußt du es immer so übertreiben?!“ schimpft sie mit dem Bewusstlosen Vegeta.

 

 

3. Böses Erwachen

 

Draußen auf den Straßen ist es ruhig. Der sanfte Oktoberwind weht ein paar Blätter durch den Strahl der Straßenbeleuchtung. Es ist etwas kühl geworden und Bulma geht vom Balkon wieder zurück in das dunkle Zimmer. Nur die Lampe auf Vegeta´s Nachttisch brennt und hüllt das ganze Zimmer in eine dämmrige Atmosphäre. Die Uhr an der Wand zeigt bereits 23.00 Uhr an. Die Uhr tickt gleichmäßig und laut. Lauter als Vegeta atmet. Zum Glück scheint er jetzt wieder einen etwas ruhigeren Schlaf zu haben. Vor ein paar Minuten hat er sich noch wild im Bett hin und her geworfen und immerzu laut „Nein!“ geschrieen. Bulma tritt zu ihm ans Bett und schaut ihn besorgt an. In dem Moment geht die Tür auf. „Willst du denn nicht schlafen gehen? Du siehst mitgenommen aus.“ spricht Mrs. Briefs ihre Tochter besorgt an. „Nein, ich kann nicht schlafen.“ antwortet Bulma ihr kurz und setzt sich wieder auf ihren Stuhl der neben Vegeta´s Bett steht. „Ich mach dir eine Tasse Tee.“ kommt es von Mrs. Brief fürsorglich und verschwindet wieder aus dem Zimmer. „Ja danke Mama!“ gibt Bulma ihr als Antwort und wendet sich wieder Vegeta zu. Er atmet ruhig und gleichmäßig, so gleichmäßig wie die Uhr an der Wand tickt. Da zuckt Vegeta wieder zusammen und seine Finger krallen sich in der Decke fest. Besorgt schaut sie ihn an und würde zu gerne wissen wovon er wohl träumt. Jedenfalls scheinen es Alpträume zu sein die ihn schon seit ein paar Stunden quälen. „Ich frage mich was wohl passiert ist?“ denkt Bulma laut und wendet ihren Blick zu ihrer Mutter die gerade wieder zur Tür hereinkommt. „Ach Liebes, er wird sich einfach wieder überfordert haben.“ antwortet sie auf Bulma´s Gedanken. „Ja, du hast wohl recht.“ erwidert Bulma ihr. Er konnte nur einen Schwächeanfall gehabt haben, denn sonst war er unverletzt. Er hat nicht eine einzige Schramme, obwohl sein Kampfanzug dermaßen zerfetz ist als hätte er um sein Leben gekämpft. „Irgendwas ist da draußen im All passiert. Nur Was?“ lassen Bulma die Gedanken nicht los während sie ihren Tee trinkt und Vegeta beim schlafen beobachtet. „Also, ich gehe jetzt ins Bett.“ gähnt Bulma´s Mutter zur Tür. „Und du solltest das auch tun. Du kannst hier leider nichts für ihn tun.“ hängt sie dem an. Bulma linst zu ihr und schaut sie fragend an. „Er scheint irgendeinen Kampf im Unterbewusstsein auszutragen. Und dabei kannst du ihm nicht helfen. Das muß er alleine durchstehen.“ versucht Mrs. Briefs ihrer Tochter zu erklären, die nun auf Vegeta´s Finger aufmerksam wird die sich wieder in die Decke krallen, und sie dazu zu überreden auch schlafen zu gehen. Bulma wendet sich wieder Vegeta zu und antwortet ihrer Mutter: „Ich werde noch ein wenig hier bleiben, vielleicht wacht er ja bald auf?“ Bulma greift wieder zu dem feuchten Tuch um Vegeta den Schweiß von der Stirn zu tupfen. „Hat er auch Fieber?“ fragt ihre Mutter sie noch. „Nein, zum Glück nicht.“ antwortet Bulma ihr ohne sich von Vegeta abzuwenden. „Also gut, wenn was ist dann weißt du ja wo ich bin. Gute Nacht.“ verabschiedet sich Mrs. Briefs von ihrer Tochter und schließt leise die Tür hinter sich. „Er hat kein Fieber. Um so seltsamer das er nicht aufwacht. Er schläft schon seit über 9 Stunden durch.“ sorgt sich Bulma. Das war etwas beunruhigend, denn sonst brauchte er gerade mal 5 – 6 Stunden Schlaf. „Egal was ich mache, er scheint viel zu weit weg zu sein als das er mich bemerkt.“ überlegt sie angestrengt. „Ich wüsste zu gern was er träumt!“ lehnt sich Bulma in ihrem Stuhl zurück und schlägt ein Bein über das andere. Vegeta dreht sich wieder von einer Seite auf die andere und murmelt etwas unverständliches vor sich hin. Er scheint wie in einem fieberlosen Fieberwahn zu sein der ihn nicht in diese Welt zurück lässt. Da bemerkt Bulma plötzlich das er kurz aufblinzelt. Aber nur kurz, für einen Bruchteil einer Sekunde. Er scheint sehr aufgeregt zu sein, denn seine Augen bewegen sich unter seinen geschlossenen Liedern panisch hin und her. Dann krallt er sich wieder ans Kissen und stammelt ein halblautes „Nein“ dahin. Und es kam ihr auch vor als hätte er ihren Namen gesagt. Aber das konnte sie sich auch nur eingebildet haben. Nach einer Weile liegt er wieder ruhig und bewegungslos da. Bulma tupft noch mal mit dem kühlen feuchten Tuch über seine Stirn und leget es weg. „Er sieht so friedlich aus wenn er schläft.“ bemerkt sie und streichelt über seine Wange. Diese Geste scheint ihm zu gefallen denn unter der Berührung wendet Vegeta seinen Kopf in die Richtung ihrer Hand. „Sogar ein stolzer Krieger wie du steht also auf Streicheleinheiten?“ lächelt Bulma und streichelt sanft über seine Stirn. Für einen kurzen Moment kam ihr sogar vor das er gelächelt hätte. Sie stützt sich mit ihren Armen auf die Bettkante und lümmelt sich mit ihrem Oberkörper in sein Bett. Sie lächelt und nimmt seine Hand, die neben seinem Kopf ruht, in ihre und streichelt sie sanft. Sie ist auf einmal so schläfrig, die Müdigkeit überfällt sie und zieht sie in den Schlaf. Bulma schläft friedlich und ohne seine Hand los zu lassen ein.

Auf einmal spürt Bulma einen kühlen Luftzug der sie aufwachen lässt. Es kam ihr vor als wäre sie nur kurz eingenickt, aber als sie die Augen aufschlägt bemerkt Bulma das von draußen bereits das herbstliche Sonnenlicht hereinfällt. Sie erinnert sich das sie gestern Nacht noch Vegeta´s Hand genommen hat und dann wohl vor Müdigkeit eingeschlafen war. Nun bemerkt sie auch das Vegeta gar nicht mehr, wie angenommen, vor ihr im Bett liegt. Bulma richtet sich auf und schaut ratlos, verschlafen, um sich. „Wo ist er denn hin?“ denkt sie laut und wird auf den wehenden Vorhang an der Balkontür aufmerksam. Sie steht von ihrem Stuhl auf und geht auf den Balkon zu. Vegeta steht, nur in Shorts, am Geländer und schaut in die klare Vormittags Sonne. Seine Hände ruhen auf dem Geländer und er scheint die Kraft und Wärme der Herbst Sonne einfach in sich einzuatmen. Bulma tritt an ihn heran und spricht ihn an. „Du bist schon auf? Wie fühlst du dich?“ fragt sie, aber ihm ist nur ein knappes „Mh...“ zu entlocken. „Was ist denn passiert? Du warst ja in einem furchtbaren Zustand als du hier angekommen bist und hast seit Gestern Nachmittag durchgeschlafen.“ klärt sie ihn auf. Vegeta hört ihr einfach stumm zu. „Das Raumschiff ist auch in einem verheerenden Zustand. Ein Wunder das du damit überhaupt zur Erde zurückkommen konntest.“ redet sie einfach weiter. Vegeta starrt immer noch mit ernster Mine in die Sonne die hoch am Himmel steht. „Aber das ist jetzt nicht so wichtig! Hauptsache dir geht es wieder besser!“ lächelt Bulma sanft, tritt hinter ihn und kuschelt sich an seinen nackten Rücken. Ihre Arme verschränken sich vor seiner Brust. Vegeta zuckt kurz zusammen und legt zögernd seine Hände an ihre Handgelenke. „Ich habe dich vermisst.“ spricht sie leise zu ihm. „Ach, ja?“ kommt es gefühlskalt von Vegeta und löst ihren Griff um seine Brust. „Lass das.“ hängt er dem kalt und ohne Ausdruck in seinen Worten an. Bulma tritt etwas irritiert einen Schritt zurück. „Was hat er nur?“ denkt sie sich verwirrt. Doch dann bringt Vegeta, der ihre Verwirrtheit an ihrer Aura deutlich spüren kann, es auf den Punkt. „Bulma, das mit uns kann nichts werden!“ gibt er ihr ohne jeden Gefühlsausdruck zu verstehen und hält es nicht mal nötig ihr dabei ins Gesicht zu sehen. Er wendet seinen Blick nicht von der Sonne ab, schaut Bulma nicht an. Bulma beginnt leicht zu zittern. „Was hat er eben gesagt? Meint er das Ernst, nach dem was vor 3 Wochen passiert ist? Hat er nur mit mir gespielt? Es drauf ankommen lassen?!“ verliert sie sich in Gedanken und sieht zu wie der Zauber, dieser einen Nacht, beginnt zu zerfallen.

 

4. Eine einmalige Sache

„Was sagst du da?!“ geht Bulma ihm wieder einen Schritt entgegen. Bulma´s Stimme zittert, genau so wie ihre Knie und ihr Herz flackert aufgeregt. „Sie wünscht sich das sie sich verhört hat und sie nur etwas falsch aufgefasst hat. „Du hast schon verstanden also mach jetzt keine Szene!“ kommt es von Vegeta ernst. Bulma weicht wieder einen Schritt zurück und ballt ihre Fäuste. Sie wirkt sehr aufgelöst, muß Vegeta feststellen. „Und ich habe gedacht...., ich habe gedacht das ich in dir irgendwelche Gefühle ausgelöst hätte.“ beginnt Bulma zu stammeln. „So, dachtest du ja?“ beginnt Vegeta nun zu grinsen. „Tja, da hast du dich wohl von mir täuschen lassen?“ beginnt er etwas lauter zu lachen. Bulma verspürt in diesem Moment, als der dem sie sich hingegeben hat sie auslacht, einen heftigen Stich sodass sie eine Hand auf die Stelle ihres Herzens legen muß. „Du bist eben gleich wie alle Frauen, was? Sie sind alle Leicht zu haben!“ grinst Vegeta sie nun kalt über seine Schulter an. Seine Augen sind ohne jeden Ausdruck obwohl seine Stimme in einem ernsten Tonfall verharrt, der sich über sie lustig macht. „Ja, er macht sich über mich lustig weil ich ihm meine Gefühle gestanden habe. Und er wirft mich mit anderen Flittchen in einen Topf!“ muß Bulma schmerzhaft erkennen und sie schaut ihn mit Tränen in den Augen an. Als Vegeta ihre Tränen bemerkt wendet er sich schnell von ihr ab. „Das heißt also..., du..., du hast nur mit mir gespielt?“ schluckt Bulma ihre Tränen runter und versucht ihm gegenüber gelassen zu wirken. „Ja, und jetzt heul nicht rum! Du bist selber schuld! Du bist mir eben voll auf den Leim gegangen!“ spricht er kalt zu ihr. Bulma schaut verwirrt zu Boden. Sie weiß nicht was sie tun soll. Sie weiß nicht ob sie davon heulen oder ihm eine reinhauen soll. Nach einer Minute Funkstille beginnt sie leise zu sprechen: „Ja, ich bin selber Schuld! Ich habe mich eben in dir getäuscht.“ Bulma geht verletzt durch die Balkontür ins Zimmer. „Und ich war so dumm zu glauben das dir diese Nacht irgendetwas bedeutet hätte. Das du irgendetwas dabei gefühlt hättest.“ redet sie gedankenversunken. „Gefühlt?!“ lacht Vegeta auf. „Es war nur ein Abenteuer für eine Nacht! Ein Ausrutscher..., der sich nicht wiederholen wird!“ kommt es nun kalt von ihm. Bulma zuckt unter dem Schmerz der ihr Herz fast zerreißen möchte zusammen. „Tut mir leid! Ich habe dich wohl falsch eingeschätzt? Ich dachte wirklich, dich mit meiner Liebe ändern zu können...“ flüstert Bulma und wendet sich der Zimmertür zu. „Du hast mich nur benutzt! Damit hätte ich eigentlich rechnen müssen...“ hängt sie dem an, tritt aus der Tür und schließt sie leise hinter sich. Vegeta hört die Tür leise klappen und seufzt: „Jetzt ist es raus!“ Erst jetzt bemerkt er den etwas kühlen Herbstwind der seine Haut kühlt. Aber diese aufkommende Kälte des Herbstes ist nichts im Vergleich zu der Kälte die sich auf einmal in seinem Herzen breit macht. Vegeta nimmt die Hand vom Geländer, welches er als er ihr das „Warum“ erklärt hatte, zerdrückt hat und flüstert, seine Hand dabei betrachtend: „So ist es besser ..., wir leben in verschiedenen Welten...“   

Bulma lehnt noch an seiner Zimmertür und starrt zu Boden. „So ist das also? Er hat tatsächlich nur mit mir gespielt!“ überlegt sie. „Wie konnte ich mich nur so in ihm täuschen?! Waren all seine Blicke, all seine Berührungen nur Lüge?!“ verliert sie sich in Gedanken und macht sich mit gesenktem Kopf in Richtung ihres Zimmers auf den Weg und es war ihr als würde sie ewig brauchen bis an ihre Tür zu kommen. „Ich blöde Kuh! Eigentlich hätte ich damit rechnen müssen!“ kommt sie zum Schluß und will gerade ihr Zimmer betreten als ihre Mutter sie ruft. „Bulma! Hier sind die Ergebnisse aus dem Labor!“ ruft sie ihr entgegen. „Welche Ergebnisse?“ muß Bulma erst überlegen. Da fällt ihr ein das sie ein seltsames, und ihr unbekanntes, grün-lila glitschiges Sekret auf Vegeta´s Kampfanzug entdeckt hatte als sie diesen in die Waschmaschine stopfen wollte. Die Neugier lies sie nicht los und außerdem wollte sie wissen ob dieses Sekret vielleicht etwas mit Vegeta´s Schwächeanfall zu tun hatte und hat das dickflüssige Material ins Labor gebracht um es zu analysieren. Bulma´s Mutter überreicht ihr den Analysestreifen mit dem Sekret und den ausgedruckten Bericht. „Ja, danke Mama.“ kommt es kurz von Bulma und liest sich den Bericht durch. Mrs. Briefs die ihrer Tochter anmerkt das etwas nicht stimmt schaut sie besorgt an. Bulma nimmt eine Hand vor den Mund und wird auf einmal ganz blass. Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie auf den Analysebericht. „Ähnlich dem Menschlichem Blutplasma. Lebensform: Unbekannt.“ flüstert Bulma in Gedanken. „Aber wie kommt das Blut auf seinen Kampfanzug?“ beginnt Bulma sich eine Vorstellung davon zu machen was da im All passiert ist. „Oh, nein! Vegeta! Er wird doch nicht...?!“ platzt sie heraus und ihre Probleme weil Vegeta sie gerade zurückgewiesen hatte waren auf einmal Nebensächlich.

 

5. Verachtung

„Vegeta! Was hast du getan?!“ stürmt Bulma in sein Zimmer und auf die Balkontür zu. Vegeta steht immer noch am Geländer und wendet sich nun zu ihr um. „Was? Ich dachte sie wird mir jetzt bestimmt eine Weile aus dem Weg gehen?“ schießt es ihm überrascht durch den Kopf. „Sag mir, wo hast du das her?!“ baut sie sich vor ihm auf und hält ihm den Analysestreifen unter die Nase. Von ihrem verletzten Gesichtsausdruck war nichts mehr übrig. Im Gegenteil, die reine Wut sprach aus ihren funkelnden Augen. Als Vegeta in diese blauen, funkelnden Augen schaut läuft ihm ein seltsamer Schauder über den Rücken. „Was hast du da im All getrieben?! Du hast es wieder getan, oder?!“ wird sie laut. Vegeta schaut sie ernst an. „Du hast schon wieder Unschuldige getötet, hab ich recht?!“ schreit sie ihn aufgebracht an. „Wenn du´s genau wissen willst, ja.“ antwortet er ihr mit einer Ruhe als wäre das keine große Sache. Bulma zuckt über seine Ruhe zusammen und ist schockiert. „Sie haben um Gnade gewinselt wie räudige Straßenköter. Sie sind vor mir auf die Knie gefallen und haben gebetet das ich sie verschonen würde.“ beginnt Vegeta zu grinsen, mit dem irren Blick den er früher hatte als er das erste mal einen Fuß auf die Erde gesetzt hatte. „Du..., du Monster!“ beginnt Bulma zu zittern. Vegeta dreht sich wieder von ihr weg und setzt wieder seinen Gefühlskalten, starren Blick auf. „Wie konntest du nur?!“ schnappt Bulma nach Luft. „Ich habe dir schon mal gesagt, ich bin Unberechenbar, also bleib mir fern, kapiert?!“ wird nun auch Vegeta laut. „Wie viele waren es? 50? 100? Oder Tausende?!“ beginnt sie in einem ruhigeren Ton zu sprechen. „Ein Stamm? Ein ganzes Volk?! Eine ganze Welt?!“ fährt sie wieder herum. „Es waren viele, sehr viele. Auch Kinder, Frauen und Alte...“ antwortet Vegeta ihr wie vom Tonband. „Ich habe ihre ganze Rasse ausgelöscht!“ schließt er die Sache ab. Bulma stockt der Atem. Wie konnte sie sich so in ihm getäuscht haben? Sie hatte geglaubt, ihm näher gekommen zu sein und die Bestie in ihm etwas gezähmt zu haben. Aber nein, er hatte sich nicht verändert. „Warum..? Warum hast du das getan?“ fragt sie ihn nun mit heißerer Stimme und lässt die Hand mit dem Analysestreifen sinken. „Da gab es noch eine Rechnung zu begleichen. Sie haben mich unterschätzt...“ antwortet Vegeta ihr kurz. „Und ich dachte in dir wäre irgendwo auch ein guter Teil zu finden?! Da habe ich mich wohl geirrt?“ kommt es, nach längerem Schweigen, von Bulma niedergeschlagen. „Ich dachte ich könnte dir helfen die Vergangenheit zu vergessen, aber jetzt begreife ich..., dir ist nicht mehr zu helfen. Nein! Du willst nicht das man dir hilft!!“ Vegeta linst über seine Schulter zurück zu ihr. Sie steht da, den Blick auf den Boden gerichtet. Tränen glitzern in ihren gesenkten Augen. Sie beißt wütend die Zähne zusammen und funkelt ihn wütend an: „Du Schwein! Ich verachte dich! Wären wir uns doch nur nie begegnet!!“ schreit sie ihn wütend an. Ihre Tränen kullern nun über ihre geröteten Wangen als sie sich bildlich vorstellt wie Vegeta all die Lebewesen, seien sie nun Humaner Abstammung oder nicht, einem nach dem anderen niedermetzelt. Egal ob Kinder, Frauen oder Alte. Aus ihren Augen konnte Vegeta lesen das sie ihn wieder als diese Bestie betrachtet, die nach dem Blut anderer dürstet. Mit diesen Worten rennt sie aufgelöst aus dem Zimmer und lässt die Tür laut ins Schloß fallen. Sie rennt in ihr Zimmer und schließt die Tür an die sie sich nun anlehnt. Sie lässt den Bericht und den Analysestreifen fallen und wirft sich auf ihr Bett. Laut beginnt sie zu schluchzen als ihr bewusst wird welchem Monster sie sich vor etwas mehr als 3 Wochen hingegeben hat. Wie konnte sie nur so blind gewesen sein? Sie schlingt die Arme um sich um den Schmerz zu lindern und drückt ihr Gesicht ins Kissen um das Schluchzen, welches aus tiefstem Herzen kommt, zu dämpfen. Vegeta geht zurück ins Zimmer, legt sich ins Bett und verschränkt die Hände hinter seinem Kopf. Auf dem Flur hört er Bulma´s Mutter die an ihrer Tür klopft und ein besorgtes „Was ist denn los Bulma-Schätzchen“ zu ihr hereinspricht. Bulma schluchzt so laut das Vegeta, der ihre letzten Worte noch immer nachhallen hört, sie durch die Wand hören kann. „Jetzt hasst sie mich.“ flüstert er mit starrem Blick an die Decke. „Mh... gut so.“ kommt es niedergeschlagen von ihm. Er schließt die Augen und vor seinem Geistigen Auge erscheint die Erinnerung an den Planeten, von dem er Gestern zurück gekehrt war. Die Erinnerung bringt ihn zurück an diesen Ort, an den Ort wo die Vergangenheit ihn eingeholt hatte.

 

6. Ein neuer toter Planet

Langsam lichtet sich das Dunkel vor seinen Augen und Vegeta erlangt das Bewusstsein zurück. Zögernd öffnet er die Augen und blickt in einen orangefarbenen Himmel. Es kam ihm vor als hätte er lange geschlafen. Er schaut in die merkwürdige, rote, Sonne über ihm. Sie war heiß und blendet ihn sodass er die Augen wieder eine kurze Zeit schließt. „Wo bin ich hier überhaupt?“ fragt er sich nun verwirrt. „Und wie zum Teufel komm ich hier her?!“ hängt er dem an. „Genau! So war´s!“ fällt es ihm ein. Er war mit dem Raumschiff hier, auf diesem Planeten der Optimale Trainingsbedingungen bot, gelandet um zu trainieren. Vegeta ist immer noch verwirrt und schwindlig, setzt sich aber auf und schaut angestrengt um sich. Diese seltsame Hitze brennt in seinen Augen und seine Kehle ist staubtrocken. Nicht weit von ihm ist ein schwach rauchender Glut-Herd. Erst jetzt bemerkt er das er neben einem Trümmerhaufen liegt. „Was ist hier eigentlich los?!“ fragt er sich erneut. Schon seltsam genug das er überhaupt hier in der prallen Sonne eingeschlafen ist. Vegeta zwingt sich dazu aufzustehen, doch seine Beine wollen nicht so recht und er wartet noch einen Moment. Nach einer Weile rappelt er sich hoch und stellt fest das ihm der Kampfanzug in Fetzten zerrissen vom Körper hängt. Er betrachtet seine Hände und entdeckt das grünlich-lila schimmernde Zeug das überall auf seinem Kampfanzug verteilt ist. „Was zum Henker..?!!“ dreht er sich um die Eigene Achse und kann nicht begreifen was ihm etwa zugestoßen sein könnte um so auszusehen. „Na, auch egal!“ tut er es ab und fragt sich wo er das Raumschiff abgestellt hatte. Langsam spaziert er um den Trümmerhaufen, der aus Schutt von eingestürzten Häusern und geschmolzenem Metal besteht, herum und macht sich auf die Suche. Er kommt an einigen eingestürzten Häusern vorbei. An allen Ecken brennt und qualmt es. „Was ist hier bloß passiert?“ fragt er sich mit ernster Mine. Nach dem Schutt und der Entfernung der Häuser zueinander musste es sich um eine größere Stadt gehandelt haben die von irgendjemanden dem Erdboden gleich gemacht wurde. „Vielleicht hatten die gerade Krieg?“ fragt er sich so nebenbei als er an ein paar verkohlten Leichen vorbei kommt. Es richt nach verbranntem Fleisch und Haaren. Das verschmorte Material ihrer Waffen stinkt wie verbrannter Kunststoff. Zudem dringt auch noch der Geruch von brennendem Öl in seine Nase. Vegeta geht langsam und in Gedanken weiter. Er lässt die Umgebung nicht aus den Augen. So eine Verwüstung hatte er schon lange nicht mehr gesehen. Da glaubt er das Gesicht dieser Leiche die von dem Jeep hängt wieder zu erkennen. Ja, diesen Mann hatte er schon mal gesehen, jedenfalls als er noch gelebt hat. Da schießt eine Erinnerung durch seinen Kopf. Er sieht mit an wie dieser Mann ums Leben kam. Eine kleine Energiekugel wurde auf ihn abgefeuert und hat ihm das halbe Gesicht weggerissen. Mit starrem Blick schaut er noch immer dieses entstellte Gesicht an. „Was geht hier vor...?“ fragt er sich verwirrter als zuvor. Zögernd geht er weiter. Er ahnt schon was hier vorgefallen war und er will eigentlich gar nicht wissen was hinter dem nächsten Trümmerhaufen wartet. Auf wackligen Beinen kämpft er sich durch das Chaos das seinen Weg versperrt. Zahlreiche Leichen säumen den Weg. Die Humane Lebensform hatte blassgelbe Haut, spitze Ohren und die meisten hatten rosa Haare, manche aber auch mint oder blaufarbene. Aus zahlreichen Wunden des alten Mannes, der unter einem Balken eingeklemmt war, quoll sein grün-lila schimmernde Blut. Vegeta richtet seinen Blick wieder auf seine Hände, an denen das Blut dieser Rasse klebte. „Scheiße! Was geht hier ab?!!“ fährt er herum und beginnt nun leicht zu zittern. „War..., war ich das?!“ flüstert er. Langsam und mit abwesendem Blick geht er weiter. Er versucht seine Gedanken zu sortieren und dahinter zu kommen was hier passiert ist und vor allem was er damit zu tun hat. Er kann sich an nichts erinnern. Nur das er auf ein Trümmerfeld zurückblickte, ziemlich außer Atem war, es langsam dunkel vor seinen Augen wurde und er schließlich das Bewusstsein verlor. Da wird er auf den Panzer aufmerksam der zu seiner Linken, mit der Bodenplatte nach oben, liegt. Das Innere brennt noch immer und wieder ist da dieser unverkennbare Geruch von verbrannten Haaren und Fleisch. Wieder sucht ihn eine Erinnerung heim. Eine Erinnerung die ihm den Atem stocken lässt. Ja, er war es gewesen der auf das Dach des Panzers gesprungen war und eine Energiekugel durch die Luke nach innen jagte. Er selbst war es, mit dem Grinsen des Wahns im Gesicht. Vegeta steht wie angewurzelt da und starrt auf den Panzer. Er blickt auf das Dach des einen Wolkenkratzers. Da wehte eine zerrissene Flagge im lauen Wind der nun etwas Staub zu Vegeta´s Füßen aufwirbelte. Die Flagge war blau, die in einer Diagonale mit rot wechselten und inmitten mit einem weißen Sichelkreis, der sich mit einem zweiten kreuzte, versehen war. Er befand sich wohl auf dem Planeten der Euphoroa. Er kannte diese Rasse aus alten Zeiten seiner Vergangenheit. Er hatte zwar nichts mit ihnen zu tun aber es waren Freezer´s Feinde. Mit ihren Laserwaffen hielten sie zwar einige Zeit bei der Auseinandersetzung vor 10 Jahren durch, aber sie wurden doch von Freezer besiegt. Die paar Überlebenden waren anschließend geflohen und hatten sich wohl auf diesem Planeten, dessen Namen er nicht kennt, niedergelassen. Aber warum zum Teufel hat er die ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt?! Vegeta fängt sich wieder etwas und geht weiter. „Ja, sie haben mich herausgefordert! Und dann...?“ überlegt er. Er weiß nicht mehr was dann passiert ist, er weiß nur das sie ihn Beleidigt haben und er dann wohl durchgedreht sein muß. Und jetzt wird ihm klar wie unberechenbar er ist und sich alles andere als unter Kontrolle hat. Da bleibt sein Blick an einem Gesicht hängen. Es war eine junge Frau, die unter einem Betonblock begraben wurde. Sie hatte noch versucht sich selbst rauszuziehen, denn ihre Arme haben noch die Abwehrende Haltung dem Betonblock gegenüber. Sie blutet stark aus dem Bauch und Brustbereich. Sie wurde regelrecht unter der Last des Blocks zerquetscht. Ihr langes blaues, strähniges, mit Blut verklebtes Haar fällt teilweiße über ihr Gesicht. Ihre Augen sind weit aufgerissen und ihre toten Augen scheinen ihn anzustarren. Mit einem Schlag wird ihm klar wem diese Humane Person ähnelte. „Bulma...“ durchfuhr es ihm durch Mark und Bein. „Nein..., nein das kann nicht sein!“ flüstert er und ihm war als ob sein Herz stehen bleiben würde. In dem Moment begreift er was er getan hatte. Er hatte Grundlos einen Krieg in dieser Welt angezettelt und hatte eine ganze Rasse ausgelöscht. „Warum?!“ fragt er sich. „Ich hatte keinen Grund dazu...“ überlegt er. „Ich hätte sie ignorieren können...“ hängt er dem durcheinander an. Er hätte die Beleidigungen und falschen Anschuldigungen, weil er einer von Freezer´s Leuten war, ignorieren können aber irgendetwas in ihm sah rot und das führte wohl zum Kurzschluss. Das, und die Erinnerung an die alte Zeit. Als er die Armee dieses Volkes auf sich zukommen sah, erinnerte er sich an alte Zeiten. An Zeiten in denen er noch dem Dienst von Freezer unterlag. Als er noch Planeten für ihn eroberte. Seine Vergangenheit hatte ihn eingeholt und ihn zurück geholt. Zurück in seine Welt, die Welt der Zerstörung und des Todes. Er fühlte sich mit einem mal so frei und leicht. Wie früher, wo er gnadenlos alles niederschlug was seinen Weg kreuzte und sein Vorhaben behinderte. Ohne Gewissen, ohne Schuldgefühle. Einfach nur seiner Kraft und seinem Zorn freien lauf lassen. Alles um sich vergessen. Aber eigentlich könnte ihm dieses Volk egal sein. Wäre das vor ein paar Jahren geschehen hätte er vermutlich gesagt: „Eine Rasse mehr oder weniger. Was macht das schon aus?!“ Und dabei hätte er fies gegrinst und die schwäche dieses Volkes ausgelacht. Aber als er diese Zerstörung vor seinen Augen begutachtet bemerkt er das es diesmal anders war. Tat es ihm etwa leid was er diesem Volk angetan hatte? War es schon so weit mit ihm gekommen das er schon so weich geworden war das er etwas wie „Mitleid“ empfinden konnte?! Er lässt seinen Blick nun von der Frau ab und überfliegt mit seinem starren Blick die Umgebung. Dieser Zustand, in dem er dieses Volk ausgelöscht hatte, glich so was ähnlichem wie einem Amoklauf. Was wäre wenn ihm so ein Ausbruch auf der Erde passieren würde? Was wäre dann?! In dem Moment erkennt er was für eine Gefahr er für die Erde darstellt. Und dabei war es ihm eher egal was mit der Erde passieren würde. Immerhin hatte er vor kurzer Zeit noch vor die Erde in eine riesige Staubwolke zu verwandeln. Nein, es ging ihm diesmal nicht um die Erde. Nein..., es ging ihm um etwas anderes. „Nein...“ flüstert er in den Wind der nun stärker wird. Sein niedergeschlagene Blick wird mit einem mal wieder stärker, fester und er wendet sich der Richtung zu wo er das Raumschiff abgestellt hatte. „Ich muß was tun!“ nimmt er sich vor, hebt mit einem leichten Sprung vom Boden ab und lässt die verwüstete Stadt hinter sich.

Im Raumschiff gibt er einige Daten in den Bordcomputer ein und betätigt den Autopiloten. Er lässt sich auf den Sitz fallen und schnallt sich an. Er wagt es nicht einen Blick zurück zu werfen. Einen Blick zu dem Planeten, dessen Umlaufbahn sein Raumschiff gerade verlässt. „Noch ein toter Planet...“ seufzt er, lehnt sich zurück und schließt die Augen. „Warum bin ich auch hier her gekommen?“ fragt er sich und erinnert sich zurück. Er war vor 2 Wochen mit dem Raumschiff ins All geflogen um über etwas nachzudenken und etwas zu trainieren. Es war viel in letzter Zeit geschehen was ihn beschäftige und seine Gedanken nicht mehr loslassen wollte. Er brauchte zu allem Abstand um wieder klar im Kopf zu werden. Er brauchte Zeit um zu verstehen was mit ihm geschehen war. Eigentlich wollt er als er am Morgen dieser einen Nacht, die er zusammen mit Bulma verbracht hatte, aufwachte noch bei ihr im Bett liegen bleiben bis sie aufwacht und ihn anlächelt. Wie kam es nur das er sich so was wünschte? Ihr Lächeln noch mal zu sehen? Irgendetwas zwang ihn dann aber dazu aufzustehen und ins Raumschiff zu steigen. Bulma hat so friedlich und glücklich ausgesehen als sie sich an ihn gekuschelt hat. Doch plötzlich beschleicht ihn ein seltsames Gefühl. Er wusste an diesem Morgen nicht mehr so genau ob es richtig war was in der letzten Nacht geschehen war. Wie konnte er sich nur so gehen lassen? Was war es das in Dinge tun lies an die er sonst im Traum nicht denken würde? Sie hatten sich einander hingegeben ohne an das Morgen zu denken oder was danach kommen würde. Er sieht wieder Bulma´s Gesicht vor ihm, und der Glanz in ihren Augen. Ihre Haut war so zart und warm. Ihre Nähe tat ihm gut und er war noch nie jemandem so nahe gewesen. Nein, in dieser Nacht dachte niemand von ihnen an das Morgen. Sie hatte es geschafft ihn weich zu klopfen und sonderbare Gefühle in ihm wachsen lassen die ihm bisher fremd gewesen waren. Er hatte all seine Sorgen und Probleme, wegen seinem Rückstand im Training, wegen der neuen Bedrohung durch die Cyborgs und nicht zu letzt seinen Erzfeind Kakarott, für diese eine Nacht einfach vergessen. Bulma hatte ihn für eine Nacht aus seinem kalten Leben gerissen und ihn in eine neue Welt entführt. Aber war sein Leben wirklich so kalt? Nein, er kannte nichts anderes und es ging ihm bis jetzt auch gut so wie sein Leben war. Er hatte immer erreicht was er wollte, na ja vielleicht nicht immer aber er war durchaus zufrieden, glaubt er. „Wozu brauche ich so eine warme, heile Welt wie ihre?“ fragt er sich ernst und schlägt die Augen auf. Er blickt in das grelle Licht an der Decke. Diese heile Welt war nicht die seine, er war anders und am Morgen dieser Nacht bemerkte er das er aus einem Traum aufgewacht war und der Realität wieder ins Auge blickt. Eine Realität in der Bulma unglücklich wäre. Sie würde es nicht verkraften. Deshalb hatte er beschlossen wieder einen kleinen Ausflug ins All zu unternehmen um nachzudenken. „Wie wird sie wohl reagieren wenn sie erfährt was ich getan habe?“ überlegt er nun. Da kommt ihm die, vielleicht rettende, Idee wie er Bulma abschütteln kann und er nicht zum Weich-Ei mutieren muß. „Ja, genau so wird’s gehen...“ stellt er fest und schließt wieder die Augen.

Vegeta schaut wieder auf und starrt erneut an die Decke seines Zimmers. Warum lies in die Erinnerung an das, was auf dem Planeten geschah, nicht los? Die Erinnerung verfolgt ihn sogar bis in seine Träume, erschafft schreckliche Trugbilder. Trugbilder von dem was passiert wenn ihm so ein Ausbruch hier auf der Erde passieren würde. Ist er schon so weich geworden das ihm andere Leid tun? Aber das kann ihm jetzt egal sein. Er hat erreicht was er wollte. Er hat Bulma dazu gebracht ihn zu hassen.

 

7. Ich bin stark!

„Aber Bulma, du weißt doch nicht genau was auf diesem Planeten geschehen ist.“ meint Mrs. Briefs die neben Bulma im Bett sitzt und ihr gut zuredet. „Vielleicht haben sie ihn ja angegriffen und er hat sich nur verteidigt?“ redet Mrs. Briefs weiter während Bulma immer noch mit dem Gesicht von ihr weg im Bett liegt. Nach einer Weile richtet Bulma sich auf und wischt ein paar Tränen fort: „Ja, könnte vielleicht sein.“ Mrs. Briefs schaut ihre Tochter mit sorgvollem Blick an. „Sag mir Liebes, warum nimmt dich das ganze so mit?“ erkundigt sie sich nun. Bulma schlingt ihre Arme um ihre angezogenen Knie und stützt ihren Kopf darauf. „Du scheinst Vegeta sehr zu mögen, hab ich recht?“ hängt Mrs. Briefs zögernd an. Bulma gibt ihr darauf keine Antwort. „Liebst du ihn?“ fragt sie Bulma nun direkt. Bulma zuckt kurz zusammen, lässt ihre Schultern wieder sinken und flüstert: „Vielleicht...“ „Wenn das so ist, und du es ernst meinst, dann versuch herauszufinden was und warum das passiert ist. Und versuch ihn zu verstehen.“ gibt Mrs. Briefs ihr den Rat und steht auf. „So, ich werde nun nach dem Essen sehen! Ich hoffe es ist nicht angebrannt.“ setzt sie wieder ihr lächeln auf und öffnet die Tür. Bulma bleibt regungslos auf dem Bett sitzen und hört die Tür zuklappen. „Verdammt Vegeta! Warum machst du so was?!“ fragt sie sich angestrengt. „Ist es vielleicht meine Schuld?“ kommt es ihr nun in den Sinn. „Vielleicht ist er nur ins All aufgebrochen weil er mit dem ganzen nicht klarkommt?“ überlegt sie weiter. „Habe ich ihn überfordert das er sich irgendwo abreagieren musste? Und da ist ihm wohl dieses Volk gerade recht gekommen?“ hängt sie in ihren Gedanken fest. Bulma steht langsam von ihrem Bett auf und geht ins Bad um sich ihr verheultes Gesicht zu erfrischen. Zurück in ihrem Zimmer öffnet sie den Kleiderschrank. Sie fischt ihre schwarze enge Hose und den Orangen Pulli heraus und zieht sich um. Sie hält es hier nicht mehr aus. Sie muss so schnell wie möglich raus hier. Weg von ihm. Ihre Mutter hat ihr zwar geraten auf ihn zuzugehen aber Bulma ist der Meinung das es vielleicht besser wäre ihm erst mal aus dem Weg zu gehen. Sie muss erst darüber nachdenken. Was würde sie ihm sagen? Was wollte sie ihm sagen? Würde sie jetzt auf ihn treffen würden sie sich vermutlich nur heftig streiten und das würde alles nur schlimmer machen. Sie schnappt sich ihre kleine schwarze Tasche und schwingt sie über ihre linke Schulter. Am Spiegel zupft sie noch ihr Haar zurecht und verlässt ihr Zimmer. Im Erdgeschoss steigt sie aus dem Lift und ruft durch den Vorraum zu ihrer Mutter in die Küche: „Ich bin dann mal weg!“ „Aber Liebes! Wo willst du denn hin?“ stürzt ihr Mrs. Briefs entgegen. Vegeta der gerade die Treppe herunter kommt um zum Mittagessen zu gehen bremst seinen nächsten Schritt. „Ich muß hier raus! Ich geh einkaufen!“ erklärt Bulma ihrer Mutter in einem leicht gereizten Tonfall und geht auf die Vordertür zu. Als sie an der Treppe vorbeikommt bemerkt sie Vegeta. Sie schaut ihm ernst und mit festem aber kaltem Blick in die Augen. Kein Funkeln, kein Glänzen, einfach nur eine gewisse Kälte war in ihren Meerblauen Augen zu sehen. Vegeta erwidert ihren Blick und hält dem stand. Bulma dreht ihren Kopf eingeschnappt weg und zieht ihre Nase nach oben. Mit einem „Pf!“ geht sie an ihm vorbei und durch die Eingangstür, die sie laut zuknallt, nach draußen. Vegeta schaut ihr nach und seufzt. Zum Glück hatte sie ihn nicht angesprochen, er hätte nicht gewusst was er ihr sagen sollte. Bulma tritt aus dem Gartentor und geht in Richtung Innenstadt davon. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und sie wusste nicht, sollte sie wütend auf ihn sein oder sollte sie einfach alles bleiben lassen? Einfach alles vergessen? Das was er auf dem Planeten getan hatte? Das was in dieser Nacht geschehen war? Bulma bemerkt wie sich wieder ein paar Tränen in ihren Augen sammeln, doch sie wischt sie so schnell wie möglich weg. „Ich werde nicht weinen!“ redet sie sich selbst zu und geht eilig weiter. „Ich werde erst mal abwarten und in der Zwischenzeit alles vergessen! Ich bin doch ein starkes Mädchen und von so was lasse ich mich nicht unterkriegen!“ macht sie sich selber Mut und beginnt zu überlegen was sie sich Heute schönes kaufen würde. Sie brauchte ohnehin neue Sachen. Und die neue Herbstkollektion war voll und ganz ihr Geschmack. Sie freute sich schon die Ladentische zu stürmen und mit Sack und Pack nach Hause zu kommen.

 

8. Erste Annäherungsversuche

Seit dem Vegeta wieder aus dem All zurück gekommen war, war nun eine ganze Woche vergangen. Vegeta zog es vor in der Wüste zu trainieren, denn das Raumschiff musste Generalüberholt und repariert werden. Bulma und Vegeta gingen sich auffällig aus dem Weg. Und wenn sie sich trotzdem mal zufällig über den Weg liefen schauten sie aneinander vorbei. Bulma´s Eltern kam das ganze schon langsam merkwürdig vor. Denn Bulma konnte sonst nie so lange mit jemandem zerstritten sein ohne das sie immer wieder zu sticheln und nerven beginnt. Bulma´s verhalten war echt merkwürdig. Wenn sie auf jemanden Sauer war dann schreit sie es so laut herum das es einfach jeder mitbekommen muß. Aber dieses mal war es anders. Sie war sehr ruhig und nicht sehr gesprächig. Sie vergräbt sich in ihrem Labor und stürzt sich in ihre Arbeit. Nebenbei hilft sie auch ihrem Vater das Raumschiff zu Checken. Auch Vegeta benimmt sich seltsam. So viel anders zwar nicht wie sonst, denn das er den ganzen Tag trainiert und sich nicht blicken lässt war ja vorher auch so. Nur diesmal scheint auch er sich noch intensiver auf sein Training zu konzentrieren als vorher. In dieser ganzen Woche war er gerade 3 mal zum Essen aus der Wüste zurück gekommen. Als Mrs. Briefs ihren Mann auf das seltsame Verhalten der Beiden anspricht meinte dieser nur: „Wenigstens brauchen wir keine Angst zu haben das Vegeta hier irgendwas in die Luft jagt.“ Mrs. Briefs ahnte schlimmes. Sie wusste wie Bulma war und das sie, wenn sie so ruhig war, irgendetwas ausbrütet. Oder sie etwas nicht verarbeiten kann. Bulma neigt in besonders schwierigen Krisen meistens dazu darüber zu schweigen bevor sie ihre Eltern damit belastet. Aber auch Vegeta scheint irgend etwas zu beunruhigen. Wenn die beiden sich auf dem Flur treffen gehen sie aneinander vorbei. Und Vegeta wagt nicht mal Bulma ins Gesicht zu sehen. „Echt seltsam!“ bemerkt Mrs. Briefs und schaut durch das Fenster in der Küche nach draußen. Denn da erblickt sie Vegeta, der es mal wieder für nötig hält vorbei zu schauen. Niedergeschlagen spaziert er über den Rasen und kommt durch die Hintertür. „Ah, Vegeta, schön dich mal wieder zu sehen!“ begrüßt Mrs. Briefs ihn freundlich. „Mh..!“ grummelt Vegeta an ihr vorbei. „Geh erst mal duschen! Ich mach dir inzwischen was zu essen!“ ruft sie Vegeta, der durch den Vorraum marschiert, hinterher.

Vegeta schiebt die Duschkabine zu und dreht das Wasser auf. Eiskalt lässt er es über seinen geschundenen Körper fließen. Er fühlt sich auf einmal so müde, Hundemüde. Er hat in letzter Zeit wenig geschlafen, weil ihm das was an dem Tag als er aus dem All zurück gekommen war nicht mehr los lässt und seine Gedanken gefangen hält. Er hat sich in die Wüste zurück gezogen um sich davon ab zulenken, aber es nutzt nichts. Das Trainieren ging einfach so nebenher und mit den Gedanken war er immer wo anders. Genau genommen war er mit den Gedanken meistens bei Bulma. Und bei dem was sie ihm alles gesagt hatte. Er will es nicht zugeben, aber es tut ihm weh sie so leiden zu sehen. Und die Tatsache das er Schuld daran hat macht das Ganze nur noch schlimmer. „Wo ist sie überhaupt? Ich hab sie schon lange nicht mehr gesehen.“ fällt ihm nun auf, verlässt die Duschkabine wieder und wickelt sich ein Handtuch um die Hüften. Als er vor seiner Zimmertür steht hält er inne und wirft einen Blick auf Bulma´s Zimmertür. Das die Tür offen steht kann nur bedeuten das Bulma nicht da ist. Sie muss wohl im Labor oder Einkaufen sein. Er betritt sein Zimmer und sucht sich frische Klamotten aus dem Schrank. „Wie es ihr wohl jetzt geht?“ fragt er sich und er muß zugeben das er sich etwas Sorgen um sie macht. Sie steckt doch sonst nichts so leicht, und das auch noch ohne rumgezicke, weg. Er vermutet das sie einfach nur alles in sich hineinfrisst. „Vielleicht sollte ich noch mal mit ihr reden?“ überlegt er und macht sich auf den Weg in die Küche. „Ich hoffe nur das das Raumschiff bald wieder startklar ist! Dann kann ich endlich wieder mal hier raus!“ ärgert er sich. „Herrgott! Warum ist das mit ihr alles so kompliziert?!“ hängt er dem an und betritt den Essraum in dem der Tisch bereits gedeckt ist und sich der Geruch nach leckerem Essen verbreitet. „Mh... aber bevor ich mit ihr rede sollte ich noch was essen!“ entschließt sich Vegeta, setzt sich an den Tisch und schaufelt die Gerichte nur so in sich hineine, als ob es das Letzte mal ist das er was zwischen die Zähne bekommet.

Nachdem sich Vegeta vollgegessen hat erkundigt er sich noch bei Mrs. Briefs wo Bulma steckt. Auf deren Antwort hin macht er sich auf den Weg ins Labor. Vielleicht sollte er diesmal etwas behutsamer vorgehen und nicht mit der Tür ins Haus fallen. Sie sollte sehen das man auch normal mit ihm reden kann und er klopft höflich an ihre Labortür. Doch, nach einer kleinen Weile, bemerkt er das niemand „herein“ oder ähnliches sagt. „Hey, ich bin’s! Bist du da drin?!“ spricht er durch die geschlossene Tür. Wieder keine Reaktion, da kommt Dr. Briefs an der Tür vorbei und spricht Vegeta an: „Wenn du Bulma suchst, die ist in der großen Halle und arbeitet am Raumschiff.“ „Aha, danke!“ kommt es knapp von Vegeta und macht sich in die Richtung der besagten Halle davon. „Sie arbeitet am Raumschiff? Wieso das denn?!“ denkt er sich. „Also, entweder ist sie mir nicht mehr so böse oder aber sie will daß das Raumschiff so schnell wie möglich flugtauglich ist und ich so schnell wie möglich damit verschwinde.“ überlegt er unsicher. An der großen Tür der Halle angekommen zögert er noch und überlegt ob er da jetzt wirklich rein gehen soll. Nach einer kleinen Bedenkminute rafft er sich doch noch auf. „Kneifen gilt nicht! Zeig was du kannst!“ ermutigt er sich selbst, schiebt langsam die Tür auf und lugt herein. Die Halle war wirklich sehr groß und als er seinen Blick nach Rechts wendet erblickt er das Raumschiff. „Irgendwo muß sie sein!“ überlegt er als er Bulma nirgends sehen kann und betritt den großen Raum. Er nähert sich dem Raumschiff und erblickt, oben auf einem hohen Gerüst, Bulma. Sie sitzt da neben diesem Kratzer in der Außenhülle und hantiert mit einem Schweißgerät daran rum. Als sie den Schweißstab abschaltet, die Schutzbrille abnimmt und sich seufzend den Schweiß von der Stirn wischt nimmt sie Vegeta wahr, der sie von unten beobachtet. Er schaut sie mit ernstem Blick an. Es war wieder dieser Blick der in sie hinein zu schauen versuchte, aber nichts von seinem eigenen Inneren verrät. Bulma zuckt zusammen als sie ihn bemerkt, fasst sich aber schnell wieder, schnappt sich einen Schraubenzieher, steht vom Gerüst auf und geht zu der Stelle wo der kleiner Deckel, der Wartungsluke, an der Außenwand offen steht und aus dem einige Drähte und Kabel hängen. „Tut mir leid! Bis das Raumschiff wieder flugtauglich ist dauert es sicher noch eine Woche. Schneller geht’s nicht!“ spricht sie nun ruhig zu ihm. „Aha.“ antwortet er ihr leise. Vegeta wundert sich ein wenig über sie. Sie wirkt so ruhig und gelassen das er es fast nicht glauben kann. Von der Wut und der Enttäuschung vor einer Woche war nichts mehr an ihr zu erkennen. Außerdem wundert ihn das sie gleich auf das Raumschiff zu sprechen kommt. Kein „Hallo“, kein rumgezeter und kein rumzicken wie er es sonst von ihr gewohnt war. Sie hat es wohl schon hinter sich gelassen und vergessen. „Es scheint ihr jetzt wohl egal zu sein?“ überlegt er. „Also, war es wohl aus ihrer Sicht auch nur ein Abenteuer?“ fragt er sich verwirrt. War nun er, ihr auf den Leim gegangen? „Was ist? Willst du noch etwas?“ reißt Bulma ihn nun aus seinen Gedanken. „Äh... nein!“ kommt es schnell von ihm und er schaut zu Boden. Bulma wendet sich wieder ihren Drähten zu und sortiert sie nach dem Plan den ihr Vater ihr gegeben hat. Vegeta schaut zu ihr hoch und überlegt was er sagen soll. Bulma scheint ihm anzukennen das er etwas loswerden will und hilft gleich mal nach. „Du hast wohl gedacht das ich mir deinetwegen die Augen ausheule, stimmt´s?“ kommt es kühl von ihr. Vegeta schaut sie verwundert an. „Tut mir leid dich zu enttäuschen! Aber aus dem Teeniealter wo man seiner verflossenen Liebe nachheult bin ich längst raus!“ spricht Bulma, mit einem Anflug von leichter Wut in ihrer Stimme, weiter. „Hört sich nicht so an als ob es dir egal wäre.“ erwidert Vegeta, der ihre vor Nervosität flackernde Aura spürt. Bulma fährt herum und funkelt ihn an: „Sei still!!“ Vegeta schreckt bei ihrem Tonfall zusammen und befürchtet gleich irgend ein Werkzeug von ihr hinterhergeworfen zu bekommen. Bulma´s Blick wird mit einem mal traurig und verletzt. „Es ist nur weil...“ stammelt sie und wendet sich von ihm ab. Vegeta horcht auf. „Ach! Vergiss es! Es geht dich nichts mehr an!!“ schreit sie wieder los und macht eine Handbewegung die man nur macht wenn man sich Tränen vom Gesicht wegwischt. Sie wendet sich kurz nach ihm um. „Was ist denn?! Was machst du noch hier?! Verschwinde einfach!!“ steht sie nun auf dem Gerüst auf, stützt sich ans Geländer und schreit ihn an. Vegeta´s Blick bleibt standhaft an ihrem Gesicht hängen. Er schaut in dieses verletzte Gesicht in dessen Augen Tränen glänzen. Sie sieht einfach furchtbar aus und er erkennt wie sehr er sie verletzt hatte. Das hatte er von Anfang an befürchtet, er hätte damals einfach nicht auf sie eingehen sollen. „Schau mich nicht so mitleidig an! Und jetzt geh einfach und las mich in Ruhe!!“ fährt sie ihn wieder an. Vegeta senkt seinen Blick auf den Boden und kapituliert. Es hätte keinen Sinn jetzt mit ihr zu reden, bemerkt er und wendet sich der Tür zu. Bulma schaut zu wie er aus dem Raum verschwindet. Er hat nichts mehr zu ihr gesagt, nein, er hat sich nicht mal noch einmal zu ihr umgedreht. Irgendwie macht er einen niedergeschlagenen Eindruck auf sie, bemerkt sie nun. „Vielleicht wollte er mir noch etwas sagen?“ fragt sie sich nun und wischt die letzten Tränen ab. „Vielleicht wäre es tatsächlich an der Zeit miteinander zu reden?“ überlegt sie und ihr Blick wandert zu der Stelle wo sie vorhin an den merkwürdigen Kratzern in der Außenhülle geschweißt hatte. So wie diese Kratzer aussehen muss mit einer Art Laser darauf geschossen worden sein. Denn das Metall der Außenhülle ist geschmolzen und es befinden sich fremdartige Rückstände darauf. „Sie müssen ihn also wohl tatsächlich angegriffen haben und er hat sich nur gegen sie gewehrt?“ versucht sie das Puzzle zusammen zu setzten, das die ganze Sache auf dem fremden Planeten, wo Vegeta wieder eine ganze Rasse auslöschte, darstellt. Bulma wendet ihren Blick auf die Tür durch die Vegeta gerade verschwunden war und überlegt angestrengt: „Was ist nur mit dir passiert? Vielleicht ist ja dieser Vorfall auf dem Planeten schuld das er mich zurückweist?“ lässt sie die Hände sinken die sie vorhin in ihre Hüften gestemmt hatte. „Oder umgekehrt...“ seufzt sie auf, geht in die Knie und schlägt sich die Hände leise schluchzend aufs Gesicht. „Vielleicht war ja auch alles nur meine Schuld?“ denkt sie aufgelöst. „Ich kann Heute nicht mehr weiterarbeiten.“ seufzt sie, nun etwas beruhigter auf, steigt das Gerüst herab und macht sich auf den Weg in den Wohnbereich der Capsule Corporation. 

 

9. Aussprache

Seit dem Tag, an dem Bulma und Vegeta in der großen Halle der Reparaturwerkstatt der Capsule Corporation zusammen getroffen waren, war nun wieder eine Woche vergangen. Wie Bulma gesagt hatte war das Raumschiff jetzt bereits fertig und voll Einsatzfähig. Früher als geplant, den Bulma hatte sich voll ins Zeug gelegt um sich von ihrem Schmerz abzulenken. Mittlerweile akzeptierte sie Vegeta´s Entscheidung und es tat nicht mehr so weh wie am Anfang. Sie redete sich ein, stark zu sein. Das Leben geht auch so weiter und andere Mütter haben auch schöne Söhne. Bulma hatte keine Angst davor das sie womöglich übrig bleiben würde und nie einen Mann abbekommen würde. Sie war jetzt irgendwie sogar froh darüber an niemanden gebunden zu sein. Und das war dann auch ein Grund weshalb sie Vegeta verstand. Es ist diese Freiheit die man sich nicht nehmen lassen will, was die Beiden verbindet. Sowie Bulma als auch Vegeta hatten nicht vor von irgendjemandem abhängig zu sein und so akzeptierte Bulma es. Hilfreich das sie das Ganze jetzt so leicht verkraftet war wohl auch das sie Vegeta kaum begegnete. Seit dem Tag an dem er sie in der Halle aufgesucht hat, hatte sie ihn nur zwei mal so im vorbeigehen gesehen. Er gab ihr das Gefühl als würde es ihm nicht mehr kümmern wie es ihr geht. Er hat sie bei diesen Begegnungen im Flur nicht angesprochen, nicht mal angesehen. Es war beinahe so wie früher. So wie damals als er ihr seine Wärme noch nicht gezeigt hat, die er sonst immer aufs äußerste verbirgt. Einen Hauch seiner guten Seite, die niemand außer ihr zu sehen vermochte. Jetzt war es wieder wie damals, als er in dieses Haus gezogen war. Damals als sie von Namek zurück gekommen waren. Diese Distanz gleicht der Distanz von damals sehr, nur das es diesmal schon fast extremer war. Aber vielleicht würde sich dieser Abstand mit der Zeit legen und sie konnten wieder normal miteinander umgehen. So normal als ob nichts gewesen wäre. Als ob diese Nacht nie vorgefallen wäre. Bulma wünschte sich das nie geschehen wäre was in dieser Nacht geschehen war. Es wäre viel einfacher gewesen, aber an das was am Morgen kommt hatte sie, als sie die Sterne am Himmel in seinen Augen wiederspiegeln sah, nicht gedacht. Sie hatte schon den Verdacht das sie es bereute obwohl es ihr Spaß gemacht hatte. Was war auch so schlimm daran mal etwas aus purer Lust und Laune zu tun? Ohne es danach zu bereuen? Sie hatte gedacht ihn zu lieben, doch nun wo sie versuchte das alles zu vergessen und die Gefühle für ihn zu unterdrücken, ist sie nicht mehr so sicher und die Gefühle für ihn verblassen allmählich. Sie dachte darüber hinweg zu sein. Sie dachte das es ihr von nun an egal ist, was Vegeta macht und was er nicht macht. Aber als ihr Vater ihr Heute Morgen gesagt hat das Vegeta vor hat wieder eine längere Reise ins Weltall anzutreten versetzte es ihr einen Stich ins Herz. Konnte es sein das sie es doch noch nicht vergessen hat? Das ihr immer noch so viel an ihm liegt das diese Trennung sie so schmerzt?! Am liebsten würde sie mit ihm reden und ihn davon abhalten aber es würde nichts nützen. Sie würde nicht zu ihm gehen, damit er sie wieder wegen ihrer Gefühle verhöhnen konnte. Sie würde nicht zulassen das er ihr noch einmal so weh tut. Doch typisch für sie konnte sie es auch nicht darauf beruhen lassen das er einfach so, wie immer, ohne „Tschüss“ zu sagen abhauen würde. Im Moment sitzt sie vor ihrem Computer, stellt noch die letzten Berechnungen für das neue Projekt ihres Vater an, und schmiedet einen Plan. Sie hat vor Vegeta am Tag seiner Abreiße, welcher Tag genau Heute ist,  noch abzufangen bevor er das Raumschiff besteigt. Als Vorwand wollte sie ihm noch mal das Wichtigste erklären, und ihn dann zur rede stellen. Doch zur Ausführung ihres Planes sollte sie nicht mehr kommen. Denn erst jetzt bemerkt sie Vegeta´s Spiegelbild, der dicht hinter ihrem Stuhl steht, im Monitor und schreckt hoch: „Wah!! Was zum Teufel machst du hier?! Und warum schleichst du dich so an?!“ Vegeta weicht, selbst etwas erschrocken über Bulma´s Aufschrei, einen Schritt zurück und murmelt: „Sorry, war keine Absicht!“ Bulma dreht sich wieder ihrem Monitor zu und stützt sich mit dem Ellenbogen auf den Schreibtisch. Nach einer Weile fragt sie ihn ruhig: „Was gibt’s? Ist mit dem Raumschiff etwas nicht in Ordnung?“ Vegeta sagt nichts dazu, er schaut nur auf ihr Spiegelbild im Monitor. Ihr Blick wirkt traurig und nachdenklich. „Oder kommst du um dich zu verabschieden?“ flüstert Bulma. „Woher weißt du das?“ kommt es von Vegeta etwas verwundert weil er nicht weiß von wem sie wusste das er ins All fliegt. „Papa hat´s mir gesagt.“ antwortet sie ihm. „Du hättest es mir bestimmt nicht gesagt und wärst, so wie immer, ohne ein Wort einfach abgedüst.“ hängt sie dem niedergeschlagen an. „Stimmt nicht.“ gibt Vegeta ihr kurz zurück. Bulma steht von ihrem Stuhl auf und geht zu ihrem Fenster. Draußen sieht es kalt aus und der November verhüllt alles in einen trüben Nebel, der sich nicht zu lichten scheint. Bulma hasst dieses depressive Herbstwetter und schlingt ihre Arme um ihre Schulter. Sie zittert leicht auf als sie sich die Kälte draußen vorstellt. „Wann wirst du zurück kommen?“ fragt sie Vegeta nun zögernd ohne den Blick von dem Garten zu nehmen. „Weiß nicht? Ich habe Proviant und Treibstoff für ein Jahr dabei. Kann sein das ich erst dann wieder komme.“ antwortet er ihr leise. Bulma zuckt leicht zusammen, nimmt eine Hand an die Scheibe des Fensters und lässt den Blick traurig sinken. „Ein Jahr?“ denkt sie laut. „Ein ganzes langes Jahr?!“ wiederholt sie in Gedanken. Damit hat sie nicht gerechnet. Sie dachte es würde sich bei seinem Ausflug nur um einen Kurzaufenthalt handeln, aber ein ganzes Jahr kam schon etwas überraschend für sie. Was wird sie in dieser Zeit alles erleben ohne das er da ist? Er ist dann vermutlich Millionen von Lichtjahren von ihr Entfernt und sie würde nicht mal wissen ob es ihm gut geht oder nicht. Sie hat sich zwar mit seiner Entscheidung abgefunden und akzeptiert das er nicht das selbe Fühlt wie sie aber dieser Aufbruch ins All ist so etwas Endgültiges. „Was wenn ich ihn womöglich nie wieder sehe?!“ überlegt sie angestrengt, bemerkt nicht wie ihre Unterlippe leicht zu zittern beginnt und sich heimliche Tränen in ihren Augen sammeln. Nein, sie bemerkte es nicht, aber Vegeta der sie die ganze Zeit beobachtet. „Ja, es muß sein! Ich muß raus hier!“ beginnt er ruhig aber mit ernstem Tonfall zu sprechen. „Ich muß zusehen das ich meine Kräfte unter Kontrolle kriege, oder willst du das ich euer Haus womöglich noch in die Luft sprenge?“ hängt er dem, nun mit einem leichten Lächeln, an. Bulma meint zickig: „Ich werde dich bestimmt nicht vermissen!“ Sie schaut auf sein Spiegelbild, sucht seinen Blick und lächelt ihn, wenn auch wehmütig, an. Vegeta schaut sie etwas verblüfft an und meint dann mit einem grinsen: „Ich weiß!“ Vegeta wendet sich der Tür zu, hält aber inne als Bulma erneut zu sprechen beginnt. „Weißt du, ich bin nicht mehr so wütend auf dich wie ich es am Anfang gewesen bin.“ versucht sie einen gelassenen Eindruck zu machen. Vegeta horcht interessiert auf. „Ja, am Anfang hat es sehr weh getan. Ich bin noch nie vorher..., benutzt worden.“ redet sie weiter ohne ihn anzusehen, in der Hoffnung das er jetzt nicht einfach so gehen würde. „Weißt du, du hast mir damit zwar sehr weh getan..., aber... ich akzeptiere deine Entscheidung.“ kommt es mit zitternder Stimme von ihr. Vegeta sagt nichts dazu. Er hatte nicht erwartet das sie ihn jetzt darauf ansprechen würde, obwohl er ja im Geheimen darauf gehofft hatte. Nach einer Weile entschließt sich Vegeta etwas dazu zu sagen. „Weißt du warum ihr Menschen so schwach seid?“ fragt er Bulma nun ohne sie anzusehen. Bulma linst über ihre Schulter zurück zu ihm und schaut ihn fragend an. „Weil ihr Gefühle habt!“ antwortet Vegeta ihr jetzt kalt. Bulma schaut ihn fassungslos und erschrocken an. Ihr Blick wird aber sogleich wieder sanft und traurig. „Ja, Gefühle machen Schwach!“ beginnt Vegeta von neuem seiner Aussage Ausdruck zu verleihen. „Ich kann mir keine Schwäche leisten.“ spricht er weiter ohne sich zu Bulma um zu drehen. „Jedenfalls..., jetzt nicht...“ hängt er dem kaum hörbar an und verschwindet aus der Tür. Bulma scheint zu verstehen. Er scheint Angst davor zu haben durch Gefühle die er entwickeln könnte, schwach zu werden und den Kampf in 1 ½ Jahren zu verlieren. „Vielleicht ist er ja deswegen so abweisend zu mir gewesen?“ überlegt Bulma kurz. Vielleicht würde sich dann, nach dem Kampf gegen die Cyborgs etwas ergeben? „Aber, werde ich so lange auf dich warten können?“ stellt Bulma sich selbst die Frage ob sie so treu sein würde. Waren ihre Gefühle für ihn stark genug so lange auf ihn zu warten? Sie geht nachdenklich in den Wohnbereich, in ihr Zimmer und tritt auf den Balkon. Es ist frisch und sie will gerade wieder zurück ins Zimmer gehen als der Boden unter ihren Füßen zu beben beginnt. Sie schaut zum Auslöser des Bebens und beobachtet wie das Raumschiff vom Boden abhebt. Sie tritt ans Geländer und ihr wird klar das sie Vegeta vorhin, in ihrem Labor, womöglich zum letzten mal, zumindest für ein ganzes langes Jahr, gesehen hatte. Ihr läuft es kalt den Rücken runter und sie fürchtet sich etwas vor dem was noch kommen wird. Sie schaut einer langweiligen Zeit entgegen. Niemand da, der irgendetwas zerstört oder verarztet werden muß. Niemand der laut herumschreit oder mit ihr streitet. Niemand der den Kühlschrank lehr futtert oder von ihr zum Einkaufsbummel gezwungen wird weil er an einem abnormalem verschleiß an Klamotten leidet. Niemand der ihr das Gefühl von Sicherheit gibt, wenn er auch nur in ihrer Nähe ist. Er ist weg. Vegeta ist weg, wird es ihr nun klar als sie dem Raumschiff nachschaut das in die Höhe steigt und im dichten Nebel verschwindet. Der Wind legt sich und zurück bleibt nur stille und Kälte. Kälte und Traurigkeit in ihrem Herzen. „Werde ich dich jemals wiedersehen..., Prinz der Saiyajins...?“ flüstert sie und eine einsame Träne schleicht sich ihre Wange hinunter.

Vegeta öffnet den Sicherheitsgurt an seinem Sitz und tritt an eines der Bullaugenfenster. „Wie oft wollte ich schon hier raus und das alles da hinter mir lassen?! Wie oft wollte ich nie wieder hier her zurückkehren?!“ fragt er sich verärgert und schaut auf den blauen Stern von dem er sich immer weiter entfernt. „Jetzt tue ich es... und... verdammt... wieso tut es weh?!“ flüstert er, ballt eine Hand zur Faust und schlägt sie, sachte, an die Seite des Bullaugenfensters. Er lässt den Blick sinken und flüstert: „Verflucht! Warum ist das alles nur so kompliziert?!“ Mit rasender Geschwindigkeit zieht das Raumschiff in die ungewisse Dunkelheit, der Weite des unendlichen Weltalls. Das Raumschiff bringt ihn weit weg von ihr. Weit weg, vielleicht in eine neue Zukunft.

 

10. Schlechte Omen?

Ringsherum ist es dunkel, aber nicht so dunkel um nicht mehr die Hand vor Augen zu sehen. Im Umkreis von 20 Metern kann man noch die Silhouetten der hohen Bäume erkennen. Sie sehen seltsam kahl und knarrig aus. Die Atmosphäre ist die wie in einem alten, abgestorbenen Wald. Ohne lebendigen Tieren und wuchernden Pflanzen. Es ist alles aus unerklärlichem Grund abgestorben und tot. Der Boden zu Vegeta´s Füßen ist staubtrocken und voller Risse. Die Äste eines verdorrten Gestrüpps brechen ab und zerfallen zu Asche als er zu dicht  an ihnen vorbeistreift. Er bemerkte es erst als er einen der niedrighängenden feinen Äste, welcher seinen Weg versperrt, zur Seite schieben will. Fragend betrachtet er die Asche in seinen Händen. „Was ist hier nur passiert?“ fragt er sich. „Sieht aus wie die Auswirkungen einer Explosion mit Chemiewaffen...“ überlegt er und folgt dem Trampelpfad aus dem Wald. Am Waldrand angekommen erstarrt er vor Schreck. Vor ihm liegt eine mächtige Stadt in Trümmern. Überall steigt noch Rauch und Qualm auf. Vegeta befürchtet schlimmes. „Bin ich etwa wieder außer Kontrolle geraten so wie auf dem Planeten der Euphoroa?“ wird er auf einmal blass. „Das kann nicht sein!“ beruhigt er sich und ihm wird nun klar das er nicht mal weiß wie er hier her gekommen war. Er wusste weder wo er sein Raumschiff abgestellt hatte noch wie er hier her kam oder was ihn dazu bewegte einen Waldspaziergang zu machen. Er hatte sich auf einmal in diesem abgestorbenen Wald wiedergefunden. Plötzlich wird Vegeta von einer Bewegung in nächster Nähe aus den Gedanken gerissen. Eine Gestalt springt links von ihm aus dem Gebüsch, baut sich etwas weiter vorn am Rand des Abgrund auf und überschaut aufmerksam suchend das vor ihm, im Tal-Kessel, liegende Trümmerfeld. Vegeta wundert sich noch weil diese Gestalt ihn nicht mal bemerkt zu haben scheint. In dem Moment bricht auch zu seiner Rechten eine große dunkle Gestalt hervor und bleibt genau neben ihm am Boden hocken. Er ist gerade mal einen Meter von ihm entfernt aber er scheint ihn ebenfalls nicht zu bemerken. Vegeta stockt vor Schreck fast der Atem obwohl er sonst nicht so leicht aus der Fassung zu bringen ist. Aber der Anblick dieser Gestalten treibt ihm den Schweiß auf die Stirn. Sie sind groß, so um die 2 Meter 50. Sie sind dunkel gekleidet und ihre Körper sind sehr Muskulös gebaut. Muskulöser als sein eigener und Kakarott´s zusammen. Die Gestalt neben ihm schaut ihn auf einmal gestochen an. Nicht wirklich, genau genommen scheint dieses Etwas neben ihm, durch ihn durchzusehen denn er scheint ihn immer noch nicht zu bemerken. Auch nicht als Vegeta in eine abwehrende Kampfhaltung wechselt um auf einen Angriff gefasst zu sein. Das Gesicht kann man nicht erkennen, es ist zu dunkel und mit zu viel Schatten überzogen. Aber ihre seltsamen runden Ohrringe die sie an beiden Ohren tragen funkeln in einem goldenen Ton. Und da sind ihre glühend roten Augen, welche Tot und Zerstörung versprechen. „Waren die beiden das etwa?!“ durchfährt es ihm und zuckt leicht zusammen. Da richtet sich die monströse Gestalt neben ihm auf, und wahrhaftig sie ist beinahe doppelt so groß wie er selbst. Ein paar Sekunden verharrt die Gestalt mit den glühenden Augen starr und sein Blick überfliegt ebenfalls das Trümmerfeld. Gerade so als ob sie irgendwo noch Leben orten würden, es ausfindig machen wollten um es genauso zu vernichten wie sie die ganze Stadt und den Wald schon vernichtete haben. Der Blick der Gestalt scheint einen Anhaltspunkt gefunden zu haben denn sie starrt gebannt an einen Fleck. Vegeta starrt die Gestalt neben ihm geschockt an und wagt es nicht Luft zu holen. Es kommt ihm fast vor noch nie solch eine Furcht verspürt zu haben. Diese Gestalten sind seltsam, es ist nicht vorauszusehen was sie tun werden. Sie haben komischerweise keine Aura die ihre Stimmungslage verrät, aber eines liegt auf der Hand. Sie führen nichts gutes im Schilde. In dem Moment öffnet sich das mächtige Kiefer der Gestalt neben ihm und seine übernatürlich weißen Zähne formen ein fieses und blutdurstiges Grinsen. Mit einem knurrendem Lachen macht die Gestalt einen Satz nach oben und hebt mit einer großen Energieentladung ab. Die Schockwelle seines Sprunges wirbelt mächtig viel Staub auf und Vegeta muß sich die Arme schützend vors Gesicht halten. Die zweite Gestalt die am Abgrund steht folgt dem anderen und die beiden fliegen auf das Trümmerfeld zu. Sie umkreisen suchend das gesamte Areal und stoßen wie es aussieht auch auf das wonach sie gesucht haben, denn auf einmal sind Einschläge von Energiebällen zu hören. Und die auswirkenden Detonationen sind, obwohl die Einschläge im weit entferntesten Teil der Trümmerstadt stattfinden, bis hier her zu spüren. „Was tun die da?!“ stammelt Vegeta und geht mit zitternden Knien auf den Rand des Abgrunds zu um dem Geschehen genauer folgen zu können. Die beiden Gestalten fliegen wirr über die Stadt als ob sie etwas jagen würden. Ja, und ob sie etwas jagen. In dem Moment erblickt Vegeta, weit weg, eine kleine Gestalt aus dem Trümmerhaufen eines eingestürzten Gebäudes rennen. Dicht gefolgt von dem monströsen Wesen mit den roten Augen rennt die kleine Person um ihr Leben. Erst jetzt erkennt Vegeta wem dieser kahle Glatzkopf, dessen Glatze wenn es Tag war in der Sonne spiegelte und blendete, ähnlich sieht. „Ja, spinn ich?! Der sieht ja so aus wie diese Billardkugel von dieser komischen Insel. Der Type der dort mit dem alten Lustgreis zusammen wohnt!“ fällt es ihm wie Schuppen von den Augen. „Wie hieß er noch gleich?!“ überlegt er kurz. „Genau! Kuririn!“ erinnert er sich an ihn. „Aber was zum Teufel macht der hier?!“ fragt er sich nun ernst und verwirrt. Vegeta lässt seinen Blick um die Gegend schweifen und stellt fest das die Umgebung und Geschaffenheit dieses Planeten sehr der Erde gleicht. Sehr sogar. Zu sehr. Die Atmosphäre und die Zusammensetzung der Luft sind gleich. Sogar die Schwerkraft. Er war sich sicher, er konnte sich nicht irren. Obwohl das was da vor ihm liegt alles andere als nach der lebendigen Erde, wie er sie in Erinnerung mit auf die Reise genommen hat, aussieht. Sie war es. Er befindet sich auf der Erde. In dem Moment wird Kuririn von der violetten Lichtkugel der Gestalt getroffen und wird mit einem lauten Aufschrei davon geschleudert. Leblos bleibt er in dem Trümmerhaufen, des nun weiter einstürzenden Hauses, liegen und wird von den herabfallenden Trümmern begraben. Vegeta spürt es deutlich, die Aura des Glatzkopfes ist erloschen. Obwohl es ihn kalt lassen sollte tat es einen seltsamen Stich in seinem Herzen und er erinnert sich an das was sie zusammen damals auf Namek erlebt hatten. Es schien unendlich lange her zu sein und dennoch kam es ihm vor als wäre es erst Gestern gewesen. Gebannt starrt Vegeta auf das einstürzende Haus. „Was geht hier vor?!“ fragt er mit zitternder Stimme und nimmt eine Hand auf die Stirn. Da wird er nun auf den zweiten Giganten aufmerksam der einen Körper in der Luft baumeln lässt und eine Energiekugel vor dessen Gesicht konzentriert. „Piccolo....!“ durchfährt es Vegeta und er ist unfähig sich zu bewegen. Er will noch ein “Nein, nicht!“ dem Giganten zurufen, doch die Worte bleiben ihm im Hals stecken. Und so geschah was geschehen musste. Die Energiekugel entlud sich der Hand des Giganten, trifft Piccolo ins Gesicht und wirft ihn mit sich. Piccolo, den es noch in der Luft zerfetzt hatte, fällt zu Boden und bleibt neben einer Gestalt, die dem schwächlichem Weich-Ei Yamchu ähnlich sieht, liegen. Der in dem Einschlagskrater liegende war nicht mehr zu erkennen, so war er zugerichtet. Lediglich durch den Kampfanzug erkannte Vegeta das es sich um Yamchu gehandelt haben muß. „Was geht hier vor?!!“ fragt Vegeta sich wieder. „Warum hilft denen keiner?! Wo zum Teufel steckt Kakarott?!!“ hängt er dem laut an. Nun wird ihm bewusst das er wieder in der Lage ist sich von der Stelle zu rühren. Er hat aufgehört zu zittern und ist ruhiger geworden. Von dieser seltsamen Furcht die ihn zuvor heimgesucht und gelähmt hat war nichts mehr übrig. So fasst er seinen Mut zusammen und mit einem Federleichten Satz hebt er von dem staubtrockenem Boden ab und fliegt auf den Trümmerhaufen zu. Inmitten der Trümmer landet er neben dem Krater. Wehmütig schaut er auf die Beiden darin liegenden herab. „Warum?“ flüstert er leise. „Warum?! Verdammt! Ich bin zu spät gekommen!!“ schreit er in den Himmel von dem der Mond blutrot herableuchtete. „Kakarott?! Wo steckst du?!“ fährt er herum und rennt orientierungslos durch die Trümmer. An jeder Ecke, massenhaft Leichen der Menschen. Mit weit aufgerissenen Augen scheinen sie ihn anzustarren und ihm vorzuwerfen warum er erst jetzt hier auftaucht. Vor ihren Gesichtern kneift Vegeta die Augen zu und rennt weiter. Er weiß nicht wo hin, er rennt einfach. Da wird er auf einen Schatten aufmerksam den ein kleines Feuer auf den Weg wirft. Er glaubt den Schatten der Gestalt zu kennen, gut sogar. Er tritt hinter dem Betonbrocken der aus der Wand des Hochhauses gefallen war hervor und ihm stockt das Blut in den Adern. „ Ka...Kakarott...!“ stottert er und tritt schockiert einen Schritt zurück. Er stößt dabei an den Betonblock, lehnt sich an und rutsch daran mit gesenktem Blick zu Boden. Langsam, zögernd und in der Hoffnung das er vorhin nur ein Trugbild vor Augen hatte, hebt er seinen Kopf und starrt an die selbe Stelle, an der er vorhin Kakarott gesehen haben meint. Und es stimmt, Kakarott hängt in der Wand, umgeben von Eisenstangen die das Gebäude einst stützen sollten, wie ein Heiliger. Die Arme zu beiden Seiten gestreckt, wie ein Kreuz. Aus seinen Ohren, Mund und Nase tropfte sein rotes Blut und durchtränkt seinen Kampfanzug, der ihm in Fetzen herunterhängt. Er musste schon länger da hängen, denn auf seinem Körper hatte sich bereits eine Staubschicht abgelagert und das Blut auf seinem Kampfanzug war getrocknet und dunkelrot. „Wie kann das sein?!“ fragt sich Vegeta fassungslos und nimmt eine Hand auf die Stirn. Diese beiden Kreaturen hatten es doch tatsächlich geschafft Kakarott zur Strecke zu bringen. Sie haben einen Super-Saiyajin getötet. Gegen diese Giganten hätte er als normaler Saiyajin nicht die leiseste Chance. „Wo sind sie überhaupt?!“ kommt ihm nun in den Sinn, denn es ist auf einmal so seltsam Still geworden. Totenstill sogar, nicht mal ein kleiner Luftzug ist zu hören, geschweige denn zu spüren. Zögernd blickt Vegeta um sich. Da hinten auf dem einen Trümmerhaufen erspähte sein Blick ein zweites bekanntes Gesicht. Es ist Son-Gohan, Blutüberströmt und mit einer Eisenstange mitten durch die Brust. Vegeta rappelt sich hoch und taumelt in seine Richtung. „Diese Monster... sie machen nicht mal vor einem Kind halt..“ flüstert er in den sanft aufkommenden Wind. Über diese Worte wundert er sich nun selbst, denn auch er war einst in der Lage gewesen nicht mal vor Kindern halt zu machen. Fast bei dem leblosen Körper Son-Gohan´s angekommen wird er auf eine kreischende Frauenstimme aufmerksam. „Ah!! Mein kleiner Son-Gohan!! Was haben sie nur mit dir gemacht?!!“ schreit Chichi hysterisch und rennt auf den Trümmerhaufen zu auf dem ihr Sohn liegt. Obwohl sie an Vegeta vorbei rennt scheint sie ihn nicht bemerkt zu haben. Oder hatte sie ihn bewusst nicht angesprochen weil sie so schnell wie möglich zu ihrem Sohn wollte. Doch bevor sie ihn erreicht wird sie von hinten mit einem hellen Blitzartigem Energieball getroffen und wird zu Boden geschlagen. Ihr Haar, welches sie zu einem Knoten am Kopf gebunden hatte, geht auf und fällt wie ein schwarzer Fächer auseinander. Ein schwarzer Fächer der sie mit in den Tod reißt. In dem Moment ertönt eine weitere weibliche Stimmer hinter ihm und er kannte sie besser als jede andere. Es ist Bulma, ihre Kleidung so wie ihr Gesicht sind schmutzig. „Chichi, was ist mir dir?!“ ruft sie der am Boden liegenden entgegen und will auf sie zurennen. Bulma bleibt plötzlich stehen, ist in etwa mit Vegeta auf selber Höhe, doch sie nimmt ihn nicht wahr. Sie schaut in seine Richtung, schaut aber durch ihn hindurch. „He Bulma! Was geht hier vor?!“ spricht Vegeta sie nun an. Aber sie antwortet ihm nicht. Sie starrt immer noch auf den Fleck hinter ihm. Sie scheint dort irgendein Geräusch gehört zu haben, denn sie hält inne und horcht konzentriert. Nach einer Weile tritt sie einen Schritt zurück und ihr Blick fällt wieder nach rechts zu der am Boden liegenden Chichi. Jetzt wird ihr klar das sie ihr noch zu Hilfe kommen wollte und geht weiter auf sie zu. Plötzlich zerbarst der Betonklotz hinter Vegeta und ein kleine Gestalt springt aus den Trümmern hervor. „Da bist du ja! Du bist die Letzte!“ grinst die zierliche Gestalt und schnellt wie ein Pfeil in Bulma´s Richtung davon. Die Gestalt kriegt Bulma am Hals zu fassen, schleift sie mit und drückt ihren Körper in die Wand eines Hauses. Bulma spuckt daraufhin Blut und hustet. Tränen sammeln sich in ihren Augen als sie der Gestalt ins Gesicht sieht. Vegeta geht den Beiden mit zitternden Knien nach und ruft der Gestalt ein „Lass sie sofort los!“ zu. Doch dieser scheint ihn nicht gehört zu haben. Vegeta nimmt sich vor ihr zu Hilfe zu eilen doch plötzlich ist er wie angewurzelt. Er kommt nicht von der Stelle. Seine Beine sind wie gefroren und zu allem übel versagt jetzt auch noch seine Stimme. Er will der Gestalt verschiedene Drohungen an den Kopf werfen doch die Wörter bleiben ihm in der Kehle hängen. „Du bist eben zu Leichtsinnig gewesen.“ hört er die Gestalt zu Bulma sagen. Die Gestalt drückt bei diesen Worten Bulma´s Kehle immer weiter zu. Bulma schlägt ihre Fingernägel in seinen Oberarm, zieht eine blutige Spur den muskulösen nackten Arm entlang, und jappst nach Luft. „Gleich ist es vorbei. Sei Dankbar, ich lasse dich nicht lange leiden, Bulma.“ grinst die Gestalt die Vegeta nun bekannt vorkommt. Die Gestalt kennt sogar Bulma´s Namen. Wer ist das? Er unterscheidet sich von den anderen Beiden dunklen Gestalten. Er ist viel kleiner, wendiger und flinker. Er trägt auch keine Ohrringe. Doch sein Grinsen das nach Blut dürstet ist das selbe. Bulma lässt die Hand auf dem Arm der Gestalt sinken und lässt sie leblos herunterbaumeln. „Och, schon vorbei? Mh... ich weiß nicht, aber was ich auch anfasse.., geht kaputt.“ redet die Gestalt ruhig und mit einem seltsamen Grinsen. Er lässt Bulma los und diese fällt leblos zu Boden. Vegeta spürt wie ihre Aura erlischt und mit weit aufgerissene Augen starrt er auf Bulma die leblos im Staub liegt. Blut tropft aus ihrem Mundwinkel und ihr langes Haar fällt seidig über ihren Körper. Er würde sie nie wieder mit ihm schimpfen hören. Nie wieder würde er sie lachen hören. Sie ist tot. „Jetzt zieh nicht so ein Gesicht! Das ist ja erbärmlich!!“ spricht ihn die Gestalt die immer noch vor Bulma´s Leiche steht an. „Was?! Redet der etwa mit mir?!“ schaut Vegeta erschrocken auf die Gestalt die mit dem Rücken zu ihm steht. Sollte diese Person etwa die Einzige sein die ihn hier wahrnimmt? Ihn sehen kann? Es muß so sein, denn sonst würde er ihn ja nicht ansprechen. Vegeta schaut sich kurz um ob da sonst noch jemand ist, den die Gestalt da vorne meinen könnte. Nein, es war niemand sonst da. Sie waren ganz allein. Nur er, diese Geheimnisvolle Gestalt und der Wind der nun stärker als zuvor durch die ausgestorbenen Straßen pfeift. Als Vegeta sich wieder der Gestalt zuwendet kommt es ihm vor als würde er ihn jetzt etwas genauer sehe und sogar erkennen wem er ähnlich sieht. „Aber.. das..das kann nicht sein...“ flüstert er verwirrt. „Doch! Glaub es ruhig!“ kommt es von der Gestalt eiskalt. Vegeta läuft es kalt den Rücken runter als ihm auch noch die Stimme bekannt vorkommen beginnt. „Schließlich waren es doch deine eigenen Worte, erinnerst du dich?“ fragt die Gestalt ihn nun und lacht auf. „Weißt du warum die Menschen so schwach sind?“ fragt die Gestalt ihn teuflisch. Vegeta hält den Atem an. „Weil sie Gefühle haben!“ hängt er dem an und schaut über seine Schulter zurück zu Vegeta. Rote, nach Blut anderer dürstende, Augen funkeln ihn an. Das schiefe, fiese, Grinsen scheint sein ganzes Dasein zu verspotten und zu sagen wie schwach er doch geworden ist. Und nun erkennt Vegeta das Gesicht und er wird Kreidebleich. Er kennt dieses Gesicht gut, sehr gut. Denn es ist das seine. „Nein!“ stammelt Vegeta dahin, tritt eilig ein paar Schritte zurück und stolpert über etwas das hinter ihm liegt. Die Gestalt vor ihm die er nun als sich selbst erkennt bricht in schallendes Gelächter aus. Vegeta rappelt sich wieder auf und beginnt zu laufen. Weg, einfach nur weg. Weg von sich selbst. Und dem Unheil welches er in diese Welt gebracht hatte. „Nein! Wie kann das sein?!“ ringt er nach Luft und läuft einfach weiter. Weiter ins Ungewisse. Das spöttische Gelächter seines anderen ich´s war nur noch von weitem zu hören. Was war hier nur geschehen? Hatte er das alles angerichtet? Was geht nur vor sich? Plötzlich bricht der Boden unter seinen Füßen auf und er stürzt. „Nein! Was habe ich getan?! Nein!“ kommt es von ihm fassungslos ohne zu bemerken das er in einen Abgrund fällt.

„Nein! Neiiin!!“ schreit er laut auf und blickt in eine helle, blendende, Leuchte die über ihm an einer Kuppelförmigen Decke hängt. Mit weit aufgerissenen Augen starrt Vegeta in das Licht über ihm. Er ist Schweißgebadet und der Trainingsanzug klebt förmlich an seinem Körper. Nach einer Weile atmet er erleichtert aus und entspannt seinen Körper. „Nein, nicht schon wieder!“ flüstert er, erinnert sich an den Traum von gerade eben und schließt seufzend die Augen. Schon seit Tagen, nein Wochen wurde er von Träumen dieser Art gequält. Es war so eine Art Traum, welchen er auch auf der Erde hatte, in der Nacht als er von seinem spontanen Ausflug ins All zurück gekommen war und Bulma die ganze Nacht neben ihm gesessen hatte. Damals hatten seine Alpträume begonnen.  

 

 

11. Kapitel: Der Wahn der Einsamkeit

 

Vegeta hatte sich aufgerafft und unter die Dusche geschleppt. Er war müde, obwohl er wie er von der Digitaluhr am Steuerpult ablesen konnte, um die 3 Stunden geschlafen hatte.

Er geniest das kalte Wasser auf seinem verschwitzten Körper und versucht den Traum den er vorhin hatte zu vergessen. So wie jedes mal wenn er solch einen Mist vom Ende der Welt träumte. Doch all das wegschieben und all die Versuche es zu vergessen scheinen bis jetzt vergebens zu sein. Sie kommen immer wieder.

Vegeta fragt sich bereits ob diese Träume womöglich Vorzeichen für ein Ereignis sein würden, welches in der Zukunft erst eintreffen würde. Sollten diese Träume etwa nicht nur Hirngespinste sondern Omen sein?

Vegeta senkt den Kopf und beobachtet das Wasser das durch den Abfluss abrinnt. Er hatte kein gutes Gefühl was diese Träume betrifft. Schon mal aus dem Grund weil er dabei jedes mal der einzige Überlebende und zu dem auch noch der Mörder der anderen ist.

Er verlässt die Duschkabine und geht so, wie sein Gott ihn geschaffen hatte, ins Schlafzimmer. Er befindet sich ja immerhin allein hier, da kann er rumrennen wie es ihm passt. Es wird keinen stören wenn er nackt durch das Raumschiff spaziert. Als er sich ein paar frische Sachen anzieht fällt sein Blick auf die Uhr am Nachttisch. Die Zeit gilt zwar nicht für diesen Planeten, auf dem er sich gerade befindet, aber auf der Erde ist es jetzt halb 2 Uhr Früh.

„Jetzt schläft sie bestimmt seelenruhig.“ kommt es ihm in den Sinn und schüttelt den Gedanken an Bulma schnell wieder ab. Er war nur aus dem Grund ins Weltall geflogen, um Trainieren zu können und ihr nicht ständig begegnen zu müssen. Doch seit geraumer Zeit ertappt er sich oft selbst dabei das er an sie denkt. Er fragt sich was sie wohl gerade macht, wem sie auf die Nerven geht oder welchen Verkäufer in ihrer Lieblingsboutique sie gerade den letzten Nerv zieht.

Er greift zum Kalender der auf dem kleinen Tisch an der Wand zusammen geklappt liegt und blättert darin. Dem Datum nach, welches die Uhr anzeigt, müsste jetzt der 12. Februar sein. Unglaublich wie lange es schon her war das er die Erde verlassen hatte. Vor nun fast genau 3 Monaten hatte er die Umlaufbahn der Erde verlassen und das alles hinter sich gelassen. Den Schmerz den er glaubt damals gespürt zu haben, hat er bereits verdrängt und vergessen. So wie er die Zeit vergessen hat. Es kommt ihm vor als würde er erst ein paar Wochen durchs Weltall irren und nach einem geeigneten Platz zum Trainieren suchen. Das es schon 3 Monate sind überrascht ihn schon sehr. Er legt den Kalender wieder weg und begibt sich in den Oberen Teil des Schiffes. Erst überlegt er ob er mit der nächsten Trainingseinheit beginnen, oder besser mal nach draußen gehen soll. Nach kurzem überdenken kommt er zu dem Schluß das er mit erhöhter Schwerkraft noch immer genug Trainieren kann wenn er unterwegs zum nächsten Planeten ist und öffnet die Ausstiegsluke.

Das Gewitter, das vor ein paar Stunden niedergegangen war, hat sich verzogen und die orange Sonne strahlt vom grünlich blauen Himmel. Vegeta streckt sich und saugt die erfrischte Luft in sich ein. Wie friedlich konnte es doch sein wenn niemand da ist der einen nervt? Ständig um einen herumgeistert und mit ihm zetert? Doch so wohl er sich auch in dieser Stille fühlte, irgendetwas schien ihm zu fehlen. Es ist so verdammt ruhig und verlassen an dem Fleck wo er das Raumschiff abgestellt hat. In den 3 Monaten seiner Reise war er keiner Lebensform, bis auf das ganze Viehzeug der verschiedensten Planeten, begegnet.

Zwischendurch, gesteht er sich ein, hat er das ständige zetern und rumzicken von Bulma schon vermisst. Ihr kreischende Stimme wenn ihr etwas nicht passt oder wenn etwas nicht so läuft wie sie es will. Ihre Aura die entweder vor Ärger gefährlich aufloderte oder vor Schmerz und Trauer verloren flackert.

„Was ist nur aus mir geworden?!“ reißt er sich aus den Erinnerungen an sie. Hatte er sich bereits so sehr an die Erdlinge in seiner Umgebung gewöhnt das sie ihm jetzt schon fehlten? „Mh... ich bin einfach schon zu weich geworden!“ grinst er nun sein Spiegelbild in einer Pfütze an. „Moment mal! Der 12te!“ fällt ihm auf einmal ein. „Da war ja mal was mit dem 12ten!“ überlegt er angestrengt. „Genau!“ geht ihm ein Licht auf. In einem Jahr und genau 3 Monaten würden diese Cyborgs auftauchen und alles Zerstören.

Vegeta erinnerte sich an den Tag als sie alle in der Wüste zusammen gekommen waren. Er erinnerte sich an diesen geheimnisvollen Jungen der ihnen von einer düsteren Zukunft berichtete. Er war zur Überraschung aller genau wie Kakarott ein Super-Saiyajin. Und diese Tatsache wurmte ihn schon ganz schön. „Irgendwas stimmt mit dem Typen nicht!“ flüstert Vegeta in den sanften Wind der den Geruch des Gewitters, welches sich wieder zusammenbraut, heranträgt. „Verdammt! Ich will auch ein Super-Saiyajin sein!“ ärgert Vegeta sich und ballt seine Hände zu Fäusten. Dann fällt ihm wieder dieser Traum ein, er entspannt sich und lässt die Hände sinken.

Was wollte dieser Traum ihm sagen? Sollte er sich von der Erde und dem Leben auf ihr fern halten? Lag es vielleicht allein an ihm? Würde er es sein der die Anderen ins Verderben stürzt? „Wahrscheinlich wäre ich ihnen sowieso keine Hilfe!“ kommt es niedergeschlagen von ihm. Er weiß es genau, in dem Zustand in dem er sich jetzt befindet wäre er ihnen keine Hilfe. Er hat seine Kraft seit dem Ausbruch auf dem Planeten der Euphoroa nicht wieder unter Kontrolle gebracht. So wie er jetzt ist, ist er nur eine Gefahr für sie.

„Pah! Was mach ich eigentlich?! Was geht mich die Erde an?!“ denkt er sich Zähneknirschend und betrachtet seine geballte Faust. Es beginnt leicht zu regnen. Vegeta steht eine Weile bewegungslos da und starrt noch immer auf seine Faust. Es regnet inzwischen heftiger und die Regentropfen ziehen ihre Spuren auf seinem Gesicht. Er lässt die Faust sinken und spricht entschlossen: „Nein, ich werde nicht zur Erde zurückkehren!“ Mit diesen Worten wendet er sich wieder dem Raumschiff zu und macht sich mit einem „Die sollen mal sehen wo sie bleiben!“ dort hin auf den Weg. Er besteigt das Schiff und schließt die Luke hinter sich.

Die helle Leuchte an der Decke springt flackernd an und lässt den Raum noch größer wirken als er ohnehin schon ist. Vegeta begutachtet sein, durch den Regen, durchnässtes aussehen und bekommt Lust auf ein heißes Bad. Früher wäre ihm nicht im Traum eingefallen sich in der Wanne bequem zu suhlen. Aber seit dem er auf der Erde war, hat er Gefallen daran gefunden und es war durchaus entspannend. Er linst noch auf das Steuerpult ob er den Autopiloten aktivieren soll der ihn zum nächsten Planeten bringt. Das würde Zeit sparen denn auf diesem Planeten hielt ihn nun nichts mehr. Ein paar Minuten später waren auch schon andere Koordinaten eingegeben und Vegeta betätigt grinsend den Autopiloten. Die Anzeige leuchtet grün und der Antrieb fährt hoch. Zufrieden schwingt sich Vegeta die Wendeltreppe hinunter und dreht im Bad den Hahn der Badewanne auf um sich Badewasser einzulassen.

Bis das Wasser eingelassen ist will er noch was essen und verschwindet in der Küche wo ihn ein herrliches Chaos erwartet. Er hatte in den 3 Monaten seiner Reise es nämlich nicht für nötig gehalten wenigstens einmal nach einer Kühlschrank-Plünder-Tour aufzuräumen. Selbst über den Saustall den er angerichtet hat erstaunt kratzt er sich am Hinterkopf und meint: „Würde das Bulma jetzt sehen würde sie einen Herzinfarkt kriegen!“ Und erst jetzt wird ihm wieder bewusst das er es nicht lassen kann an sie zu denken. Er muss das irgendwie abstellen nimmt er sich vor. „Na dann! Auf geht´s!“ fordert er sich auf den Müll zu entsorgen.

Zum Glück war Bulma´s Vater so schlau Weg-Werf-Teller ins Raumschiff zu packen, da ging das Aufräumen ganz schnell von dannen und Vegeta war im Nu mit der, seines Ranges unwürdigen, Arbeit fertig. „So, das wäre geschafft!“ seufzt er und stopft den großen Müllsack in die dafür bestimmte Luke in der Wand, die den Sack in den untersten Bauch des Schiffes transportiert. „Wo gibt’s denn so was?! Ein Saiyajin-Prinz der aufräumt! Nicht zu fassen!!“ schließt er verärgert mit dem Fuß den Deckel der Luke und stapft in Richtung Badezimmer davon, wo die Wanne schon beinahe überzugehen droht.

Gerade noch rechtzeitig schafft er es den Hahn zuzudrehen und seufzt erleichtert auf das er noch rechtzeitig gekommen ist, sonst hätte er hier auch noch den Boden wischen können. „Puh! So aber nun ab in die Wanne!“ grinst er und als ob er sich beweißen will das aus ihm, in der Zwischenzeit, keine Putzfinne geworden ist wirft er seine Klamotten einfach so wie er sie auszieht schlampig auf den Boden und hopst in die Wanne. „Mh... Bulma würde schon wieder meckern!“ grinst er und lehnt sich entspannt zurück. „Vegeta! Wirf Deine Sachen gefälligst in den Wäschekorb! Immer kann man hinter dir herräumen!“ spottet er sie und imitiert ihre Stimme. Dabei muß er lachen, schließt die Augen und stellt sie sich vor wie sie, mit in die Hüften gestemmten Armen, im Vorraum des Bades steht und zetert. Wild herumfuchtelt, seine Sachen einsammelt und sie in den Wäschekorb stopft.

Sein Lächeln verschwindet plötzlich aus seinem Gesicht und er schlägt ernst die Augen auf. Er blickt in das runde Licht an der Decke. Erst jetzt begreift er das sie ihm fehlt. Mehr als er sich eingestehen will. Die ganze Zeit schon, er hat nur versucht dieses Gefühl mit dem Training zu verdrängen. „Verdammt! Wie kann mir eine Erdlingsfrau nur so den Kopf verdrehen?“ fragt er sich und seufzt. „Wie es ihr wohl geht?“ schließt er die Augen und taucht in dem warmen Wasser unter.

Unter Wasser vernimmt sein feines Gehör plötzlich ein seltsamen Piepen und als er erschrocken auftaucht ist dieses Piepen ganz laut. Es handelt sich um das Alarmsignal des Bordcomputers. „Verdammt! Was ist denn jetzt los?!“ fährt Vegeta herum, springt aus der Wanne und greift nach dem Handtuch. Er schlingt sich das Teil um die Hüften und eilt durchs Bad. Dabei wäre er fast über seine verteilten Klamotten gestolpert und flucht während er zur Wendeltreppe eilt: „ Scheiße! Bulma hat schon recht! Wär vielleicht besser wenn ich sie immer in den Wäschekorb stopfe!“

 

Oben angekommen blinkt ein rotes Licht im Raum und auf dem Monitor des Bordcomputers blinkt in großen Druckbuchstaben „ERROR“. „Na toll! Was soll denn der Scheiß jetzt?!“ stellt sich Vegeta panisch vor den Steuerpult und drückt die blinkende Taste. „Fehler im System wurde festgestellt.“ war auf dem Bildschirm nun zu lesen. „Hä?! Fehler im System?!“ kratzt sich Vegeta am Kopf. Er war zwar schon öfter mit diesem Raumschiff unterwegs gewesen, und auch damals bei Freezer hatte er verschiedene Raumgleiter und Raumkapseln zugeteilt bekommen. Aber er musste sie nur fliegen und nicht reparieren. Deshalb ist so etwas eher Neuland für ihn.

„Verflucht! Ich dachte Bulma´s Vater hat das Raumschiff durchgecheckt?!“ fragt er sich und weiß jetzt nicht so genau was er tun soll. Plötzlich stoppt der Antrieb, die Schubkraft verringert sich langsam und bleibt dann entgültig stehen. Nun treibt das Raumschiff im Vakuum. Auf dem Monitor erscheint die nächste Nachricht: „Die Zielkoordinaten X387YA68J können nicht weiter angesteuert werden. Es wird empfohlen zur Ausgangsbasis zurückzukehren um den Fehler im System zu korrigieren.“

„Na ganz toll! Und wo ist diese Ausgangsbasis?! Auf der Erde!“ stellt und beantwortet sich Vegeta die Frage selbst. „Na klasse! Jetzt MUSS ich dort hin zurück!“ seufzt er und lässt sich auf den Sitz fallen. Er verschränkt die Arme vor der Brust und schaut trotzig auf den Monitor auf dem: „Start des Autopiloten zum Anflug auf Ausgangsbasis ERDE einleiten.“ stand. „Mh... ich scheine keine andere Wahl zu haben?“ gibt er sich geschlagen und drückt den grünen Knopf für den Autopiloten, der sich sogleich in Gang setzt. „Gut, dann schauen wir halt mal auf der Erde nach dem Rechten!“ meint Vegeta und erhebt sich wieder von seinem Sitz.

Er begibt sich wieder in den Wohnbereich des Schiffes und lässt das Badewasser aus. Im Schlafzimmer angekommen fällt sein Blick auf den Kalender. „Mh... ca. eine Woche dauert es und ich bin wieder auf der Erde.“ überlegt er. Na prima! Jetzt sitze ich eine ganze Woche im Raumschiff fest!“ seufzt er und lässt sich auf das große Bett fallen. Erst jetzt fällt ihm auf das er in den ganzen 3 Monaten kein einziges mal in dem Bett geschlafen hat. Entweder er hat auf den ganzen Planeten unter freiem Himmel geschlafen, so wie früher, oder er war oben auf der Brücke und wo sich auch der Schwerkraftregler befindet auf der Bank, die man an der Wand ausklappen konnte, eingeschlafen als er mal Pause gemacht hatte. Jetzt wo er darüber nach denkt fällt ihm auf das er schon fast überall in diesem Raumschiff, mit Ausnahme von dem Bett, geschlafen hatte. War es nun oben im Sitz vor dem Steuerpult oder am kleinen Esstisch in der Küche wo er des öfteren nach dem Essen einfach vor Müdigkeit eingeschlafen war. Vielleicht war er deshalb so übermüdet weil er keinen richtigen Schlaf bekommt?

Nun steigt ihm der Duft der frisch bezogenen Bettwäsche in die Nase. Es war dasselbe Waschmittel wie das mit dem auch Bulma´s Bettwäsche damals auch gewaschen war. Der blumige Duft entführt Vegeta in seine Erinnerungen die er bereits verdrängt hatte. Er erinnert sich an Bulma´s nach Pfirsich duftender, samtweicher, warmer Haut. Und dem seidigen, glatten Haar.

Vegeta fühlt sich auf einmal so müde und schwer. Er schafft es gerade noch richtig ins Bett zu kriechen, unter die Decke zu schlüpfen und sich in die weiche Decke zu drehen. „Was wird Bulma wohl sagen wenn ich jetzt schon zurück komme?“ war der letzte Gedanke an den er sich erinnern kann, bevor er in einen tiefen, traumlosen, Schlaf fällt.

 

 

12. Kapitel: Ein Problem weniger

 

Eine knappe Woche später landet das Raumschiff, etwas unsanft, im hinteren Garten der Capsule Corporation. Bulma´s Vater erwartete Vegeta schon im Garten. Im Laufe der Woche begannen mit der Zeit die Instrumente verrückt zu spielen und die Armaturen waren inzwischen des Öfteren ausgefallen. Nichts schien mehr richtig zu funktionieren und Vegeta befürchtete dazwischen schon überhaupt nicht mehr im Ganzen zurück zu kommen. Mit den Anweisungen von Dr. Briefs gelang es ihm aber eine mehr oder weniger saubere Landung hinzukriegen. Bis auf einen kleinen Krater, der eher eine kahle Stelle im angeschneiten Rasen  rings um das Raumschiff ist, war alles glatt gegangen.

Als Vegeta aus der Luke tritt lässt er sich erst mal mit einem Seufzer der Erleichterung auf die Rampe fallen und setzt sich hin. Bulma´s Vater kommt bereits angerannt und meint: „Na das war aber Haarscharf, Jungchen!“ und deutet dabei auf die beiden geknickten Bäume am Gartenrand. Vegeta schaut seiner Hand nach und nickt mit einem schwachen „Puh!“ Dieser Landeanflug hatte ihm den letzten Nerv gezogen. Beinahe wäre er mit dem Schiff mitten auf die Stadt gestürzt. Das war sozusagen seine erste Bruchlandung die auch noch gut ausgegangen war.

„So, nun gut, dann werden wir eben mal sehen was das gute Stück hat.“ kommt es von Dr. Briefs ruhig und fordert Vegeta mit einer Handbewegung auf sich von der Rampe zu bewegen. Dr. Briefs drückt den grünen Knopf an der Tür und „Poff!“ war das gute Stück in einer Hoi-poi Kapsel verschwunden. Vegeta staunt nicht schlecht. Er hatte das zwar schon des Öfteren gesehen und beobachtete wie man es verwendet aber das das Raumschiff auch über diesen Mechanismus verfügt ist ihm neu. Dr. Briefs der seine fragenden Blicke richtig deutet antwortet ihm lächelnd: „Den Mechanismus haben wir bei der letzten Generalüberholung eingebaut. Vielleicht hat das ja diese Störung im System ausgelöst. Das muß ich mir jetzt erst genauer ansehen.“ „Aha..“ kommt es von Vegeta. „Und wann ist das Ding wieder Flugtauglich?!“ fragt Vegeta ihn nun unfreundlich. „Mh... ja, das kann schon ne´ Weile dauern. Geh erst mal ins Haus und iss etwas, siehst schlecht aus!“ lächelt Dr. Briefs und geht in Richtung Haupteingang der Laboratorien davon. Jetzt bemerkt Vegeta sein Magengrummeln und nimmt sich zu Herzen was Bulma´s Vater ihm geraten hat.

 

Als er in die Küche kommt, ist es wie vor 3 Monaten. Es ist so als ob er nie weg gewesen wäre. Auf dem Tisch im Esszimmer steht eine Vase mit Blumen und Mrs. Briefs Stimme, die wie immer fröhlich ein Liedchen summt, ist durch die offenstehende Küchentür zu hören. Sie scheint schon fleißig am Kochen zu sein, denn es richt bereits nach Essen. Es richt so lecker das ihm das Wasser im Mund zusammenläuft. Ja, das hatte er auch vermisst. Das gute Essen, denn diese Fertiggerichte im Raumschiff kann er schon lange nicht mehr sehen.

„Ah, du bist ja schon da! Willkommen zurück!“ dreht sich Mrs. Briefs, mit dem selben freundlichen Lächeln wie immer, zu ihm um. „Äh.. ja.“ kommt es kurz von Vegeta. „Sehr schön, das Essen dauert nicht mehr lange. Aber ein Bad geht sich vorher schon noch aus!“ redet Bulma´s Mutter drauf los und deutet mit strengem Blick auf Vegeta´s leicht heruntergekommenes Äußeres.

Vegeta kratzt sich verlegen am Hinterkopf, verschwindet mit einem schiefen Grinsen aus der Küche und macht das er ins Bad kommt.

Nach einer ausgiebigen Dusche geht er in sein Zimmer um sich etwas anzuziehen. Er findet sein Zimmer genau so vor wie er es verlassen hat. Irgendwie hat das eine Beruhigende Wirkung auf ihn. Es gibt ihm das Gefühl als ob er hier erwünscht ist und damit gerechnet wird das er zurück kommt. Als sein Blick auf sein Spiegelbild, im Wandspiegel, fällt senkt er seinen Blick. Ein seltsames Gefühl beschleicht ihn. Vor ein paar Tagen hatte er noch den Entschluss gefasst nie wieder auf den Planeten Erde zurück zu kehren und die Erdlinge einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Dieses seltsame Gefühl, könnte das etwa sein Gewissen sein? Sein Gewissen, von dem jeder glaubte er hätte gar keines? Er reißt sich selbst wieder aus den Gedanken und tritt an den Schrank um sich ein paar Klamotten raus zu fischen.

Als er das Zimmer verlässt und wieder nach unten gehen will fällt ihm auf das Bulma´s Zimmertür offen steht. Er geht auf die Tür zu und bleibt im Rahmen stehen. In Bulma´s Zimmer sieht´s, wie immer, wie auf einem Schlachtfeld aus. Sie musste wohl aufgeregt nach etwas gesucht haben. Vermutlich wusste sie mal wieder nicht was sie anziehen sollte denn der halbe Schrank war ausgeräumt und die verschiedensten Kleidungsstücke waren auf dem Bett und dem Boden verstreut. „Wo sie wohl hingegangen ist?“ fragt er sich, denn der Unordnung nach hatte sie nicht nach Arbeits- oder Freizeit Klamotten gesucht. „Na, auch egal!“ zuckt er nun die Achseln und macht sich auf den Weg nach unten um endlich was zwischen die Zähne zu kriegen, denn jetzt bemerkt er selbst das er fast schon am verhungern ist.

 

Draußen war es bereits dunkel geworden als Vegeta wieder in sein Zimmer kommt. Er hatte sich das Abendessen so richtig schmecken lassen. Irgendwie hat es ihm gut getan sich wieder mit jemandem unterhalten zu können. Zuerst hat Dr. Briefs ihm das mit dem Raumschiff erklärt. Er hatte den Schwachpunkt gefunden und zu Vegeta´s Ärger würde das mit der Reparatur bestimmt 2 bis 3 Wochen dauern, weil Bulma´s Vater das gesamte System neu aufeinander abstimmen muß. Danach hatte Mrs. Briefs ihn noch Löcher in den Bauch gefragt. Wie es denn nun im All gewesen war. Ob er eine angenehme Reise hatte und ob er mit dem Aufwärmen der Fertiggerichte und der Mikrowelle auch zurrecht gekommen ist.

Er wurde an diesem Abend also herzlich willkommen geheißen und zum ersten Mal hatte Vegeta das Gefühl „nach Hause“ zu kommen. Sonst war alles beim Alten geblieben, nur das der Stuhl, ihm gegenüber am Esstisch, unbesetzt war. Bulma war nicht da und er fragte sich des Öfteren beim Essen wo sie steckte. Sie würde doch die Nacht nicht durcharbeiten oder ähnlich. Bulma´s Eltern die seine fragenden Blicke sehr wohl bemerkten machten keine Anstallten ihn über Bulma´s verbleib aufzuklären. Er würde früh genug erfahren was hier am Gange war.

Vegeta schließt die Tür hinter sich und lehnt sich an sie an. „Puh! Bin ich satt!“ seufzt er und geht auf die Balkontür zu. Es ist Ende Februar und draußen ist Tagsüber schon ein wenig die dünne Schneeschicht geschmolzen die den Rasen leicht bedeckt hatte. In dieser Region waren die Winter nie so hart und kalt. Die meisten Winter vergingen grün und ohne Schnee. Oben im Norden war es wesentlich kälter. Er öffnet die Balkontür und ein kühler Nachtwind bläst ihm entgegen. Er ist nicht kalt aber eben frisch. Wie hatte er sich nach der kühlen, frischen und reinen Luft der Erde gesehnt wird ihm jetzt klar und geht auf den Balkon.

Der Himmel ist leicht bedeckt und doch finden einige Sterne den Weg durch die Wolkendecke und lassen ihr Licht auf die Erde fallen. Der Halbmond versteckt sich hinter einer Wolke die schnell an ihm vorüberzieht. Es ist ruhig und still. Kein Ton, bis auf den leisen Wind und die weit entfernten Autos auf der Straße, ist zu hören.

Doch da wird er auf ein Motorengeräusch aufmerksam. Der Wagen zu dem das Geräusch gehört scheint vor der Haustür anzuhalten. Vegeta lehnt sich über das Geländer um besser zur Straßenseite sehen zu können. Wer konnte um diese Uhrzeit noch zu Besuch kommen? Und er vermutete richtig. Der fette, dunkelrote Wagen hält vor dem Gartentor am Vordereingang und stellt den Motor ab. Die Tür an der Fahrerseite geht auf und ein großer, dunkelhaariger Mann steigt aus. Er ist nobel gekleidet und hat ein Vornehmes aussehen, wie Vegeta es von der Entfernung aus erkennen kann. Der Typ geht um das Auto herum und macht die Beifahrertür auf. Er reicht jemandem seine Hand zum aussteigen. Eine zierliche Hand mit einem schwarzen Handschuh bekleidet ergreift die seine und nimmt das Hilfreiche Angebot an.

Und jetzt erkennt er Bulma, die beim Aussteigen darauf achtet nicht auf den Saum ihres langen schwarzen Kleides zu treten. Ihr langes Haar hatte sie mit einer schwarzen Steckschleife seltsam nach oben gebunden. Der Hauchdünne transparente Schal verdeckt ihr Dekollete. Das Kleid ist eng anliegend und gerade im Schnitt mit einem langen Schlitz auf der linken Seite.

„Die hat sich ja in Schale geworfen!“ entfährt es Vegeta der Bulma fast nicht wiedererkannt hätte. Er wusste zwar das sie sehr Modebewusst ist aber so rausgeputzt hat er sie noch nie gesehen.  „Was ist das für ein Typ?!“ hängt er dem ernst an.

„Danke für den netten Abend und für´s nach Hause bringen.“ bedankt sich Bulma bei dem großen Mann. „Nein meine Liebe, ich habe zu danken. Es war mir eine Ehre dich auszuführen.“ lächelt der Mann sie nett an und legt seine Hände auf ihre Schultern.

Bulma zuckt leicht unter der Berührung zusammen. Der Gutaussehende nähert sich ihr und gibt ihr unaufgefordert einen Kuß. Bulma ist darauf nicht vorbereitet und weiß erst nicht was sie tun soll. Sollte sie ihn von sich stoßen oder es geschehen lassen? Vor Aufregung bemerkt sie erst später das sie nicht mal die Augen geschlossen hat. Erst als Feith sie lächelnd anspricht: „Also, dann gute Nacht.“ Bulma schaut ihn mit großen Augen an und stammelt aufgelöst vor sich hin: „Ja...ja, gute Nacht..., und vielen Dank noch mal für den Abend.“ Sie beobachtet Feith noch wie er in seinen Waagen steigt und mit aufheulendem Motor davonfährt.

Bulma steht wie angewurzelt da. Zögernd und mit zitternder Hand legen sich ihre Fingerspitzen auf ihren Mund. Sie schaut in den bedeckten Himmel, auf die paar kleinen Sterne und atmet tief durch. So ganz wohl fühlte sie sich bei dem Kuß nicht in ihrer Haut. Er war so anders, dieser Kuß. 

 

Vegeta steht in seinem Zimmer an die Balkontür gelehnt. Gebannt schaut er auf den Boden zu seinen Füßen. „So ist das also?“ kommt es von ihm Geistesabwesend. „Mh...um so besser.“ kommt er zum Schluß und ein wehmütiges Lächeln huscht über seine Lippen.

 

 

13. Kapitel: Ein friedlicher Morgen

 

Bulma blinzelt und streckt sich gähnend in ihrem Bett. Es ist erst halb 8 Uhr früh aber sie hat keine Lust mehr länger im Bett zu liegen, obwohl es gestern doch etwas spät geworden ist. In ihrer Hot Pant und ihrem Trägertop watschelt sie verschlafen ins Bad um sich für den Tag zu erfrischen. Da erinnert sie sich auf einmal an Gestern Abend, als sie von Feith geküsst worden war. Sie hatte nicht damit gerechnet. Er hatte sie buchstäblich mit seinem Kuß überfallen und sie hatte sich nicht dagegen gewehrt. „Vielleicht ist es richtig so?“ überlegt sie.

Sie hatte seit Vegeta´s Abreise oft noch an ihn denken müssen. Obwohl sie seine Entscheidung akzeptiert hatte, konnte sie nicht so einfach vergessen was vorgefallen war. Was zwischen ihnen gewesen war. Waren all diese Blicke und Berührungen nur Lüge gewesen, fragte sie sich oft ohne auf eine Antwort zu stoßen. Sie hatte es aufgegeben sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Und jetzt da sie schon 3 Monate nichts mehr von ihm gehört hatte, begann sich ihr Leben wieder einzupendeln. Erst war sie lange Zeit nicht ausgegangen. Erst vor einem guten Monat fasste sie wieder den Mut allein in ein Cafe´ zu gehen. Sie hielt sich bereit dafür vielleicht neue Kontakte einzugehen. Obwohl sie nicht unbedingt darauf aus war von jemandem abhängig zu sein. Wenn sie sich doch nur nicht so einsam und verlassen vorgekommen wäre.

Ja, und vor drei Wochen traf sie in einem Pub, in dem sie früher oft mit Yamchu gewesen war, auf Feith und kam mit ihm ins Gespräch. Er kam ihr sehr nett und sympathisch vor und eine Woche später begegneten sie sich noch mal in diesem Pub. Sie verabredeten sich erst mal für einen Parkspaziergang und fürs Kino. Gestern waren sie auf einem noblen Tanzabend gewesen. Und Feith war ein guter Tänzer wie sie feststellen durfte. Er war elegant und charmant. Aber irgendetwas lässt Bulma an ihm zweifeln. Sie hatte das Gefühl als ob es nicht richtig war und vielleicht sollte sie es beenden bevor sie zu weit gehen würde.

„Eine Dusche und ich bin Putzmunter!“ holt sie sich aus ihren trüben Gedanken und beschließt, sich für Heute nicht mehr mit diesen komplizierten Dingen, wie Feith eines darstellte, zu befassen. Sie wollte anschließend nur schnell Frühstücken und sich dann in ihrem Labor zurückziehen um sich in ihr neuestes Projekt, eine neue Serie von Fluggleitern, stürzen. Sie schlüpft aus ihrem Nachtgewand, wirft es in den Wäschekorb im Vorraum und schnappt sich ein Badetuch aus dem Schrank zu ihrer linken. Sie schiebt die Tür zum Bad auf und bleibt erstarrt stehen.

„Was?!! Was machst du denn hier?!“ fährt sie herum als sie Vegeta erblickt. Vegeta, der gerade dabei war sich das Handtuch um die Hüften zu schlingen, beschleunigt sein tun. „Noch nie was von anklopfen gehört?!“ fährt er ihr hochrot entgegen. „Cool bleiben!“ holt Bulma erst mal tief Luft. „Da gibt’s sowieso nichts zu sehen was ich nicht schon gesehen hätte.“ grinst sie ihn nun breit an. Nach kurzem zögern antwortet Vegeta ihr mit einem ruhigen „Stimmt.“ und kann selbst seinen Blick nicht von ihrer nackten Erscheinung nehmen.

„He! Was gaffst du so?! Lüstling!“ kreischt sie ihn an, wirft ihm eine Haarshampooflasche, die auf der Ablage zu ihrer rechten steht, an den Kopf und wickelt sich schnell in das Badetuch.

„Hey! Spinnst du? Was ist das denn für eine Begrüßung?!“ nimmt Vegeta die Arme, um sich vor nachfliegenden Teilen wie er es aus alten Zeiten von ihr gewohnt war zu schützen, über den Kopf. Dabei fällt das Handtuch, das er sich zuvor mühsam um die Hüften geknüpft hat, zu Boden. Bulma´s Blick bleibt an der Stelle hängen wo zuvor das Handtuch war. Zu ihrer eigenen Überraschung wird sie rot wie eine Tomate.

„Warum macht mich das so Verlegen?!“ überlegt sie. Immerhin hatte sie ihn ja schon nackt gesehen. Und er sie auch, also warum schlug ihr das Herz bis zum Hals. Vegeta bückt sich runter und zieht das Handtuch wieder an seinen rechten Platz. „Tja, äh... dann werde ich wohl besser mal gehen, ne ?“ stammelt Vegeta dahin und versucht sich neben ihr durch die Tür zu quetschen. Dabei rutscht er auf dem nassen Fliesenboden aus.

Er versucht sich noch im Gleichgewicht zu halten und rudert mit den Armen. Bulma schaffte es nicht mehr ihm auszuweichen und wird von ihm mit zu Boden gerissen. Vegeta landet weich denn er kommt auf Bulma zu liegen die nun unter ihm aufächzt. Vegeta richtet sich mühselig auf und meint ruhig: „Tut mir leid, noch alles ganz?“ Bulma schafft es nicht ihm zu antworten. Sie ist viel zu aufgeregt dazu. Sie schaut ihn mit großen, zitternden Augen an. Ihr ist als würde ihr das Herz stehen bleiben so rast es in ihrer Brust. Kühle Wassertropfen fallen von seinem Körper auf ihren und lassen sie erzittern. Ein paar feine Tröpfchen glitzern noch in seinen zerzausten Haaren. Seine dunklen Augen die sich in jener Nacht in ihr Gedächtnis brannten. Diese Augen die alles durchschauten aber nichts von sich verrieten.

Am liebsten würde sie ihn umarmen, ihn an sich drücken und ihm sagen wie froh sie ist das er wieder da ist. Aber sie fühlt sich so von seinem Blick gebannt das sie nicht in der Lage ist sich zu rühren. Nun wird auch Vegeta auf sein hämmerndes Herz aufmerksam. Er hatte gedacht er hätte dieses Gefühl für sie verdrängt, abgeschüttelt. Doch nun scheint es wieder da zu sein. Diese lange Wimpern um diese klaren blauen Augen. Und das seidige, inzwischen lange, Haar das sich wie ein Fächer über den hellen Fliesenboden ausgebreitet hat. Ihre blasse, schon beinahe weiße Haut. Ihre, sich vor Aufregung schnell hebende und senkende, Brust.

Er würde jetzt zu gern seinen Vorsatz sich von ihr fern zu halten verwerfen und ihre Lippen mit den seinen berühren. Erst jetzt fällt ihm auf wie sehr die Sehnsucht nach ihrer Wärme in ihm brennt und ihn zerfrisst. Für diesen Augenblick waren ihre Atemzüge gleich lang. Ihr Herzschlag im selben Takt. Vegeta rüttelt sich als erstes aus diesem Traum wach und er erinnert sich an die Szene die ihm Gestern Abend vor dem Haus geboten wurde. Dieser merkwürdige Typ, der Bulma nach Hause gebracht hat. Bulma bemerkt wie dieses Geheimnisvolle funkeln aus Vegeta´s Augen verschwindet und mit einem kalten Ausdruck den Platz tauscht. Fragend blickt sie ihn an als er sich von ihr rollt und aufsteht. Zögernd setzt sie sich auf und schaut ihm nach. Er zieht sein Handtuch zurrecht und öffnet die Tür zum Gang.

„Vegeta!“ ruft Bulma ihm hinterher und er hält inne. „Willkommen zurück!“ hängt sie dem mit einem sanften Lächeln an. Vegeta dreht sich nicht zu ihr um, mit einem leisen „Mh...“ verlässt er das Bad und lässt die Tür hinter sich zuklappen. Bulma bleibt wie bestellt und nicht abgeholt auf dem Boden sitzen. Sie lehnt sich an den Schrank und atmet tief durch. Dieses Gefühl war es, das sie seit seiner Abreise vermisst hatte. Dieses seltsame Gefühl das sie noch bei keinem, nicht mal bei Yamchu, gespürt hatte. Und sie weiß eines, bei Feith würde sie dieses Gefühl niemals verspüren.

 

Etwas später betritt sie frisch geduscht und angezogen die Küche im Erdgeschoss. Vegeta sitzt bereits am Tisch und trinkt seinen Kaffee. Bulma geht, leicht verlegen, ohne ein Wort zu ihm zu sagen an ihm vorbei und wendet sich der Kochnische, also ihm den Rücken, zu.

Um dem unerträglichen Schweigen, das für ein paar Minuten die Küche beherrscht während Bulma sich den Kaffee richtet, ein Ende zu machen fragt sie ihn: „Wie kommt es eigentlich das du jetzt schon zurück bist?“ „Ich hatte keine andere Wahl. Das Raumschiff macht zicken!“ erklärt er ihr kurz und wendet sich seinem Frühstücksbrötchen, das aus einem ganzen Brotleib besteht, zu. Bulma rührt nervös ihren Kaffee um. Sie hatte bis heute Morgen, bevor sie im Bad auf Vegeta gestoßen war, gedacht sie hätte die Sache mit ihm längst hinter sich gelassen. Aber dann, als er auf einmal in voller Lebensgröße vor ihr stand, war es ihr als würde die Vergangenheit sie einholen. Es war auf einmal wieder da. Dieses wilde hämmern in ihrer Brust als sein Blick den ihren traf.

„Ah Guten Morgen Bulma-Schätzchen!“ strahlt nun Mrs. Briefs zur Tür herein und schreckt Bulma aus ihren Gedanken hoch. Bulma begrüßt sie ebenfalls mit einem „Guten Morgen“ und streicht sich ein Marmeladenbrötchen. „Na, wie war es Gestern?“ beginnt Bulma´s Mutter sie nun zu fragen. „Mh... ja ganz nett.“ antwortet Bulma ihr ohne jede Betonung.

Irgendwie war ihr Vegeta´s Anwesenheit bei diesem Thema etwas unbehaglich. „Ach ja, das hat ein Bote gerade vorhin für dich abgegeben!“ fährt Mrs. Briefs herum, eilt in den Vorraum und kommt mit einem großen Strauß Blumen zurück. „Was? Für mich?“ wundert sich Bulma und nimmt die Farbenpracht entgegen. „Da ist eine Karte.“ spricht sie, nimmt diese heraus und liest.

„Nur deine Schönheit stellt die Schönheit dieser Blumen in den Schatten.“ liest sie daraus vor und lächelt. Vegeta´s Finger verkrampfen sich um den Henkel der Tasse. „Ich möchte dich heute gerne sehen, ich hole dich um 17.30 Uhr ab. In Liebe Feith.“ liest sie leise murmelnd weiter. Nicht leise genug, denn Vegeta kann sein Kommentar darüber nicht für sich behalten. „So was schnulziges sieht diesem Lackaffen ähnlich.“ kommt es, mit einem leicht verärgerten Unterton, von ihm und steht vom Tisch auf.

„Was?!“ fährt Bulma herum. „Du kennst ihn doch gar nicht!“ fällt ihr nun ein. „Das war doch der von Gestern oder?“ erkundigt Vegeta sich nun ruhig. Bulma bremst ihr Temperament und überlegt laut: „Gestern? Hast du uns etwa beobachtet?!“ „Nein! Das konnte man gar nicht übersehen!“ fällt er ihr mit funkelnden Augen ins Wort, stellt seine Tasse in der Kochnische ab und geht zur Hintertür. „Ich finde es einfach widerlich in aller Öffentlichkeit herumzuknutschen!“ hängt er dem giftig an und verschwindet durch die Tür nach draußen. Bulma schaut ihm besorgt nach und denkt sich: „Wieso ist er auf einmal so Wütend?“ Aber da fällt ihr wieder ein das sie sich für Heute vorgenommen hat über nichts kompliziertes mehr nach zu denken. Eilig lehrt sie ihre Tasse Kaffee um endlich ins Labor zu kommen wo nicht so komplizierte Dinge wie Männer auf sie warten.

 

Den ganzen Tag hatte Bulma damit verbracht an ihrer neuen Serie zu arbeiten. Es war bereits späterer Nachmittag als sie zurück ins Haus geht um sich für ihre Verabredung fertig zu machen. Wie in der Karte, der den Blumen beigefügt war, gebeten wartet Bulma um halb 6 Uhr Abends am Gartentor vor dem Haupteingang. Nicht lange und ein roter Sportwagen hält davor und Feith steigt aus um Bulma zu begrüßen. Er ist schick gekleidet und seine Schuhe glänzen und spiegeln bis in den hinteren Teil des Gartens, wo Vegeta in der Tür zur großen Werkstatt, wo er Dr. Briefs anspornte das Raumschiff zu reparieren, steht und das Geschehen beobachtet.

„Dieser schmierige Typ schon wieder!“ entfährt es seinem losen Mundwerk und Bulma´s Vater wird darauf aufmerksam. „Oh, das ist Feith Vailant. Ein sehr netter junger Mann.“ erklärt Bulma´s Vater während er sich hinter einem Berg von Kabeln versteckt. „Aha von mir aus.“ kommt es gleichgültig von Vegeta. „Meine Güte! Muß der so ne´ Show abziehen?!“ fährt er nun herum als er mitverfolgt wie Feith, Bulma einen Handkuß gibt und diese danach geschmeichelt auflächelt. Dr. Briefs schaut zu dem im Türrahmen lehnenden Vegeta, der verbissen in Richtung Straße guckt und die Hände zu Fäusten ballt, und schmunzelt in seinen Bart: „Aha! So ist das also..?“ Dr. Briefs war zwar immer sehr in seiner Arbeit vertieft aber das da zwischen seiner kleinen Tochter und Vegeta etwas vorgefallen zu sein schien hatte er sehr wohl bemerkt. Und auch Bulma´s schlechte Laune in den ersten Wochen als Vegeta abgereist war lies darauf schließen.

„Tja, Frauen gefällt so etwas eben. Man muß sie anhimmeln um ihr Herz zu erobern.“ beginnt Bulma´s Vater nun so nebenbei zu erzählen. „Pah! Weiber!“ grummelt Vegeta unverständlich dahin. „Ich verschwinde mal kurz in die Wüste, trainieren.“ knurrt Vegeta zu Bulma´s Vater nach hinten und mit einem energischen Sprung aus der Tür fliegt er auch schon über den Garten hinweg, Richtung Westen. „Das war deutlich!“ lächelt Bulma´s Vater, der nun nicht mehr an Vegeta´s Eifersucht zweifelt.

„Huch! Was war denn das eben?“ kommt es von Feith erstaunt und blickt ratlos dem schnell davonjagenden Objekt, welches zuvor über ihnen am Himmel vorüberflog, nach. „Ach das? Das war nur Vegeta!“ rutscht es Bulma heraus. „Wo will er denn jetzt wieder hin?! Ich hoffe er macht keinen Blödsinn!“ überlegt Bulma und schaut ihm nach, bis er nicht mehr zu sehen ist. „Vegeta? Wer ist das?“ fragt Feith aufgeschlossen nach. Bulma ist etwas überrascht das Feith sich dafür so interessiert und antwortet zögerlich: „Äh.... ja das war... ähm. Ein Mitbewohner.“ „Ihr habt aber seltsame Mitbewohner.“ entkommt es Feith´s Gedächtnis, der immer noch an den Himmel starrt. „Mh... der kann fliegen! Das ist ja interessant!“ flüstert er leise grinsend. „Wie kommt es das du ihn mir bis jetzt noch nicht vorgestellt hast?“ fragt er sie nun. „Ach, er ist erst Gestern aus dem...äh... Ausland zurückgekommen. Früher als erwartet.“ erklärt sie ihm schnell. „Er gehört praktisch fast zur Familie. Aber lass uns jetzt fahren, okay?“ versucht sie Feith von Vegeta abzulenken und ihn dazu zu bewegen ins Auto zu steigen.

 

So verging fast eine ganze Woche. Bulma war noch zweimal mit Feith ausgegangen. Sie war sich etwas Unsicher was ihn angeht. Ist er wirklich so charmant und nett wie er sich jetzt gibt? War er wirklich an ihrem Wesen und nicht nur an ihrem Äußeren und an ihrem Reichtum interessiert? Sie musste sich Früher oder Später entscheiden also nutzte sie die Zeit um ihn besser kennen zu lernen.

 

Spät am Freitagabend kommt Bulma wieder nach Hause. Feith hatte sie in ein teures Restaurant ausgeführt und den Abend mit ein paar Tänzen in einem noblen Tanzlokal beendet. Ihr taten vom vielen Tanzen die Füße weh, sodass sie mehr ins Bad humpelt als geht. Sie hat ihre Nachtwäsche schon bevor sie von Feith abgeholt wurde im Bad, in einem Schrank, untergebracht. Sie verhält sich so leise wie möglich, denn es ist schon nach Mitternacht und sie will ihre Eltern und besonders Vegeta nicht wecken. Wenn dieser überhaupt schon aus dem Raumschiff, da er den Schwerkraftraum ja trotz der Reparatur benutzen kann, zurückgekommen ist.

Sie hat zwar damit gerechnet das es Spät werden würde, aber so Spät hatte sie nicht vor nach Hause zu kommen. „Endlich daheim! Jetzt hab ich endlich meine Ruhe vor allem!“ seufzt sie auf. Sie ist Hundemüde, niedergeschlagen und sehnt sich nur noch nach ihrem gemütlichen Bett. Sie duscht schnell, schlüpft in ihr Nachthemd und entsorgt ihre Schmutzwäsche im Wäschekorb.

Im Wäschekorb findet sie allerdings ein halb nasses Handtuch vor. „Also, wer schmeißt denn ein nasses Handtuch da rein?!“ denkt sie laut. Das war ihr schon ein Rätsel denn ihre Eltern wussten ja das man das nicht macht und Vegeta lässt seine Sachen sowieso immer verstreut herumliegen, wie ihr jetzt auffällt. Sie hatte, als sie reinging, das Chaos das Vegeta im Vorraum angerichtet hatte nicht richtig bemerkt. „Also war es Vegeta! Typisch!“ zetert sie halblaut. „Der merkt sich das auch nie!“ hängt sie dem an und zieht das halbnasse Handtuch aus der Wäsche. Jetzt fallen ihr die Blutflecken darauf auf. Das Blut war noch ganz rot, also musste es noch frisch sein.

„Hat er es also mal wieder geschafft?!“ entfährt es Bulma und sie wirft das blutige Handtuch wieder zurück in den Wäschekorb. „Ich frage mich wie er die 3 Monate im All überlebt hat?!“ zetert sie flüsternd durch den Gang davon und nähert sich Vegeta´s Zimmer. Erst zögert sie noch aber dann klopft sie leise an und redet durch die geschlossene Tür: „Vegeta? Bist du da?“

 

 

14. Kapitel: Neue Wendungen

 

In der vergangenen Woche hatte Vegeta sich wieder mehr mit seinem Training befasst. Dr. Briefs hatte die Reparaturen so weit das er den Schwerkraftregler wieder bedenkenlos nutzen konnte. Er steigert sich wie immer total in sein Training und gibt sein bestes. Er ist entschlossen den Rückstand den er hat wieder aufzuholen und wenn er endlich die 450 G schafft würde er sich darauf konzentrieren ein Super-Saiyajin zu werden. Er ist voller Energie und dieser Energie verdankt er seiner momentanen Wut. Das Training hilft ihm sehr dabei diesen verschwiegenen Zorn nach draußen zu lassen. Ihm fällt ja bereits selbst auf das er ständig schlecht gelaunt ist. Besonders an solchen Tagen wie Heute, wo Bulma wieder mal von dieser „Schmalzlocke“ wie Vegeta, Feith nennt, abgeholt und schick ausgeführt wird.

„Mh... er ist vermutlich der Richtige für sie…“ überlegt er während er auf die Sonden die ihn umkreisen feuert. Feith macht einen reichen und wohlhabenden Eindruck. Er ist immer schick gekleidet und fährt einen teuren Sportwagen. Auch sein Auftreten Bulma gegenüber ist feinste Sahne, ihm selber als er ihm einmal an der Haustür begegnet war, kam er eher unsympathisch und eingebildet vor. Aber er hat die Stärke Bulma das zu geben was sie auch verdient. „Wie könnte ich da mithalten?“ denkt Vegeta laut. Von Bulma´s Mutter hat er erfahren das Feith Vailant der Juniorchef eines großen Unternehmens ist. Seine Organisation spezialisiert sich auf Medizin. In ihrer Branche sind sie die Weltführenden Spezialisten. Sozusagen die Besten der Besten.

Zum Glück kann er das Raumschiff wieder zum Trainieren benutzen. Das lenkt ihn von Bulma ab. Er hat sich zwar vorgenommen nie wieder so etwas wie „Gefühle“ für sie zu entwickeln und das es ihm in Zukunft egal ist was sie tut. Aber das Bulma jetzt mit diesem Vailant-Schmalzi zusammen ist hat so etwas Endgültiges. Bulma kommt ihm so fremd vor, als ob sie plötzlich über die 3 Monate, die er im Weltall herumgegondelt ist, ein anderer Mensch geworden wäre. In der letzten Woche hat er sie kaum gesehen. Entweder verkriecht sie sich in ihrem Labor oder sie ist mit Feith unterwegs.

„Warum ärgert mich das so?!“ ruft Vegeta sich aus seinen Gedanken zurück. „Verdammt! Ich sollte froh darüber sein!“ hängt er dem an als ihm klar wird das Bulma ihn deshalb nun nie wieder auf die Nerven fallen würde. Ebenso fällt ihm auch erst jetzt der eigene Energieball auf in den er zu viel Kraft gelegt hat und der, von einer Sonde zurückgeschleudert, auf ihn zurast, ihn voll auf der Rechtsseite erwischt und ihn zu Boden schleudert. Als er sich wieder von dem Schrecken fängt und sich vom Boden aufrappelt, beginnt er laut über seine Unkonzentriertheit zu fluchen: „Verfluchter Mist! Alles nur ihre Schuld!!“

 

So war er zu der Verletzung, die sich vom rechten Oberarm bis zum Handgelenk zieht, gekommen und musste darauf sein Training beenden. Als er den Ablauf seines „Unfalls“ noch mal in Gedanken rekonstruiert wird er auf einmal auf Bulma´s Stimme aufmerksam die durch die Tür spricht: „Vegeta? Bist du da?“

„Verdammt! Was nun?! Die hat bestimmt das Handtuch gefunden!“ reagiert Vegeta schon fast panisch. „Dabei hab ich´s extra in den Wäschekorb geschmissen!“ hängt er dem an. „Was mach ich nun? Vielleicht zieht sie wieder ab wenn ich sie anschnauze?“ überlegt er kurz. Er hat nämlich keine Lust von ihr wieder mal eine Standpauke zu kassieren das er besser aufpassen soll. Und vor allem weil er sich dann selbst eingestehen müsste das er beim Training leicht abgelenkt ist und sie auch noch der Grund dafür ist. Nach kurzem zögern gibt er ihr eine absichtlich unfreundliche Antwort. „Ja, was willst du denn?!“ kommt es von drinnen undeutlich.

Bulma horcht auf: „Warum hört der sich so komisch an?“ „Was ist passiert? Du bist wieder mal verletzt, richtig? Darf ich reinkommen?“ fragt sie ihn ruhig. Bulma´s Stimme ist leise und ihre Aura schimmert irgendwie so seltsam, fällt Vegeta auf und er zögert mit der Antwort. „Er wird ihr doch wohl nichts angetan haben?“ schießt es ihm durch den Kopf. Nach einer Weile bekommt Bulma zögernd eine Antwort von ihm: „Ja..., dann komm halt rein!“

Bulma öffnet leise die Tür und ihr Blick fällt auf Vegeta der im Schneidersitz auf dem Bett sitzt. Der Verbandskoffer steht, halb ausgeräumt, vor ihm mitten im Bett. Vegeta selbst, versucht sich den rechten Arm zu verbinden und hält den Verband mit den Zähnen gespannt.

„Nein! Was hast du denn schon wieder gemacht?! Lass mal sehen!“ geht Bulma auf ihn zu und legt ihre Hand auf seinen Arm. Vegeta zieht diesen weg und knurrt sie an: „Lass das! Ich brauche deine Hilfe nicht!“ Bulma´s Blick verfinstert sich und sie bleibt hartnäckig: „Jetzt stell dich nicht so an! Zeig schon her!“ zieht sie an seinem Arm. „Nein! Lass mich bloß in Ruhe!“ faucht Vegeta zurück. „So, wie du das machst wird das ja nichts!“ kritisiert sie seine Arbeit und er gibt sich darauf geschlagen. Es ist tatsächlich nicht so einfach eine Wunde am rechten Arm selbst zu verbinden.

„Oh Mann, oh Mann! Wie hast du das schon wieder hingekriegt? Und immer der rechte Arm. Letztens war es auch so.“ redet Bulma drauf los. Vegeta schaut trotzig an ihr vorbei auf die Balkontür während sie sich zu ihm ins Bett gesetzt hat und beginnt seine Wunde zu desinfizieren. „Vielleicht solltest du mal mehr mit Links abwehren?“ fügt Bulma dem hinzu. „Wie ich abwehre geht dich einen feuchten Dreck an!“ schnauzt Vegeta sie an. „Mal schön ruhig ja?! War ja nur ein Vorschlag! Und überhaupt wie redest du eigentlich mit mir?!“ faucht sie ihn nun an. Vegeta ist nur ein eingeschnapptes „Pf!“ zu entlocken. „Mh... die Verletzungen sind diesmal zum Glück nicht so schlimm.“ kommt es von Bulma die die Wunde genauer unter die Lupe nimmt.

„Sie sieht müde aus.“ stellt Vegeta fest, der sie verstohlen anlinst. In ihrem nass strähnigem Haar, welches über ihre Schulter fällt, glitzern noch feine Wassertröpfchen und es richt nach zarter Minze. Auch ihr Körper ist in einen blumigen Duft gehüllt. „Wie ist das passiert?“ fragt sie ihn erneut. „Weiß nicht! Ist doch egal oder?!“ entgegnet er ihr unfreundlich. „Mh... na ja. Jedenfalls darfst du ihn nicht zu sehr belasten.“ redet Bulma weiter während sie beginnt den Arm zu verbinden. „Ja ja, ich weiß!“ entgegnet er ihr genervt. Bulma lächelt schwach und beginnt den Verbandskasten einzuräumen. Da war er wieder, ihr niedergeschlagene, zweifelnde Blick.

„Was hat sie nur?“ fragt er sich und schaut sie etwas besorgt an. Vegeta überlegt noch ob er sie fragen soll wie´s ihr geht aber Bulma fällt ihm ins Wort. „Du Vegeta, sag mal..., wie findest du Feith eigentlich?“ kommt es etwas zögernd von ihr. Vegeta fährt mit einem verwunderten „Hä?!“ im Bett zurück. „Danke! Das genügt.“ wirft Bulma ihr Wort ein als sie Vegeta´s abwertenden Gesichtsausdruck, Feith gegenüber, bemerkt.

„Aber ich hab doch noch gar nichts gesagt!“ kommt es von Vegeta leicht irritiert. „Das ist auch nicht nötig! Dein Gesicht spricht Bände.“ lächelt sie nun und steht vom Bett auf. Vegeta schaut ihr verwundert nach, als sie zur Tür geht und diese aufmacht. „Mit der stimmt was nicht. Warum ist sie so komisch? Hat der ihr irgendwelche Tabletten unters Essen gemischt?“ fragt sich Vegeta, der etwas von ihrer Art und der Erscheinung ihrer Aura verwirrt ist, als Bulma ihn plötzlich noch mal anspricht. „Danke! Das hat mir sehr geholfen.“ dreht sie sich noch mal zu ihm um. Vegeta schaut sie nun noch verwunderter an als vorher. „Jetzt weiß ich das ich richtig gehandelt habe.“ hängt sie dem an und mit einem erleichterten Lächeln verschwindet sie aus seinem Zimmer.

Ein nicht im Bilde stehender Vegeta bleibt, wie ein Grundschüler der den Bus nach Hause verpasst hat, auf dem Bett sitzen und starrt verwirrt auf die Tür. „Kann mich mal jemand aufklären was hier eigentlich los ist?!“ denkt er laut und lässt sich zurück ins Kissen fallen. „Mh... bestimmt wieder eine ihrer Launen!“ tut er es ab und rollt sich auf die linke Seite. Seine linke Hand fasst an seinen rechten Arm, auf den Verband. Wenn es zwischen Bulma und Feith tatsächlich ernst werden würde und sie ihn womöglich Heiratet, würde sie hier ausziehen. Sie würde einfach weg sein. So plötzlich wie sie vor 3 Jahren in sein Leben trat und seinen Weg kreuzte.

Er konnte sich noch genau erinnern. Damals auf Namek waren sie sich zum ersten mal begegnet. Damals schien sie furchtbare Angst vor ihm zu haben. Ihre vor Furcht zitternden Augen sieht er Heute noch vor sich. Sie wirkte so schwach und zerbrechlich. Erst später stellte sich heraus das sie nicht so schwach und zerbrechlich war wie es erst den Anschein hatte. Sie hatte sogar den Mut aufgebracht ihm anzubieten hier zu bleiben. Und nun wohnten sie unter einem Dach und von der Angst die sie vor 3 Jahren gezeigt hatte war nichts mehr übrig.

Wenn sie diese Schmalzlocke tatsächlich Heiratet, würde sie weg sein. Weit weg und für ihn unerreichbar. „Mh... und wer wird mich dann verarzten?“ fragt er sich und drückt die Hand auf den Verband. „Ich... ich muß ihr aus dem Weg gehen.“ ermahnt er sich noch mal und das war auch das letzte was er in lauten Gedanken aussprach. Er war auf einmal so müde. So müde, das es nicht lange dauerte bis er eingeschlafen war.

 

Im Nebenzimmer kuschelt sich Bulma in ihre Decke. Sie zieht sich die Decke über den Kopf um ihr leises schluchzen zu verbergen. Sie wusste was für ein gutes Gehör Vegeta hat und er musste nicht unbedingt wissen das es ihr nicht so gut geht wie sie ihm gezeigt hat. Aber jetzt, nach diesem kurzen Gespräch mit ihm fühlte sie sich tatsächlich etwas besser. Sie hatte ihn nicht ohne Grund gefragt was er von Feith hält. Seine eher negative Äußerung ihm gegenüber, obwohl er nicht mal ein Wort gesagt hatte, gaben ihr das Gefühl das Richtige getan zu haben. Sie hatte ihm diese Frage nur gestellt um sich selbst zu bestätigen das sie sich Richtig entschieden hatte.

Feith war zwar nett, charmant und zuvorkommend, aber wohl doch nicht diese Sorte „Mann“ die ihr schlaflose Nächte bereitet. Die Zeit die sie ihn kannte, hatte sie genutzt um ihn kennen zu lernen und sie stellte nur fest das er nicht zu ihr passte. Doch obwohl sie weiß das es so richtig ist, tut es weh. Vor allem weil sie so eine Art „Schlechtes Gewissen“ ihm gegenüber hat.

Sie hatte sich von ihm in teure Restaurants ausführen lassen und jedes mal hatte er bezahlt. Aber andererseits, hatte sie ihn nicht darum gebeten. Also gäbe es gar keinen Grund ein schlechtes Gewissen zu haben. „Vielleicht sollte ich nicht so viel darüber nachdenken?“ überlegt sie und steckt den Kopf aus der Decke. „Hoffentlich hat er verstanden wie ich es ihm erklärt habe...“ seufzt sie und schließt die Augen in der Hoffnung schlafen zu können.

 

 

15. Kapitel: Feith Vailant gibt nicht auf!

 

Am Nachmittag des nächsten Tages ist Bulma damit beschäftigt das System des Raumschiffs weiter zu checken. Weil ihr Vater nicht da ist, übernimmt sie unaufgefordert seine Arbeit. Und sie weiß ja wie Ungeduldig Vegeta sein kann wenn es um das Raumschiff und seine Trainingseinheiten im Schwerkraftraum geht. Zurzeit hat Vegeta sich gerade ins Haus begeben um mal was zu essen, so geht er ihr wenigstens nicht wie vorhin auf den Wecker. Es kann ganz schön an den Nerven ziehen wenn immer jemand hinter einem herumschleicht und Aussagen wie „Wie lange dauert das denn noch?!“ oder „Ich muß Trainieren! Beeil dich mal!“ loslässt. Sie hatte ihn auch gefragt wie er überhaupt mit diesem Arm, den sie ihm Gestern von der Schulter bis zum Handgelenkt verbunden hatte, trainieren will. Darauf hatte er ihr nur ein scharfes „Das wird schon gehen! Hör auf mich zu bemuttern!“ hingeworfen. Sie hat ihn darauf dann nicht mehr angesprochen. Für Heute hatte sie es satt sich zu ärgern.

Es war Gestern Abend viel zu viel geschehen das sie immer noch beschäftigte. In Gedanken war sie meistens bei Feith. Nicht das sie sich vielleicht doch mehr zu ihm hingezogen fühlte als sie zugegeben hat. Nein, sie hoffte das er es verstanden hat und es akzeptiert. Sie hatte letzte Nacht schlecht geschlafen. In diesem Zustand des Halbschlafes musste sie immer an das Geschehene denken. Gerade wie jetzt. Sie war sich sicher das es so besser ist, aber hatte sie es ihm auch so erklärt das auch er bemerkt hat das es so besser ist? Diese Frage stellt sie sich seit Gestern Nacht. Und nicht nur sie, sondern auch Feith, auf den sie nun aufmerksam wird.

Feith steht in der großen Tür der Halle und schaut zu ihr hinüber. Er gibt seinem Begleiter, der ganz in schwarz gekleidet ist und eine dunkle Sonnenbrille trägt, auf das er hier an der Hallentür stehen bleiben soll und geht auf Bulma zu. Bulma richtet sich von der, in Bodennähe befindende, Wartungsluke des Raumschiffs auf und wendet sich ihm verwundert zu. „Feith? Was machst du denn hier?“ fragt sie ihn leise. „Ich wollte mich nur noch mal überzeugen ob ich Gestern Abend richtig gehört habe.“ kommt es etwas niedergeschlagen von ihm. „Ja, hast du. Ich habe es dir doch ausführlich erklärt.“ spricht sie ruhig und nach kurzem zögern zu ihm. „Ich verstehe dich nicht! Wie kommst du plötzlich auf diesen Sinneswandel?!“ wird Feith etwas lauter, tritt nah an sie heran und legt seine Hände auf ihre Schultern.

Bulma zuckt unter der Berührung zusammen, es ist ihr unangenehm das er ihr so nahe kommt. „Bitte!“ fährt sie herum und schüttelt seine Hände von ihren Schultern. Sie dreht sich von ihm weg und wendet sich der Leiter des Gerüstes zu. „Bitte, versteh doch! Ich musste dich erst kennen lernen.“ beginnt sie zu sprechen. „Ich habe gedacht das ich dich vielleicht mit der Zeit lieben könnte. Aber..., ich habe gemerkt das wir einfach zu verschieden sind.“ erklärt sie ihm von neuem. Feith lässt seine Arme mit einem Seufzer sinken. „Meine Güte kann die Stur sein!“ fährt es ihm durch den Kopf. „Es tut mir leid Feith, aber wir passen nicht zusammen.“ dreht sie sich nun zu ihm um und schaut ihm mit einem klaren, festen, Blick an. „Bist du dir da sicher? Mir scheint du bist in letzter Zeit etwas verwirrt gewesen!“ gibt Feith ihr kalt zurück. Bulma schaut ihn fragend an.

„Ja! Seit dem dieser Zwerg mit der Blitzschlag-Frisur hier aufgetaucht ist benimmst du dich so komisch!“ ruft er ihr eifersüchtig zu. Bulma, die gerade auf das Gerüst klettert, horcht auf. „Sag mir! Hat er dir was angetan? Bedroht er dich vielleicht?!“ kommt Feith in den Sinn. „Er sieht nämlich meiner Meinung nach etwas kriminell aus! Wenn du willst kann ich ein paar meiner Männer anheuern die dir diesen Schmarotzer vom Hals schaffen!“ macht Feith ihr das Angebot.

Bulma fährt erschrocken, auf dem Gerüst herum: „Was fällt dir ein?! Bist du verrückt geworden?!“ Feith ist erst etwas über ihren Wutausbruch erstaunt aber er beruhigt sich soeben wieder und stellt eine neue Vermutung auf: „Aha! So ist das also? Du lässt mich wegen so einem dahergelaufenen Knirps sitzen?“ „Nein so ist das nicht!“ verteidigt sich Bulma. „Ich empfinde nichts für dich, das ist der Grund!“ kommt es von ihr, öffnet die obere Wartungsluke und wendet sich dem Innern zu. „Ah, wenn man vom Teufel spricht!“ gibt Feith giftig von sich als er Vegeta durch die Tür hereinkommen sieht. Bulma lugt hinter der Tür der Wartungsluke hervor und befürchtet schlimmes. „Aber da fällt mir gerade ein was ich noch mitgebracht habe!“ grinst Feith fies und gibt seinem Gorilla der noch immer an der Hallentür steht ein Handzeichen. „Warten sie mal kurz ähm... Herr Vegeta!“ spricht Feith, Vegeta nun an. Vegeta wirft ihm einen ernsten Blick zu und fragt sich was diese Schmalzlocke mit dem Schnauzbart von ihm will.

Nicht lange und Feith´s Gorilla kommt mit einem schwarzen Aktenkoffer in der Hand zurück den er Feith sogleich überreicht. „Sehen sie her, Herr Vegeta!“ fordert Feith, Vegeta nun auf sich den Inhalt des Koffers anzusehen. Vegeta verzieht keine Mine als Feith den Koffer vor seinen Augen öffnet. „Diese 10 Millionen gehören ihnen wenn sie aus dieser Stadt ziehen und das Gelände der Capsule Corporation nie wieder betreten.“ macht Feith ihm das Angebot. Bulma klappt die Kinnlade herunter und lässt den Schraubenzieher durchs Gerüst nach unten fallen als sie das hört. Vegeta rümpft die Nase und gibt ihm kurz zurück: „Das kann ich nicht brauchen!“

Erst ist Feith etwas über diese schnelle Antwort verwundert und weiß nicht was er machen soll. „Aber... aber Herr Vegeta! Seien sie nicht albern! Geld kann man immer brauchen.“ beginnt er nun zögernd zu sprechen. „Und es soll ja kein Almosen sein! Ich bezahle sie lediglich dafür das sie sich dem Gelände der Capsule Corporation und von Bulma fern halten, sonst nichts.“ versucht Feith immer noch Vegeta zu überreden. In dem Moment vernehmen Feith, der Gorilla an seiner Seite und Vegeta ein knarrend, quietschendes Geräusch und Bulma die laut Aufschreit.

Das Gerüst am Raumschiff wackelt und kippt noch hinten. Das ganze Gerüst fällt um während Feith und sein Gorilla Richtung Tür flüchten. Als Feith klar wird das Bulma in Gefahr ist bremst er zusammen und schreit: „Um Gottes Willen! Bulma!“ Als das Gerüst, einfach so wie es aufgebaut war, umkippt und sich nun am Boden stabilisiert, läuft er zurück um nach Bulma zu sehen die mit in die Tiefe gestürzt sein muss. Doch es ist keine Spur von Bulma.

Erst jetzt landet Vegeta etwas links von ihnen und hat Bulma auf dem Arm. Bulma hält sich an ihn geklammert und öffnet nun langsam die Augen. Vegeta stellt sie auf ihre wackligen Beine und will sie von sich schieben, aber Bulma klammert sich an sein T-Shirt und lehnt sich an ihn sodass er sie stützen muß. „Verdammt! Wieso kannst du nicht besser aufpassen?!“ fährt Vegeta sie an. „Tut... tut mir leid! Ich... ich bin mit dem Fuß weggerutscht und... und dann...“ stammelt Bulma unter ihrem Schock los und klammert sich an Vegeta. Sie hatte einen Fehltritt gelandet und als sie sich vor einem Sturz in die Tiefe bewahren wollte und am Geländer festklammerte kam das Gerüst ins Schwanken, die beiden Äußeren Stützen gaben nach und so kippte das ganze Gerüst nach hinten.

Feith beobachtet die Szene aufmerksam. „Dieser Type ist echt seltsam!“ überlegt er. „Er kann fliegen und stark scheint er auch zu sein wenn man seinen Körperbau betrachtet.“ kommt er zum grübeln. „Irgendwas ist hier faul.“ kommt er zum Schluß denn nun beobachtet er wie Bulma sich wieder von ihrem Klammergriff löst und Vegeta in die Augen schaut. „Danke..., du hast mir das Leben gerettet.“ spricht sie leise zu ihm. Vegeta bekommt auf einmal eine gesunde rote Farbe um die Nase und schiebt sie von sich weg. „War ja klar! Wer würde denn sonst das Raumschiff reparieren?!“ kommt es verlegen und tollpatschig zugleich von ihm. Bulma schaut ihn aus schmalen Augen an und  würde ihm am liebsten eine Scheuern als sie wieder auf Feith´s Stimme aufmerksam wird.

„Also hören sie mal! Wie können sie sie nur so behandeln?!“ fährt er Vegeta unwirsch an. Vegeta wendet sich ihm zu, stemmt seinen linken Arm in die Hüfte und keift ihn an: „Ich behandle sie wie´s mir passt! Verstanden?!“ „Also, dieses Verhalten ist einfach unmöglich! Bulma wie kannst du es mit diesem Individuum nur unter einem Dach aushalten?!“ fährt Feith verständnislos herum. Bulma´s Blick fällt ernst auf Feith. „Feith, es wäre glaube ich besser wenn du jetzt gehst.“ fordert sie ihn auf. Feith schaut sie ebenfalls ernst an. Er hatte noch nie so eine Abfuhr bekommen. Normal lagen ihm die Frauen zu Füßen. „Vergiss dein Geld nicht, Schmalzlocke! Ich bin ohnehin nicht käuflich!“ kommt es von Vegeta der dem Koffer, der am Boden liegt, einen sanften Kick gibt das er über den Boden zu Feith vor die Füße schlittert. Feith knirscht mit den Zähnen und gibt seinem Gorilla ein Zeichen sodass er den Koffer aufhebt. Feith wechselt den Blick von Vegeta auf Bulma und verabschiedet sich mit einer höflichen Verneigung.

Er schien friedlich von dannen zu ziehen aber seine Augen funkelten gefährlich. An der Hallentür angekommen hält er kurz inne und linst über seine Schulter zurück zu Vegeta. Mit einem „Pf“ und einer arroganten Kopfbewegung dreht er sich wieder dem Ausgang zu und geht, dicht gefolgt von seinem Gorilla, über den Rasen davon. Ein paar Meter weiter linst Feith noch mal zurück über seine Schulter. „Mh... irgendwo habe ich dieses Gesicht schon mal gesehen...“ überlegt er kurz, geht weiter und steigt in seinen Wagen. Sein Gorilla, der zugleich auch sein Chauffeur ist, setzt sich hinters Steuer und startet die Limousine mit der Feith heute Ausnahmsweise unterwegs ist. Er nimmt das Telefon zur Hand und ruft einen alten Bekannten an, der beim Fernsehen angestellt ist. „Tag Justin! Sag mal, könntest du mir einen Gefallen tun?“ spricht er diesen auch gleich mit einem fiesen Grinsen im Gesicht an.

Als die Limousine endlich außer sicht ist atmet Bulma tief durch und wendet sich dem Raumschiff zu. Vegeta der sich inzwischen am Gerüst zu schaffen macht, es wieder aufzustellen wird nun auf Bulma´s niedergeschlagenen Gesichtsausdruck aufmerksam. Bulma geht langsam zum Tisch der an der einen Wand steht und füllt sich aus einer Kanne, Kaffee in eine Tasse. „Willst du auch einen?“ fragt sie Vegeta der auf sie zukommt. Er schüttelt den Kopf, denn er hatte gerade vorhin im Haus einen von Mrs. Briefs bekommen. Er wusste nicht so recht was er zu ihr sagen sollte, wenn er überhaupt etwas sagen sollte. Er kann es einfach nicht glauben das sie einen Typen wie Feith abblitzen hat lassen. Er war Reich und aus gutem Hause. Er wäre perfekt gewesen um für sie zu Sorgen. Bulma scheint seine fragenden Blicke zu spüren, obwohl er ein Stück hinter ihr steht, denn jetzt beginnt sie leise zu sprechen: „So, jetzt ist es gesagt. Er wird nie wieder hier auftauchen.“ Vegeta fragt sie zögernd: „Warum hast du das getan?“

„Mh... weil er nicht zu mir passt.“ antwortet sie ihm leise. „Klar, sein Rang in der Wirtschaft und seine Kohle wären vermutlich für die Firma von Vorteil gewesen, aber mir geht es nicht darum.“ beginnt sie abwesend zu erzählen. „Ich liebe ihn eben nicht!“ wendet sie sich Vegeta zu und ein sanftes Lächeln spielt um ihre Lippen. Vegeta wird bei ihrem Anblick wieder bewusst was für ein schönes Lächeln sie hat. Wenn sein Stolz es zulassen würde, würde er jetzt auf sie zugehen, sie in den Arm nehmen und trösten. „Mh... vielleicht ist er auch nur zu NORMAL für mich?“ schmunzelt sie nun. „Vielleicht stehe ich eher auf Typen die Gerüste mit einem Handgriff wieder aufstellen?“ linst sie nun über ihre Schulter zurück zu Vegeta der zusammenzuckt.

„Jetzt fang nicht so an, klar?!“ kommt es schnell von ihm. „Ja ja, ich weiß!“ fällt sie ihm ins Wort. „Obwohl ich es nicht ganz verstehen kann...“ hängt sie dem leise an. „Du weißt..., wir sind zu verschieden.“ beginnt Vegeta nun zu stammeln. Bulma´s Hände verkrampfen sich um ihre Kaffeetasse. „Wir leben in verschiedenen Welten.“ hängt Vegeta seinen Worten noch an. Bulma legt den Kopf zurück ins Genick und schaut ins Licht, welches hoch oben an der Decke hängt. „Ja, ich weiß. Ich würde diese Welt, von der du sprichst gerne mal kennen lernen.“ spricht sie, ohne ihn anzusehen. Nach einer Weile kommt es kühl von Vegeta: „Nein, das würdest du nicht verkraften.“ „Du wärst viel zu...“ Vegeta kann den Satz nicht beenden, den Bulma übernimmt das für ihn. „Zu Schwach dazu?!“ schaut sie ihn mit funkelnden Augen an. Vegeta erwidert ihren Blick ernst. Bulma´s Gesichtsausdruck wandelt sich wieder in das Niedergeschlagene von vorhin, sie dreht sich von ihm weg und flüstert: „Ja, du hast recht. Denn ich bin ein Mensch.“

Vegeta horcht auf, denn ihre Worte erinnern ihn an das was er vor über 3 Monaten zu ihr gesagt hat. „Menschen sind schwach weil sie Gefühle haben.“ wiederholt er in Gedanken und wendet sich von ihr ab. Bulma fällt nun auf das Vegeta schon die ganze Zeit seine linke Hand an seinem rechten Arm hält. „Er scheint wohl Schmerzen zu haben?“ schlussfolgert sie, immerhin war es erst Gestern gewesen als er sich die Verletzung zugezogen hatte. „Ach, ja!“ spricht Bulma ihn nun nochmals an. Vegeta befürchtet schon irgendein gemecker von ihr zu hören und zuckt leicht zusammen.

„Danke, Vegeta. Wenn du nicht hier gewesen wärst würde ich jetzt wohl im Krankenhaus liegen.“ lächelt sie und senkt den Blick. „Mh...Ehrensache.“ gibt Vegeta ihr kurz zurück und wendet sich der Hallentür zu. Mit diesen Worten gehen die Beiden auseinander.

 

Spät am Abend, desselben Tages, an einem anderen Ort der Stadt. In einem großen Büro mit Panoramafenster, welches im obersten Stockwerk eines Hochhauses liegt brennt noch eine Schreibtischlampe. Feith sitzt an seinem PC und forscht die Einwohnerakten durch. Er, als Juniorchef von Vailant-Medicines, hat Zugang zu jeder Akte jedes Bewohners auf dem gesamten Planeten Erde. Er suchte nach einer bestimmten Akte. Er suchte schon sehr lange, seit dem er von Bulma zurückgekommen ist, denn er weiß nicht mal genau unter welchen Namen er suchen muss. Es ist bereits 23.00 Uhr und nach Stundenlanger Suche ist er endlich fündig geworden. „Na bitte! Wer sagst denn?“ grinst er breit und druckt sich die Akte aus.

„Na dann wollen wir mal sehen...“ denkt er laut und hält das Blatt ins Licht. In dem Moment klopft es an der Tür und der Gorilla, der schon bei Bulma dabei war, kommt herein. „Chef, das ist gerade abgegeben worden.“ spricht er ihn an und übergibt ihm das Päckchen. „Oh, das ging ja schnell.“ ergreift er das Päckchen und schickt den großen, breitschultrigen Leibwächter wieder nach draußen. Er öffnet das Luftpolsterkuvert das sein alter Bekannter Justin ihm zukommen hat lassen und nimmt die Video-Card heraus. Er betätigt einen Knopf an der Tastatur auf seinem Schreibtisch und an der Wand wird eine Art Rollo hochgefahren, hinter dem ein überdimensionale Bildschirm hervorkommt. Er steckt die V-Card in den dafür vorgesehenen Schlitz und wendet sich wieder der ausgedruckten Akte zu.

„Mal sehen.... Alter...33. Herkunft... unbekannt?“ liest Feith sich selbst laut vor und lehnt sich in seinem Chefsessel zurück. „Ja, ja das Puzzle setzt sich allmählich zusammen. Wusste ich doch das mit dem was nicht stimmt.“ überlegt er. „Wohnsitz... Capsule Corporation... seit dem Jahre 763.“ liest er weiter. „Keine Geburtsurkunde, kein Taufschein, nichts... einfach nichts...“ überlegt er angestrengt. „Es ist beinahe so als ob es diesen Typen vor dem Jahre 763 überhaupt nicht gegeben hätte...“ hängt er dem an. „Mh... sieht so aus als ob der Ehrenwerte Dr. Briefs all seine Beziehungen spielen hat lassen um ihn in die Akten einzuschreiben.“ seufzt er auf.

„Und dann nehmen sie auch noch so ein Foto. Darauf könnte man ihn für einen Schwerverbrecher halten. Oh ja, dieses Gesicht habe ich bestimmt schon mal wo gesehen.“ flüstert er, schaut gebannt auf das Foto und wendet seinen Blick nun auf den Bildschirm wo bereits die Aufzeichnung, der Nachrichten aus dem Jahre 762, gestartet wurde.

Ein zitternder Reporter steht im Schutz seines Firmenbusses und berichtet live vom Schauplatz wo Spezialisten gerade dabei waren zwei Kugelförmige Flugobjekte zu Untersuchen. Die Insassen dieser Flugobjekte die vor ein paar Stunden vom Himmel gefallen waren, waren spurlos verschwunden, hörte Feith den Reporter berichten. „Und nun zeigen wir ihnen eine Videoaufzeichnung die uns ein Amateurfilmer zugesandt hat.“ präsentiert der Reporter nun das Video und das Filmmaterial wurde eingeschnitten.

„Und hier sehen sie die beiden Außerirdischen, die vor kurzem diese gesamte Stadt eingeäschert haben.“ hört man den Reporter im Hintergrund während das Video einen Riesen mit Glatze zeigt. „Wirklich außergewöhnlich.“ kommt es von Feith cool. Die Kamera geht tiefer und nimmt einen grinsenden Zwerg ins Visier.

In dem Moment drückt Feith wieder eine der Tasten auf seiner Tastatur und die Aufzeichnung, die ihm Justin aus dem Archiv des Fernsehsenders gesucht hat, schaltet auf Standbild. „Und ich dachte die wären wieder ins All oder sonst wo hin verschwunden?“ meint er. „Mh... da habe ich ja Glück! Jetzt kann ich dieses Projekt womöglich doch noch durchziehen.“ flüstert er und streicht mit seinem Finger über seinen Schnurbart.  „Mhmhm...“ grinst Feith teuflisch. „Jetzt hab ich dich.... Saiyajin!“ lacht er laut, dämonisch auf.

 

 

16. Kapitel: Dunkle Gestalten

 

„Stell dir vor was mir unsere Nachbarin gerade erzählt hat!“ spricht Mrs. Briefs, die gerade zur Küchentür hereinkommt, ihre Tochter an. Sie war seit längerem mal wieder bei der Nachbarin gewesen um über alles Mögliche zu tratschen. „Was denn Mama?“ kommt es von Bulma nicht so interessiert.

Sie ist immer noch etwas depressiv drauf wegen der Sache mit Feith. Sie hat zwar keine Probleme ihn zu vergessen aber sie befürchtet das das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und glaubt das sie in kürze wieder von ihm hören wird. In den letzten 4 Tagen hat er zweimal versucht sie Telefonisch zu erreichen. Sie lies aber jedes mal ausrichten das sie nicht zu Hause war. Sie hatte keine Lust sich seine Sprüche anzuhören.

„Sie hat mir erzählt das sie Gestern Nacht seltsame Gestalten in unserem Garten gesehen hat.“ beginnt Bulma´s Mutter nun zu erzählen. „Mh? Seltsame Gestalten?“ wiederholt Bulma verwundert. „Ja! Sie waren dunkel gekleidet und sind verdächtig umhergeschlichen.“ erzählt Mrs. Briefs weiter. „Vielleicht sollte dein Vater endlich die neue Alarmanlage installieren?“ fügt sie dem besorgt hinzu. „Mach dir keine Sorgen! Das war bestimmt nur Vegeta. Der hat Gestern wieder bis spät in die Nacht trainiert.“ versucht Bulma ihre Mutter zu beruhigen. „Nein, das glaube ich nicht! Sie hat von drei großen Männern gesprochen. Vielleicht sollten wir den Sicherheitsdienst einweihen?“ geht Mrs. Briefs nervös in der Küche auf und ab. „Ach ja, Einbrecher also? Dann brauchst du dir erst recht keine Sorgen zu machen. Und der Sicherheitsdienst ist auch vollkommen unnötig.“ beginnt Bulma zu reden. „Ach ja? Und wieso?“ kommt es leicht verwundert von ihrer Mutter. „Ja, Vegeta ist immer lange auf und wenn die Einbrecher das Pech haben ihm zu begegnen dann wandern sie freiwillig in den Knast!“ kommt es von Bulma amüsiert. „Stimmt´s?“ spricht sie nun Vegeta an der zur Tür herein kommt um seine Nachmittagspause einzulegen.

„Was stimmt?“ kommt es unfreundlich, wie immer, von ihm. „Na, das du uns beschützt wenn wir mal bedroht werden.“ klärt sie ihn grinsend auf. „Mh?? Wer sollte euch denn bedrohen?!“ lässt er sich gegenüber von Bulma auf einen Stuhl fallen. „Unsere Nachbarin hat seltsame Gestalten Gestern Nacht bei uns im Garten gesehen.“ erzählt Mrs. Briefs besorgt. „Seltsame Gestalten?!“ horcht Vegeta auf. „Ja genau.“ bestätigt Bulma´s Mutter ihm noch mal. „Mh... war also doch keine Einbildung...“ denkt er halblaut. „Was?! Ist dir was aufgefallen?“ fährt Bulma vom Stuhl hoch und beugt sich zu ihm rüber. „Äh...nicht richtig.“ antwortet er kurz, steht auf und holt sich ein Mineral aus dem Kühlschrank. Bulma schaut ihm besorgt nach.

„Irgendetwas beunruhigt ihn.“ schießt es ihr durch den Kopf. „Also, ich fühle mich hier nicht mehr sicher! Dein Vater soll gleich wenn er von dem Kongress zurück kommt die neue Alarmanlage installieren.“ kommt es nervös von Mrs. Briefs. „Mach dir keine Sorgen Mama. Die Firma wird ja Videoüberwacht.“ versucht Bulma ihre Mutter zu besänftigen. „Ja, die Firma! Aber was ist mit dem Privatgelände?!“ fährt ihre Mutter herum. „Genau! Ich frage mich was die hier wollen?!“ gibt sich Bulma geschlagen.

„Hey! Hört auf Panik zu machen!“ geht Vegeta nun dazwischen um der Hysterie der Beiden ein Ende zu machen. „Das ist ja nicht zum Aushalten!“ hängt er dem genervt an. „Du hast leicht reden!“ steht Bulma nun von ihrem Stuhl auf und geht auf Vegeta zu. „Du bist ein Kerl und du kannst dich gegen die Wehren! Wir sind hilflos! Was wenn das Raubmörder, oder noch schlimmer, auch noch Vergewaltiger sind?!“ fuchtelt Bulma, die sich durch die Panik ihrer Mutter hat anstecken lassen, mit den Armen herum.

Vegeta fängt einen dieser Arme am Handgelenk ab und spricht ruhig, aber energisch, zu ihr: „Mach dir keine Sorgen! Ich kümmer´ mich drum!“ Bulma schaut ihn mit großen erschrockenen Augen an. Vegeta lässt sie los und geht wieder nach draußen um sich in die nächste Trainingseinheit zu stürzen. „Ja..., gut... Danke.“ stammelt Bulma ihm nach. Sein Blick hatte ihr den Atem geraubt. Diese wild funkelnden Augen. So dunkel und tief das sie darin zu ertrinken droht. „Vegeta..., ich denke auf dich können wir uns verlassen.“ überlegt sie und schaut ihm nach wie er über den Rasen, wo schon langsam die Blumen beginnen zu blühen, davon geht.

Der Märzwind bringt den Frühling ins Land und verbreitet den sanften Duft der ersten Frühlingsboten. Vegeta schlendert über den Rasen, Richtung Raumschiff und schaut wachsam um sich. „Habe ich mir das Gestern also nicht nur eingebildet.“ denkt er laut und schaut sich um wo man sie in diesem Garten versteckt halten konnte. Gestern als er so gegen Mitternacht zurück zum Haus ging kam es ihm vor beobachtet zu werden. Nirgends war eine Aura zu spüren und auch sein Adlerblick konnte nichts Auffälliges erfassen. Aber irgendwas war da, das ihn zu beobachten schien. Er betritt die Rampe und lässt noch mal seinen Blick über den Garten schweifen. Und auch dieses mal kommt es ihm vor nicht allein hier zu sein. Kein Geräusch, kein Schatten, nichts verrät das hier außer ihm noch jemand ist. Jetzt wo er weiß das es keine Einbildung war, bemerkt er diese seltsame Atmosphäre. Er hat kein gutes Gefühl bei der Sache. „Mh... ich werde wohl mal meine Augen offen halten.“ denkt er sich und fährt die Rampe hoch.

Das Raumschiff ist wieder fast vollständig repariert und kann so wieder rund um die Uhr genutzt werden. Es sind nur noch Kleinigkeiten am Antriebssystem abzustimmen, aber das ist nicht so dringend, denn fürs erste hat Vegeta vor wieder ein Weilchen hier auf der Erde zu bleiben. Er hat keine Lust so schnell wieder eine Bruchlandung zu erleiden, beim Training nicht deutlich voran zu kommen und auf die Fertiggerichte hat er schon gar keinen Bock. Außerdem scheint es Bulma nicht gerade gut zu gehen. Seit der Sache mit Feith ist sie immer noch niedergeschlagen und nachdenklich. Er will sie nun auch nicht noch mit seinem Abreisestress belasten. Und würde er es ihr verheimlichen und einfach so die Mücke machen dann würde sie sich wieder höllisch aufregen und ihm per Bordcomputer die Ohren voll Singen. Und darauf hat er auch keine Lust. Also, hat er vor kurzem beschlossen eine Zeit lang hier zu bleiben und im Raumschiff oder in der Wüste zu trainieren. Wie es aussieht hat er sich auch noch den richtigen Zeitpunkt dafür ausgesucht. Denn jetzt hat er sogar noch eine Wichtige Aufgabe zu erledigen. Und die war das Grundstück zu überwachen. Man kann nie wissen was diese dunklen Gestalten, von denen Mrs. Briefs gesprochen hat, vorhaben und das Bulma und ihre Familie in Gefahr sind beunruhigt ihn nun doch ein wenig. So wird er nun auch noch als Wachhund eingespannt.

 

Seit dem Tag an dem Mrs. Briefs von den seltsamen Gestalten berichtete war nun eine ganze Woche vergangen. Obwohl alle besonders aufmerksam und vorsichtig waren war nichts auffälliges mehr passiert. Auch ihre Nachbarin hatte keine Meldungen dieser Art gemacht. Womöglich haben es sich die Einbrecher anders überlegt als sie erkannt haben wie gut die Capsule Corporation abgesichert ist. Und falls es Spione gewesen wären, wären die ständig mit lehren Händen zu ihrem Drahtzieher zurück gekehrt. Es ist einfach unmöglich geheime Daten der Capsule Corporation zu erfahren. Die ganze letzte Woche verlief ruhig und ohne Störungen, sodass Dr. Briefs sich mit der Installierung der neuen Alarmanlage, auf die seine Frau trotzdem besteht, mehr Zeit lässt.

„Bulma-Schätzchen! Kannst du Vegeta bescheit sagen das das Abendessen fertig ist? Er hat den Bordcomputer schon wieder ausgeschaltet.“ ruft Mrs. Briefs ihrer Tochter zu die gerade aus dem Lift steigt. „Ja, mach ich!“ antwortet sie ihr und kommt auf sie zu um aus der Hintertür zu verschwinden. Zur selben Zeit kommt gerade ihr Vater herein und setzt sich an den Esstisch.

Am Raumschiff angekommen hämmert Bulma an die Tür und ruft: „Vegeta! Mach auf! Essen ist fertig.“ Keine Antwort. Sie tritt ein paar Schritte zurück und späht durch eines der Bullaugenfenster. Da fällt ihr auf das im Raumschiff gar kein Licht brennt. „Ist er gar nicht da?“ Sie holt sich Gewissheit in dem sie die Luke öffnet und ins Inner geht. Niemand da. „Wo steckt er denn?!“ kommt es von ihr genervt. Sie geht zurück ins Haus und schaut im Esszimmer vorbei, ob er vielleicht schon dort ist. Als sie ihn da auch nicht finden kann fährt sie noch mal mit dem Lift nach oben. Er kann ja nur noch entweder im Bad oder in seinem Zimmer sein, wo sie ihn suchen könnte. Sie musste ohnehin noch ein Magazin, das sie ihrer Mutter zurückgeben wollte, aus ihrem Zimmer holen da lag es gleich auf dem Weg.

„Also, langsam reicht´s mir! Immer muß man das ganz Haus nach dir absuchen!“ schimpft sie durch Vegeta´s offen stehende Zimmertür. „Ja verflixt! Wo ist er denn bloß hin?!“ fragt sie sich nun denn im Bad war er auch nicht aufzufinden. Im Essraum angekommen ruft sie ihrer Mutter von weitem zu: „Vegeta ist inzwischen noch nicht hier oder?“ „Nein Liebes.“ antwortet diese kurz. „Mh... seltsam. Ich hab ihn überall gesucht aber er ist wie vom Erdboden verschluckt.“ denkt sie laut und setzt sich auch an den Tisch. „Er wird schon auftauchen.“ kommt es von Mrs. Briefs die die Suppe auf den Tisch stellt. „Vielleicht ist er ja in der Wüste, zum trainieren?“ hängt sie dem an. „Ja, könnte sein. Der und seine spontanen Einfälle!“ kritisiert Bulma ihn. „Beruhige dich. Der Hunger wird ihn schon wieder nach Hause treiben.“ mischt sich nun Bulma´s Vater ein der in seiner Suppe rührt. „Ja, aber er könnte wenigstens bescheit sagen wenn er geht.“ kommt es von Bulma leicht angefressen. „Ich glaube das muß ich ihm noch einbläuen!“ nimmt sie sich vor.

 

„Also, langsam mache ich mir wirklich Sorgen.“ denkt Bulma laut und schaut aus dem Panoramafenster im Wohnzimmer. „Es ist schon dunkel und er ist noch nicht zurück.“ hängt sie dem an. „Ach Bulma-Schätzchen, du weißt doch wie er ist.“ gibt Bulma´s Mutter ihr Kommentar dazu ab und gähnt. „Ja, du kennst ja seine Ausdauer. Er wird wohl erst irgendwann mitten in der Nacht zurück kommen.“ versucht auch Dr. Briefs seine Tochter zu beruhigen. „Also, ich gehe jetzt ins Bett.“ gähnt er auf und geht mit einem „Gute Nacht“ aus dem Wohnzimmer. „Warte, ich komme auch gleich mit.“ springt Mrs. Briefs vom Sofa auf und geht ebenfalls mit einem „Gute Nacht“ an ihre Tochter auf den Gang. „Und grübel´ nicht zu viel.“ hängt sie dem noch an. Bulma schaut noch eine Weile aus dem Fenster und gibt sich dann geschlagen. „Ich denke Papa hat Recht. Außerdem kann er ja auf sich selbst aufpassen.“ überlegt sie und geht dann ebenfalls zu Bett.

 

Am darauf folgenden Morgen steht Bulma ganz normal, um 8.00 Uhr, auf so wie jeden Morgen. An diesem Morgen ist aber irgendetwas anders. Als sie an Vegeta´s Zimmertür vorbeikommt fällt ihr auf das die Tür noch zu ist. Vegeta hat die blöde Angewohnheit ständig wenn er sein Zimmer verlässt die Tür offen stehen zu lassen, damit jeder auf seine Unordnung aufmerksam wird. Vermutlich sollte das so seine Art sein, zu bitten, das man sein Zimmer aufräumt. Dabei kann er das ja auch selber ganz gut. Am Anfang, als er erst hier eingezogen war, hat er sogar sein Bett selbst gemacht. Er kann es ja wenn er will. Bulma vermutet bereits das sie und ihre Mutter ihn schon zu sehr verhätscheln. Daran muß sie auch etwas ändern, hatte sie sich schon öfter vorgenommen.

Bulma bleibt vor der geschlossenen Tür stehen und lauscht. Um diese Uhrzeit war Vegeta sonst schon immer aufgestanden und längst fleißig am Trainieren. „Schläft er etwa noch?“ fragt sie sich. Sie zögert kurz und klopft dann leise an. Sie wartet eine Weile und bekommt keine Antwort. „Vermutlich schläft er wirklich.“ meint sie und versucht es noch mal mit klopfen. Wieder nichts. Leise dreht sie den Türknopf und öffnet die Tür. Die Vorhänge am Balkon und am Fenster sind offen, wie sie durch den Spalt der Tür erkennen kann. „Mh...? Er zieht sie doch sonst immer zu.“ überlegt sie und macht die Tür weiter auf. Dann entspannt sie ihre schleichende Haltung und geht ins Zimmer.

Er ist nicht da. Es ist aufgeräumt und sein Bett ist unberührt, so wie am Vortag. „Komisch.“ stemmt Bulma ihre Arme in die Hüften. „Ist er womöglich erst gar nicht nach Hause gekommen?“ fragt sie sich jetzt. „Aber wo sollte er denn sonst schlafen?“ hängt sie dem an. „Hat er womöglich irgendwo... jemanden kennen gelernt?!“ stellt sich Bulma, Vegeta gerade dabei vor wie er neben einer anderen im Bett liegt, und spürt eine leichte Wut , die eher Eifersucht gleicht, in sich aufsteigen. Schnell verwirft sie die Vorstellung wieder. „Wo sollte er denn jemanden kennen lernen? Er geht ja nirgends hin.“ beruhigt sie sich wieder und kann die Vermutung, das er womöglich irgendwo eine Freundin hat, wieder streichen. „Aber wo ist er dann?“ beginnt sie von vorn und macht sich auf den Weg ins Bad um sich für den Tag zu kultivieren. Als sie etwas später die Küche betritt und ihre Eltern, die gerade beim Frühstück sitzen, fragt ob sie Vegeta Heute schon zu Gesicht bekommen haben bekommt sie auch keine bejahende Antwort.

Noch bevor sie einen Kaffee trinkt geht sie zum Raumschiff um nachzusehen ob er womöglich dort ist. Aber im Schwerkraftraum erwartet sie nur gähnende Leere. Sie steigt die Wendeltreppe hinab um im Wohnbereich nach zu sehen. Vielleicht ist Vegeta ja Gestern so spät zurückgekommen das er vermeiden wollte jemanden zu wecken und hat dann eben hier im Raumschiff übernachtet. Aber als sie das Schlafzimmer betritt ist es eben so leer wie das ganze Raumschiff. Nachdenklich verlässt sie das Raumschiff und geht über den Rasen zurück zum Haus. „Verdammt! Wo steckst du nur?!“ flüstert sie besorgt und senkt den Blick.

Da wird sie auf etwas kleines rundliches das rechts von ihr im Rasen hervorblitzt aufmerksam. „Mh? Was ist denn das?“ fragt sie sich. Der Rasen ist ansonsten immer sorgfältig gepflegt, also sollte auch kein Müll darauf herumliegen. Sie geht darauf zu und hebt es auf. „Aber! Das ist ja...!“ entfährt es ihr und wird blass als sie das, kleine weiße Fläschchen genauer betrachtet. „Was ist hier los?“ flüstert sie in den Märzwind der wieder eine Brise Blütenduft heranträgt.

Einen Moment später steht Bulma am Telefon und wählt hektisch eine Nummer. Sie ahnt bereits was hier vorgeht und das sie schnell handeln muß. Aber sie kann es nicht alleine Schaffen. Am anderen Ende der Leitung hebt endlich jemand ab und Bulma überflutet denjenigen förmlich: „Gut das ich dich erreiche! Kannst du bitte so schnell wie möglich bei mir vorbeikommen? Ich brauche unbedingt deine Hilfe! Ich stecke in mächtigen Schwierigkeiten!“ „Das erklär ich dir wenn du hier bist!“ kommt es weiter von ihr. In dem Moment erscheint Mrs. Briefs in der Tür und fragt sie besorgt: „Um Himmels Willen, warum bist du so aufgeregt? Was ist denn passiert?“ „Ja danke bis bald!“ verabschiedet sich Bulma, nervös von ihrem Gesprächspartner und hängt ein. Bulma´s Mutter schaut sie immer noch besorgt an.

„Ich glaube, Vegeta ist entführt worden.“ erklärt sie ihr kurz. „Was?! Wie das denn? Und warum?“ entfährt es Mrs. Briefs die das nicht so ganz glauben kann. Bulma stützt sich auf das Telefontischchen und stellt etwas hin. „Das frage ich mich auch.“ flüstert sie und starrt das kleine Fläschchen an.

 

 

17. Kapitel: Ausgeliefert

 

Es ist rundum dunkel und still. Nur ein monotones Motorengeräusch ist zu hören. Vegeta weiß nicht ob er träumt oder wach ist. Alles ist so seltsam, trübe und vernebelt. Sein feines Gehör nimmt verzerrte, unbekannte Stimmen auf. Sie klingen dumpf und leise. Er kann nicht verstehen was gesprochen wird. Ein strenger Geruch, der nur von einer Zigarre stammen konnte, steigt in seine Nase. Im Hintergrund spielt ein Radio seltsame Musik. Er hat ein paar der Songs schon mal in der Capsule Corporation im Radio, den Bulma wenn sie mal ihr Zimmer putzt volle Lautstärke aufdreht, gehört. An ein paar Melodien kann er sich erinnern aber sie klingen seltsam verfremdet. Aber die Musik im Hintergrund sollte für ihn unwichtig sein denn langsam beginnt er sich zu fragen wo er ist. Warum er sich so unbequem auf die Seite gelegt hat, denn der Rechte, noch verbundene Arm, auf dem er unfreiwillig liegt drückt ihm in die Rippen. Und vor allem wie er an diesen dunklen Ort gekommen war.

Langsam fällt ihm wieder ein das er vom Raumschiff zurück zum Haus gehen wollte. Es war schon Nachmittag und er hatte vor seine 3 Uhr Pause einzulegen denn er war fix und alle vom Training. So ausgepowert war er schon lange nicht mehr. Er erinnert sich noch das er zu Bulma und ihrer Mutter gesagt hat das er die Lage etwas im Auge behalten würde, wegen dieser seltsamen Gestalten die Nachts im Garten von der Nachbarin gesehen wurden. Aber seit einer Woche war nichts Auffälliges mehr vorgefallen und er fühlte sich auch seit dem nicht mehr beobachtet.

Bis jetzt. Auf einmal kommt ein kleiner dunkel gekleideter Mann auf ihn zu. Und er ist nicht allein, neben ihm geht ein mittelgroßer Kerl, der die Umgebung aufmerksam beobachtet, her. Der zierliche Mann mit der Sonnenbrille bleibt vor ihm stehen und fragt ihn: „Sind sie Herr Vegeta?“ „Wer will das wissen?!“ antwortet er ihm noch unfreundlich. Der Mann, der etwas älter zu sein scheint als er, schiebt die Sonnenbrille auf seiner krummen Nase zurrecht und murmelt: „Kein Zweifel!“ „Würden sie bitte mit mir kommen?“ fragt er ihn nun plötzlich. Vegeta stellt leicht verwundert eine Nachfrage: „Bitte?! Wieso das denn?!“ Was konnte dieser kleine Type, der so blass war wie jemand der immerzu im Büro hockt, von ihm wollen? Misstrauisch schaut Vegeta ihn aus schmalen Augen an. „Kommen sie freiwillig mit, oder müssen wir Gewalt anwenden?“ erkundigt sich der durchaus höfliche Mann ruhig. „Was?! Gewalt anwenden? Sag das noch mal!“ kommt es von Vegeta fassungslos.

Wie könnte dieser Menschen Wurm ihn schon bedrohen? Er ist ein Saiyajin und der nur ein mickriger Mensch dessen Aura so schwach ist das Vegeta sie gar nicht spüren kann. „Ich sehe schon. Sie sind nicht bereit zu kooperieren.“ spricht dieser Menschenwurm weiter und schnipst mit dem Finger. In dem Moment schnellen seitlich neben ihm zwei Männer hervor. Sie waren etwas größer als er und waren beide gleich gekleidet. Zu dem sahen sie auch noch gleich aus, wie Zwillinge. Sie trugen gleichfarbene dunkle Overalls und einen breiten, gebunden Gürtel. „Seltsam, keine Aura.“ bemerkt Vegeta und weicht einen Schritt zurück. Vermutlich sind die beiden auch so schwach das er gar keine Aura wahrnehmen kann.

„Mh... was soll das werden?“ fragt Vegeta sie nun belustigt. Die Beiden grinsen kalt und starren ihn an. „Ich frage sie noch mal. Kommen sie freiwillig mit oder müssen meine beiden Gefährten nachhelfen? Das kann sehr unangenehm werden.“ spricht der mit der Sonnenbrille ihn nun an. „Mitkommen?! Kommt ja gar nicht in Frage! Wo sind wir denn?!“ sträubt sich Vegeta und will seinen Weg zum Haus fortsetzten. Er versucht sie zu ignorieren und geht selbstsicher an ihnen vorbei. Stolz erhobenen Hauptes und ohne Vorsicht.  Ein verheerender Fehler denn mit einemmal machen die beiden weißhaarigen Männer neben dem Mann im Anzug einen Satz und sind verschwunden. Nur um im nächsten Moment, hinter und vor Vegeta wieder auf zu tauchen.

Der Hintere packt ihn und überdreht ihm den verbundenen, verletzten und noch leicht schmerzenden Arm. „Verdammt! Was sind das für welche?!“ schießt es Vegeta, der versucht sich aus der Position zu befreien, durch den Kopf. Der Type der vor ihm steht fängt seine andere um sich schlagende Faust und versetzt ihm einen Schlag in die Magengrube. „Scheiße! Was soll das?!!“ schreit er die Beiden ächzend an, aber die tun so als hätten sie ihn nicht gehört. Auch die Stärke mit der er sich wehrt scheint sie nicht zu beeindrucken. Der Bürohengst zieht ein kleines Fläschchen aus seiner Brusttasche, steckt die Nadel der Spritze durch den Deckel und zieht sie auf. „Wie es aussieht geht es ja nicht anders...“ murmelt er vor sich hin und kommt auf Vegeta, der immer noch versucht  die Beiden abzuschütteln, zu.

„Vorsicht, nicht bewegen. Bald ist es vorbei.“ spricht der  Schwächliche zu Vegeta und fasst um seinen Arm um ihm die Spritze zu injizieren. „Verflucht! Was machst du da du Penner?!“ flucht Vegeta ihn an. Die beiden Männer lassen ihn, auf die Handbewegung des Mannes hin, los und treten zurück. Vegeta schaut sie verdutz und fragend an. „He du! Was war das?!“ fährt er den Typen jetzt an. „Nur ein Betäubungsmittel.“ antwortet dieser knapp. „Ein was?“ zieht Vegeta eine Augenbraue hoch. „Haha! Ihr glaubt doch nicht im Ernst mich mit dem betäuben zu können?!“ prustet er los. „Da musst du schon schärfere Geschütze auffahren als so eine mickrige Betäubung!“ grinst Vegeta selbstsicher. Der Kleine schaut ihn verwundert an und riskiert einen Blick auf seine Digitalarmbanduhr. „Mh.. ein paar Sekunden und wir werden sehen wie lange sie noch auf den Beinen stehen.“ grinst er Vegeta jetzt an.

„Da kannst du länger warten als ein paar....“ braust Vegeta auf und verstummt plötzlich. Auf einmal beginnt sich alles zu drehen und er wendet sich taumelnd von dem Mann ab. Verdammt...! Was zum Teufel...?!“ keucht er, schnappt nach Luft und geht ein paar Schritte von dem Typen weg. Der Type folgt ihm langsam. Vegeta wendet sich zu ihm um und ihm wird bewusst das er diesen mickrigen Menschen unterschätzt hatte. Was das auch für eine Betäubung war, sie zeigte ihre Wirkung. Die Gegend vor seinen Augen verschleiert und der kleine Mann vor ihm verschwimmt in seinem Blickfeld. Er hört seinen eigenen Atem und Herzschlag immer langsamer werden. Es wird immer dunkler, und Vegeta verliert den Boden unter den Füßen. Es kommt ihm vor als würde er in Zeitlupe zu Boden gehen. Den Aufschlag spürt er schon fast nicht mehr. Seine linke Hand, die neben seinem Gesicht zu liegen kommt, umklammert krampfhaft das Gras des gepflegten Rasens. Vegeta beginnt sich zu entspannen und lässt sich mit in die Dunkelheit reißen.

Von da an weiß er nichts mehr. Er fragt sich wie Spät es jetzt wohl ist? Zögernd blinzelt er und öffnet kurz seine Augen, schließt sie aber sogleich wieder, es ist zu anstrengend sie offen zu halten. Er versucht den rechten Arm unter sich weg zu ziehen, da vernimmt er erneut eine gedämpfte, verzerrte Stimme: „Hey! Er wacht auf! Los gib ihm noch eine!“ Bald darauf spürt er erneut einen Stich im Genick und alles um ihm herum taucht wieder in einen dunklen Nebel. Die Geräusche werden leiser, die Stimmen verklingen. Jetzt ist wieder alles Still, und Dunkel.

 

Es kam ihm vor als wären seit dem aufwachen vorhin, als er wieder einen Stich spürte und jetzt nur ein paar Minuten vergangen. Langsam schlägt er die Augen auf und blinzelt in ein helles Licht. Das seltsame Licht das in 5 Teile geteilt ist hängt genau über ihm an der Decke. Es blendet dermaßen das er die Augen nicht lange offen halten kann. Er versucht seine Hand zu heben um sie als Schutz gegen das Licht über die Augen zu halten, aber er kann sie nicht bewegen. Nach einer Weile versucht er es noch mal und mit Konzentration schafft er es. Der Muskel seines Oberarms spannt sich und er hebt zitternd, schwach den Arm an, aber er wird von dem Gurt der ihn ums Handgelenk am Bett festhält zurück gehalten. Erschöpft lässt er seinen Arm wieder fallen.

„Oh, wie ich sehe bist du aufgewacht.“ spricht ihn plötzlich eine Stimme, die sehr nah zu sein scheint, an. Vegeta versucht seinen Kopf in die Richtung zu wenden aus der er die Stimme vermutet, schaffte es aber nicht. Er fühlt sich schwach und sein Genick ist steif. Schmerz empfindet er keinen, nur dieses taube Gefühl in all seinen Gliedern. „Du hast ganz schön lange geschlafen, über 28 Stunden um genau zu sein.“ erklärt ihm die Stimme.

Diese Stimme, kommt ihm irgendwoher bekannt vor, aber er kann sie nicht zuordnen. Vegeta zwingt sich die Augen zu öffnen um vielleicht einen Blick auf denjenigen zu werfen zu dem die Stimme gehört. „So ist es leichter..., deine Augen müssen sich erst anpassen.“ spricht die Stimme fürsorglich und dämpft bei der Gelegenheit das Licht. „Wer ist das?“ fragt sich Vegeta, doch als er die Frage stellen will versagt seine Stimme. Er bekommt keinen Ton heraus. „Keine Sorge, das ist nur vorübergehend. Genau so wie deine Bewegungslosigkeit.“ erklärt ihm die Stimme ruhig. „Die Lähmung wird aufhören wenn das Betäubungsmittel aufhört zu wirken.“ spricht der Unbekannte weiter. „Du fragst dich sicher wo du hier bist. Aber keine Sorge, bei mir bist du in guten Händen...“ grinst der Mann, wie Vegeta es an der Stimme nun erkennt. Vegeta linst mal nach Rechts, mal nach Links, aber er kann niemanden entdecken. „So, ich habe noch etwas zu tun, aber ich komme später noch mal bei dir vorbei.“ schaut die unbekannte Gestallt auf die Uhr und geht auf das Bett zu. „Du läufst mir in der Zwischenzeit nicht weg, ja?“ beugt sich der Mann nun über ihn.

„Nein! Das kann nicht sein!“ schießt es Vegeta, wie eine Pistolenkugel, durch den Kopf. Er kennt den Mann. Und er kann ihn nicht leiden. „Schlaf gut!“ wird das Gesicht von Feith ernst und er drückt Vegeta die Atemmaske auf. Vegeta schaut Feith erschrocken an. „Scheiße! Nicht der!“ denkt er sich und er spürt wieder diese Müdigkeit in sich hoch kriechen. Er bemüht sich die Augen krampfhaft offen zu halten, aber es nutzt nichts. Mit jedem Atemzug saugt er das Gas der Träume tief in sich ein. Jetzt muß er erkennen das er ihm hilflos Ausgeliefert ist. Wer weiß was er mit ihm vor hat, was er von ihm will. Oder will er sich auf diese Weise an Bulma rächen, weil sie ihn abserviert hat. „Bulma...“ ist das letzte was er noch denken kann bevor es wieder dunkel vor seinen Augen wird und er entspannt in einen tiefen Gedankenlosen Schlaf fällt.

„So, das hätten wir...“ redet Feith mit sich selbst als er den Behandlungsraum verlässt und die Tür hinter sich abschließt. Er geht durch das Labor und durch die Tür auf den Gang. Mit dem Lift fährt er zwei Stockwerke höher in sein Büro, wo seine Handlanger schon auf ihn warten.

„Das habt ihr gut gemacht. Gab´s irgendwelche Probleme?“ spricht er nun den kleinen Mann und dessen Begleiter, der neben ihm auf einer Ledercouch sitzt, an. „Nein Chef, lief alles wie am Schnürchen.“ grinst der Mann im Anzug und zündet sich eine Zigarre an. „Hat man euch bemerkt?“ fragt Feith nach und setzt sich an seinen Schreibtisch wo er die Akte von Vegeta aus der Schublade nimmt. „Nein, das ist unwahrscheinlich.“ antwortet der mit der Zigarre im Mund und setzt erst jetzt die Sonnenbrille ab. „Du hast hoffentlich keine Spuren hinterlassen?“ will Feith sein Vorhaben in Sicherheit wiegen.

„Ja,... äh... nein, nicht ganz.“ beginnt der Mann nun zu stammeln und nimmt die Zigarre aus dem Mund. „Was? Was soll das heißen?!“ fährt Feith herum. „Na ja, ich hab..., ich hab das Fläschchen verloren.“ gibt er nun zu und senkt seinen Blick. „Was?!!“ fährt Feith vom Stuhl hoch. „Wo hast du es verloren?! Ich hoffe doch nicht auf dem Gelände der Capsule Corporation?!“ baut sich Feith vor ihm auf. „Ich weiß nicht! Es war auf einmal weg!“ versucht sich der Kleinere zu verteidigen und nimmt die Arme vor sich hin. „Stümper!! Und so was ist mein Bruder! Du Vollidiot!“ beschimpft Feith ihn erst mal über den ersten Schrecken. „Puh.... also, gut.“ atmet Feith dann tief aus. „Dann müssen wir eben improvisieren.“ denkt er nun laut und schlendert wieder hinter seinen Schreibtisch.

Clark, sein Bruder, lässt sich erleichtert aufseufzend in die Couch zu seinen Kollegen fallen. „Mh... mal sehen. Vielleicht schlage ich dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe?“ überlegt Feith angestrengt. „Chef!“ stürzt der Gorilla, der mit ihm bei Bulma gewesen ist, zur Tür herein. „Was gibt´s?!“ fährt Feith aus seinen Überlegungen herum. „Es gibt Probleme.“ antwortet der Gefragte kurz und bittet Feith mit in den Überwachungsraum, neben dem Büro, zu kommen. Dort angekommen schaut Feith auf die Monitore der Überwachungskameras.

Er erblickt einen jungen Mann der durch einen der schmalen Gänge im Erdgeschoss schleicht. „Na wer sagt´s denn? Es geht los.“ murmelt Feith und grinst. „Wo einer ist sind mehrere. Durchkämt das ganze Gebäude und bereitet ihnen einen netten Empfang.“ befiehlt er seinem Bruder, seinem Kollegen und seinem Vertrauten Leibwächter. „Da kommen sie. Aber so leicht werdet ihr ihn nicht bekommen.“ starrt Feith fies grinsend auf den Monitor.              

 

 

18. Kapitel: Freunde, lässt man nicht im Stich!

 

Der Strahl der Taschenlampe gleitet über den Boden zu Bulma´s Füßen. Sie betritt einen großen Raum im Keller des Gebäudes. „Nein wie gruselig!“ murmelt Bulma vor sich hin und geht durch den Raum hindurch und auf die Tür zu, aus dessen Scheibe fahles Licht herausfällt. Langsam öffnet sie die Tür und schleicht hinein. Sorgsam schließt sie die Tür wieder hinter sich. „Nein! Das darf doch nicht wahr sein.“ entfährt es ihr und ist zu tiefst geschockt.

Vor ihr stehen 3 Reihen mit je um die 10, 15 Röhren. Die Röhren langen bis an die Decke und sind ungefähr einen Meter im Durchmesser. In ihnen befindet sich eine grünlich-blaue Flüssigkeit und in der treiben leblose Körper. Bulma geht geschockt durch die Reihen und sieht sich das Genauer an. Manche der Körper sehen aus wie die von Hunden oder Ziegen. Sie sind seltsam deformiert. Sie sehen aus wie ein Misslungener Versuch. Jedenfalls sieht das Ganze hier nach unerlaubten Tierversuchen, wenn nicht sogar Gen-Forschung, aus.

„Ich dachte die wären nur auf Medizin spezialisiert?“ überlegt Bulma und geht leise die Reihe entlang weiter bis zur nächsten Tür. Der Raum den sie gerade betritt ist Stockdunkel mit Ausnahme des Kugelförmigen Behälters, in einem mit Panzerglas umschlossenen Raum, im hinteren Teil. Bulma geht langsam und gespannt darauf zu. Die Flüssigkeit ist etwas trüber als die der Röhren im Vorraum. Sie tritt an das Sicherheitsglas und ihr stockt der Atem. „Aber... das ist ja... das ist...“ beginnt sie zu stammeln.

Vor ihr, in diesem Behälter schwimmt ein Menschlicher Körper völlig regungslos. Der in Embryohaltung gekrümmte, Erwachsenen Körper ist ebenfalls deformiert. Es hat einen zu großen Kopf und ein Arm ist länger als der andere. Das Geschlecht ist ebenfalls nicht zu erkennen und die langen weißen Haare umhüllen wie ein Schleier den gesamten Körper. „Was zum Teufel geht hier vor?!“ weicht sie einen Schritt zurück und prallt an das Regal das hinter ihr steht. In dem Moment flackert ein Licht in dem Regal auf und weitere, kleinere, Röhrengläser werden sichtbar. In denen befinden sich wieder deformierte Körper. Aber diesmal waren es Menschliche Embryos in verschiedenen Entwicklungsstadien.

Bulma hält sich die Hand vor den Mund. Ihr ist auf einmal so schlecht das sie sich am liebsten Übergeben würde. Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie auf die Röhren. „Was treiben die hier? Was sind das für Babys?!!“ jappst sie und ihr steigen die Tränen in die Augen. Es dauert ein paar Minuten bis sie sich wieder fängt und eiligst den Raum verlässt. Sie eilt unvorsichtig aus einem Raum in den Nächsten. So bemerkt sie auch nicht das ihr bereits aufgelauert wird.

Eine Person löst sich aus dem Schatten der letzten Tür und überwältigt sie von hinten. Bulma´s Hilferufe werden durch das Tuch das ihr auf den Mund gedrückt wird gedämpft. Nach einer Weile beginnt das Mittel mit dem das Tuch getränkt ist zu wirken und ihr wird schwarz vor Augen.

 

„Chef!“ spricht der Gorilla Feith an der sich gerade über sein Mikroskop beugt. „Was ist denn?!“ fährt dieser ihn an weil er es hasst wenn man ihn bei der Arbeit stört. „Wir haben das gesamte Gebäude Sichergestellt. Wir haben den Eindringlingen einen Empfang bereitet wie sie es gewünscht haben.“ erklärt der Große Type. „Sehr gut! Wenn Bulma aufwacht, bringt sie zu mir! Das wird noch ungefähr ein bis zwei Stunden dauern.“ trägt Feith seinem Leibwächter auf und schickt diesen wieder nach draußen. Mh..! Läuft ja alles bestens.“ murmelt er und tritt an die Scheibe im Labor. „Na? Ausgeschlafen?“ beugt er sich zum Mikrofon runter und spricht hinein.

Vegeta der inzwischen wieder aufgewacht war zuckt zusammen. „Trifft sich gut. Ich hab sowieso ein paar Fragen an dich.“ redet Feith weiter und kommt durch die Tür in den hellen Behandlungsraum. Er geht auf das Bett zu und sucht Vegeta´s Blick der noch etwas wirr in der Gegend herumsucht. „Keine Sorge, bald bist du wieder voll da.“ spricht er ruhig auf Vegeta ein. „Die letzte Betäubung war nur sehr schwach. Bestimmt kein Problem für einen Saiyajin.“ grinst Feith schief und zieht ein ausgedrucktes Bild, welches er aus der Videoaufzeichnung gezogen hat, aus seiner Brusttasche. „Sag mir doch bitte, wo ist eigentlich dein Kumpel geblieben der damals mit dir auf die Erde gekommen ist?“ setzt sich Feith auf die Bettkante und hält Vegeta das Bild, das ihn und Nappa zeigt, vor die Augen. Vegeta starrt auf das Bild und macht keine Anstalten ihm was zu sagen.

„Er ist damals, genauso wie du, irgendwohin verschwunden. Vielleicht lebt er ja auch mitten unter uns und hat sich bei einer Reichen Familie einquartiert?“ redet Feith einfach weiter. „Sag schon. Wo steckt er?! Und versuch nicht den Stummen zu spielen! Die Betäubung muß längst nachgelassen haben. Wenigstens so viel das du wieder etwas klar denken und reden kannst.“ macht Feith, Vegeta seine Lage klar.

„Du willst also wirklich wissen wo er ist?“ kommt es von Vegeta nun zögernd und leise. „Ja! Sprich mit mir!“ fordert Feith ihn auf. „Ich habe ihn getötet...“ kommt es kalt von Vegeta und für einen Moment schließt er die Augen. „Was?!“ entfährt es Feith. „Warum?” fragt er jetzt nach. „Er war als Krieger unfähig.“ erklärt Vegeta kurz und schaut Feith nun gestochen in die Augen. „Und jetzt lass mich gehen! Sonst passiert dir das gleiche!“ hängt Vegeta dem an.

Feith schaut ihn verblüfft an und muß lachen. „Ich finde du bist nicht gerade in der richtigen Position um Drohungen auszusprechen.“ kommt es von Feith amüsiert. „Na gut. Der Dicke fällt also aus. Aber von deiner Rasse gibt es bestimmt noch mehr oder?“ schwingt Feith nun um. Vegeta hätte ihm jetzt einen Tipp geben können das außer ihm noch ein Saiyajin auf der Erde lebt aber stattdessen sagt er: „Nein, es gibt nur noch mich. Ich bin der Letzte.“

„Mh... so, so. Dann bist du der Letzte dieser Art.“ wiederholt Feith das ganze. „Was für ein Glück das ein Unikat wie du in meinen Händen ist.“ hängt er dem an. „Was hast du vor? Was willst du eigentlich von mir?!“ fragt Vegeta ihn nun doch interessiert. „Was ich mit dir vorhabe?“ wiederholt Feith, Vegeta´s Frage. „Mh..., nun du hast die Ehre meinen Forschungen zu dienen.“ erklärt Feith ihm. „Und wenn du schön brav bist, Ruhe gibst und mich machen lässt dann bin ich bereit dich danach einfach wieder laufen zu lassen.“ hängt Feith dem gelassen an und steht von der Bettkante auf.

„Einen Dreck werde ich tun! Und du lässt mich gleich gehen sonst kannst du was erleben!!“ grollt Vegeta los der sich langsam aber sich von der Betäubung erholt. „Na na, immer schön mit der Ruhe, sonst darfst du die Konsequenzen deines missratenen Verhaltens ertragen.“ kommt es cool von Feith und wedelt mit dem Zeigefinger. „Was sollen das für Konsequenzen sein?! Willst du mich zur Strafe wieder schlafen legen du durchgeknallter Laborheini?!“ kommt es von Vegeta spöttisch. „Mh..., dann spendier ich dir mal ne Kostprobe.“ murmelt Feith und zieht einen Hebel am Armaturenbrett.

In dem Moment fahren etliche Stromschläge durch Vegeta´s Körper. Das Prasseln und Zischen der Schläge sind so gewaltig das man sie hören kann. Die Stromschläge waren so stark das ein normaler Mensch von ihnen geröstet werden würde. „Na wie war das?“ wendet Feith sich ein paar Sekunden, nach dem er den Hebel wieder zurückgezogen hat, Vegeta zu.

Vegeta schaut ihn munter an und fragt: „Was war denn überhaupt?“ Feith schaut ihn fassungslos an. „Mh... gegen Stromschläge scheint er also auch resistent zu sein...“ redet er vor sich hin und notiert es in seinen Befundsblock. „Vielleicht steht er ja unter Dauerstrom? Das würde jedenfalls seine widerspenstige Frisur erklären.“ denkt Feith laut. „He! Das hab ich gehört! Motz nicht über meine Frisur! Immer noch besser als so einen schmalzigen Eierkopf wie du einen hast!“ überschüttet Vegeta ihn empört mit Beschimpfungen.

„Nein, wie Charmant! Und mit so einem Primitivling gibt sich Bulma ab...“ seufzt Feith. „Sie hätte bei Gott was besseres verdient als so einen dahergelaufenen Schmarotzer wie dich.“ redet Feith drauf los. Vegeta´s trüber Blick wird ernst. „Er hat recht...“ denkt er sich und starrt in das grelle Licht an der Decke. „Mh... da bist du sprachlos was?“ bemerkt Feith, Vegeta´s Betroffenheit. „Oh! Es ist ja schon nach 9.00 Uhr!“ bemerkt Feith jetzt als er auf seine Armbanduhr schaut. „Ja, tut mir leid, aber ich muß dich jetzt wieder eine Weile allein lassen. Ich bekomme nämlich Besuch von einer Charmanten jungen Frau.“ weiht Feith, Vegeta schadenfroh ein während er an ein paar Instrumenten am Armaturenbrett herumdreht. „Aber sei unbesorgt! Dir wird hier nicht langweilig werden.“ kommt er jetzt wieder auf ihn zu und setzt ihm, der sich ja immer noch schlecht bewegen und somit nicht dagegen wehren kann, ein merkwürdiges Ding auf den Kopf.

„Du blödes Arschloch!!“ flucht Vegeta ihn noch an bevor Feith ihm das Ding über die Augen schiebt und mit einem Hacken an den Seiten befestigt. „So, und damit du etwas ruhiger wirst bekommt der große Krieger noch eine kleine Spritze!“ grinst Feith und injiziert Vegeta nochmals ein Betäubungsmittel, den er möchte vermeiden das er zu Aktiv wird und sich womöglich noch losreißt. Bei jemandem wie Vegeta will er auf alles Gefasst sein.

Als Feith den Behandlungsraum verlässt trägt er seinem Bruder auf hier Wache zu halten und sofort Alarm zu schlagen wenn sich etwas auffälliges tut. In dem Moment vernimmt er eine kreischende Frauenstimme am Gang.

 

„Lass mich los du Flegel!! Ich kann selbst gehen! Lass mich sofort runter du blöder Arsch!!“ zappelt Bulma mit Armen und Beinen die von dem Gorilla, über dessen Schulter sie hängt, in den Raum getragen wird. „Oh, sie ist ja wieder putzmunter! Und so lebendig. Die Betäubung hat nicht so lange gewirkt wie angenommen.“ denkt Feith laut.

Auch Vegeta, der sich schon in einem Halbkoma befindet nimmt Bulma´s Stimme wahr. „Bulma? Was macht sie hier?“ denkt er sich. „Bulma, warum?“ fragt er sich noch bevor er wieder entgültig der Betäubung unterliegt.

„Lass sie runter! Wie behandelst du denn meinen Gast?!“ zetert Feith mit seinem Leibwächter der Bulma somit sofort absetzt. Bulma zieht sich die Kleidung zurrecht und schaut Feith mit zerrupfter Frisur und funkelnden Augen an. „Los! Rück Vegeta sofort raus!!“ fährt Bulma, Feith entgegen. „Vegeta? Warum bist du der Ansicht das er bei mir ist?“ kommt es cool von Feith. „Stell dich nicht blöd! Ich weiß es!“ zischt Bulma zurück. „Mh...meinst du? Was, deiner Meinung nach, sollte ich mit ihm vorhaben? Was hätte ich davon?“ fragt Feith sie unschuldig. „Keine Ahnung! Vielleicht willst du dich ja so an mir rächen oder was?!“ fuchtelt Bulma mit den Armen herum. „Und weißt du was?! Ich finde das richtig mies von dir das du ihn da einfach mit hinein ziehst! Nur weil ich dich zurück gewiesen habe!“ hängt sie dem an.

„Wie kommst du eigentlich darauf? Und was gibt dir den Anlass ihn hier bei mir zu Suchen?“ fragt Feith sie weiter. „Immerhin könnte er ja auch genau so gut irgendwohin GEFLOGEN sein...“ grinst Feith sie dreckig an. „Nein! Ich irre mich nicht!“ kommt es von Bulma selbstsicher. „Ich hab mich zuerst auch gefragt ob er vielleicht nur irgendwohin zum Trainieren aufgebrochen ist, aber dann habe ich das in unserem Garten gefunden...“ erklärt Bulma und holt etwas aus ihrer Hosentasche. „Und wärst du nicht so ein Angeber und würdest auf jedes deiner Produkte und Erzeugnisse deine Firmeninitialen draufdrucken hätte ich nicht gewusst wo ich mit dem Suchen hätte beginnen sollen. Herzlichen Dank für den Hinweiß!“ grinst Bulma nun Siegessicher und knallt das Fläschchen mit den Initialen „V.M.“ auf den Tisch neben ihr.

„Tja, abstreiten ist nun wohl überflüssig?“ meint Feith und deutet mit dem Kopf auf die Scheibe im Nebenraum. Bulma nimmt das als Hinweiß und eilt zu dem Fenster. Wie erstarrt bleibt sie davor stehen und legt ihre Hände an die Scheibe. „Vegeta!!“ ruft sie durch die Scheibe nach drinnen. „Zwecklos!” tritt Feith nun hinter sie. „Er hört dich nicht!“ hängt er dem an. Bulma starrt wie gebannt durch die Scheibe auf Vegeta, der angeschnallt und völlig regungslos in diesem Bett liegt. „Ich habe ihn mit einem Betäubungsmittel ruhig gestellt.“ gibt er zu.

„Betäubungsmittel? Und das wirkt?“ entkommt es Bulma ungläubig. „Mh... na ja. Die Dosis die ich ihm verabreicht habe ist siebenmal Stärker als die Normale. Die Fünffache hat nicht mehr so gut gewirkt. Er wird eine weile schlafen.“ erklärt er ihr ruhig. „Was machst du nur mit ihm?!“ kommt es von Bulma geschockt die den Blick nicht von Vegeta, der ihr in diesem Moment so blass und schwach vorkommt, abwendet. „Das erklär ich dir in meinem Labor!“ gibt Feith zurück und legt eine Hand auf ihre Schulter. „Was ist das für ein Ding? Und die ganzen Drähte und Kabel?“ hängt sie dem leise an und deutet darauf. „Keine Sorge, es sieht schlimmer aus als es ist. Ich messe nur seine Werte und Gehirnströme!“ klärt er sie auf. „Komm! Wenn du den Grund dafür wissen willst musst du wohl oder übel mit mir mit kommen.“ redet er sie an und will sie in Richtung Tür dirigieren. Bulma´s Blick hängt allerdings noch immer an dem schlafenden Vegeta. „Mach dir keine Sorgen. Er läuft dir hier nicht weg und die Messungen dauern noch eine Weile.“ grinst Feith und überredet Bulma.

„Mh... er hat wohl recht? Im Moment kann ich nichts für ihn tun.“ denkt sich Bulma und da sie ja auch den Grund für Vegeta´s Entführung wissen möchte folgt sie Feith etwas zögernd. „Clark! Du bleibst hier und siehst nach dem Rechten!“ beauftragt er seinen Bruder der sich sogleich vor der Scheibe postiert und Vegeta aufmerksam beobachtet. „Wenn was ist sagst du sofort bescheit, klar?!“ hängt Feith seinen Worten noch an. „Ja Chef!“ antwortet Clark und grinst ihm zu.

„Vegeta... keine Sorge. Ich werde dich hier raus holen.“ denkt Bulma während sie noch einmal einen Blick zurückwirft bevor sie Feith durch die Tür auf den Gang folgt und beißt sich auf die Unterlippe.

 

Feith führt Bulma zum Lift und fährt mit ihr zwei Stockwerke höher. Er führt sie durch sein Büro in einen weiteren großen Raum, links davon. „Das ist mein Labor!“ knipst er das Licht an welches flackernd anspringt. Bulma fallen fast die Augen aus dem Kopf, so modern und mit den neuesten Untersuchungsgeräten ist das Labor ausgestattet. Sie fängt sich schnell wieder aus ihrem Staunen denn jetzt fällt ihr wieder ein weshalb sie überhaupt hier ist.

„So und nun sag schon! Nenn mir den Grund!“ spricht sie Feith an der auf einen Tisch zugeht. „Nun also gut.“ murmelt er und betätigt einen Knopf an der Tastatur seines Schreibtisches im Labor. Er hatte, als er vorhin von den Eindringlinge Erfahren hat, bereits alles vorbereitet, weil er wusste das es sich nur um Bulma handeln konnte und die bestimmt eine ausführliche Erklärung haben wollte. Bulma´s Aufmerksamkeit wird von dem Bildschirm erfasst der sich nun einschaltet und die Videoaufzeichnung der Nachrichten aus dem Jahre 762 abspielt.

 „Kannst du dich daran erinnern?“ fragt Feith sie ruhig. Bulma antwortet ihm nicht darauf. „Mh... als ich Vegeta das erste mal bei dir gesehen hab, kam er mir schon so bekannt vor.“ beginnt er Bulma zu erzählen. Ich habe einen Freund gebeten mir diese Aufzeichnung aus dem Archiv des Senders zu suchen damit ich Gewissheit über meine Vermutung habe.“ redet er weiter während Bulma ihm aufmerksam zuhört ohne den Blick vom Bildschirm zu nehmen der gerade Nappa und Vegeta einblendet. „Und siehe da? Dann wusste ich wo ich dieses Gesicht und diese Blitzableiter- Frisur schon mal gesehen hatte.“ lehnt Feith sich an den Tisch und nimmt die Befundsergebnisse vom Tisch. „Damals schon haben die Saiyajins mein Interesse geweckt.“ gibt er nun zu. „Ihre außergewöhnliche Kraft und Ausdauer.“ hängt er dem an und legt die Befundsergebnisse wieder zurück. „Ihre unbändige Zerstörungswut mit der sie die ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt haben.“ hängt er dem an. „Und diese unerschöpfliche Energie! Ich frage mich wie es so perfekte Wesen geben kann?“ spricht Feith, beeindruckt von den Ergebnissen vor sich hin.

Bulma linst zu ihm nach hinten und hört ihm stumm zu. „Und wie schnell seine Verletzungen am rechten Arm verheilt sind! Ich hab sie mir angesehen und es ist fast nichts mehr zu erkennen. Und das in etwas mehr als einer Woche!“ redet Feith weiter. „Die Armee würde sich bestimmt interessiert zeigen an solchen Kämpfern.“ rutscht es ihm heraus und geht zu einem anderen Tisch. „Mit ihrer Ausdauer und ihrer schnellen Genesung wären sie der Sieg über jeden Krieg.“ fügt er dem hinzu. „Es müsste uns nur möglich sein Gene dieser Rasse in einen Menschlichen Embryo zu verpflanzen und groß zu ziehen.“ überlegt er laut. „Würde das gelingen hätte man die perfekte Kampfmaschine!“ grinst er auf.

„Deshalb die ganzen Röhren im Keller?!“ fährt Bulma herum. „Stimmt ja! Du hast sie gesehen. Beeindruckend nicht? Ich arbeite daran seit dem ich diese Saiyajins das erste mal sah.“ erklärt er ihr ruhig und legt eine Gewebeglas unters Mikroskop. „Wie?“ fragt Bulma ungläubig und geschockt nach. „Man hat in einer der Flugkapseln die in ein Labor für Weltraumforschung gebracht wurde, einen abgebrochenen Fingernagel gefunden. Man hat uns diesen Nagel geschickt, weil die sich damit nicht so gut ausgekannt haben. Wir sollten für sie die Zusammensetzung und die Ähnlichkeit mit den Menschlichen Zellen erforschen.“ erzählt Feith, Bulma und wendet sich ihr zu. „Allerdings fanden wir durch unsere Forschungen lediglich heraus das der abgebrochene Nagel dieses Saiyajins genau die selbe Struktur und Zusammensetzung hat wie die eines Menschen. Jedenfalls wollten wir dann die Flugkapsel noch mal genauer Untersuchen. Vielleicht hätten wir noch Hautschüppchen oder Haare gefunden aber leider hat sich die Kapsel in der Zwischenzeit selbst zerstört.

Bulma schluckt, denn sie wusste genau das es ihre Schult gewesen war. Sie hatte die Kapsel aus versehen mit der Fernbedienung die sie am Kampfplatz gefunden hatte zerstört. „Es war also Nappa´s Kapsel und somit auch sein Fingernagel.“ überlegt Bulma. „Ja, bestimmt! Vegeta war ja mit seiner Raumkapsel von der Erde geflohen.“ kombiniert sie. „Wir konnten unsere Forschung leider nicht fortsetzen. Aber der abgebrochene Nagel brachte mich auf die Idee für mein Projekt an dem ich nun schon fast 3 Jahre Arbeite.“ unterbricht Feith, Bulma´s Gedanken.

„Aus den Zellen des Nagels haben wir eine Art Gen-Muster erstellt und Versuche durchgeführt.“ erzählt er ihr nun. „Nein...“ beschleicht Bulma eine böse Vorahnung. „All die Versuchsobjekte die du im Keller gefunden hast sind das Resultat davon.“ beginnt Feith zu grinsen. „Nein, wie furchtbar?!“ kommt es geschockt von Bulma die sich nun auf einen Stuhl setzten muß. „Zuerst haben wir versucht die Gene in die Embryos von Tieren zu setzten. Aber leider war das, wie du selbst gesehen hast, ein ziemlicher Misserfolg.“ erklärt er ihr weiter. Bulma erinnert sich an die deformierten Tierkörper in den großen Röhren. „Sie waren so aggressiv und scheu. Man konnte nicht an sie heran. Aber alle Versuchsobjekte verstarben noch bevor sie ausgewachsen waren. Wir mussten uns also etwas anderes einfallen lassen.“ redet Feith weiter. Bulma hört ihm geschockt und fassungslos zu. „Dann kamen wir zu dem Schluß das sich womöglich die Gene der unbekannten Rasse nicht mit den Tier-Genen verträgt und haben ein ähnlicheres Gen-Muster verwendet.“ hängt Feith seiner Erklärung an. „Nein...“ haucht Bulma aus. „Ja, wir haben es an menschlichen Embryos versucht.“ bestätigt Feith es ihr. „Du Monster...“ entfährt es Bulma und ihre Hänge legen sich auf ihr Gesicht.

Sie stellt sich gerade vor wie es sein würde wenn dieser Versuch tatsächlich gelungen wäre, was die deformierten menschlichen Körper im Keller aber in Frage stellten. Eine Armee, aufgestellt von Kämpfern wie Nappa einer gewesen ist. Bulma schaudert von der Vorstellung und versucht sie abzuschütteln. „Und wie du selbst gesehen hast, hat auch dieser Versuch fehl geschlagen. Bis auf den letzten Versuch vor 1 ½ Jahren.“ beginnt er nun teuflisch zu grinsen und wendet sich Bulma zu die ihn erschrocken anstarrt.

„Ja, wir haben es tatsächlich geschafft die Gene dieses Saiyajins und die eines Menschen zu verbinden. Die Entwicklung des Embryos verlief ohne Probleme, aber wir hatten das Wachstum und auch sonstiges nicht gerade unter Kontrolle.“ wird Feith jetzt niedergeschlagen. „Zu dem haben wir auch zur selben Zeit versucht den Embryo zu klonen. Was uns auch gelungen ist.“ setzt er sich an den Tisch mit dem Mikroskop. „Der Embryo verfügte über ein zu schnelles Wachstum sodass er bereits Heute, 1 ½ Jahre nach dem er im Reagenzglas erzeugt worden war, ausgewachsen ist. Leider wurden durch dieses beschleunigte Wachstum andere Organe und Mechanismen vernachlässigt. So können meine Zwillinge nicht sprechen und haben auch keinen einzigen Farbstoff in ihrem Körper. Sie sind sozusagen Albinos.“ erklärt Feith, drückt erneut einen Knopf an der Tastatur und der Bildschirm schaltet auf einen der Gänge um in dem die beiden Zwillinge gerade eine Tür bewachen. Sie haben weiße Haare und tragen beide die gleichen dunklen Overalls.

„So sehen die also aus..., geklonte Menschen...“ stammelt Bulma und ihr Blick senkt sich wieder zum Boden. „Jetzt hätten wir die Möglichkeit diese Armee von Superkämpfern zu erschaffen. Aber unser System ist noch nicht ausgefeilt. Effektiver wäre es wenn wir Original Gene zur Verfügung hätten.“ beginnt Feith von neuem. „Und dafür brauchst du Vegeta?“ schluckt Bulma schwer. „Ja, genau.“ antwortet er ihr kurz. Feith lässt sie ihre Gedanken ordnen und wirft einen Blick durch sein Mikroskop.

„Aber bei den Untersuchungen seines Gewebes habe ich etwas noch interessanteres Entdeckt!“ Bulma horcht, böses Ahnend auf. „Das hier ist tatsächlich sehr beeindruckend!“ entfährt es ihm begeistert. „Laut seiner Akte ist er bereits 33 Jahre alt, oder?“ fragt er Bulma nun. Die nickt ihm nur zu und schaut ihn fragend an. „Tja, laut dem Alter seiner Zellen müsste er aber erst 17 sein.“ dreht Feith sich um und geht auf Bulma zu. Bulma horcht verblüfft auf. „Seine Zellen sind nur halb so alt wie er tatsächlich ist.“ denkt Feith laut. „Ist das nicht faszinierend?“ lacht er jetzt auf. Bulma senkt den Blick und erahnt schlimmes. „Dank seiner Gene ist es uns jetzt möglich ein Serum zu entwickeln das die Lebenserwartung von uns Menschen um bis zu 70% erhöht!“ plaudert Feith wie besessen drauf los. Bulma schaut ihn fassungslos und erschrocken an. „Was hat der gerade gesagt? Spinnt der?!“ fragt sie sich im Geheimen und starrt ihn abwesend an.

„Verstehst du das?! Wir können ein Mittel erfinden das uns Unsterblich macht!“ geht Feith nun auf sie zu und packt sie an den Schultern um ihren Blick zu finden. „Der Computer stellt bereits die Berechnungen für das Projekt an.“ fängt Feith wieder an und deutet auf den Computer der in der hinteren Ecke selbstständig piepst und rattert. Da fällt Bulma auch der Behälter auf in dem ein kleiner Quader, mit rötlicher Flüssigkeit darin, eingespannt ist. „Stell dir vor, ich werde damit viel Geld verdienen. Ich werde der Reichste Mann der Welt sein! Geld bedeutet Macht!“ redet Feith weiter. „Nein...wie kannst du nur so mit dem Leben Anderer umgehen?“ stammelt sie leise. „Ich verachte dich!“ fährt sie ihn jetzt an.

„Sei nicht dumm! Du wirst meine Frau und als Erbin der Capsule Corporation bist du an diesem Projekt dann ebenso beteiligt.“ beginnt Feith an Bulma´s Schultern zu rütteln. „Mit meiner Medizin und deiner Technik werden wir dieses Lebenselixier mischen und uns Gemeinsam an meiner Genforschung beteiligen. Stell dir vor! Wir werden die Mächtigste Firma aller Zeiten und die Welt wird vor uns auf die Knie fallen.“ lässt Feith von Bulma ab und breitet wie ein Prophet seine Arme aus. „Und all das dürfen wir deinem Mitbewohner verdanken der sich für diese Ehrenvolle Aufgabe opfern wird.“

„Opfern?!“ fährt Bulma vom Stuhl hoch. „Ja, aber sein Opfer wird nicht umsonst sein! Dank ihm wird der Mensch ewig leben.“ erklärt Feith ihr wie ihm Wahn. „Und vielleicht ehren wir ihn ja mit einer Art, mh... Gedenkstein oder so?“ fügt er dem hinzu. „Gedenkstein?“ wiederholt Bulma seine Worte und schaut ihn entsetzt an. „Nein!! Du bist ja völlig krank im Kopf!!“ fährt sie herum. Feith schaut sie verwundert an und versucht sie zu beruhigen: „Aber Bulma. Sei doch vernünftig. Er ist dir nicht von nutzen. Mir aber schon.“ Bulma hält inne und schaut ihn ernst an. „Du bist das Allerletzte!“ kommt es knapp von ihr und geht auf die Tür zu.

„Hey! Was hast du vor?!“ braust Feith jetzt auf. „Na was wohl?! Ich hol mir jetzt Vegeta und nehm´ ihn mit nach Hause!“ kommt es schnippisch von Bulma und will ihren Weg fortsetzten.

In dem Moment wird die Tür aufgerissen und Clark stürmt keuchend herein. Bulma erschrickt und macht einen Satz nach rechts hinten wo sie dann mit dem Rücken zur Wand steht. „Chef!! Es gibt Probleme!!“ schnaubt Clark seinem Bruder entgegen und schupst die Tür hinter sich zu.

 

In dem Moment springt die Tür aus den Angel und Vegeta prescht, mit dem Bett im Rücken, weil seine Hände noch immer mit den Gurten daran hängen und bloßfüßig, durch die Tür. „Du entkommst mir nicht du Penner!“ schreit er, stürmt auf Clark zu, macht eine 180Grad Wendung und drückt ihn in die verbaute Wand. „Wolltest du noch irgendetwas sagen?!“ verspottet Vegeta den ächzenden Clark, der Alarm schlagen wollte und der nun zwischen dem verbogenen Bett und der bröselnden Wand zu ersticken droht.

Vegeta tritt von der Wand weg und Clark sinkt geschunden zu Boden. „Das war der Erste!“ grinst Vegeta triumphierend und Atmet hörbar aus. „Verdammt! Das Betäubungsmittel müsste doch noch wirken!“ entfährt es Feith schockiert über die Zerstörung die Vegeta angerichtet hat. „Tja, Pech du Schmalzi!“ grinst Vegeta ihn an. Bulma schaut Vegeta verblüfft an. Es scheint ihm gut zu gehen. Und er scheint verdammt Wütend zu sein, denn seine weiß-blaue Aura flackert energisch und wild. Feith wird blass und denkt laut: „Ich verstehe! Dein Körper hat sich an die Zusammensetzung der Betäubung gewöhnt und ist somit Immun dagegen geworden.“ „Stimmt Haargenau du blöder Arsch!“ stimmt Vegeta ihm zu und taumelt leicht.

„Aha... verstehe...!“ kombiniert Feith schnell und grinst. Vegeta war zwar aufgewacht und hat es bis hier her geschafft, aber er hat seine Körperbeherrschung noch nicht vollständig zurück erlangt. Eben so seine Kraft. Wäre er in besitzt seiner ganzen Kraft hätte er sich längst dem Bett entledigt das ihm noch am Rücken hängt. Feith sieht in dieser Schwäche seine Chance das Blatt noch zu seinen Gunsten zu wenden.

„Beruhige dich Vegeta!“ spricht Feith ihn jetzt ruhig an. „Beruhigen? Verdammt noch mal! Ich bin ruhig!!“ fährt Vegeta auf , drückt seine Arme nach vor und knickt mit seinem Rücken das Bett in der Mitte durch. „Ich bin nicht deine Laborratte und lass mich von dir zerstückeln!!“ schreit Vegeta ihn wütend an und zieht an dem, Knielangen, weißen Nachthemd das man ihm angezogen hat, herum. „Was glaubst du überhaupt mit wem du es zu tun hast?!!“ hängt er dem an und baut sich vor ihm auf. In dem Moment jagen die beiden Klon-Zwillinge durch die Tür und stürzen sich gemeinsam auf Vegeta. „Hey! Das ist unfair ihr Wasserstoffblondinen!!“ schimpft dieser los und wird von den beiden in den Nächsten Raum mit gerissen.

„Vegeta!“ fährt Bulma auf und will ihnen nach als sie von Feith zurück gehalten wird. „Lass mich sofort los!“ keift Bulma ihn darauf an. „Was fällt dir ein so mit mir umzugehen?!“ hängt sie dem an. „Du bist Verabscheuungswürdig! Du bist ja krank im Kopf mit deinen ganzen Versuchen und deinen Klonen!!“ versucht sie verzweifelt sich aus seinem harten Griff zu befreien. Aus dem Nebenraum ist nur enormes klirren, scheppern und Kampfgeschrei zu hören. Besorgt richtet Bulma ihren Blick zur Tür aus der nun einer der Zwillinge fliegt und vor Feith´s Füssen landet. „Verdammt!“ entfährt es dem und er nimmt etwas aus seiner Brusttasche. „Chef!“ schleppt sich nun Feith´s Leibwächter durch die Tür und lehnt sich an die Wand.

„Was ist denn mit dir passiert?!“ fährt Feith herum als er seinen zerrupften Leibwächter von oben bis unten mustert. „Als die Twins los sind weil sie den Lärm aus dem Labor hörten hab ich vor der Tür wach gehalten, aber der Type ist ausgebrochen und hat mich nieder geschlagen.“ keucht der Gorilla und hockt sich erschöpft auf den Boden. „Was?! Wo ist er jetzt?!“ fragt Feith panisch nach. „Keine Ahnung! Er ist geflohen.“ antwortet ihm sein Leibwächter und wischt sich das Blut vom linken Mundwinkel.

„Sehr gut. Ich hoffe er macht was wir uns für den Notfall ausgedacht haben?“ überlegt Bulma und ihr Blick fällt wieder auf Vegeta der noch immer im Nebenraum mit dem zweiten der Twins zu kämpfen hat aber schon deutlich die Oberhand hat.

„Verdammt! Dann such ihn gefälligst!!“ fordert Feith, seinen Leibwächter herumfuchtelnd auf. „Ja ja, Chef! Bin ja schon weg!!“ fährt dieser vom Boden hoch und will aus der Tür verschwinden als er plötzlich zusammen bremst. „Mr. Vailant!! Was machen sie denn hier?!“ kommt es erschrocken von ihm. „Das geht dicht nichts an und jetzt lass mich vorbei!“ fordert eine tiefe, raue Stimme den Menschlichen Kleiderschrank auf zur Seite zu treten was dieser auch mit einer höflichen Verneigung macht. Feith zieht ein genervtes Gesicht als er die Stimme erkennt. Bulma´s Blick fällt auf einen kleinen, zerbrechlichen alten Mann der jetzt in einem Rollstuhl ins Zimmer gefahren kommt.

„Vater, was machst du denn hier?“ kommt Feith ihm entgegen. „Ich seh mir an was du schon wieder für einen Blödsinn treibst! Oder glaubst du mir ist nicht aufgefallen das du in den letzten zwei Wochen irgendeinen Schwachsinn ausheckst?!“ fährt sein Vater ihn barsch an.

In dem Moment kommt Vegeta wieder aus dem Nebenraum und schleift den Bewusstlosen Klon Zwilling hinter sich her. „Da hast du deine Puppe zurück du Laborheini!“ wirft Vegeta den Klon vor Feith´s Füße und holt erst mal tief Luft. Der Kampf hat ihn ganz schön mitgenommen, muß Bulma feststellen.

„Wird auch Zeit das hier mal jemand aufräumt.“ schmunzelt Feith´s Vater nun. „Was ist das für ein Alter Knacker?!“ fährt Vegeta herum und schaut den Alten aus schmalen Augen an. „Bleib ruhig Vegeta, das ist nur Feith´s Vater.“ erklärt Bulma ihm schnell. „Noch so ein Vailant-Schmalzi?!“ rümpft Vegeta die Nase und schaut ihn abwertend an. „Es tut mir außerordentlich Leid was mein Sohn ihnen allen für Probleme gemacht hat.“ ergreift nun Feith´s Vater das Wort. Bulma schaut ihn verblüfft an. Aber nicht so verblüfft wie Vegeta den Alten ansieht. „Was soll das jetzt heißen?!“ fährt Vegeta auf.

„Mir ist bewusst welchen Ärger mein Sohn ihnen gemacht hat und möchte sie um Verzeihung bitten. Mein Sohn ist hin und wieder ein schöner Hitzkopf.“ beginnt Mr. Vailant zu erzählen. „Hitzkopf?! Der hat einen schönen Knall würde ich mal sagen!“ erwidert Vegeta der immerzu an seinem Nachthemd herumzieht. Die Tatsache das er darunter nichts mehr anhat, beruhigt ihn nicht besonders.

„Aber es ist nicht allein seine Schuld das er so gehandelt hat. Er handelt oft Überstürzt und manchmal frage ich mich wie er den Doktortitel überhaupt bekommen hat...“ seufzt Feith´s Vater jetzt auf. Feith senkt verlegen und beschämt seinen Blick. „Sie müssen wissen, als er sie damals vor drei Jahren im Fernsehen gesehen hat, war er hin und weg von dieser Kraft und Energie. Er wollte sie unbedingt erforschen und sie nutzen.“ beginnt der Alte zu erzählen. „Ja, das hat er mir schon deutlich erklärt!“ fällt Bulma ihm ins Wort. „Ich finde es einfach furchtbar diese ganzen Versuche an den Tieren und Menschen.“ fügt sie dem zu. „Ja, ich weiß. Und ich habe diese Art der Forschung nie gut geheißen. Aber auch dafür hat er einen Grund.“ wirft Mrs. Vailant ein. Vegeta verschränkt die Arme vor der Brust und ist nun ebenfalls bereit dem Alten weiter zu zu hören.

„Damals, als sie mit ihrem Kumpel in dieser Stadt gelandet waren habe ich mich gerade dort auf einer Sitzung der Universität aufgehalten. Als sie dann begannen die Stadt zu zerstören traf ihre Zerstörungswut auch eines der Gebäude der Medizinischen Universität. Unglücklicherweise wurde ich darin verwickelt und von den Trümmern begraben.“ erzählt der Alte und senkt seinen Blick. „Es war ein Wunder das ich diesen Unfall überhaupt überlebt hatte, aber seit dem sitze ich im Rollstuhl. Vielleicht war auch das Ausschlaggebend für die Aktion meines Sohnes.“ redet er weiter. „Er hat mir immer gesagt, er würde einen Weg finden mich wieder zu heilen.“ seufzt er nun. Vegeta schaut ihn ernst an. „Vielleicht wollte er durch die starken Gene dieser Rasse ein Mittel erfinden das meine Zellen verjüngt und somit der Muskelaufbau meiner Beine und meines Bewegungsapparates wieder geheilt werden kann.“ schaut Mr. Vailant nun auf seinen Sohn. Feith nickt nur stumm und gibt es zu. „Ja, so in der Art. Es wäre eine der vielen Möglichkeiten die uns diese Gene bieten würden.“ „Aber ich habe es ihm schon damals als er mit dem Projekt begann gesagt das es nicht Richtig ist.“ schaut er nun von Feith auf Bulma.

„Es ist nicht Richtig in diesen Natürlichen Ablauf der Dinge einzugreifen und sie derart zu beeinflussen.“ gibt er seine Meinung der gesamten Gen-Forschung gegenüber ab. „Ich frage mich was ich dir beigebracht habe?!“ schimpft er jetzt wieder seinen Sohn an. „Jedenfalls kann niemand etwas dafür was mir vor drei Jahren zugestoßen ist und ich bin ihnen deswegen keines Falls Feindlich gesinnt. Sie hatten bestimmt ihre Gründe dafür.“ wendet Mr. Vailant sich nun an Vegeta. „Ich wünschte mehr Menschen würden das so sehen wie sie.“ murmelt Bulma und senkt ihren Blick. „In diesem Sinne kann ich nur hoffen das sie meine Entschuldigung annehmen. Jedenfalls können sie wieder in aller Ruhe nach Hause gehen. Mein Sohn und seine Männer werden sie nicht weiter belästigen.“ schaut der Alte aus seinen dichten Augenbrauen in den stählernen Blick Vegeta´s. „Nein! Das lasse ich nicht zu!“ fährt Feith nun herum und stellt sich hinter Bulma um sie fest zu halten. Sein rechter Arm hält sie über ihren Brustkorb und ihren rechten Arm fest. In der linken Hand hält er eine aufgezogen Spritze, die er zuvor aus reiner Vorsicht gerichtete hatte, an ihren Hals gesetzt.

„Feith?! Was soll das?!“ kommt es von Bulma erschrocken. „Vorsicht! Beweg dich nicht!“ ermahnt Feith sie sich nicht zu bewegen. „Junge was machst du denn?!“ fährt sein Vater ihn erschrocken an. „Sei still! Ich lasse mir mein Lebenswerk nicht ruinieren. Nicht jetzt wo ich so nah am Ziel bin!“ faucht er ihn an und sein Blick fällt auf Vegeta. „Wage es nicht dich zu rühren! Sonst injiziere ich ihr das Betäubungsmittel. Die Dosis ist doppelt so stark wie die Letzte die du bekommen hast. Du weißt was das bedeutet!“ droht er Vegeta der jetzt inne hält. Das Betäubungsmittel das er vorher bekommen hat hatte ihn für einige Zeit total lahm gelegt und er fühlt sich auch jetzt noch davon mitgenommen. Würde Feith das Zeug Bulma einspritzen wäre das ihr sicherer Tod. „Doppelte Dosis?“ denkt Vegeta laut. „Ja, nicht mal du würdest dich von dem Mittel wieder erholen. Das hab ich per Computer errechnet.“ beginnt Feith nun zu grinsen.

„Sei doch vernünftig! Du hast keine Chance! Lass sie gehen...“ versucht Feith´s Vater ihn zu überreden. Bulma horcht auf. „Diese Dosis würde ihn vielleicht töten?“ fährt es ihr durch den Kopf. „Computer?!“ überschlagen sich ihre Gedanken und sie linst zu dem Computer im hinteren Bereich der noch immer selbstständig vor sich hin rattert. „Ich muß was tun...“ nimmt sie sich vor und ihr Blick wird ernst. „Was ist nun? Ergibst du dich mir? Dann lasse ich Bulma laufen.“ macht Feith, Vegeta den Vorschlag zu kapitulieren. „Du feiger Hund! Nimmst eine Frau als Geisel!“ kommt es zähneknirschend von Vegeta. „Los, entscheide dich! Bist du bereit zu kooperieren?“ stellt Feith ihm erneut die Frage und zittert mit der Hand mit der er die Spritze hält. „Glaub mir ich würde diese Spritze hier äußerst ungern einsetzen. Wäre doch schade drum, oder?“ grinst Feith dreckig und seine rechte Hand wandert von Bulma´s linken Arm zu ihrem Kinn und an dem gleitet sie über ihren Hals auf ihr Dekollete. Bulma zuckt unter der Berührung zusammen und ihr zuvor ernster Blick wandelt sich in einen verzweifelten Ausdruck.

„Du Bastart!“ fährt Vegeta auf und ehe Feith sich versieht steht Vegeta schon vor ihm. Plötzlich geht alles ganz schnell und Feith weiß gar nicht wie ihm geschieht als Vegeta plötzlich seinen Arm, in dem er die Spritze hält, packt und nach rechts drückt. Mit der linken Hand befreit er Bulma aus Feith´s Fängen und schubst sie sanft von ihm weg. „Los! Hau ab jetzt!“ ruft er ihr zu und lässt Feith aus den Augen. Feith reagiert überaus schnell und nimmt mit der nun freien rechten Hand die Spritze aus seiner Linken und rammt sie Vegeta linksseitig zwischen Halsansatz und Schlüsselbein. Mit einem schmerzvollen Aufschrei und einem „Du blöder Sack!!“ an Feith schleudert Vegeta ihn von sich weg, sodass Feith auf den Tisch mit dem Mikroskop kracht. Bulma hatte schnell reagiert und machte sich bereits am Computer zu schaffen. „Vegeta!“ ruft sie ihm nun panisch zu während sie auf den Gang flüchtet. „Zerstör ihn!“ fordert sie ihn auf. Vegeta lässt sich das nicht zweimal sagen und reißt mit einem Energieball ein riesiges Loch in die Wand wo zuvor der Computer stand.

„Sehr gut.“ keucht Bulma zurück in den Raum und geht auf Vegeta zu der leicht zu taumeln beginnt. In dem Moment taucht ein Fluggleiter vor dem Loch in der Wand auf und wirbelt Staub auf. Vegeta hält die Hand schützend vor die Augen und erkennt die Gestalt die den Flieger steuert. „Was zum Henker machst du denn hier?!“ schaut Vegeta ihn verwundert an.

„Bulma hat mich angerufen, mir gesagt das man dich entführt hat und hat mich dann um Hilfe gebeten.“ erklärt Yamchu ihm kurz. „Na wie reizend!“ zeigt sich Vegeta nicht gerade begeistert davon. Es war ihm alles andere als Recht das jemand wusste das es jemandem gelungen war ihn, den Prinzen der Saiyajins, zu überwältigen und zu entführen. „Wie hast du uns so schnell gefunden?“ ruft Bulma ihm nun erfreut zu. „Na hör mal! Wenn jemand mit einem Energieball ein so ein Riesen Loch in die Wand pustet ist das nicht gerade unauffällig.“ grinst er sie an. „Ist ja auch egal. Hier kannst du aber nicht landen.“ bemerkt Bulma. „Los! Wir treffen uns auf dem Dach!“ fordert sie Yamchu auf dort auf sie zu warten. „Ok Chefin!“ lächelt Yamchu und startet nach Oben weg. „Also los, wir müssen aufs Dach.“ geht Bulma auf Vegeta zu weil sie denkt das er Hilfe brauchen könnte, denn wer weiß wann dieses Betäubungsmittel zu wirken beginnt.

„Lass das! Ich brauche deine Hilfe nicht!“ faucht Vegeta sie an, schiebt ihre Hilfsbereitschaft von sich, zerbröselt die leere Spritze in seiner Hand, wirft sie zu Boden und taumelt zur Tür hinaus. Bulma schaut ihn erschrocken an und folgt ihm sogleich. „Na wenn er meint?!“ beißt sie verärgert über seinen Stolz und geht dicht hinter ihm nach. Als sie an Feith´s Vater vorbei kommt hält sie inne, bleibt stehn und flüstert ihm ein „Danke“ zu. „Schon gut Mädchen. Ich wünsche euch viel Glück.“ erwidert der Alte und fährt selbst auf den Gang hinaus um ihnen nach zu schauen.

Vegeta war schon vorgegangen und lehnt sich jetzt keuchend an die Wand. „Geht es wirklich?“ steht Bulma auch schon neben ihm. „Ja doch!“ kommt es von Vegeta unfreundlich und geht eisern weiter. Er hält sich wacker aufrecht aber noch bevor sie die Treppe, die aufs Dach führt, erreichen geht er in die Knie. Bulma ist schnell zur Stelle und will ihm aufhelfen aber Vegeta bleibt stur: „Nein, lass das! Es geht schon!“ „Red keinen Stuss! Los, stütz dich auf mich!“ fordert sie ihn auf und nimmt seinen linken Arm über ihre Schultern. „Nein...“ kommt es schwach von Vegeta. „Ruhe! Ist doch nichts dabei! Also, manchmal führst du dich auf wie ein kleines Kind!“ erwidert sie seinem Protest und Vegeta gibt sich darauf hin geschlagen. Obwohl er in dem Moment lieber hier irgendwo liegen bleiben würde als sich von einer Frau, und dazu auch noch von Bulma, helfen zu lassen.

„Komm, nur noch ein Stück! Dann haben wir es geschafft!“ redet Bulma ihm zu und öffnet die Tür zum Dach. „Freu dich nicht zu früh!“ stellt sich ihr Feith plötzlich in den Weg. „Ah! Wie bist du so schnell hier her...“ fährt Bulma erschrocken auf. „Da gibt’s auch noch ne Feuerleiter!“ keucht Feith dem das Leiterklettern ganz schön angestrengt hat.

„Tut mir leid! Aber ich kann ihn nicht gehen lassen! Du als Wissenschaftlerin müsstest das doch verstehen!“ versucht er Bulma zu überreden und sein Blick bleibt auf dem im Halbkoma dahinschwelgenden Vegeta hängen. „Nein! Nie im Leben überlasse ich ihn dir!“ keift Bulma ihn an. „Ach Bulma, Bulma. Ich frage mich was du an diesem Primitivling findest? Er fällt dir doch nur zur Last.“ beginnt Feith von neuem. Bulma schaut ihn ernst an. „Niemand wird ihn vermissen! Warum setzt gerade du dich so für ihn ein?! Merkst du nicht das er dich nur ausnutzt?!“ wird Feith laut. „Schon möglich das er mich nur ausnutzt?“ kommt es leise von ihr. „Aber so eine Behandlung hat er nicht verdient! Er ist nicht irgendein Versuchsobjekt in deinem Labor! Er ist ein Lebewesen, wenn auch kein Mensch, aber... einem Menschen... ist er doch sehr ähnlich!!“ fügt sie dem schreiend hinzu. „Ach ja?! Was soll an dem Menschlich sein?! Er hat sogar seinen eigenen Komplizen damals getötet! Wo ist er darin einem Menschen ähnlich?!“ kontert Feith geschickt.

Vegeta zuckt leicht zusammen. Obwohl er in einen Halbschlaf verfallen ist kann er das Gespräch mit verfolgen. Er wollte schon dazwischengehen und sich aufregen, bis er gemerkt hat wie sehr Bulma ihn verteidigt. „In meinen Augen ist er ein Monster das vor nichts zurück schreckt. Du solltest mir dankbar sein wenn ich diese Gefahr banne!!“ fährt Feith auf. „Nein! Er hat sich verändert! Er ist nicht mehr der, der er damals gewesen ist!“ verteidigt Bulma, Vegeta. „Pah! Das glaubst auch nur du?! Einmal ein Mörder immer ein Mörder!“ „Das kannst du nicht verstehen!“ kommt es jetzt kurz von Bulma und sie schaut Feith mit einem ernsten und tiefen Blick in die Augen. „Nein, und das wirst du auch nie!“ hängt sie dem an. Feith schaut sie verblüfft über ihre Sicherheit an. „Solange nicht, bis du nicht gelernt hast das Leben Anderer zu Schätzen!“ gibt Bulma noch von sich bevor sie ihren Weg fortsetzt. „Und jetzt lässt du mich gefälligst gehen!“ schaut sie ihn verärgert an als er sich wieder in ihren Weg stellen will.

Feith verliert allmählich den Nerv für das Ganze und lässt die Schultern sinken. „Na schön! Dann geh! Aber denk dran das ich dich jederzeit auffliegen lassen kann, das du einen dieser Saiyajins die damals die Erde angegriffen haben beherbergst!“ versucht er ihr zu drohen. „Na gut! Dann lasse ich dich wegen deiner Tierversuche und den Genversuchen an Menschlichen Embryos auffliegen!“ kontert Bulma und geht an Feith, mit dem halb bewusstlosen Vegeta, vorbei. „Welche Tierversuche?“ stellt sich Feith dumm. „Die in deinem Keller!“ zickt Bulma ihn an und setzt ihren Weg zum Flieger, von dem ihr Yamchu schon entgegen kommt, fort. „Und noch was! Ich bin so was von Enttäuscht von dir! Du hast mich glauben lassen das du kein übler Kerl bist. Aber du hast ja nicht mal Respekt vor anderen Menschen!“ wendet sich Bulma noch mal zu ihm um und fordert Yamchu auf Vegeta, der schon wie Weggetreten wirkt, in den Flieger zu helfen. Yamchu fackelt nicht lange, wirft Vegeta über seine Schulter und bringt ihn zum Flieger. Bulma folgt ihm eiligst. „Der Mensch sollte nicht so Sorglos mit dem Leben Anderer umgehen und Gott spielen!“ hängt sie dem an und besteigt nun selbst den Flieger.

In dem Moment tauchen Feith´s Bruder und die zerprügelten Klon-Twins auf. „Sollen wir sie aufhalten?!“ fragt Clark, Feith panisch. Feith schaut Bulma nach und meint dann, zur Überraschung seiner Handlanger: „Nein. Lasst sie gehen.“ Der Flieger hebt vom Dach des Hochhauses ab und verschwindet Richtung Süden, zur Capsule Corporation. „Mh... vielleicht hat sie recht?“ fragt er sich ernsthaft. „Ich gebe es auf! Vielleicht sollte man wirklich mit dem Leben keine Experimente machen und damit spielen?“ überlegt Feith und schaut Gedankenversunken dem Flieger nach der in der dunklen Nacht verschwindet.

„Hast du es also endlich begriffen?“ spricht ihn nun die Stimme seines Vaters, der mit Hilfe des Gorillas aufs Dach gekommen war, aus dem Hintergrund an. „Mh...danke! Jetzt habe ich wenigstens einen Beweiß das du mich niemals Lieben könntest.“ flüstert er in den nächtlichen Märzwind. „Wir passen wohl tatsächlich nicht zusammen? Nein, egal was ich tun würde. Dein Herz könnte ich nie erobern..., du hast es bereits an jemand anderen verschenkt.“ hängt er dem an und wendet sich wieder der Tür zu. „Und was machen wir jetzt, Chef?“ spricht ihn Clark an. „Mh... als erstes vergessen wir was in den letzten 32 Stunden passiert ist und bauen die Verwüstung die ihr angerichtete habt wieder auf.“ antwortet Feith gelassen. „Hä?! Aber das waren doch gar nicht wir! Das war dieser Saiyajin da!“ verteidigt Clark sich und seine Männer. „Mh...? Was für ein Saiyajin?“ schaut Feith, Clark an und lächelt. Feith´s Vater schmunzelt über diese Szene und seufzt Beruhigt auf.

 

„Halt noch ein wenig durch! Wir sind gleich zu Hause!“ redet Bulma auf Vegeta ein der hinten bei ihr, mit dem Kopf auf ihrem Schoß, auf der Rückbank liegt und etwas zusammenkrampft. „Warum..?“ flüstert er nun schwach in einem seiner hellen Momente. „Warum bist du gekommen?“ kommt es keuchend von ihm. „Was für eine Frage!“ erwidert Bulma. „Freunde, lässt man nicht im Stich!“ antwortet sie ihm nun mit fester Stimme und lächelt. „Freunde?“ wiederholt Vegeta kaum hörbar und verliert das Bewusstsein. Bulma schaut ihn besorgt an und fordert Yamchu auf mehr Gas zu geben. Die Betäubung die ihm Feith injiziert hat war Stärker als die Letzte. Ein Wunder das er sich so lange wach halten konnte.

Doch jetzt war es wieder still und dunkle. Aber diesmal war es etwas anders als die anderen male die er der Betäubung unterlegen war. Diesesmal verspürt er so eine seltsame, wohlige, Wärme um sich.

 

 

19. Kapitel: Angst um Vegeta

 

„Und wie geht’s ihm?“ öffnet Yamchu, der in einem Gästezimmer übernachtet hat, leise die Tür zu Vegeta´s Zimmer. Bulma die an Vegeta´s Bett sitzt antwortet ihm Gedankenverloren: „Ich weiß nicht. Er... rührt sich nicht.“ „Sitzt du etwa schon seit Gestern Nacht hier?“ fragt Yamchu sie nun und tritt an das Fußende des Bettes. Bulma nickt nur und nimmt erneut das feuchte Tuch von Vegeta´s Stirn. „Er... liegt einfach so da. Ohne jede Bewegung.“ murmelt sie jetzt leise. Yamchu schaut Bulma besorgt an. „Ich habe ihn oft angesprochen und versucht ihn zu wecken, aber... es ist fast so als ob er nichts registriert was um ihm vorgeht.“ redet sie wie vom Tonband.

„Mach dir keine Sorgen. Du weißt wie hart er im nehmen ist. Vegeta kann schon was vertragen.“ versucht Yamchu sie aufzumuntern. „Ja, das schon aber...“ beginnt Bulma zu stammeln. „Sie haben ihn förmlich mit dieser Betäubung zugedröhnt. Vielleicht war die letzte Dosis zu viel?“ überlegt sie laut. „Was meinst du damit?“ hackt Yamchu ein. „Feith hat gesagt das diese Dosis doppelt so stark war wie die, die er davor bekommen hat. Das heißt also sie war 14 mal stärker als die normale Dosis, die man bei Menschen verwendet.“ beginnt Bulma zu erklären und hängt das Tuch in die Schüssel mit Wasser die auf dem Tisch neben dem Bett steht. „Und Feith hat auch gesagt das nicht mal er sich von dieser Dosis wieder erholen würde...“ hängt sie dem an.

Yamchu´s Blick wandert zu Vegeta der tatsächlich völlig bewegungslos daliegt. „Yamchu! Ich habe Angst das er..., das er womöglich nie wieder aufwacht!“ fährt Bulma verzweifelt herum, springt vom Stuhl hoch und geht zur Balkontür. Yamchu schaut sie besorgt an und folgt ihr. „Mach dir keinen Kopf! Dieser Feith hat sich bestimmt geirrt. Du weißt ja wie unverwüstlich diese Saiyajins sind.“ versucht er sie zu beruhigen und legt eine Hand auf ihre Schulter. „Mhm… ja vielleicht?“ kommt es leise von ihr und ihre Hand wandert auf ihre Stirn. „Vielleicht legst du dich besser mal hin? Du hast seit Gestern nicht mehr geschlafen.“ versucht er Bulma, die ziemlich mitgenommen aussieht, nun zu überreden sich schlafen zu legen. „Nein! Ich kann mich doch jetzt nicht einfach schlafen legen. Ich darf ihn nicht allein lassen!“ fährt Bulma herum. „Sei doch vernünftig! Du bist vollkommen fertig! Das war alles einfach zu viel für dich. Leg dich hin!“ packt Yamchu sie an den Schultern und sucht ihren Blick der wieder auf Vegeta liegt. „Sieh es ein! Du kannst ihm nicht helfen! Es wird noch lange dauern bis er aufwacht! Vielleicht dauert es sogar ein paar Tage?!“ sagt er es ihr ins Gesicht. „Ja, kann gut sein...“ überlegt sie abwesend. „Aber... ich kann ihn nicht einfach allein lassen.“ wiederholt sie noch mal.

„Hör zu, du gehst schön in dein Zimmer und schläfst ein bisschen.“ beginnt Yamchu ihr einen Vorschlag zu machen. „Aber..!“ will Bulma ihm wieder ins Wort fallen. „Halt! Kein Aber!“ hält er sie auf noch mal zu wiederholen das sie Vegeta jetzt nicht alleine lassen kann. „Ich werde hier bleiben, Ok?“ macht er ihr den Vorschlag. „Das würdest du tun?“ fragt sie ihn ungläubig denn sie weiß das er nicht besonders gut auf Vegeta zu sprechen ist. „Klar! Und wenn er aufwacht sage ich dir selbstverständlich sofort bescheit!“ lächelt er Bulma jetzt an. „Wirklich?“ fragt Bulma immer noch etwas unsicher nach. „Sicher doch! Auf mich kannst du dich voll und ganz verlassen!“ kommt es selbstbewusst von ihm. „Also, dann... Danke...“ gibt sich Bulma geschlagen und lässt sich von Yamchu zur Tür führen. „Du scheinst ihn wirklich sehr zu lieben, oder?“ fragt Yamchu sie plötzlich. Bulma zuckt durch diese überraschende Frage zusammen und schaut ihn erschrocken an. „Was ist? Hab ich was Falsches gesagt?“ schaut er sie unsicher an. „Nein.... schon gut. Alles in Ordnung.“ lenkt sie ab. „Ich geh dann mal und leg mich etwas hin. Jetzt spür ich die Müdigkeit ganz schön...“ gähnt Bulma nun auf und verlässt eiligst das Zimmer.

„Was war das denn eben?“ kommt Yamchu die ganze Sache spanisch vor und wendet sich Vegeta zu. „Hat er ihr etwa was angetan? Hat er sie verletzt?!“ steigt plötzlich eine seltsame Wut in ihm hoch, weil er Vegeta einfach alles zutrauen würde.

 

Bulma schließt langsam die Tür hinter sich und starrt auf den Boden. „Ist es so offensichtlich?“ fragt sie sich jetzt, geht zum Bett und schlägt die Decke zurück. Die letzte Frage die Yamchu ihr gestellt hatte, hallte noch in ihren Gedanken nach als sie sich ins Bett legt und sich in ihre Decke kuschelt. Sie hatte gedacht das sie darüber hinweg ist. Das sie die Gefühle die sie damals für Vegeta empfunden hatte, verdrängt, verloren hätte. Sie hatte sich erst vor kurzem vorgenommen ihn in Ruhe zu lassen. Sie hatte sich vorgenommen das es ihr einfach egal sein würde was er tut oder wo er hingeht. Feith hatte ihr in dieser Zeit auch geholfen nicht an ihn zu denken obwohl er immer irgendwo in ihrem Gedächtnis herumgespukt hat.

Die drei Monate die er im All war hatte sie ihn verflucht! Er hat sie einfach mit einem „Wir leben in verschiedenen Welten.“ abgespeist und sie hier zurück gelassen. Sie hatte am Anfang allen Grund auf ihn wütend zu sein, obwohl sie seine Entscheidung dann mit der Zeit akzeptierte. Woher sollte er auch wissen wie es ist verzweifelt verliebt zu sein. Sie war, obwohl sie Feith kennen gelernt hatte und eigentlich wenigstens etwas Verliebtheit hätte spüren müssen, meistens depressiv und niedergeschlagen. Als er aber dann plötzlich eines Morgens im Bad vor ihr stand war es als würde die Sonne aufgehen und den Regen aus ihrer Seele schieben. Seine dunklen Augen die sie aufzusaugen drohten. Seine Ausstrahlung, sein ganzes Dasein. Seine bloße Anwesenheit beruhigte sie schon. Doch seine Distanzierte Haltung ihr gegenüber verriet ihr das er das, was damals zwischen ihnen gewesen war, vergessen hatte. Für ihn war es doch nur ein Ausrutscher gewesen, ein One-Night-Stand. Und dennoch bereute sie es nicht, obwohl sie wusste das es sich nicht wiederholen würde. Es war beinahe einfach wieder wie früher, als er hier wohnte und sie noch normal zueinander standen. Ohne Gefühle füreinander gelebt hatten.

Aber dann, vor zwei Tagen, als sie Vegeta überall gesucht hatte. Ihn nirgends gefunden hat und dann herausgefunden hat das er entführt worden war, gab es ihr einen Stich. Sie hat befürchtet ihn nie wieder zu sehen. Sie wusste nicht was Feith mit ihm vorhatte, oder wie lange er schon in seiner Gewalt war. Ob er überhaupt noch am Leben war, obwohl sie diesen Gedanken immer schnell von sich schob. Bulma fühlt sich mit den Nerven am Ende. All das was in letzter Zeit passiert ist, die Sache mit Feith, Vegeta´s Entführung, all das was sie im Keller von „Vailant-Medicines“ gesehen hatte. Es war einfach alles zu viel für sie. Jetzt wo sie Vegeta endlich wieder zurück gebracht hat, will er nicht aufwachen.

„Was wenn er so bleibt?“ flüstert sie leise und verzweifelt. „Es ist alles nur meine Schuld.“ hängt sie dem niedergeschlagen an und bemerkt welch eine Riesen Angst sie um Vegeta hat. Ihr Herz klopft laut und vor Sorge um ihn. Auf einmal wird ihr kalt und sie schlingt ihre Arme um sich: „Ach, wenn er mich doch wenigstens verstehen könnte...“ schluchzt sie leise auf und schließt die Augen in der Hoffnung vielleicht einschlafen zu können. Tränen sammeln sich in ihren geschlossenen Augen und das letzte was sie vor sich hinmurmelt ist: „Bitte... bitte Vegeta, wach wieder auf. Tu es... für mich.“ Somit fällt sie in einen ruhigen und friedlichen Schlaf.

 

Am späteren Abend, als Bulma wieder aufgestanden war tauschte sie mit Yamchu wieder den Platz. So ging es zwei ganze Tage lang. Bulma, Yamchu und Bulma´s Mutter hielten abwechselnd neben Vegeta wache. Seit dem sie ihn zurück zur Capsule Corporation gebracht hatten war er nicht aufgewacht. Er hatte sich noch nicht mal bewegt. Seine Atmung war so flach das Bulma ihm zur Sicherheit eine Sauerstoffflasche ans Bett stellte und ihm eine Atemmaske aufsetzte. Er sah so friedlich aus. So ruhig und entspannt. Schon beinahe wie ein kleines Kind wenn es schläft. „Du willst wohl nicht mehr zurück mh..?“ flüstert Bulma die wieder neben ihm am Bett sitzt und ihn anstarrt. Ihr Blick fällt auf seine Handgelenke, die durch den Gurte mit denen sie ihn ans Bett gefesselt hatten, aufgerieben waren. Er musste wohl in seinem Koma zwischendurch aufgewacht sein und daran gezerrt haben. Bulma greift nach der Wundsalbe die auf dem Tisch steht und behandelt damit seine aufgescheuerten Handgelenke.

„Und wie sieht´s aus?“ betritt Bulma´s Mutter das Zimmer. „Immer noch unverändert.“ kommt es knapp von Bulma. „Ich frage mich was er träumt? Vielleicht ist es dort wo er jetzt ist ja so schön das er nicht mehr zurück will?“ lächelt Bulma wehmütig ihrer Mutter zu. „Er hat bestimmt viel durchgemacht. Ein Wunder das er nach so einer Dosis überhaupt noch am Leben ist.“ macht Mrs. Briefs ihre Tochter darauf aufmerksam das sie froh sein kann das er noch Lebt. „Ich weiß nicht ob man diesen Schlaf... Leben nennen kann?“ bezweifelt Bulma niedergeschlagen. „Ach Bulma-Schätzchen! Kopf hoch! Er packt das schon.“ kommt es von Mrs. Briefs um sie aufzuheitern. „Hier ich hab dir eine Decke mitgebracht.“ hält sie ihrer Tochter jetzt die zusammengelegte Decke hin. Bulma schaut sie etwas überrascht an. „Wie ich dich kenne bleibst du die ganze Nacht hier sitzen.“ zwinkert Mrs. Briefs, Bulma lächelnd zu. „Mh...ja, danke Mama.“ lächelt Bulma und nimmt ihr die Decke ab. „Ich bring dir später noch eine Kanne Tee vorbei.“ verabschiedet sich Bulma´s Mutter nun wieder und tritt aus der Tür.

Bulma´s Blick wandert wieder zu Vegeta der ruhig und kurz atmet. Draußen ist es bereist dunkel, fällt ihr jetzt auf und sie steht von ihrem Couchsessel, den sie sich weil er bequemer ist als der andere hier her gestellt hat, auf um die Vorhänge zu schließen. Etwas später kuschelt sie sich in den Couchsessel und greift sich ihr Buch das sie sich mitgebracht hat. So eine Nacht kann ganz schön lang werden wenn man nichts zu tun hat. Das Licht im Zimmer lässt sie an, es soll sie genau wie das Buch wach halten. Sie wirft noch einen besorgten Blick auf Vegeta. Es ist alles Still nur das pfeifende Geräusch seiner Atmung durch die Atemmaske versichert ihr das er noch Lebt. „Warum wachst du nicht auf? Gefällt es dir bei uns nicht?“ murmelt sie und mit einem seufzen widmet sie sich wieder ihrem Buch.

 

Es ist alles dunkel und still. Nur seine eigenen Schritte und das Echo von diesen ist zu hören. Der Gang durch den er seit Stunden, so kommt es ihm vor, geht scheint unendlich lang zu sein. Der Gang ist vollkommen gerade und zu beiden Seiten strecken sich spitze Felsen in die Höhe. Er könnte es sich einfach machen und einfach über die Felsen hinweg fliegen um diese Dunkelheit hinter sich zu lassen, aber er fühlt sich nicht stark genug dazu. Er kommt sich schwer und müde vor. So wandert er langsam durch diesen Gang und jeder Schritt scheint ihm schwerer zu fallen. Er hat bereist aufgehört sich zu fragen wo er ist. Denn seit einiger Zeit gehören so dunkle, verlassene Orte bereits zu seiner zweiten Heimat. Eigentlich kein Wunder, in so einer düsteren, einsamen Welt war er aufgewachsen. Und in so eine Welt würde er zurückkehren. Es ist still und er hört nur seine eigenen Schritte die über den gepflasterten Boden tappen. Plötzlich wird er auf ein zweites Paar Füße aufmerksam die ihm nicht weit entfernt sind.

Es ist ihm bis gerade eben nicht aufgefallen, aber der Gang durch den er geht ist breiter und etwas heller geworden. Die Schritte die er hört sind leiser und kürzer als seine. Also muß der dem sie gehören leichter sein als er und kürzere Beine haben. Da bemerkt er nun die kleine Gestalt die neben ihm geht und ihn plötzlich Anspricht: „Endlich kommt hier mal jemand vorbei!“ Vegeta horcht erstaunt auf, denn er glaubt diese Stimme schon mal gehört zu haben. „Es kann einem hier ganz schön langweilig werden, das sag ich dir!“ kommt es von der Stimme die zu grinsen scheint. Vegeta mustert die kleine Gestalt angestrengt um vielleicht wenigstens sein Gesicht zu sehen, aber es ist viel zu dunkle dazu. Da wird er auf einen blaugrünen, runden Stein aufmerksam, der um den Hals der kleinen Person baumelt, und kurz aufblitzt.

Er hatte diesen Stein schon mal wo gesehen, aber seine Gedanken werden wieder von der Stimme, neben ihm, unterbrochen. „Sag mal, wie kommst du eigentlich hier her?“ fragt die, ihm bekannte Stimme neugierig. Vegeta überlegt erst ob er überhaupt antworten soll, denn er hat keine Lust auf irgendein Gespräch mit jemandem, dessen Gesicht er nicht sehen kann. Aber auf ein erneutes und energischeres „He du! Ich rede mit dir! Wie kommst du hier her?!“ antwortet er der Stimme kurz: „Weiß nicht!“

„Wieso weißt du das nicht?! Du musst doch wissen wie du hier hergekommen bist?!“ fragt die Stimme erneut. „Nein! Weiß ich nicht! Und nun hör auf mich zu Nerven!!“ fährt Vegeta herum. „Weißt du wie du hier hergekommen bist?!“ fragt Vegeta die kleine Gestalt barsch. „Ja natürlich!“ lächelt die Stimme nun. Vegeta horcht interessiert auf, denn wenn er weiß wie er hier her gekommen ist, weiß er bestimmt auch wie man hier wieder weg kommt. „Ich war schon immer hier!“ hängt die Kindliche Stimme dem an. Da wird Vegeta auf ein schwaches, flackerndes Licht weiter vorne im Gang aufmerksam. „Wurde auch Zeit das dieser Scheiß Gang ein Ende nimmt!“ denkt er laut und geht, gefolgt von der Gestalt, weiter. „Weißt du? Früher waren noch mehr außer mir hier. Aber eines Tages sind sie alle weg gewesen. Sie haben mich einfach hier zurückgelassen.“ beginnt die Stimme unaufgefordert zu erzählen. Vegeta versucht das Gerede zu ignorieren aber diese Stimme und der etwas traurige Tonfall lassen ihn zuhören. „Zuerst hab ich gedacht, sie werden schon zurückkommen und ich hab jeden Tag auf sie gewartet. Aber es kam keiner von ihnen zurück.“ klingt die kindliche Stimme niedergeschlagen. „Tragisch.“ kommt es von Vegeta mitleidslos. „Ich war echt Sauer auf sie alle und ich hab mir dann gesagt, vertrau niemandem!“ kommt es jetzt leicht verärgert von dem Fremden.

„Vertrau niemandem! Das bringt nichts! Jemandem zu vertrauen tut nur weh! Man wird nur enttäuscht!“ hängt er dem verbittert an. „Und vor allem, darf man keine Schwäche zeigen!“ kommt es noch von ihm. Vegeta kommt das alles so bekannt vor und er senkt seinen Blick. „Aber ich weiß, jetzt bin ich schwach in dem ich dir das alles erzähle...“ wird die Stimme wieder traurig und eilt Vegeta voraus auf das Ende des Ganges zu. „Aber eines sag ich dir! Wenn ich groß bin, werde ich der Stärkste Krieger des Universums sein!“ lacht der Junge begeistert auf und dreht sich zu Vegeta um. Vegeta stockt der Atem, denn er kennt diesen Jungen.

Ja, der Junge mit dem blaugrünen Anhänger um den Hals. Dem roten Umhang und dem saiyanischen Wappen auf der Brust. Er hätte es schon viel früher merken müssen. Vegeta steht vor seinem Kindlichen Ich. Der blaugrüne Anhänger, aus Soki-Gestein, den er da trägt ist aus der Zeit wo der Planet Vegeta noch existiert hatte. Er musste ihn bei öffentlichen Veranstaltungen stets tragen, erinnert er sich nun wieder. Es war sein Zeichen, als Prinz. Als sein Heimatplanet zerstört wurde war Vegeta erst ein paar Tage bei Freezer und als herauskam das es die Rasse der Saiyajins nicht mehr gibt musste er seine Stammeszugehörigkeit ablegen. Somit das saiyanische Wappen und den Anhänger.

„Ja! Ich werde der Stärkste sein! Und nicht so ein Schwächling wie du!“ wird das Gesicht des Jungen ernst und schaut Vegeta mit funkelnden Augen an. „Was?! Ich hör wohl nicht richtig?!“ fährt Vegeta herum der fast nicht fassen kann das dieser Rotzlöffel der ihn als Schwächling beschimpft er selbst gewesen sein soll. „Schau nicht so blöd! Ist doch die Wahrheit! Es ist wirklich peinlich harmlosen Menschen zu unterliegen.“ grinst sein Kindliches Ich ihn dreckig an und mit aufschallendem Lachen läuft er in den Raum, in den der Gang mündet, und verschwindet in der Dunkelheit. „Hey! Warte!!“ ruft Vegeta ihm hinterher und eilt ihm nach.

Der Gang führt in einen sehr großer Raum mit vielen Säulen, die bis hoch nach oben führen. Vegeta tritt zögernd aus dem Schatten des Ganges und schaut um sich. An den Wänden hängen beidseitig brennende Fackeln. „Da kommt also das Licht her.“ bemerkt er und erkennt nun das es sich um einen geschlossenen Raum handelt. „Wo ist er jetzt hin?!“ fährt er wieder herum, weil er ja eigentlich seinem eigenen Ich hinterher wollte. „Mh... weit kann er ja nicht sein...“ überlegt er und wird auf die drei großen Fenster am anderen Ende des Raumes aufmerksam.

Das Licht fällt durch das bunte Mosaik der Fenster und bemalt den Boden auf dem ebenfalls Ornamente eingepflastert sind. Unter dem mittleren Fenster erstreckt sich eine lange Treppe auf die er nun zugeht. Ein seltsames, vertrautes Gefühl beschleicht ihn und lässt ihn unsicher werden. War es ein Traum oder Wirklichkeit? Eigentlich konnte es sich nur um einen Traum handeln, denn wie sollte es sonst möglich sein, sein eigenes Ich zu treffen. Vegeta hofft nur das der Traum nicht wieder damit endet das er, so wie in dem Traum damals im All, die halbe Erde zerstört und Bulma´s Freunde tötet. Vor der Treppe bleibt er stehen und schaut zu allen Seiten. Es ist niemand da. Er ist vollkommen allein.

Da vernimmt sein Gehör das Lächeln das von oben, vom Ende der Treppe kommt. Das Licht fällt nun auf den Thron der oben, am Ende der Treppe auf einem Potest steht. Das Lächeln gehört wieder seinem Kindlichen Ich welches auf dem Thron sitzt und spöttisch auf ihn herabsieht. „Na? Auch schon da?“ grinst er ihn an. Vegeta schaut ihn wütend an und knirscht mit den Zähnen: „Was erlaubt der sich eigentlich?!“ „Bleib ruhig.“ versucht der Junge ihn wieder zu besänftigen. „Du bist eben nicht der schnellste! Und der hellste wohl auch nicht, sonst hättest du dich gegen diese Menschenwürmer bestimmt wehren können?“ verspottet sein Ich ihn schon wieder. Vegeta reißt sich wirklich zusammen um ihm nicht eine aufs Maul zu geben. „Es muß wirklich äußerst deprimierend sein wenn man einer so schwachen Spezies wie dem Menschen unterlegen ist.“ redet der Junge weiter. „Halt den Mund!“ wird Vegeta laut. „Ja, ja, und wie beschämend ist das wohl wenn einem bewusst wird das man auf die Hilfe einer schwachen Menschenfrau angewiesen ist. Es ist schon peinlich genug das du auf sie und ihre Familie angewiesen bist.“ hängt der kleine Prinz dem an und sonnt sich in seiner Überlegenheit. „Halt endlich den Rand!!“ schreit Vegeta ihn jetzt an und hält sich die Ohren zu um sein Spotten nicht mehr zu hören.

„Ich weiß! Ich habe sie unterschätzt! Obwohl ich stärker bin als sie war ich ihnen unterlegen!!“ gesteht er nun sich selbst seine Schwäche zu und schaut niedergeschlagen zu Boden. „Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Warum könnt ihr mich nicht einfach alle in Ruhe lassen?!“ hängt er dem durcheinander an und geht in die Knie.

Der kleine Prinz tritt ein paar Stufen hinab und spricht ihn an: „Du willst deine Ruhe?“ Vegeta erhebt seinen Kopf und linst ihn an. „Na, dann bleib doch hier!“ bietet der Junge ihm an. Vegeta horcht auf und flüstert: „Hier?“ „Ja genau! Wenn du hier bleibst nehmen all deine Sorgen und Probleme ein Ende.“ hängt der Junge dem an. „Hier hast du deine Ruhe. Hier bist du ungestört. Du brauchst dich vor niemandem verantworten, niemandem Rechenschaft schulden. Hier musst du niemandem etwas beweißen. Du kannst einfach du selbst sein.“ erklärt der junge Prinz. „Ich selbst... sein?“ wiederholt Vegeta die Worte des Knaben wie in Trance. „Ja, hier wird dir an nichts fehlen! Du fühlst dich doch wohl hier oder?“ fragt der Junge ihn nun. „Wohl...? Ja...“ antwortet Vegeta ihm zögernd als ihm diese seltsame Wärme und das Gefühl von Geborgenheit auffällt. Diese seltsame Geborgenheit, kam ihm irgendwoher bekannt vor doch er wusste jetzt nicht woher. „Hier kannst du glücklich sein. Hier wird dir niemand zu nahe kommen. Hier wird dich niemand verletzen.“ redet sein Kindliches Ich beschwörend weiter.

In dem Moment vernimmt Vegeta´s Gehör noch eine weitere Stimme. Die Stimme ist leise und es hört sich beinahe an als ob sie seinen Namen rufen würde. „Los! Nimm meine Hand und komm mit mir! Dann kannst du für immer hier bleiben!“ fordert der Junge ihn auf. Vegeta wendet sich ihm wieder zu und überlegt.

Es wäre wirklich ein verlockendes Angebot. Endlich machen was man will, niemanden mehr um sich haben der einem auf die Nerven geht. Einfach seinen Frieden finden. All die bösen Erlebnisse die er hatte vergessen. Alles vergessen, alles was war.

Vegeta streckt seine Hand der des Junge entgegen. Doch plötzlich wird er wieder auf diese Stimme aufmerksam und hält inne. Ja, und dieses mal hört er die Stimme deutlicher und sie scheint ihn tatsächlich zu rufen: „Vegeta!“

Vegeta horcht aufmerksam auf. „Vegeta! Hörst du mich?!“ ruft die Stimme erneut und plötzlich beginnt der Boden unter seinen Füßen zu beben und zu zerspringen. „Los! Beeil dich! Sonst ist es zu spät!“ ruft der Junge ihm verzweifelt zu das er endlich seine Hand ergreifen soll. Vegeta, dem diese Stimme irgendwoher bekannt vorkommt, weicht ein paar Schritte von seinem Kindlichen Ich zurück. „Was ist?! Mach schon!“ drängt der kleine Prinz und schaut ihn panisch an. Vegeta schaut ihn ebenfalls an und ist sich nun nicht mehr sicher ob er hier bleiben will. „Was ist?“ stellt der Junge ihm noch mal, aber diesmal verunsichert, die Frage.

Vegeta schüttelt leicht den Kopf und tritt wieder einen Schritt zurück. Er wendet den Blick erneut in die Richtung aus der er die Stimme hört die ihn ruft und da fällt ihm auch wieder dieses seltsame Gefühl der Geborgenheit auf. Diese Geborgenheit hatte er schon mal gespürt, allerdings kommt es ihm vor als ob das schon lange her wäre. In dem Moment gibt der Boden unter ihm nach und zerfällt in die einzelnen Pflastersteine aus denen er gemacht ist. „Du Narr!“ flüstert sein Kindliches Ich, das schon damit gerechnet hat. „Aber, den Fluch wirst du auch so nicht los.“ hängt er dem an und schaut ihm nach.

Vegeta schreckt zusammen und fällt in die Tiefe. „Scheiße!“ ruft er aus als er bemerkt das er keine Kraft findet zu fliegen. Da vernimmt er wieder diese Stimme: „Vegeta! Ganz ruhig!“ Eine helle Gestalt taucht vor ihm auf und streckt ihm die Hand hin. Es sieht fast so aus als ob diese helle, zarte Gestalt Flügel hätte. Er greift nach der zarten Hand und blickt in ein Paar blauer, schöner, Augen.

 

„Vegeta! Komm zu dir!“ schüttelt Bulma ihn. „Vegeta! Du musst atmen!“ schreit sie ihn verzweifelt an. Sie hatte die ganze Nacht an seinem Bett gesessen und auf ihn aufgepasst. Am frühen Morgen war sie neben ihm, im Couchsessel, eingeschlafen und wurde erst wieder wach als ihre Ohren das Alarmsignal der Sauerstoffflasche wahrnahmen.

„Du blöder Mistkerl! Tu mir das nicht an!“ kommt es verzweifelter von ihr und sie hämmert auf ihn ein. „Verdammt! Ich muß Hilfe holen!“ fährt sie herum und will los eilen. Plötzlich schnellt seine rechte Hand nach oben und fasst nach ihrer. Bulma zuckt zusammen und greift ihm entgegen um seine Hand aufzufangen. Sie schaut in diese weit aufgerissenen, panischen Augen. Vegeta ringt nach Luft und reißt sich die Atemmaske vom Gesicht. Bulma wirft sich nach vorn und versucht ihn davon abzuhalten. „Nein, Vegeta!“ schreit sie ihn an und drückt mit ihrem rechten Ellenbogen seinen linken Arm nieder. Mit beiden Händen drückt sie ihm nun die Atemmaske wieder auf.

„Vegeta! Ganz ruhig, hörst du?“ spricht sie ihn an. „Ganz ruhig atmen! Du musst ganz ruhig atmen!“ fordert sie ihn auf und stabilisiert ihn. „Es ist alles in Ordnung! Jetzt ist alles wieder gut!“ hängt sie dem schnell an. Er scheint sie zu hören denn sein aufgeregtes nach Luft schnappen und seine Panikattacke haben sich nun gelegt und er versucht ruhig Luft zu holen. Bulma schaut ihn mit zitternden Augen an. Vegeta starrt geschockt an die Decke und konzentriert sich aufs Atmen. Auch Bulma beruhigt sich wieder und ihre Hand streichelt ihm über die Stirn und vergräbt sich in seinem zerzausten Haar. „Mein Gott! Endlich!“ schluchzt sie auf und lässt ihren Kopf auf seine Brust sinken. Sein Herz schlägt aufgeregt, aber gleichmäßig bemerkt sie und Atmet erleichtert aus.

 

 

20. Kapitel: Zurück ins Jetzt

 

„Was ist denn passiert?!“ wird die Tür von Yamchu aufgerissen der in Boxershorts hereinstürmt. Bulma schaut ihn erleichtert an. „Er ist wach!“ lächelt sie ihn erschöpft an. Vegeta starrt noch immer starr an die Decke. „Was hat er denn?“ fragt Yamchu, Bulma als er darauf aufmerksam wird. „Keine Ahnung? Scheint wohl der Schock zu sein?“ wendet sie sich wieder besorgt Vegeta zu. „Vegeta? Kannst du mich hören?“ versucht sie seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. „Schau mich an! Hörst du mich?!“ kommt es energischer von ihr. Vegeta hört verzerrte Stimmen aber er weiß das es die von Bulma und Yamchu sind. Seine Augenlider kommen ihm vor wie Blei und so schließt er sie noch einmal kurz.

„Nein! Du darfst nicht wieder einschlafen!“ fährt Bulma ihn an und rüttelt ihn. In dem Moment trifft sein Blick den Ihren und er schaut wieder in dieses blaue, funkelnde, Augenpaar. Bulma hält den Atem an als sie in diese schwach zitternden Augen sieht. „Alles klar?“ fragt sie ihn nun. Vegeta gibt ihr keine Antwort aber als ob er jetzt bemerken würde das alles in Ordnung ist und er in Sicherheit ist entspannt er sich wieder und Atmet ruhig auf. Bulma seufzt erleichtert und lächelt Vegeta an. „Guten Morgen! Na? Endlich ausgeschlafen?“ versucht sie zu lächeln doch in ihren Augen sammeln sich heimliche Tränen, so froh ist sie über sein erwachen. „Yamchu! Sag bitte meiner Mutter bescheit!“ fordert Bulma ihn auf und er verschwindet sogleich aus der Tür. „Du hast sehr lange geschlafen.“ erklärt sie Vegeta der versucht sich auf zu richten. „Nein, nicht! Du bist noch sehr schwach. Bleib liegen.“ drückt sie ihn zurück ins Bett. Sie hat keine große Mühe damit denn er ist sehr kraftlos und schlapp.

Vegeta wehrt sich nicht dagegen, er fühlt sich zu müde dazu und schaut sie aus halb geschlossenen, stumpfen, Augen an. „Zwei ganze Tage warst du nicht wach zu kriegen.“ beginnt sie ihm zu erklären. „Ich hol dir erst mal eine Suppe, dann geht’s dir gleich besser.“ hängt sie dem an und ein leichtes Lächeln spielt um ihre Lippen. Bulma´s Unterlippe beginnt zu zittern und sie versucht ein schluchzen zu unterdrücken. „Tut mir leid!“ kommt es kurz von ihr, steht von ihrem Couchsessel auf und geht zur Tür. Verdächtig wischt sie sich mit dem Handrücken übers Gesicht. „Ich bin gleich wieder da.“ mit diesen Worten tritt sie aus der Tür und schließt sie hinter sich. Von drinnen kann Vegeta ein, für ihn dumpf klingendes, Gespräch mitverfolgen das sich draußen am Gang abspielt.

 

„Ich hab deiner Mutter bescheit gesagt!“ spricht Yamchu, Bulma an. „Hey! Warum weinst du denn?“ fragt er sie überrascht. „Ach, nur so...“ flüstert sie schluckend. „Ich bin nur so froh...“ hängt sie dem an. „Ja, er hat echt Schwein gehabt.“ kommt es von Yamchu. „Siehst du, du hast dir ganz um sonst Sorgen gemacht! Ich hab dir doch gesagt das er das packt, oder?“ meint er nun lächelnd. „Mhm..“ bejaht Bulma ihm das und ihre Schritte entfernen sich von seiner Zimmertür.

 

Vegeta hat zwar so halb mitgehört und weiß nun das sich Bulma wieder Sorgen um ihn gemacht hat, aber er fühlt sich im Moment viel zu schwach dazu um darüber nachzudenken. Er entspannt sich wieder und lässt seinen trägen Blick auf die helle Decke über ihm schweifen.

Eine Weile später kommt Bulma wieder mit einem Teller Suppe zurück um sie ihm zu geben. Sie hatte keine großen Schwierigkeiten damit sie ihm einzuflößen, denn wehren konnte er sich nicht dagegen. Er war zu schwach, er konnte kaum den Arm heben. Er hasste seinen jetzigen Zustand. Nach der Suppe schüttelte sie noch mal seine Kissen auf und setzt sich wieder in ihren Couchsessel. „Na? Jetzt geht’s schon wieder ein bisschen besser, oder?“ lächelt sie ihn an. „Du wirst dich eine schöne Weile schlapp und müde fühlen. Die Dosis der letzten Betäubung war zu hoch.“ erklärt sie ihm. „Dein Kreislauf muß sich erst wieder einpendeln. Du wirst wohl eine Weile das Bett hüten müssen.“ lächelt sie jetzt wieder sanft. „Ich bin so froh das du wieder wach bist.“ flüstert sie nun und senkt den Blick. Vegeta, dem schon fast die Augen wieder zu fallen, schaut sie nicht direkt an, eher an ihr vorbei. „Ihr Saiyajins seid wohl doch unverwüstlich was?“ schaut sie ihn wieder an und ihr fällt nun seine Müdigkeit auf mit der er kämpft. „Du hast viel durch gemacht. Ich glaube es ist besser wenn du wieder ein bisschen schläfst.“ schlägt sie ihm vor und steht von ihrem Sessel auf. „Ich komm später noch mal vorbei und seh nach dem Rechten.“ wendet sich Bulma der Tür zu.

„Schlaf gut, aber wach mir bloß wieder auf, ja?“ dreht sie sich wieder zu ihm um. Vegeta ist nur ein schwaches lächeln zu entlocken und ein noch schwächeres nicken. Bulma tritt aus der Tür und lässt diese einen Spalt offen. Vegeta schließt wieder die Augen doch einen Moment später öffnet er sie wieder. Gerade so als ob er sich selbst wach halten wollte. Er will nicht wieder von seinem Kindlichen Ich träumen und von ihm zur Schnecke gemacht werden. Er will sich nicht wieder selbst dabei zusehen wie er die Freunde von Bulma mit eigenen Händen tötet. Er versucht sich aufzusetzen, schafft es aber nicht. Nach noch zwei versuchen gibt er es auf und lässt sich wieder ins Kissen fallen, wo er dann etwas später wieder der Müdigkeit unterliegt die ihm praktisch injiziert wurde.

Lediglich zum Mittag und Abendessen haben sie ihn noch mal geweckt. Sonst haben sie Vegeta seinen Schlaf gelassen, den sich nach den Strapazen sein Körper automatisch einfordert. Das Bulma am späteren Abend noch mal gekommen war, um nach ihm zu sehen und sich eine Weile an sein Bett gesetzt hatte, um seinen Schlaf zu bewachen, hatte er nicht bemerkt. Er schlief ruhig und friedlich, in einem Gedankenlosen Schlaf.

 

So ging es vier Tage lang. Yamchu hatte sich bereits nach dem zweiten Tag wieder auf den Weg in die Berge gemacht um weiter zu Trainieren. Er erkannte das seine Hilfe jetzt nicht mehr dringend gebraucht wurde und verabschiedete sich mit einem „Ich schau mal wieder vorbei.“ bei Bulma.

Vegeta hat in den letzten Tagen wieder viel geschlafen, er war wirklich etwas schwach und wacklig auf den Beinen. Sobald er aufstehen wollte war ihm schwindlig und so blieb ihm gar nichts anderes übrig als im Bett zu bleiben und den Kranken zu spielen. So mies hat er sich schon lange nicht mehr gefühlt, aber der Schlaf und die Ruhe taten ihm gut. Mit jedem Tag wurde er munterer und kräftiger. Er wusste, ein paar Tage noch und er würde wieder aufstehen können und sein Training aufnehmen. Aber irgendwie kam ihm auf einmal alles so Sinnlos vor.

 

 

21. Kapitel: Vegeta gibt auf

 

„He! Was ist denn los? Du hast ja gar nicht aufgegessen!“ bemerkt Bulma als sie in Vegeta´s Zimmer kommt und ihr Blick auf den Tisch mit dem Mittagessen fällt. „Kein Appetit? Du wirst ja wohl nicht ernsthaft krank sein oder?“ hängt sie dem an und geht auf die andere Seite des Bettes damit sie Vegeta, der ihr abgewandt liegt, ins Gesicht sehen kann.

Er rührt keine Mine, sein Blick bleibt kalt und leer am Fußboden hängen. „Mh...“ stemmt Bulma ihre Arme in die Hüften und schaut ihn besorgt an. „So, jetzt lassen wir mal die Sonne rein! Draußen ist so schönes Wetter und du liegst hier drin rum!“ dreht sie sich zur Balkontür und zieht, genau so wie am Fenster, den Vorhang auf. Vegeta blendet das Licht der Sonne die durch die Scheibe hereinfällt und dreht sich auf die andere Seite weg. „Ach ja! Das wollte ich dir zeigen!“ fällt ihr nun die Zeitung auf die sie in ihrer Hand hält und extra mit rauf genommen hat. „Hier!“ hält sie ihm die Titelseite der Zeitung vors Gesicht. „Vailant Medicines im Umzugsstress!“ war da zu lesen und Vegeta hebt eine Augenbraue an. „Feith zieht auf eine Insel und somit haben wir nichts mehr von ihm zu befürchten.“ erklärt Bulma ihm schnell. „Er will dort die Firma neu aufbauen und von vorn anfangen.“ hängt sie dem an und blättert in der Zeitung herum. „Die Explosion die du in seinem Labor ausgelöst hast hat er als Technischen defekt angegeben.“ erzählt sie weiter.

„Ich frage mich warum er das vertuscht? geht sie im Zimmer auf und ab. „Er verhält sich nicht so als ob ihm jemand die Tour vermiest hätte...“ überlegt sie. „Als ihn die Reporter gefragt haben warum er einen kompletten Neuanfang starten will hat er nur gesagt das ihm jemand die Augen über den Lauf der Dinge geöffnet hat und er vieles anders und besser machen will als vorher.“ plaudert sie drauf los. „Na, hoffen wir das er es schafft und sich tatsächlich bessert.“ lächelt sie nun, schlägt die Zeitung zu und wendet sich Vegeta zu der wieder einfach nur auf der Seite liegt und vor sich hinstarrt.

„Was ist mit dir los?“ fragt sie ihn nun besorgt. „Seit Tage verkriechst du dich hier drin obwohl du schon längst wieder fit bist!“ stellt sie fest. „Ach lass mich in Ruhe!“ grummelt Vegeta in seine Decke und dreht sich wieder von ihr weg. „Worüber zerbrichst du dir den Kopf?“ fragt sie ihn erneut. „Ich sagte doch! Lass mich in Ruhe!“ fährt er sie gereizt an. „Schrei nicht so! Ich meins doch nur gut! Du wirkst in letzter Zeit so niedergeschlagen. Ich frage mich was mit dir los ist?! Obwohl man dich sonst nicht mal mit nem Panzer und ner halben Armee aus dem Raumschiff kriegt lässt du jetzt dein Training freiwillig ausfallen! Da stimmt doch was nicht! Das Raumschiff setzt schon Spinnweben an!“ braust sie auf.

Bulma bemerkt das ihm die Sache mit Feith und seiner Entführung mehr zu schaffen macht als er zugibt. „Warum quälst du dich immer allein rum? Du frisst alles in dich hinein, das ist nicht gut! Du musst es raus lassen! Du kannst mir doch sagen was dir Sorgen macht. Ich hör dir gern zu.“ bietet sie sich ihm an. „Nein! Außerdem geht’s dich nichts an!“ bleibt Vegeta stur und seufzt. „Geh jetzt, ich bin müde!“ fordert er sie auf und dreht sich erneut von ihr weg. „Wie du meinst...“ kommt es leise von Bulma und mit gesenktem Blick verlässt sie das Zimmer.

„Pah! Es hätte keinen Sinn es dir zu erklären! Du würdest es nicht verstehen!“ murmelt Vegeta vor sich hin und schließt die Augen. „Ich hasse sie! Ich hasse diese Menschen!“ denkt er im Geheimen. „Wie können sie es nur wagen, mich einfach zu betäuben und zu entführen?!“ fragt er sich immer wieder. „Klar! Sie mussten ja zu medizinischen Mitteln greifen! Sonst hätte ich sie einfach weggeblasen!“ schlägt er wieder die Augen auf und starrt wieder vor sich hin. Mit trüben und stumpfen Augen starrt er aus dem Fenster. „Nein, ich sollte mir nichts vormachen...“ flüstert er während ihm wieder so langsam die Augen zufallen. „Wie soll ich in einem Jahr die Cyborgs besiegen wenn ich mich nicht mal gegen diese jämmerlichen Menschen behaupten kann?“ schließt er nun die Augen und seufzt erneut. „Es ist vorbei..., und wenn die anderen oder noch schlimmer..., wenn Kakarott davon erfährt ist es... entgültig vorbei...“ mit diesen Worten schläft er wieder ein und lässt diese Sorgen für ein paar Stunden hinter sich.

 

Bulma war zuerst etwas angefressen weil Vegeta sie so einfach aus dem Zimmer geworfen hat aber jetzt wo sie eine Weile darüber nachgedacht hat, hat sie sich wieder beruhigt. „Es muß ziemlich an seinem Selbstbewusstsein nagen das er so einfach von Feith´s Läuten entführt worden ist.“ überlegt sie und tippt an ihrer Tastatur herum. „Es muß schrecklich für ihn sein sich das einzugestehen...“ bemerkt sie jetzt. „Er ist doch so stolz, da ist es gleich noch schwieriger für ihn.“ beendet sie ihre Eingaben, steht vom Stuhl auf und geht an das Fenster ihres Labors. Es ist mittlerweile schon Abend geworden und sie entschließt sich wieder zurück in den Wohnbereich zu gehen. Für Heute hat sie genug gearbeitet und außerdem will sie sich Heute mit ihrer Mutter den Liebesfilm der zum ersten mal im Abendprogramm ausgestrahlt wird ansehen.

 

Etwas später, nach dem Film, ist Bulma auf dem Weg vom Bad in ihr Zimmer. „Du meine Güte! Bin ich müde.“ gähnt sie durch den Gang. Die letzten Tage waren ziemlich anstrengend für sie. Schon mal weil es Vegeta zuerst nicht besonders ging und weil sie einfach keinen ruhigen Schlaf finden konnte. Immerzu musste sie an das Geschehen denken. Es ist so vieles in den letzten Wochen passiert das ihr keine Ruhe lässt. So vieles was nicht nötig gewesen wäre. Der ganze Stress mit Feith und nun ist Vegeta auch noch tödlich depressiv.

Und gerade als sie an Vegeta´s Zimmertür vorbei kommt hört sie ihn irgendwas rufen. Erst fühlt sie sich angesprochen und fragt etwas lauter nach: „Was ist denn?“ Sie erhält keine Antwort. „Mh? Erst ruft er mich und dann sagt er nichts mehr!“ murmelt sie, geht zurück zu seiner Tür und klopft an. Wieder erhält sie keine Antwort von drinnen. „Also, wirklich! Verarschen kann er jemand anders!“ zetert sie halblaut und öffnet die Tür mit einem: „Vegeta, ich komm jetzt rein!“ Im Zimmer ist es beinahe dunkel, nur der Mond wirft sein Licht durch die offenstehenden Vorhänge.

Bulma hatte sie nach dem Essen geöffnet und bis jetzt hatte sie niemand zugezogen. Und dabei schließt Vegeta ja, wie sie weiß, Nachts die Vorhänge immer zu. „Vielleicht hat er es einfach vergessen?“ überlegt sie und entschließt sich für ihn die Vorhänge zu schließen. Leise schleicht sie am Fußende des Bettes vorbei auf das Fenster und die Balkontür zu. Vegeta liegt ruhig schlafend in seinem Bett. „Hab ich mir sein Rufen nur eingebildet?“ denkt sie sich und zieht den Vorhang an der Balkontür zu. Als sie sich dem Fenster zuwendet wird sie wieder auf Vegeta aufmerksam der plötzlich zusammenzuckt und sich an der Bettdecke festkrallt. Er beißt die Zähne zusammen und dreht sich, etwas vor sich hinmurmelnd, auf die andere Seite. Sein verzwickter Gesichtsausdruck lässt darauf schließen das er sich in dem Traum in dem er sich befindet nicht gerade wohl fühlt. Bulma lässt den Vorhang am Fenster offen und geht auf das Bett, worauf das sanfte Mondlicht jetzt fällt, zu. „Was grübelst du bloß?“ flüstert sie und geht um das Bett herum auf die andere Seite damit sie ihm ins Gesicht sehen kann. „Egal was, es verfolgt dich bis in die Träume...“ hängt sie dem an und setzt sich auf die Bettkante.

Vegeta liegt wieder ruhig und friedlich da, so als ob nicht gewesen wäre. Das Mondlicht wirft sanfte Schatten auf sein Gesicht. Es ist so still das sie seinen ruhigen Atem hören kann. „Komisch, wenn er schläft sieht er aus als ob er keiner Fliege was zu leide tun könnte...“ fällt ihr auf und in ihr erwacht der Wunsch ihm über den Kopf zu streicheln. Sanft berührt sie mit ihren Fingerrücken seine Schläfe. Er scheint es wahrgenommen zu haben denn er wendet ihr den Kopf ein Stückchen entgegen. Nur kurz, für eine Sekunde, dann lässt er ihn wieder in seine vorige Position sinken. „Was mach ich hier eigentlich?“ fragt sich Bulma jetzt und senkt ihren Blick auf den Boden. „Warum suche ich immer wieder seine Nähe?“ überlegt sie. „Ich sollte, aufhören zu Träumen! Er wird nie etwas für mich empfinden...“ linst sie wieder zu ihm zur Seite. In dem Moment schreckt Vegeta wieder im Schlaf hoch und wirft sich auf den Rücken. „Nein!... Halts.. Maul..!!“ entkommt es ihm etwas undeutlich. Erst jetzt fallen Bulma die Schweißperlen auf seiner Stirn auf die im Mondlicht geheimnisvoll funkeln. Seine Hände verkrampfen sich erneut um die Bettdecke und er wirft sich auf die andere Seite.

 

Vegeta, befindet sich in einem dunklen, großen Raum. Er sitzt an die Wand gelehnt und versucht sich die Ohren zuzuhalten. „Seht ihr? Das ist er!“ hört er jemanden in unmittelbarer nähe sagen. „Was der da?“ fragt ein Zweiter. „Ja, er nennt sich Prinz der Saiyajins, aber er kann es nicht mal mit harmlosen Menschen aufnehmen! Haha!“ lacht die erste Stimme höhnend auf. „Was? Echt jetzt?“ fragt ein Anderer nach ob er richtig gehört hat. „Ja, so eine Memme!“ hallt das Lachen des Ersten erneut auf ihn nieder.

Egal wie fest er seine Hände an die Ohren presst, die Stimmen hören nicht auf zu sprechen. Die Stimmen kommen von überall her. Von allen Seiten und es ist beinahe so als ob sie auch in seinem Kopf wären und ihn quälen. „Nein! Hört auf! Haltet´s Maul!!“ ruft er immer und immer wieder. Aber die Stimmen nehmen keine Rücksicht.

„Also, ich hab ihn etwas stärker und mutiger in Erinnerung!“ fällt einem anderen auf. „Ja, seit dem er auf diesem komischen Planeten ist... wie hieß er noch gleich…?“ überlegt der Erste laut. „Ha! Genau! Erde!“ geht dem jetzt ein Licht auf. „Ja, seit dem er dort ist, ist er total verweichlicht!“ erklärt er weiter. „Da sieht man´s mal wieder! Eine Frau versaut den besten Kämpfer.“ urteilt ein Anderer. „Pah! Wo kein guter Kämpfer ist kann man auch keinen versaun!“ entgegnet ihm der Erste spottend. „Lasst mich in Ruhe!!“ schreit Vegeta aus Leibeskräften aber die Stimmen verschwinden nicht. Sie schlagen immer weiter ihre Klauen in seine angegriffene Seele. „Sein Vater würde sich im Grabe umdrehen wenn er sehen würde was aus ihm geworden ist.“ bedauert einer der Stimmen seinen Vater. „Ja, ich an seiner Stelle würde mich für so einen Sohn zu Tode schämen.“ kommt es von dem Anderen.

„Ja... ihr habt recht...ich bin viel zu schwach...“ murmelt Vegeta vor sich hin und krümmt sich in eine Embryohaltung.

 

Bulma schaut ihn besorgt an und legt ihre Hand auf seinen Arm. „Was mag er nur Träumen?“ fragt sie sich als ihr das glitzern in seinen geschlossenen Augen auffällt. „Weint er etwa? Vielleicht sollte ich ihn wecken?“ überlegt sie und rüttelt sanft an seiner Schulter. Vegeta beißt erneut die Zähne zusammen und schlägt im Schlafe ihre Hand weg als er sich wieder herumdreht. „Nein!... Nein!! Lasst mich in Ruhe!“ ruft er jetzt und nimmt die Hände über den Kopf. Bulma schreckt vom Bett hoch, denn sie will nicht unbedingt einen seiner Schläge abbekommen sollt er noch mehr zu toben beginnen. Sein Atem geht schnell und seine Augen fahren unter den geschlossenen Liedern aufgeregt hin und her. „Er muß einen schlimmen Alptraum haben...“ stellt Bulma fest und nähert sich ihm wieder. „Nein!! Verschwindet! Lasst mich!!“ schreit er jetzt auf und wirft sich erneut herum.

Bulma ist fest entschlossen dem ein Ende zu machen und ergreift eine seiner Hände. „Vegeta! Wach auf!“ spricht sie ihn an. Als er ihre Hand spürt klammert er seine leicht um ihre und wird etwas ruhiger. Bulma bemerkt das er zittert. Sein Atem geht keuchend schwer. Bulma beugt sich über ihn und mit ihrer rechten Hand streicht sie ihm sanft mit den Fingerrücken über die Wange. Vegeta blinzelt kurz und schlägt dann erschrocken die Augen auf. „Ganz ruhig! Es ist alles in Ordnung.“ spricht Bulma ihn ruhig an. „Es ist alles gut. Du hast nur schlecht geträumt.“ beruhigt sie ihn bis sie seinen Blick erfassen kann der zuerst noch wild um sich sucht. Sprachlos über ihre Nähe starrt er sie an. Er schaut in ihr schönes Gesicht auf dem der silberne Mond seinen Zauber hinterlässt.

„Was...was machst du hier?“ fragt er sie leise aber energisch. „Ich hab dich schreien gehört und da hab ich mal nachgesehen.“ erklärt Bulma ihm kurzerhand. Vegeta schaut sie wieder starr an. „Hab ich etwa im Schlaf gesprochen? Was hat sie gehört?“ fragt er sich als erstes. „Du scheinst einen schlimmen Alptraum gehabt zu haben. Möchtest du mir davon erzählen?“ spricht sie ihn jetzt ruhig an und setzt sich wieder aufrecht hin. „Pah! Träum weiter! Was für ein Alptraum? Ich hatte keinen Alptraum!“ fährt er herum, setzt sich im Bett auf und schlägt die Decke weg um auf zu stehen. „Das ist schon Dauerzustand!“ flüstert er in sich hinein als er zur Balkontür geht. „Wo willst du hin?“ fragt Bulma und schaut ihm besorgt nach. „Auf den Balkon, mir ist´s hier zu heiß!“ gibt er ihr leicht genervt zurück und tritt durch die Balkontür, die er gerade geöffnet hat, nach draußen in die kühle März Luft. Er geht ans Geländer und streckt sich. „Spinnst du? Du holst dir den Tot!“ folgt Bulma ihm und macht ihn darauf aufmerksam das er nur eine Short anhat.

„Glaubst wohl ich halt gar nichts mehr aus was?!“ gibt er ihr gereizt und niedergeschlagen zugleich zurück. Bulma tritt ebenfalls auf den Balkon und die kühle Luft schlägt ihr entgegen. „Prr... ganz schön frisch für diese Jahreszeit!“ bemerkt sie schnell denn in diesem Gebiet war es sonst immer Wärmer als sonst wo. „Musst ja nicht hier sein! Geh doch einfach!“ kommt es von Vegeta kalt. „Na hör mal! Ich werde jetzt nicht einfach gehen wenn ich genau sehe das es dir schlecht geht!“ macht sie ihm die Verhältnisse klar und stellt sich neben ihn. „Mir geht’s nicht schlecht! Ich fühle mich bestens!“ kommt es von Vegeta schnell zurück. „Na? Zufrieden? Jetzt kannst du wieder in Ruhe schlafen gehen! Gute Nacht!“ bleibt Vegeta stur und schaut an den dunklen Horizont. „Nein, ich bin erst zufrieden wenn du sagst was dir so zu schaffen macht!“ protestiert Bulma gegen seine Abwimmelnummer. „Nichts was soll schon sein?“ stellt er sich dumm.

„Also, ich mag vielleicht euer Kriegerlatein nicht immer verstehen aber so doof bin ich auch wieder nicht das ich nicht merken würde das du dir über irgendwas den Kopf zerbrichst!“ kontert Bulma und grinst triumphierend. „Und über was bitte?!“ linst Vegeta sie an. „Mh... stimmt! Über was könntest du dir groß Gedanken machen? Du scherst dich um nichts, dir ist alles egal was um dich vorgeht, also was solltest du dir in deiner Hohlbirne wohl schon groß zerbrechen?“ zuckt Bulma mit den Schultern und macht anstallten wieder nach drinnen zu gehen. „Hä?! Hohlbirne?!!“ fährt Vegeta jetzt auf. „Du vergisst wohl wen du vor dir hast?!“ geht Vegeta ihr nach und packt sie am Handgelenk um sie zurück zu halten. Bulma schaut ihn erschrocken an, obwohl sie mit so einer Ähnlichen Reaktion gerechnet hat. „Was erlaubst du dir eigentlich?! Was glaubst du wie du mit mir sprechen kannst?! Ich bin der stärkste Krieger des Universums, niemand beleidigt mich ungestraft! Du vergisst wohl wer ich bin?!“ braust Vegeta auf und kommt ihr ganz nahe. Bulma´s Blick bleibt dem seinen hartnäckig standhaft und fest. „So? Du bist also ein Krieger ja?“ beginnt sie jetzt zweideutig zu sprechen. Vegeta schaut sie fragend an weil er nicht genau deuten kann was ihr Tonfall zu bedeuten hat.

„Dann benimm dich gefälligst auch so!“ fährt Bulma, Vegeta jetzt entgegen und tippt mit ihrem Zeigefinger auf seine nackte Brust. Vegeta schaut sie paff an und zieht einen Mundwinkel hoch. „Ja genau! Du bist ein Krieger also, verhalte dich auch wie ein Krieger und verkriech dich nicht in deinem Bett und warte auf bessere Zeiten!“ fährt Bulma wieder los. „Du zergehst noch in deinem Selbstmitleid! Schau endlich wieder nach vorn, verdammt!!“ lässt Bulma ihn gar nicht zu Wort kommen. „Vergiss endlich diesen Feith-Schmalzi und das was geschehen ist! Jeder wäre ihm unterlegen gewesen. Auch Son-Goku!“ redet sie auf Vegeta ein der sie jetzt ernst ansieht. „Ist es dir etwa egal wenn in einem Jahr diese Cyborgs kommen und alles was uns lieb und teuer ist zerstören?! Die ganze Erde zerstören?! All unsere Freunde töten?!“ schaut Bulma ihn aus zitternden Augen an. „N..nein!“ antwortet er ihr zögernd. „Dann fang endlich wieder an zu trainieren!“ reißt sie jetzt ihre Hand aus seiner Umklammerung und geht durch die Tür nach drinnen. „Denk mal darüber nach anstatt dich zu bemitleiden und dahin zu vegetieren! Vergiss nicht wer du bist!“ kommt sie zum Schluß und öffnet die Tür zum Gang in den sie dann auch verschwindet.

Vegeta´s Blick bleibt an der Tür haften durch die Bulma gerade gegangen war. „Donnerwetter! Die hat´s drauf!“ wundert er sich über sie und noch mehr über sich selbst das er sich so von ihr zusammenstauchen hat lassen. „Verdammt...!“ entkommt es ihm nun und er dreht sich wieder dem Geländer zu. „Sie hat recht!“ wendet er den Blick auf das Raumschiff das unten, an seinem Platz, im Garten steht. „Beinahe hätte ich wirklich vergessen wer ich bin...“ schließt er kurz die Augen. „Ich sollte meinem Namen gerecht werden!“ schlägt er die Augen, in denen dieses gewisse funkeln zurückgekehrt ist, wieder auf und beschließt, mit einem lächeln, morgen das Training wieder aufzunehmen.

Beinahe hätte er sich durch diesen Zwischenfall mit Feith verunsichern lassen. Er hatte an sich selbst zu Zweifeln begonnen, ob er in einem Jahr in diesem Kampf überhaupt Siegen hätte können oder sich einfach nur blamieren würde. Er hätte sich beinahe aufgegeben, womöglich hier auf der Erde oder sonst wo im All ein anderes, normales, Leben angefangen. Da fällt sein Gedanke plötzlich wieder auf Bulma. Vegeta wird sich wieder bewusst das er sich schon einmal eingestanden hat das Bulma etwas Besonderes ist. Gerade vorhin konnte er dieses Besondere an ihr wieder deutlich erkennen. Mit klarem Blick.

 

 

22. Kapitel: Ganz schön reingelegt

 

Am Nachmittag des nächsten Tages macht sich Vegeta tatsächlich auf in den Garten um das was er sich am Abend zuvor vorgenommen hat, auch in die Tat umzusetzen. Er hat sich am Vormittag noch mal richtig ausgeschlafen und ist in bester Laune sich ins Training zu stürzen, doch da erhält er den nächsten Schock.

 

„Wo ist es?!!“ tobt er ins Wohnzimmer, wo Bulma gerade ihre Mittagspause einlegt. Bulma schaut ihn fragend und mit einem stummen „Mh.?“ an. „Du weißt genau was ich meine! Wo ist das Raumschiff?!!“ wird Vegeta deutlich. „Wozu brauchst du das Raumschiff? Du willst doch dein Training schmeißen und in Rente gehen, so viel ich mitbekommen hab.“ blättert sie unbeteiligt in einem Magazin. „Das ist Schnee von Gestern! Also, wo ist es?!“ fängt er wieder an sie zu fragen. „Das hat Papa zu einer Präsentation mitgenommen. Die Raumfahrt interessiert sich für den Bauplan.“ erklärt sie ihm ohne ihn anzusehen.

Vegeta lässt die Schultern sinken und macht einen etwas verzweifelten bis verärgerten Eindruck. „Nein! Das gibt’s nicht!!“ entkommt es ihm verärgert. „Wann kommt er denn damit zurück?!“ erkundigt er sich jetzt unfreundlich. „Erst heute Abend! Bis dahin kannst du dich also noch mal ausruhen.“ antwortet sie ihm. „Ausruhen?! Ich will mich nicht ausruhen! In letzter Zeit bin ich genug faul herumgelegen!!“ braust er auf. „Schön wenn du dich nicht ausruhen willst dann hast du ja auch Zeit und Lust mit zum Einkaufen zu gehen.“ bestimmt sie und grinst über ihre Schulter zu ihm zurück. „Was?! Einkaufen?! Oh nein! Nicht schon wieder!“ wehrt er sich erst. „Kein –Oh nein!- du brauchst sowieso neue Klamotten und ich auch, also zieh dich gefälligst um, so nehme ich dich nicht mit!“ mustert sie sein Trainingsoutfit und setzt einen strengen Blick auf. „Außerdem tut es dir bestimmt gut wenn du mal hier raus kommst und mal was anderes siehst als nur dein Zimmer und das Raumschiff!“ hängt sie dem an und erhebt sich von der Couch um sich ebenfalls fertig zu machen. Vegeta gibt sich wieder mal geschlagen weil er weiß das es jetzt nicht viel nützen würde zu protestieren, außerdem meint er das er einen kleinen Tapetenwechsel schon irgendwie brauchen könnte. „Einkaufen! So ein Mist ein verdammter! Ich muß Trainieren, verflucht noch mal!“ grollt er durch den Gang davon. Bulma schmunzelt: „Na bitte, alles wieder beim Alten.“

 

Eine halbe Stunde später sind Vegeta und Bulma auch schon in die Stadt unterwegs. Stumm gehen sie nebeneinander her. „Bild´ dir bloß nichts darauf ein!“ bricht Vegeta grummelnd das Schweigen. „Ja ja! Das musst du mir nicht jedes mal sagen. Ich will ja nur das du mal raus kommst!“ gibt Bulma zurück. „So langsam solltest du mal wieder anfangen nach vorn zu sehen.“ hängt sie dem an und deutet schon auf die erste Boutique in die sie gehen will. „Warum tu ich mir das eigentlich an?“ murmelt Vegeta leicht angenervt vor sich hin und watschelt brav hinter ihr von Boutique zu Boutique. „Ich glaube sie hat schon wieder mal recht.“ denkt er sich im Geheimen und beobachtet die Menschen an denen sie vorbeikommen.

Er musste wirklich einmal raus. Er braucht tatsächlich ein kleine Abwechslung und vor allem Ablenkung von dem was in letzter Zeit alles geschehen war. Es stieg ihm einfach zu Kopf. Er hatte dazwischen keine Lust mehr nach Vorn zu schauen. Sich voll und ganz auf sein Training zu konzentrieren, überhaupt war das ganze Sinnlos wenn er sich nicht mal gegen Menschen wie Feith Vailant beweißen konnte. Dieser Tiefschlag hielt ihn davon ab den Schwerkraftraum im Raumschiff wieder zu betreten. Aber von jetzt an würde es wieder Bergauf gehen.

 

 Vegeta sitzt abgekämpft auf einer Gartenbank und wartet auf Bulma die eine dieser öffentlichen Toiletten aufsucht. Er lehnt sich entspannt zurück und genießt die Sonnenstrahlen die ihm aufs Gesicht fallen. Es ist so ruhig und obwohl sie sich mitten in der Stadt befinden ist es in dem Park so still und friedlich wie in der freien Natur. Plötzlich wird er auf ein weinendes Kind aufmerksam das immer zu „Mein Luftballon!“ ruft. Die Aura des kleinen Mädchens ist ganz schwach und sie zittert vom vielen weinen. Das Laute weinen der Kleinen zerrt so langsam an Vegeta´s Nerven und er wirft ihr einen ernsten Blick zu der ihr aber nicht auffällt da sie zu sehr damit beschäftigt ist sich nach ihrem Luftballon zu strecken der sich in einem Baum verfangen hat. „Ist die etwa ganz allein hier?“ fragt sich Vegeta nun weil er niemanden in ihrer Nähe sieht der etwa wie ihre Mutter aussehen könnte. „Mein Luftballon!!“ weint die kleine noch immer und streckt sich weiter nach der Schnur des Ballons. Ein Schatten fällt auf das kleine Mädchen und sie hört eine Stimme die sie anspricht.

„Ist das deiner?“ fragt Vegeta sie etwas ernst. Furchtvoll schaut die Kleine ihn an und nickt: „Ja...“ „Hier. Du musst ihn fest halten sonst fliegt er dir wieder davon.“ lächelt Vegeta, streckt sich nach der Schnur des Luftballons und hält sie ihr hin. Das kleine Mädchen wischt ihre Tränen ab und greift zögernd danach. Als sie die Schnur zu fassen bekommt berührt sie somit auch Vegeta´s Hand der erschrocken und mehr verlegen aufzuckt. Das kleine Mädchen schaut ihn mit glänzenden Augen an und beginnt herzlich zu lächeln. „Vielen Dank!“ schaut sie ihn von unten an.

In dem Moment kommt Bulma, den mit weißem Kies gestreuten, Weg entlang. Als sie auf Vegeta und das Kleine Mädchen aufmerksam wird bleibt sie sofort stehen und versteckt sich im Schatten eines großen Baumes. „Sieh einer an? Zu Kindern scheint er ja ganz nett zu sein.“ fällt ihr auf und ihr wird bewusst in welchem Alter er sich befindet. Vielleicht ist es sein Alter welches ihn dazu veranlasst mit dem Kämpfen aufhören zu wollen. „Vielleicht sehnt er sich ja nach einer Familie? Oder Kindern?“ fragt sie sich ernsthaft ob das der Grund für sein seltsames Verhalten ist. Bei Menschenmännern in diesem Alter war das jedenfalls so, wenn sie in dem Alter noch Junggesellen waren. „Wie ist das eigentlich bei Saiyajins? Sehnen die sich überhaupt nach einer Familie?“ fragt sich Bulma erneut und überlegt ob sie die Frauen womöglich nur zur Arterhaltung brauchen.

„Bist du ganz allein hier?“ fragt Vegeta das Kleine Mädchen auf einmal. „Nein, ich warte hier auf meine Mami. Sie muß bald kommen, glaube ich.“ erzählt die Kleine ihm und hält ihren Luftballon nun ganz fest. „Marie! Lass den Mann ihn Ruhe!“ kommt plötzlich eine junge Frau auf sie zu. „Es tut mir leid wenn sie sie belästigt hat.“ verbeugt sich die brünette jetzt höfflich vor Vegeta. „Nein...äh.. hat sie nicht.“ beginnt Vegeta, der nicht gewohnt ist mit Fremden zu sprechen, zu stammeln. „Mami, der nette Mann hat mir meinen Luftballon vom Baum geholt.“ zeigt die kleine Marie nun mit dem Finger auf ihn während sie ihrer Mutter erzählt. „Oh, das ist aber wirklich sehr nett von ihm. Hast du auch schön danke gesagt?“ wendet sie sich ihrer Tochter zu die auf die Frage hin nickt. Vegeta kratzt sich verlegen am Hinterkopf, am liebsten würde er jetzt abhauen so peinlich ist es ihm. Bulma bemerkt seine Hilflosigkeit und schmunzelt: „Na das ist mir ja einer.“ „So, aber jetzt müssen wir wieder weiter. Also, sag schön auf Wiedersehen zu dem Mann.“ fordert die brünette ihre Tochter auf. „Ja Mami.“ lächelt sie ihre Mutter an und wendet sich nun wieder Vegeta zu. „Danke und auf Wiedersehen lieber Onkel!“ lächelt sie breit und winkt ihm noch lange zu. Vegeta zögert erst aber winkt ihr dann fast reflexartig und erwidert ihren Abschiedsgruß. „Die nennt mich Lieber Onkel?!“ zischt er zwischen den Zähnen hindurch und wird noch roter um die Nase.

„So da bin ich wieder!“ springt Bulma nun aus dem Schatten und tut so als ob sie gerade erst jetzt kommen würde. „Das wurde auch Zeit!“ wendet sich Vegeta ihr verärgert zu. „Tut mir leid! Da war eine lange Schlange.“ erklärt sie ihm und ergreift ein paar der vielen Einkaufstüten die sie vorhin auf der Bank abgestellt hatte. „Ich muß schon sagen diese öffentlichen WC sehen aus?! Verheerend!“ gibt sie noch von sich. „Nein, wie interessant!“ rutscht es Vegeta heraus und nimmt die Tüten entgegen die sie ihm hinhält. „Komm! Lass uns gehen. Du lieber Onkel!“ grinst Bulma jetzt. Vegeta zuckt zusammen und fährt herum, er beherrscht sich und fragt sie ruhig unauffällig: „Sag mal... wie lange stehst du eigentlich schon hier?!“ „Lange genug, also komm in die Gänge!“ lässt Bulma sich nichts anmerken und hängt sich an seinem Arm ein. „Komm, du netter Mann, gehen wir erst mal was essen!“ fügt sie dem noch schelmisch hinzu und beginnt zu ziehen. „Nein! Sie hat es gesehen!“ seufzt Vegeta leise, denn Bulma´s anreden ihm gegenüber waren der Beweiß das sie das ganze mit der Kleinen mitbekommen hat.

 

„Gut das wir hier raufgekommen sind!“ freut sich Bulma und wirft eine Münze in das Münzteleskop am Geländer des Aussichtsturms. So ein kleiner Treppensparziergang nach dem Essen tut ganz schön gut. Besonders wenn man die unzähligen Einkaufstüten unten am Empfang, vor der 250 Stufigen Treppe des Aussichtsturms, abgeben kann. „Die Aussicht ist einfach Fantastisch!“ schwärmt sie und wendet ihre Blicke durch das Teleskop in alle Richtungen. Vegeta lehnt sich ans Geländer und schaut in die Weite. Er braucht im Gegensatz zu Bulma aber kein Teleskop um weit entfernte Objekte zu sehen. „Ist das nicht schön?“ kommt es ruhig von Bulma die sich die Sonne ansieht die sich zum Horizont neigt. „Ich bin froh das ich das noch mal sehen darf. Wer weiß finde ich im nächsten Jahr noch mal die Gelegenheit hier rauf zu kommen?“ erzählt sie weiter. „Wieso? Wird der Turm abgerissen?“ fragt Vegeta nun plötzlich.

„Nein, aber wer weiß steht die Welt dann noch?“ kommt es von ihr ernst. Vegeta sagt nichts dazu und wendet seinen Blick wieder von ihr ab. „In etwas mehr als einem Jahr wird der Berg dort hinten vielleicht schon weg sein? Diese Stadt da hinten wird dann vielleicht schon von den Cyborgs zerstört sein?“ redet sie weiter und als der Münzapparat die Münze fallen lässt richtet sie sich wieder auf und schaut ebenfalls in die Weite. „Glaubst du nicht das Kakarott und die anderen die Cyborgs aufhalten werden?“ fragt Vegeta sie auf einmal nachdenklich. „Weiß nicht.“ antwortet sie ihm kurz. „Ich weiß nur das sie bestimmt jede Hilfe brauchen können.“ hängt sie dem an und wendet sich der Treppe zu. Vegeta schaut nachdenklich zu den Bergen die Bulma vorhin erwähnt hat.

Vor seinem Geistigen Auge erscheint auf einmal das Kleine Mädchen aus dem Park. Ihr warmes und freundliches Lächeln ihm gegenüber. Und in dem Moment wird Vegeta eines bewusst. Wenn diese Cyborgs niemand aufhält, dann wird dieses Kleine Mädchen keine Zukunft haben. Oder eben eine Zukunft in Angst und Schrecken, so wie es der mysteriöse Junge damals in der Wüste prophezeit hat. „In 5 Minuten wird der Aussichtsturm geschlossen, verlassen sie bitte die Aussichtsplattform und...“ wird nun durch die Lautsprecher ausgerufen. „Kommst du jetzt? Gehen wir wieder nach Hause!“ wird Vegeta jetzt auf Bulma´s Stimme aufmerksam und folgt ihr zur Treppe. „Ich frage mich wie das noch ausgehen wird...“ macht sich Bulma ihre Gedanken und will einen Schritt auf die erste Stufe nach unten setzten. Plötzlich wird sie von einem, etwa 12 jährigen, Jungen angerempelt und kommt aus dem Gleichgewicht.

Vegeta ist sofort zur Stelle, erwischt sie am Arm und zieht sie zu sich zurück das Bulma ihm fast in die Arme fällt. „Kannst du nicht aufpassen du Lümmel?!“ wirft Vegeta dem Jungen, der etwas weiter unterhalb stehen geblieben war, weil er sein ungeschickt wahrgenommen hatte, wütende Blicke zu. Der Junge zuckt voller Angst zusammen und stammelt ein „Es... es... tut mir leid!“ dahin. „Ist schon gut, ist ja nichts passiert.“ wendet sich Bulma mit einem Lächeln dem Jungen zu der darauf mit einem „Gott sei Dank“ und einem Lächeln um die Ecke verschwindet. Jetzt wendet sich Bulma wieder Vegeta zu in dessen Armen sie noch immer liegt und haucht ihm ein sanftes „Danke“ entgegen. Vegeta bekommt eine gesunde Farbe, lässt sie darauf los und tritt an ihr vorbei ein paar Stufen hinab. Bulma schaut ihm verträumt nach und folgt ihm dann. Auf dem Weg nach unten bricht Vegeta für einen Satz das Schweigen das sie begleitet: „Mach dir keine Sorgen, ich werde diese Cyborgs allesamt platt machen!“ Bulma horcht auf, erwidert ihm beruhigt und mit einem sanften Lächeln: „Gut das zu wissen.“ 

 

Den ganzen Weg nach Hause haben sie kein einziges Wort mehr gewechselt. Bulma hatte sich wieder an Vegeta´s Arm eingehängt. Dieser hat es noch nicht mal bemerkt denn er starrt schon die ganze Zeit nachdenklich vor sich auf den Boden. Als ihm klar wird das sie bereits vor dem heimischen Gartentor stehen atmet er erleichtert auf. „Endlich!“ denkt er sich obwohl es doch ein angenehmer Tag gewesen ist. Was konnte ihm Heute noch schlimmeres passieren als das man ihn als „Netter Mann“ oder „Lieber Onkel“ bezeichnet. In dem Moment kommt Bulma´s Mutter aus dem Garten und kann es nicht lassen ihr Kommentar zu ihrer Erscheinung abzugeben: „Nein, wie niedlich! Ihr zwei seht aus wie ein Liebespaar!“ schwärmt sie auf und verschüttet fast ihre Gieskanne.

Vegeta fährt rot herum und ihm wird erst jetzt klar das Bulma sich immer noch bei ihm eingehängt hat und schüttelt diese verlegen ab. Bulma muß darauf hin kurz über seine Verlegenheit auflachen und geht voran ins Haus. „Hat mich gefreut das du mitgekommen bist.“ spricht Bulma, Vegeta jetzt an. „Ja ja, was hätte ich sonst schon machen sollen?!“ gibt er ernst zurück. „Und als dank dafür kannst du dich jetzt wieder voll und ganz auf dein Training konzentrieren.“ kommt es von Bulma und hält ihm etwas mit einem „Hier!“ hin. Vegeta schaut sie fragend an und öffnet ihr die Hand in die Bulma das kleine rundliche Ding fallen lässt das wie eine Hoi-Poi Kapsel aussieht. „Nein! Sag nicht das du das Raumschiff die ganze Zeit bei dir hattest?!“ schaut Vegeta gebannt auf die Kapsle in seiner Hand. „Ja, tut mir leid. Aber du musst zugeben das dir dieser kleine Stadtbummel gut getan hat. Du siehst jetzt wieder richtig frisch aus.“ blinzelt sie ihm zu und besteigt den Lift nach oben.

Vegeta bleibt verdattert im Vorraum stehen und schaut Bulma, die ihm mit einem unschuldigen Lächeln im Gesicht aus dem Lift zurückwinkt, verzwickt nach. „Ich fass es nicht! Die hat mich doch glatt verarscht!!“ denkt er laut. „Nein! Was ist das nur für ein hinterlistiges Weibsbild?!“ fällt sein Blick wieder auf die Kapsel und sieht sich schon in seinen Gedanken im Raumschiff trainieren.

 

 

23. Kapitel: Es ist nicht deine Schuld!

 

Seit dem Tag an dem Bulma und Vegeta in der Stadt gewesen waren, Vegeta sich entschlossen hatte wieder zu Trainieren und Bulma ihm das Raumschiff wieder überlassen hatte waren nun schon 4 Wochen vergangen. Mittlerweile hat er es schon geschafft seinen ursprünglichen Trainingsablauf, mit täglich 6 Stunden Schlaf, 18 Stunden Training mit ein paar kleineren Pausen dazwischen, wieder herzustellen. Seinen Rückstand war er auch dabei wieder aufzuholen. Er ist voller Energie und kaum aus dem Raumschiff zu kriegen. Sein Tiefgang vor einem Monat ist wie weggeweht und es ist wieder alles beim Alten. Auch Bulma hat sich in den letzten Wochen wieder erholt und das Geschehene hinter sich gelassen. Ihr kommt auch gar nicht in den Sinn wieder mal Aus, und auf Männerfang, zu gehen. Ihr gefällt es so wie es jetzt ist. Die Lage zwischen ihr und Vegeta hat sich deutlich entspannt und beide können wieder normal miteinander umgehen, soweit es möglich ist mit einem Saiyajin normal umzugehen. So wie früher, bevor sie sich so nahe waren wie in dieser Nacht, die erst alles so kompliziert gemacht hatte.

Es ist Mitte April und man merkt bereits jetzt das dieser heurige Sommer wohl einer der heißesten, seit den letzten 7 Jahren, sein wird. Bulma sitzt in ihrem Labor vorm PC und stellt Berechnungen an. „Was dem immer alles einfällt!“ murmelt sie genervt weil ihr neues Projekt nicht so klappen will wie es sollte. Sie erinnert sich noch genau was Vegeta ihr alles letzte Woche gesagt hat, immerhin hat sie das meiste aufnotiert. Feuerfest soll er sein, Druck und harte Schläge von Außen soll er gut ableiten. Er soll bei Kälte nicht unbedingt drin erfrieren und bei großer Hitze soll er nicht durchkochen. Er soll gut sitzen, nicht schlackern und bequem soll er obendrein noch sein sonst ist es in so einem Kampfanzug nicht auszuhalten. „So... Schnitt und Entwürfe hätte ich ja mal...“ überlegt sie angestrengt. „Ich frage mich wo ich so ein Material herkriegen soll?! Das wird bestimmt auch nicht billig.“ wirft sie einen kritischen Blick auf Vegeta´s alten Kampfanzug der hinten auf dem Regal liegt. Da fällt ihr nun noch etwas Neues auf, das sie bis jetzt komplett unter den Tisch fallen hat lassen. „Ach..., der Brustpanzer ist ja auch noch! Den hätt ich fast vergessen.“ seufzt sie nun als sie auf das Teil das neben dem Kampfanzug liegt aufmerksam wird. „Na toll..., von dem hat mir Vegeta keine Angaben gemacht! Typisch!“ steht sie von ihrem Sessel auf und geht auf das Teil zu. „Kommt davon wenn ich so ein Genie bin und Vegeta auch noch von mir erwartet das ich das schaffe!“ murmelt sie vor sich hin als ihr wieder einfällt was er zu ihr gesagt hatte „Du bist doch so ein wissenschaftliches Genie und hyperintelligent hab ich mal gehört! Da ist es doch bestimmt ein Leichtes für dich so einen Kampfanzug herzustellen, oder?!“ hatte er zu ihr zwischen Tür und Angel gesagt und mit seinem alten Kampfanzug in der Hand gewedelt. „Na dann wollen wir mal!“ atmet sie tief ein und nimmt den Panzer vom Regal um ihn genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Im Raumschiff geht Vegeta seinem Training nach. Er hat in den letzten drei Wochen ganz schön aufgeholt, schafft jetzt wieder seine 400G und kann somit sehr zufrieden sein. Er muß hin und wieder an Bulma denken die ihn erst wieder aus seinem Tiefgang wachgerüttelt hat. „Vergiss nicht wer du bist!“ hatte sie zu ihm gesagt. „Seltsam...“ überlegt er weil er sich sicher ist das das schon mal jemand zu ihm gesagt hat. Aber das war schon lange her. Zu lange um sich genau daran zu erinnern. Ihr, vom silbernen Mond beleuchtete, Gesicht als er von diesem Alptraum aufgewacht war kann er heute noch vor seinem Geistigen Auge sehen. Dann fällt ihm ein das sie die ganze letzte Zeit hinter ihm gestanden hat, zu ihm gehalten hat obwohl er sie nicht darum gebeten hat. Ihr hat er es zu verdanken das er diesem Feith entkommen ist. Und er hat sich bis Heute noch nicht dafür bedankt, obwohl es nicht sein Stil ist, sich bei irgendjemandem zu bedanken. Vielleicht würde sich eines Tages die Gelegenheit ergeben sich für das was sie für ihn getan hat, und was sie noch für ihn tut, zu revanchieren. Sie hat schon oft bewiesen das sie etwas Besonderes ist.

Hin und wieder fragt sich Vegeta wie es jetzt wohl sein würde wenn er sie damals nicht abgewiesen hätte. Es einfach ernsthaft mit ihr versucht hätte. Dabei weiß er genau, auch in dem Moment, das sie nur noch mehr leiden würde. Er ist einfach eine Gefahr für sie. Und besonders wenn er die Bestie, die noch in ihm schlummert und von der er auch jetzt noch in mancher Nacht aufgesucht wird, nicht zügeln und beherrschen kann. In ihrer Nähe fühlt er sich so ruhig, so ausgeglichen und doch verwirrt sie ihn manchmal. Besonders dann wenn sie im Bikini am Pool liegt und die April-Sonne genießt. Bei dem Gedanken wird Vegeta leicht rot und hält es doch für besser einfach nicht daran zu denken und die letzte Einheit seines heutigen Trainings zu beenden.

 

Bulma geht durch einen schmalen Gang auf eine Tür zu aus dessen Fenster grünliches Licht fällt. Der Gang war sehr lang doch ehe Bulma sich versieht und überlegen kann ob sie diese Tür wirklich öffnen will, steht sie schon in dem großen Raum. Erst kann sie nicht deutlich erkennen aber nach einer Weile und nach dem sie ihren Blick vom gefliesten Boden, den sie von irgendwoher zu kennen glaubt löst, erblickt sie die vielen Röhren die bis an die Decke reichen. In den Röhren befindet sich eine etwas trübe Flüssigkeit. Sie tritt nah an eine heran um vielleicht erkennen zu können was in diesem Trüben Wasser treibt und sich schwach bewegt. Sie kann keinen Blick erhaschen und geht also zur nächsten Röhre, wobei auf einmal ein mulmiges Gefühl von ihr Besitz ergreift. Zögernd tritt sie an das Glas und schaut angestrengt auf die dunkle Silhouette. Als sie sich wieder von der Röhre entfernen will und zur nächsten gehen will fährt diese Gestallt in ihr herum und drückt das Gesicht an die Glasscheibe. Dieses deformierte Gesicht starrt sie mit weit aufgerissenen, Reptilienähnlichen Augen an und reist den Mund mit den unförmig stehenden Zähnen weit auf. Bulma erschrickt fast zu Tode und nach dem ersten Schock lässt sie einen gellenden Angstschrei los.

Bulma sitzt keuchend, schweißgebadet in ihrem Bett und drückt die Decke, die sie verkrampft in den Händen hält, an ihr Herz das vor Aufregung fast zerspringt. „Nicht schon wieder!“ stammelt sie verwirrt und stützt ihr Gesicht in die Hand die sie jetzt auf ihr angewinkeltes Knie stützt. Sie hatte die ersten paar Tage nach dem sie all diese Versuche in Feith´s Keller gesehen hatte schon solche Alpträume gehabt. Doch nach einer Weile war das vorüber und sie hatte davon ihre Ruhe. Umso mehr nimmt es sie mit, das diese Alpträume jetzt wieder kommen. Vor zwei Tagen hatte sie auch schon so einen ähnlichen Traum gehabt und konnte die halbe Nacht dann nicht mehr einschlafen. Jetzt war sie ebenfalls hellwach und sie beschließt etwas Fernsehen zu gehen, um sich abzulenken.

Als sie das Fernsehprogramm im Wohnzimmer durchblättert bemerkt sie das jetzt nur Horror Filme laufen und auf so was hat sie wirklich keine Lust. „Mh... kein Wunder! 2.00 Uhr früh..“ bemerkt sie als sie einen Blick auf die Digitalanzeige des Videorecorders wirft. Erst überlegt sie ob sie vielleicht doch wieder schlafen gehen soll, aber dann bekommt sie auf einmal Lust auf einen heißen Kakao. Als Kind hat ihre Mutter ihr auch immer einen heißen Kakao gemacht wenn sie Nachts von einem Alptraum aufgewacht und weinend zu ihr gelaufen war.

„Mh... vielleicht hilft´s ja?“ schmunzelt sie als sie sich daran erinnert und macht sich auf den Weg, nach unten in die Küche. Im Vorraum angekommen geht sie auf die Küchentür zu. Seltsamerweise ist diese einen Spalt offen und Licht fällt durch den heraus auf den kalten Boden des Vorraums. Bulma hält kurz inne, es kommt ihr auf einmal so vor wie in ihrem Traum vorhin. Alles ist rings um sie herum dunkel, da ist nur das Licht das aus der Tür fällt. An der Tür angekommen zögert sie erst, wer weiß was sie dahinter vermutet in ihrem eigenen Haus. Vorsichtig schupst sie die Tür auf und tritt Barfüssig herein.

Es ist niemand da, nur Vegeta, der mit einem Glas Wasser am Tisch sitzt. Er hat sich mit einem Arm auf den Tisch gelümmelt und döst vor sich hin. Er scheint nicht vom Training zu kommen, eher von oben, denn er ist nur mit einer Short, einem T-Shirt bekleidet und ebenfalls Barfüssig unterwegs. „He, was machst du denn um diese Uhrzeit hier?“ spricht Bulma ihn jetzt an. Vegeta schreckt auf, der Arm rutscht ihm unterm Kinn weg und er knallt mit dem Kopf auf die Tischplatte. Bulma schaut ihn verwundert an. Schlaftrunken hebt Vegeta seinen Kopf und schaut sie verschlafen aus halboffenen Augen an. „Ach du bist´s...“ murmelt er dahin, lehnt sich auf seinem Sessel zurück und tastet mit der Handfläche auf die vom Tisch getroffene Stelle auf seiner Stirn. Bulma wird auf den Sprung in der Tischplatte aufmerksam. „Ich schnall´s nicht!“ tritt sie nah an ihn heran und begutachtet die Stelle auf seiner Stirn. „Du hast keine Schramme, ja nicht mal ne Beule und der Tisch ist hinüber.“ wundert sie sich. „Mh...“ kommt es von Vegeta desinteressiert und lässt seine Arme seitlich von ihm runterbaumeln.

„Und was machst du hier?“ fragt er nun Bulma die hinter die Kochnische geht. „Ich hab schlecht geträumt. Und du?“ antwortet sie ihm und stellt sogleich eine Gegenfrage. „So ähnlich.“ antwortet er ihr knapp und lümmelt sich wieder neben sein Wasserglas. Er hat schon wieder einen dieser Alpträume hinter sich die er auch damals als er die 3 Monate im All gewesen ist hatte. In letzter Zeit hat er die wieder fast jede Nacht.

Und immer ist es dasselbe Ende. Jedes mal ist er der Böse und alle anderen sind weg. Nur er allein bleibt übrig, weil er ja auch der Täter ist. Irgendetwas ist in seinem Unterbewusstsein erwacht das ihn seit dem er das Volk der Euphoroa vernichtet hat, keine Ruhe mehr lässt. Eine seltsame Kraft die er langsam selbst zu fürchten beginnt.

„Willst du auch einen Kakao?“ wird Vegeta jetzt wieder aus seinen Gedanken gerissen und schaut Bulma an, die zwei Tassen aus dem Küchenschrank holt. „Mhm.“ gibt er ihr zögernd als Zustimmung und beobachtet sie. Sie ist blass und dünn. In ihrem hauchdünnen eisblauen Nachthemd das gerade bis unter ihre Pobacken reicht erscheint sie noch zerbrechlicher als sie ist. Ihr zerwühltes langes Haar fällt über ihren nackten Rücken und über ihre Schultern auf der nur zwei dünne Träger ihres Nachthemds ruhen. Ihre Haut ist so weiß und sieht weich und zart aus. Und ihren zarten Duft von ihrem Duschgel kann er bis an den Tisch riechen. „Wo hat sie nur das Kakaopulver hingeräumt!“ bückt sie sich nun nach unten um in dem Schrank danach zu suchen. Bei dieser Bewegung lässt der kurze Saum ihres Nachthemdes einen Blick auf ihren Slip werfen. Vegeta schluckt schwer und wendet seinen Blick sofort von ihr ab.

Wie konnte er sich nur dazu herablassen sie so anzustarren. Sie wirkt so rein und unschuldig was sie nicht wirklich ist, das hat er ja schon festgestellt. Aber er hat es schon seit längerem bemerkt. Seit geraumer Zeit fühlt er sich irgendwie von ihr angezogen. Er kann es nicht beschreiben, es ist fast so als ob es ein Natürlicher Trieb zu sein scheint der ihn immer in ihre Nähe zwingt. Dennoch beherrscht er sich und vergisst nicht was er sich vorgenommen hat. Er ist froh das sie wieder normal miteinander umgehen können und so soll es auch bleiben. Diese alltägliche normale Haltung, und diese seichte Distanz zueinander waren genau das was ihnen Beiden zu passen scheint. Zudem ist Vegeta aufgefallen das Bulma wohl endlich über seine Abfuhr hinweg ist und das Letzte was er will wäre ihr wieder falsche Hoffnungen zu machen. Und auch wenn es anders sein sollte, er würde sich ihr nicht aufdrängen.

„Hier.“ spricht Bulma ihn jetzt an und stellt ihm eine Tasse Kakao hin. „Vorsicht heiß!“ hängt sie dem an, setzt sich dann gegenüber von ihm hin und nippt vorsichtig an ihrer Tasse. Mit beiden Händen umklammert sie ihre Tasse und schaut Gedankenverloren ins Leere. Vegeta fällt auf das sie leicht zittert, es war schon etwas frisch in der Küche. Doch selbst in diesem verlorenen Zustand in dem sie sich befindet verliert sie ihren Reiz, auf den er jetzt wieder aufmerksam wird, nicht. „Wovon hast du geträumt?“ fragt er sie jetzt leise und schaut ihr in die Augen als er ihre Niedergeschlagenheit bemerkt. Bulma schaut über den Rand ihrer Tasse und erwidert seinen Blick. „Ach, nicht so tragisch. Es gibt nur einiges was mir nicht mehr aus dem Kopf will.“ antwortet sie ihm zögernd. „Und was ist das?“ gibt Vegeta nicht so schnell nach. „Im Keller von Vailant-Medicines habe ich viele furchtbare Dinge gesehen.“ beginnt sie zu erzählen.

Vegeta lümmelt sich erneut auf den Tisch und hört ihrer leicht irritierten Stimme zu. „Stell dir vor, die machen dort Versuche mit Menschlichen Babys. Es war einfach schrecklich! Diese ganzen Embryos in den Glasbehältern.“ stellt sie ihre Tasse ab und schlingt die Arme um ihre nackten Schultern. „Die machen dort Genversuche und versuchen Menschen zu klonen!“ hängt sie dem an. Vegeta hört ihr aufmerksam zu. „Und genau deswegen wollte er deine Gene.“ gibt sie jetzt zögernd zu. Bis jetzt hatte sie ihm verheimlicht was Feith mit ihm vorgehabt hat. „Was?!“ entfährt es Vegeta fassungslos. „Ja, er war der Meinung die Armee würde sich für einer Truppe aus starken Kämpfern interessieren und so einiges für die Finanzierung dieses Projekts hinblättern. Dafür wären deine Gene wie geschaffen dafür gewesen, hat er mir erzählt. Außerdem war er von euch Saiyajins von dem Augendblick an fasziniert als er euch damals, als du und dein Kumpel, das erste mal auf der Erde wart und er euch im Fernsehen gesehen hat.“ erzählt sie ihm weiter. „So ist das also...“ denkt Vegeta laut und verschränkt die Arme vor der Brust. „Ein Wunder das er uns dann so einfach gehen hat lassen, immerhin war es sein Lebenswerk. Er hat sein ganzes Labor darauf ausgerichtet und all seine Forschungen in diese Richtung gelenkt.“ redet Bulma weiter und greift wieder nach ihrer Tasse.

Vegeta ist inzwischen etwas blass um die Nase und sein ernster Gesichtsausdruck verrät das er sich um irgendetwas Gedanken macht. Er stellt sich gerade vor wie eine ganze Armee von seinesgleichen, aber so wie er sich in seinen Alpträumen sieht, über das Land zieht und alles niedermäht was ihm vor die Füße kommt. Es wäre einfach furchtbar, es würde ein riesiges Armageddon geben und das gesamte Universum wäre in Gefahr.

„Aber es besteht kein Grund zur Sorge. Alle Gewebeproben und Daten die er über dich gesammelt hat wurden vernichtet als du den Computer in seinem Labor zerstört hast.“ erzählt Bulma ihm weil sie seinen unsicheren Blick bemerkt. „Na hoffen wir´s!“ kommt es von Vegeta der jetzt eilig seine Tasse leert. „Vielleicht gehen wir besser wieder schlafen.“ steht er von seinem Stuhl auf und stellt seine Tasse in der Kochnische ab. „Du hast recht.“ gähnt jetzt Bulma auf, tut es ihm gleich und geht ihm voran aus der Küche. „Und doch..., ich hab Angst davor wieder schlafen zu gehen und wieder davon zu träumen...“ murmelt sie vor sich hin als sie so hintereinander durch den Vorraum gehen. „Ich kann diese ganzen Bilder nicht so schnell vergessen...“ hängt sie dem an und sie tappt weiter über den kalten Fliesenboden. An ihrer Aura erkennt Vegeta das sie verwirrt ist und tatsächlich Furcht vor diesen Träumen hat.

„Es tut mir leid.“ vernimmt Bulma plötzlich Vegeta´s Worte und bleibt schlagartig stehen. „Was?“ haucht sie und wendet sich ihm zu. „Ja, es ist meine Schuld das du das alles gesehen hast!“ erklärt er ihr. „Wäre ich nicht so leichtsinnig gewesen und hätte mich von diesen Würmer entführen lassen, hättest du dieses Gebäude nie betreten müssen.“ kommt es von ihm niedergeschlagen und nimmt die Schuld für ihre Alpträume auf sich. „Vegeta...“ geht Bulma einen Schritt auf ihn zu. Mit zitternden großen Augen schaut sie ihm ins Gesicht doch er wagt nicht ihr in die Augen zu sehen. Erst zögert sie doch dann legt sie ihre rechte Hand auf seine Wange und flüstert: „Es ist nicht deine Schuld! Du hast mich doch nicht gerufen.“ Vegeta erhebt seinen Blick und schaut in diese blauen zitternden Augen von Bulma. Ihm fällt auf das ihre Hand zittert und ihre Aura unsicher flackert. „Ich bin freiwillig gekommen und ich hab gewusst worauf ich mich einlasse.“ spricht sie weiter und schaut ihn unentwegt an.

Durch das Panorama Fenster in der Küche fällt schwaches Licht und zieht sich bis in den Vorraum hinein, auf Bulma´s Gesicht. Ihre Augen leuchten und zittern aufgeregt. Vegeta weiß nicht was in ihn gefahren ist, vielleicht war es diese verzauberte Atmosphäre, dieser Schutz der Dunkelheit in dem sie sich wiegten. Jedenfalls legt er seine Hände an ihre Taille und ihren Rücken. Das seidige, kühle dünne Nachthemd fühlt sich rutschig und glatt unter seinen Händen an. Darunter spürt er die Wärme von Bulma´s zarter, weicher Haut. Bulma´s andere Hand streicht über seinen rechten Oberarm nach oben. Ein wohliger Schauder läuft über Vegeta´s Rücken der ihn dazu veranlasst Bulma an sich zu ziehen. Auf einmal steht die Zeit still. Da war sie wieder, diese seltsame Nähe. Genau wie damals als sie einander verfallen waren. Beide wussten nicht so recht was mit ihnen geschieht, im nächsten Moment finden sie sich in einem sanften beinahe schüchternen Kuss wieder. Doch nach einem Bruchteil einer Sekunde lösten sie sich voneinander und schauten einander erschrocken an.

Im selben Moment wurde ihnen Beiden das Selbe klar. Sie waren doch so froh gewesen das sie wieder normal miteinander umgehen konnte, sie wollten dieses kleine Etwas das sie hatten jetzt nicht durch eine unüberlegte Handlung zerstören. So gehen sie wieder auf abstand und Vegeta verschwindet mit einem leisen : „Entschuldigung.“ schleunigst nach oben.  

 

Bulma streift ihren Overall, mit dem Capsule Corps. Logo auf der linken Brustseite und dem Rücken, von den Schultern sodass er nur noch von dem Gürtel gehalten wird. „Du meine Güte, Heute ist es wieder heiß.“ seufzt sie, wischt sich den Schweiß von der Stirn und beugt sich wieder unter den Motorroller den sie reparieren will. In dem Moment läutet das Telefon auf ihrem Schreibtisch. Bulma geht ran und meldet sich mit einem: „Ja?“ Es ist ihr Vater der aus seiner Werkstatt anruft und sie um einen Gefallen bittet. „Ja mach ich, Vegeta macht sowieso gleich Pause, da werd ich mal nachsehen.“ antwortet sie ihm und legt wieder auf. Sie zieht ihren Overall wieder hoch und eine Weile später ist sie auf dem Weg zum Raumschiff um ihrem Vater den Gefallen zu tun. „Ich hab Glück! Vegeta ist gerade im Haus.“ bemerkt sie an der offenstehenden Luke und geht durch sie hinein.

Sie hat nicht unbedingt Lust Vegeta über den Weg zu laufen, nicht nachdem was Gestern Nacht geschehen war. Wie konnte sie sich nur zu diesem Kuss verleiten lassen. Sie sieht sich noch immer mit zitternden Knien im Vorraum stehen, mit einer Hand auf den Mund. Sie starrt Vegeta nach, der eiligst die Treppen nach oben verschwunden war. Es war dieses kribbeln, dieses klopfen in ihrer Brust das sie so vermisst hatte, wenn er in ihrer Nähe war. Sie erinnert sich an seine starken Hände die sie an ihrer Taille und ihrem Rücken berührten und ließen ihr Herz wieder anfangen zu klopfen. Nach all der Zeit konnten sie wieder normal miteinander umgehen und sie war froh darüber. Dieses Verhältnis sollte nicht durch diesen harmlosen Kuss zerstört werden. Deswegen wäre es besser, denkt sie, ihm eine kleine Weile aus dem Weg zu gehen damit sich die Lage wieder entspannen kann und damit alles so normal zwischen ihnen bleibt.

Bulma hopst die Wendeltreppe nach unten und geht in den Wohnraum. „Mh... wo hat er gesagt könnte es am ehesten sein?“ überlegt sie und erinnert sich was ihr Vater ihr gesagt hat. Er hat sie gebeten bei Gelegenheit sein Notizbuch, das er irgendwo im Raumschiff liegen hat lassen, für ihn zu holen. Er arbeitet gerade an einem wichtigen Projekt und will seinen Platz hinter der Maschine nicht unnötig verlassen. In dem Notizbuch hat er wichtige Notizen gemacht die er für dieses Projekt gut gebrauchen kann.

„Mh.. also hier ist es nicht! Verdammt! Wo kann er das nur hingelegt haben?“ sucht Bulma schon jeden Schrank und jede Lade durch. „Vielleicht ist es irgendwo runter gefallen?“ fragt sie sich und schaut unters Bett. „Nichts...“ murmelt sie und will sich wieder aufrichten als sie einen scharfen Ruck wahrnimmt. Sie stellt sich auf die Beine doch ehe sie das Gleichgewicht hält rüttelt es noch mal und sie rudert mit den Armen. Es setzt sie auf den Allerwertesten und das rütteln wird stärker. „Was zum Teufel ist denn jetzt los?!“ fährt sie auf und versucht sich an der Bettkante hoch zu ziehen. Jetzt kommt auch noch ein seltsames brummen dazu und die Einrichtung sowie der Boden beginnt zu vibrieren.

 

 

24. Kapitel: Ungewollte Reise 

 

Nach weniger als einer Minute hat das rütteln und beben ein Ende genommen und Bulma wagt es wieder aufzustehen. „Was war das?!“ eilt sie aus dem Schlafzimmer zur Wendeltreppe. Schwungvoll erklimmt sie die Treppe und klettert aus der Abstiegsluke nach oben. „Was war das eben?!“ ruft sie in den Raum da sie Vegeta hier irgendwo vermutet, denn irgendjemand muß diese Detonation schließlich ausgelöst haben. „Hast du wieder an irgendwelchen Knöpfen am Schwerkraftregler herumgespielt?!“ hängt sie dem an.

Vegeta, der am Steuerpult steht, schaut sie mit großen, überraschten Augen an. „Was zum Henker machst du hier?!“ fragt er sie unfreundlich. „Ich suche nur das Notizbuch meines Vaters. Hast du es irgendwo gesehen?“ erklärt sie und geht auf ihn zu. „Aber ich kann auch später danach suchen, ich will dich nicht beim Training stören.“ lächelt sie und geht auf die geschlossene Luke zu. „Ich komm später wieder.“ kommt es noch von ihr und ihr Blick fällt durch das kleine Fenster in der Luke. „Aber... was?“ entfährt es ihr. Sie schlägt beide Handflächen an die Seite des Fensters und der Anblick der sich ihr dort bietet lässt ihren Mund offen stehen. „Nein! Das kann doch wohl nicht wahr sein oder?!!“ fährt sie herum und eilt zu einem der Bullaugenfenster. Vegeta kratzt sich am Hinterkopf und setzt ein leicht genervtes Gesicht auf. „Na toll! Da will ich mich abseilen und dann das!“ denkt er sich. „Das gibt’s nicht! Oh verdammte Scheiße!“ hektikt Bulma herum die von einem Bullauge zum anderen wetzt. Aber sie entdeckt in jedem Bullauge nur das Selbe.

Überall nur dunkel und einen Haufen von Sternen in dieser Dunkelheit, die wie schnelle Blitze vorbeiziehen. „Nein! Das darf doch nicht wahr sein?! Wo zum Teufel ist die Erde?!“ nimmt sie jetzt beide Hände an die Wangen und starrt durch das Bullauge. „Ist es aber! Und die Erde ist schon einige 1000 Kilometer weit weg.“ unterbricht Vegeta jetzt ihren hysterischen Anfall. „Was?!!“ fährt Bulma herum und schaut ihn mit ihren panischen Augen an. „Wieso das denn?!“ fragt sie aufgebracht. „Ich hab den Turbo angeworfen!“ erklärt er ihr trocken. „Nein! Ich meine warum sind wir überhaupt im Weltall?!“ geht sie jetzt auf ihn zu. „Ich wollte nur mal ein paar Tage ins All, trainieren!“ verteidigt sich Vegeta. „Wie soll ich denn wissen das du dich im Wohnraum versteckst?!“ baut er sich vor ihr auf. „Verstecken?!! Ich hab was gesucht! Und außerdem, wer haut denn immer ohne sich zu verabschieden und so aus heiterem Himmel ab?!!“ fährt sie ihn an. Vegeta wagt nicht darauf zu antworten denn sie hatte ja recht.

Dieses mal war ihm ja wieder spontan eingefallen mal wieder ein paar Tage ins All zu fliegen. Mal für sich zu sein. Und besonders wollte er ihr etwas aus dem Weg gehen. Nachdem was er sich Gestern Nacht geleistet hat hielt er das für das Beste und so verabschiedete er sich auch nicht von ihr. Wie konnte er wissen das sie gerade im Wohnraum ist als er sich davonstehlen will. Es scheint so etwas wie Schicksal gewesen zu sein, oder aber auch einfach nur Pech. „Na super! Ich hab nicht mal Wäsche zum wechseln dabei! Los wir drehen sofort um!“ fordert sie ihn giftig auf. „Wollt ich auch grade vorschlagen, dann brauch ich mir dein gejammer nicht weiter anzuhören!“ kommt es grummelig von Vegeta der sich wieder dem Steuerpult zuwenden will als das Raumschiff auf einmal einen Schlag von außen bekommt. Vegeta war nicht darauf gefasst und kommt etwas aus dem Gleichgewicht, fängt sich aber schnell wieder.

„Was war das eben?!“ lässt Bulma die Sitzlehen los, an der sie sich festgehalten hat, und schaltet den Monitor ein. „Nein! Ein Meteoritenschauer!“ schreckt sie hoch und setzt sich auf den Sitzt. „Los! Wir müssen schnell weg von hier!“ entfährt es ihr und sie beginnt am Steuerknüppel zu lenken. Vegeta steht hinter ihr und beobachtet sie. Bulma lenkt gekonnt das Schiff durch den Meteoritenregen durch den sie fliegen. „Verflucht!“ beißt sie die Zähne zusammen als sie bemerkt das sie wieder von kleineren Meteoriten getroffen wurden. Vegeta verfolgt das wirre Spiel auf dem Monitor aufmerksam und ist von Bulma´s Flugkenntnissen schwer beeindruckt. Auf einmal beginnt ein rotes Licht im Raum zu blinken und auf dem zweiten Monitor erscheint ein, in roten Druckbuchstaben blinkender, Warnhinweis: „Achtung! Steuersystem wurde beschädigt! Schalte auf Normalmodus um!“  „Verdammt! Schlimmer kann es ja nicht mehr kommen!“ flucht Bulma, drückt einen Knopf und am Sitzt neben ihr fährt ein zweiter Steuerknüppel aus der Vertiefung. „Los! Setzt dich hin! Wir müssen das Schiff manuell steuern!!“ fordert sie Vegeta energisch auf.

„Was, wir?!“ schaut er sie verzwickt an. „Stell keine dummen Fragen! Hilf mir endlich, oder willst du auf dem Planeten da abstürzen?! Ich würde gerne noch etwas länger leben, wenn’s dir nichts ausmacht!“ braust Bulma auf ohne den Blick vom Monitor, auf dem ein großer Planet auf sie zukommt, zu nehmen. „Ich weiß aber nicht ob ich das kann! Was soll ich tun?!“ schwingt sich Vegeta jetzt auf den Sitzt neben ihr und ergreift das Steuer. „Lenken! Du musst Lenken!!“ ruft sie durch den Lärm der entsteht als sie in die Umlaufbahn des Planeten eintreten. „Ja ich mach ja! Und hör auf mir Befehle zu geben!!“ erwidert Vegeta ihr und muß sich beherrschen das er nicht zu viel Kraft anwendet um das Steuer nicht in den Händen zu halten. „Verflucht!! Das schaffen wir nicht!!“ schreit Bulma verzweifelt auf als sie die Planentenoberfläche immer näher kommen sieht. Das Schiff rüttelt und schaukelt dermaßen das die Beiden schon befürchten das es bald auseinander fällt. „Der Druck steigt zu schnell!“ entfährt es Bulma die alle Mühe hat das Steuer und somit das Raumschiff stabil zu halten. „Streng dich mal an! Ich hab keinen Bock auf noch ne Bruchlandung!“ wirft Vegeta ein der sich nur zu gut an seine letzte Landung auf der Erde erinnern kann. „Nein!!“ stößt Bulma aus als sie den Halt verliert und vom Sitzt rutscht. Sie hatte sich nicht angeschnallt und wird nach hinten gewirbelt. „Scheiße! Auch das noch!“ flucht Vegeta der Bulma nach hinten fallen sieht und verlässt seinen Sitz, und somit das Steuer.

 

Einige Minuten später hat das rütteln, schaukeln und beben ein Ende genommen und das Schiff hat sich stabilisiert. Ein paar Kabel knistern und es richt verdächtig nach Kabelbrand. Vegeta schlägt zögernd die Augen auf, da spürt er plötzlich etwas hartes, kantiges im Rücken. „Verdammter Mist!“ flüstert er zornig und richtet sich ein wenig auf. Er hatte sich, als das Raumschiff abgestürzt war, schützend über Bulma geworfen die noch immer unter ihm liegt. Sie hat die Augen geschlossen und eine schmale Blutspur zieht ihre Bahn von ihrer Stirn über ihre Wange.

„Scheiße! He! Alles klar?!“ spricht er sie jetzt an. Als er keine Antwort bekommt, schiebt er den Sitzt, der sich aus der Verankerung gelöst und auf ihn gefallen war, von sich weg und schaut um sich. Etwas links von ihm entdeckt er etwas rundliches Flaches. Das es sich dabei um die Deckenbeleuchtung handelt bemerkt er als sie kurz aufflackert. Das Schiff musste also auf dem Dach liegen. „Na ganz toll!“ grummelt er vor sich hin als er sich weiter aufrichtet und erst mal nach der Einstiegsluke Ausschau hält. Er will das Raumschiff so schnell wie möglich verlassen, könnte gut sein das es jeden Moment Explodiert und das Risiko dann noch im Schiff zu sein will er nicht eingehen. Als er die Luke entdeckt schnappt er sich Bulma, wirft sie über seine Schulter und fliegt nach oben zur Luke. Die Luke ist etwas verklemmt und nur mit ein bisschen Kraftaufwand Vegeta´s aufzukriegen. Die Luke aufgebrochen, schlägt ihm eine heiße Luft entgegen die ihm zuerst in der Lunge brennt.

„Verdammte Scheiße! Was ist das für ein Planet?!“ denkt er sich als er bemerkt das die Luft ziemlich dünn ist. Er fliegt durch die Luke nach draußen und landet sogleich. Das Fliegen bei so dünner Luft ist ziemlich anstrengend, sogar für ihn. Ein paar Meter vom Raumschiff, welches tatsächlich auf dem Dach liegt, entdeckt Vegeta einen kleinen Felsvorsprung der etwas Schatten vor dieser Gnadenlosen Sonne spendet. Er bringt Bulma dort hin und legt sie vorsichtig auf den Boden. Er zieht sie etwas hoch und lehnt sie an den Felsen. „He Bulma! Aufwachen!“ tätschelt er ihr vorsichtig die Wange um sie wieder ins Bewusstsein zu rufen. Nach zwei weiteren Versuchen schafft er es endlich und sie zieht die Augenbrauen zusammen.

Bulma blinzelt und schnellt mit den Armen nach vorn, so als ob sie nach dem Steuer greifen wollte, bekommt aber nur Vegeta´s Schultern zu fassen. „He! Werd mir nicht Handgreiflich!“ schreckt Vegeta zusammen. Bulma schaut ihn verwirrt an. „Wo..., was ist passiert?“ fragt sie ihn jetzt zögernd, fasst sich an die Stirn und zieht ein schmerzvolles Gesicht. „Wir sind abgestürzt!“ gibt Vegeta kühl zurück und richtet sich auf. Er nimmt die Hand schützend über die Augen und schaut in den Himmel. „Mh...die Sonne steht tief. Sieht ganz nach Morgendämmerung aus...“ überlegt er und schaut um sich. Erst jetzt erkennt er das sie sich mitten im Gebirge befingen.

Das Raumschiff war mit gedrosselter Geschwindigkeit an den Bergspitzen, zu seiner Linken, knapp angeschleift und so aus dem Gleichgewicht gebracht worden. Das erklärt auch den heftigen Ruck, den sie kurz bevor sie ein scheuerndes, kratzendes beben vernahmen und sich das Schiff anschließend hier stabilisierte. Die Schleifspur, bevor das Schiff sich zwischen den Felsen verkeilte, rauchte und qualmte noch. Das Schiff liegt auf dem Dach und die ausgefahrenen Landebeine stehen senkrecht nach oben. „Du meine Güte!“ wird Vegeta jetzt auf Bulma´s Stimme aufmerksam. Sie ist aufgestanden und taumelt ihm entgegen. Vegeta macht einen Satz auf sie zu und stütz sie ein wenig. „Setz dich besser wieder hin.“ rät er ihr mit einem leichten Anflug von Besorgnis. „Nein, es geht schon... mir ist nur so schwindlig.“ antwortet sie, legt eine Hand an seinen Arm und eine an ihre Stirn. „Du hast bestimmt ne Gehirnerschütterung.“ erwidert Vegeta und schaut sich um. „Da, setzt dich da hin.“ erblickt er jetzt einen kleinen Bergbach, der aus den Felsen in eine kleine Quelle sprudelt, und führt sie hin. Auf einmal vernehmen die Beiden ein seltsames grollen, das eher dem wimmern eines großen Tieres gleicht. „Was war das?“ schaut Bulma ängstlich auf. „Keine Ahnung, viel zu lange sollten wir uns wohl nicht hier aufhalten.“ lässt Vegeta seine Augen suchend über die Gegend schweifen. „Du... tust du mir einen gefallen?“ schaut Bulma bittend zu ihm auf.

 

Eine Weile später kommt Vegeta wieder aus dem Raumschiff zurück und übergibt ihr das Capsule-Case und die Gürteltasche die er für sie aus dem Schrank im Schlafzimmer holen sollte. „Und? Wie sieht´s drinnen aus?“ fragt sie ihn als sie die beiden Gegenstände dankend entgegen nimmt. „Frag lieber nicht!“ kommt es von Vegeta knapp der sich sogleich wieder von ihr abwendet und auf den nächsten Felsen klettert um sich umzusehen. „Na bestens!“ denkt er laut als er das grüne Meer vor ihm liegen sieht. „Da kommen wir nicht weiter!“ hängt er dem an und hopst wieder von dem Felsen nur um an dem gegenüber, dort wo Bulma an der Quelle sitzt, wieder hoch zu klettern. Bulma, die aus einer der Kapseln einen Verbandskasten und einen Spiegel geholt hat, verarztet ihren kleinen Kratzer am Haaransatz den sie sich bei dem Wirbel im Raumschiff zugezogen hat und macht sich etwas frisch. Als Vegeta wieder von dem Felsen geschlittert kommt hören sie wieder dieses seltsame, dumpfe grollen. Diesmal war es weit leidender und etwas leiser. „Was kann das nur sein?“ fragt Bulma abermals. „Bleib du hier, ich werde mal nachsehen.“ kommt es ernst von Vegeta und mit diesen Worten macht er sich auch schon in die Richtung des Lautes auf den Weg. Bulma packt schleunigst ihren Verbandskoffer in die Kapsel und schnallt sich die Gürteltasche um. „Halt warte! Lass mich hier nicht allein!“ ruft sie und eilt hinter ihm her.

Es beginnt sich plötzlich wieder alles zu drehen als sie den Fuß, nach einer kleinen Klettertour über ein paar Felsen nach unten, auf den Boden stellt. „Puh... geschafft!“ seufzt sie und schaut auf den eher Steinigen Weg zurück. „Aber wo..?“ wendet sie sich um und fragt sich wo Vegeta hin ist. Da fällt ihr Blick auf eine Pfütze etwas weiter vorn, im Schatten des verdorrten Gebüsches. Das Gebüsch sieht aus als ob etwas Riesiges durchgerannt wäre, denn die toten Äste sind geknickt und teils abgebrochen. Auch der Boden vom Weg den sie gekommen ist, sind tiefe Schleifspuren zu erkennen. Als sie näher geht erkennt sie das es sich um eine große Blutlache handelt. „Uahm...“ hält sie eine Hand vor den Mund, geht um sie herum und weiter. Durch das Strauchwerk erblickt sie Vegeta, der mit in die Hüften gestemmten Armen dasteht und um sich schaut, und geht auf ihn zu. Sie bleibt Schlagartig stehen als ihr Blick auf den Riesigen Dinoartigen Giganten fällt, der hinter Vegeta an der Felswand liegt.

Seine rechte Seite des Oberkörpers ist aufgerissen und Blut und Innereien quellen heraus. Das Schulterblatt des Riesen steht durch die aufgerissene Haut nach außen. „Oh nein! Das arme Tier!“ entfährt es Bulma geschockt. „Sieht aus als hätten wir ihn mit dem Raumschiff gerammt!“ kombiniert Vegeta als er die Flugbahn des Raumschiffs in Gedanken rekonstruiert und wendet seinen Blick auf die, etwas blass um die Nase werdende, Bulma. „Nein..., wir müssen ihm helfen.“ geht sie einen zögernden Schritt auf Vegeta zu. „Dem ist nicht mehr zu helfen!“ kommt es kalt von Vegeta und wendet sich wieder dem Giganten zu der vor ihm am Boden liegt und mühsam Atmet. Sein keuchender Atem wirbelt Staub zu seinem Kopf auf und Blut tropf aus seinem mächtigen Kiefer. „Geh zurück zum Schiff! Ich erledige das hier!“ spricht er Bulma unfreundlich an. Bulma zögert erst, dreht sich wieder dem Gebüsch zu um zu gehen. Am anderen Ende des Gebüsches angekommen bleibt sie stehen und schaut zurück.

Sie beobachtet Vegeta, wie er an den Kopf des Giganten tritt. Zögernd legt er seine Hand auf die vor Schmerz bebenden Nüstern des Riesen und schaut ihn an. Vegeta´s Gesicht spiegelt sich in den glasigen, großen Augen des Tieres welches jetzt wieder leise wimmernd aufgrollt. Bulma kommt es fast so vor als würden dieser Uhrzeitgigant und Vegeta miteinander kommunizieren. Vielleicht konnten die Saiyajins besser mit Tieren umgehen als mit Gleichartigen oder Menschen. Schon damals, bei Son-Goku, hat sie dessen Freundlichkeit Tieren gegenüber bemerkt. „Ob das an ihrer Tierischen Hälfte liegt?“ fragt sie sich im Geheimen und ihr Blick bleibt an Vegeta hängen als ihr wieder bewusst wird das auch in ihm ein halbes Tier schlummert. Der Weraffe den die Saiyajins als Ozaru bezeichnen. Nach einem fast erleichtertem grollen des Giganten lässt er seinen Atem aushauchen und schließt langsam die Augen. Vegeta tritt ein paar Schritte von seinem Kopf weg, hebt die Hand und konzentriert einen Energieball um dem Giganten sogleich einen Gnadenstoß zu versetzten. Bulma die mit ansieht wie sich der gelbe Energieball zwischen die Augen des Riesen gräbt hält sich erschrocken die Augen zu.

Als Vegeta sich umdreht um ebenfalls zum Raumschiff zurück zu kehren nimmt er eine Bewegung im Gebüsch rechts von ihm wahr. Mit hellem raunen tapst jetzt ein Jungtier des Giganten heraus und wackelt auf seine tote Mutter zu. „Na bestens!“ entkommt es Vegeta und scheint etwas zu überlegen. Bulma die das kleine Junge jetzt auch bemerkt hat, eilt wieder zurück. „Nein, wie süß!“ schwärmt sie das Dino-Baby an welches an der Schnauze der toten Mutter stupst und sie ruft. „Was machst du denn noch hier?! Ich hab gesagt du sollst zum Schiff zurückgehen!“ fährt Vegeta sie unfreundlich an. „Schnauz mich nicht an!“ zickt sie zurück. „Überleg lieber was wir jetzt machen! Wir können das Kleine Baby nicht hier zurück lassen.“ redet Bulma drauf los. „Geh du erst mal zum Schiff zurück! Ich werd mir schon was einfallen lassen!“ funkelt Vegeta sie an. Bulma schiebt trotzig die Unterlippe vor und macht sich, ohne ihm etwas zu erwidern, auf den Rückweg. „Was bildet der sich überhaupt ein?!“ ärgert sie sich, geht um die Blutlache und tritt aus den Schatten des Gestrüpps.

In dem Moment hört sie ein knallen, wie eine Explosion und das Licht eines gewaltigen Blitzes wirft ihren Schatten in ihren Weg. Enttäuscht bleibt sie stehen und starrt auf ihren Schatten der jetzt wieder verschwindet. Sie wagt nicht wieder zurück zu sehen. Sie will nicht sehen was Vegeta, der ihr jetzt folgt, getan hat. Stumm geht er an ihr vorbei. „Wie kann er nur so kalt sein das er sogar so ein kleines Dino-Baby...“ überlegt sie und schaut ihm traurig nach. Vegeta, der ihren fragenden traurigen Blick spürt, gibt ihr mit ernstem Tonfall eine Antwort: „Ich musste es tun! Allein hätte es keine Chance zu überleben.“ Bulma folgt ihm langsam, denn das klingt irgendwie logisch. „Mh... er hat recht...“ gibt sie im Geheimen zu und bleibt vor dem Steinigen und etwas steilen Weg stehen. „Wär´s dir lieber gewesen wenn es qualvoll eingegangen wäre?!“ fragt Vegeta sie jetzt der ihr seine Hand hinhält um ihr raufzuhelfen. „Nein...“ schaut Bulma zu ihm auf und ein schwaches, akzeptierendes Lächeln huscht über ihr Gesicht, bevor sie seine Hand ergreift und sich von ihm hochziehen lässt. „Ja, er hat recht.“ wiederholt sie noch mal in Gedanken als sie mit seiner Hilfe den Steinigen Weg erklimmt. Dadurch das er der Mutter des Kleinen den Gnadenstoß versetzt hat, erkennt Bulma das er es nicht übers Herz gebracht hätte sie bis zum entgültigen Tod leiden zu lassen. „Du hast wirklich kein so böses Herz wie alle glauben.“ verkräftigt sie ihre Meinung über ihn und folgt ihm stumm zurück bis zum Raumschiff.

 

Als sie wieder vor dem Raumschiff stehen erkennen sie das hier nicht genügend Platz vorhanden ist um das Raumschiff in seine normale Position zu stellen und zu reparieren. Eine Flache und übersichtliche Stelle am Wasser wäre ideal um ein Notlager zu errichten. „Brauchst du noch irgendwas vom Raumschiff?“ spricht Vegeta sie jetzt an. „Nein, ich hab das nötigste im meiner Tasche!“ deutet Bulma auf ihre Gürteltasche. „Na fein!“ kommt es noch von Vegeta ehe er sich kurz erhebt um den Knopf an der Einstiegsluke zu betätigen. Mit einem „Poff“ ist das Raumschiff auch schon in eine Kapsel gepackt und Vegeta hebt sie vom Boden auf. „Hier steck sie ein!“ übergibt er sie Bulma die sie gleich in ihr Capsule-Case packt. „Was machen wir jetzt?“ fragt sie ihn mit einem Anflug von Besorgnis. „Wir suchen uns eine geeignete Stelle wo wir unser Lager aufschlagen.“ erklärt Vegeta kurz und klettert erneut auf den Felsen neben der Quelle. Bulma wird wieder etwas schwindlig und sie setzt sich. „Ich schlage vor wir gehen in die Richtung, dort weiter hinten liegt ein See. Der wäre ideal!“ kommt Vegeta auch schon wieder herunter und deutet in die Richtung. „Dazu müssen wir aber erst den Abstieg schaffen.“ wendet er sich Bulma zu die jetzt etwas blass wirkt. „Ja, aber warum eigentlich gehen? Du kannst doch fliegen.“ zieht sie den Zipp an ihrem Overall etwas auf. „Zum Fliegen ist die Luft zu dünn, das wäre zu anstrengend. Ich allein würde es vielleicht schaffen, aber mit dir im Schlepptau?“ macht er ihr die Lage klar. „Ach, so...“ haucht Bulma schwach aus. „Wir müssen also zu Fuß gehen.“ fängt Vegeta wieder an. „Außerdem weiß ich nicht ob außer uns noch jemand hier ist. Es wäre besser wenn wir nicht unnötig auffallen.“ erklärt er ihr weiter und schaut aufmerksam um sich. „Mh... dann sind wir so was wie illegale Einwanderer.“ schmunzelt Bulma die wieder ihre Hand an die Stirn legt. „Mh... ja genau!“ grinst Vegeta. „Egal wer noch hier ist, wir müssen damit rechnen das er oder sie das Aura-Spüren beherrschen. Oder Scouter zur Verfügung haben. Das erschwert das Ganze!“ hängt er dem an. „Du siehst schlecht aus, was ist mir dir?“ fragt er sie jetzt. „Mir ist nur etwas übel sonst nichts.“ antwortet sie leise. „Ist bestimmt das Klima, du bist das nicht gewöhnt.“ macht sich Vegeta seine Gedanken dazu. „Ich nehm gleich ein Mittel dagegen, dann geht’s bestimmt gleich wieder.“ holt Bulma ihr Capsule-Case aus der Tasche. „Also gut... dann machen wir erst noch eine kleine Pause und gehen dann los.“ setzt er sich jetzt ebenfalls in den Schatten und lehnt sich an den Felsen.

 

 

25. Kapitel: Gemeinsam über Stock und Stein

 

„Oh Mann!! Wie weit ist es denn noch?!“ kommt es von Bulma die hinter Vegeta nachgeht. Sie sind vor einer Stunde, nachdem sie eine Stunde Pause gemacht haben, losgegangen und machen sich an den Abstieg. Plötzlich bleibt Vegeta ruckartig vor ihr stehen und hält seinen Arm vor sie, sodass sie auch stehen bleibt. „Was ist denn jetzt wieder?!“ entfährt es ihr angenervt. „Pst!!“ zischt Vegeta und richtet seinen Blick angestrengt an die nächste Biegung. Nach einer Weile löst er seine angespannte Haltung und spricht: „Da war nichts, los weiter!“ „Ja ja, du hast leicht reden da vorne!“ zetert Bulma auf einmal los. „Können wir nicht kurz Pause machen? Mir tun die Füße weh und Durst hab ich auch!“ jammert sie weiter. „Nein noch nicht!“ geht er stur weiter. „Oh Mann! Womit hab ich das nur verdient?! Immer lande ich unschuldig in der Scheiße!“ redet Bulma weiter. „Wir sind hier in der reinsten Pampa!!“ streckt sie beide Arme aus und präsentiert die Gesteinsklumpen um sie herum. „Und wem hab ich das zu verdanken?! Dir!“ spricht sie Vegeta jetzt an. „Wieso mir?! Ich hab dich nicht gebeten dich im Raumschiff zu verstecken!“ kontert er. „Ich hab mich nicht versteckt! Ich hab was gesucht, das hab ich dir schon mal gesagt!! Und außerdem, wer hat den das Steuer zu spät hochgezogen?!“ beschuldigt sie ihn jetzt. „Ah, jetzt bin ich wieder an allem Schuld?!“ stemmt Vegeta die Arme in die Hüften und geht weiter. „Ich hab nur das gemacht was du gesagt hast!“ verteidigt er sich jetzt. „Ja, nur leider viel zu spät!!“ kommt Bulma zum Schluß. „Ich frage mich wo du deinen Pilotenschein gewonnen hast!“ zetert sie weiter. „Pilotenschein? Ich hab nie gesagt das ich so was hab!“ erwidert Vegeta. „Darum...!“ hängt Bulma dem zerknirscht an.

Eine Weile herrscht Stille bis Bulma das Schweigen wieder aufgekratzt bricht. „Also echt! Ihr Kerle seid echt zu nichts zu gebrauchen!! Nur Ärger mit euch!“ beginnt sie wieder zu mäkeln. „Ah!! Mein Fuß!!“ schreit sie auf als sie auf einen großen knarrigen Ast, der am Boden liegt, steigt und dieser nachgibt. „Was ist denn?!“ fährt Vegeta herum und schaut zu ihr zurück. „Ich häng fest!“ zerrt Bulma an ihrem Fuß den sie zwischen dem Ast eingeklemmt hat. „Warte!“ kommt Vegeta ihr nun zu Hilfe und hockt sich neben sie um ihr rauszuhelfen. Als Bulma befreit ist richtet sich Vegeta wieder auf und meint grinsend: „Da sieht man´s mal wieder! Ohne Mann an der Seite seid ihr Weiber total verloren!“ „Meinst du, ja?!“ richtet sich jetzt auch Bulma auf und schaut ihn giftig an. „Ja, hat man doch grade gesehen oder?“ wendet sich Vegeta um und geht weiter. „Ich frage mich wie du überleben würdest wenn du allein auf diesem Scheiß Planeten gestrandet wärst?“ geht er weiter ohne sich zu ihr umzusehen. „Pah! Das würde ich auch alleine Schaffen!“ nimmt Bulma die Nase arrogant hoch. „Ach...? Das will ich sehen!“ bleibt Vegeta auf einmal stehen und dreht sich wieder zu ihr um. Bulma, die ihm dicht gefolgt ist, schaut ihn fragend und etwas überrascht an.

Mit einem eleganten Handwink tritt Vegeta zur Seite und weicht ihr aus dem Weg. „Bitte schön, ich überlass dir gern den Vortritt!“ schaut er sie jetzt an als ob er es ihr sowieso nicht zutraut. „Na warte! Dir werd ich´s schon noch zeigen!“ denkt sich Bulma und zieht ein leicht verärgertes Gesicht. „Danke!“ tritt sie energisch an ihm vorbei und übernimmt die Führung. Vegeta zieht einen Mundwinkel hoch, verschränkt die Arme vor der Brust und geht ihr nach. „Na da bin ich mal gespannt!“ schmunzelt er innerlich. „Glaub bloß nicht ich brauche einen Kerl an meiner Seite um weiter zu kommen! Ha!“ plaudert Bulma auf einmal wieder, von sich selbst überzeugt, los. „Ich hab schon schwierigeres gemeistert!“ hängt sie dem Selbstbewusst an. „Na wir werden ja sehen...“ gibt Vegeta gleichgültig zurück und schlendert hinter ihr her.

 

Eine Weile wandern sie so durch das Gebirge. Sie klettern über ein paar niedere Felsen und Gebirgswände. Nach einer 10 Minuten Pause an einem kleinen Bach gehen sie wieder weiter, bis sie an einen schmalen Pfad kommen. Zur rechten Seite erstreckt sich eine hohe, glatte Felswand nach oben. Zur anderen Seite ein bedrohlich tiefer Abgrund der so tief ist das man nicht bis zum Grund, der in der Dunkelheit verschwindet, sehen kann. An der Felswand forttastend gehen sie nacheinander weiter. „Sieht fast aus wie ein Trampelpfad.“ bemerkt Bulma und schaut voraus. „Ich frage mich wie lange das noch so weiter geht?“ fragt sie sich und achtete nicht auf ihre Schritte. „Uahh!!“ entfährt es ihr als sie zu nah an den Abgrund tritt und der Boden unter ihrem Fuß nachgibt. Sie verliert das Gleichgewicht und droht zur Seite hin abzustürzen. Wäre da nicht Vegeta der hinter ihr geht, sie gelassen mit der Linken am Arm packt, sie um sich herum schwingt und sie auf der anderen Seite von ihm, gegen die Felswand wirft. Bei dem Aufprall entfährt ihr ein leichtes „Uff“ und beide gehen zu Boden. Die linke Hand immer noch im festen Griff um ihren rechten Arm schaut Vegeta sie jetzt an. Er hockt neben ihr und schaut sie mit diesem gewissen, überlegenen, Gesichtsausdruck an. „Wehe du sagst jetzt was!“ zickt Bulma ihn trotzig an. „Hab ich nicht vor.“ entgegnet er ihr und steht auf. Er reicht ihr eine Hand zum aufstehen. Doch Bulma, die sein triumphierendes Grinsen bemerkt, nimmt seine Hilfe nicht an und steht aus eigenen Kräften auf um ihm dann mit festem Blick ins Gesicht zu sehen.

„Willst du wieder vorgehen?“ fragt Vegeta sie. „Natürlich! So was bringt mich doch nicht aus der Fassung!“ quetscht sie sich an ihm vorbei und übernimmt wieder die Führung. „Nicht aus der Fassung? Hör mal! Wär ich nicht gewesen dann lägst du jetzt irgendwo da unten!“ kommt es leicht verwundert von Vegeta der wieder hinter ihr her spaziert und die Arme hinter dem Kopf verschränkt. „Na und?! Hab eben noch mal Glück gehabt! Ich bin eben hart im nehmen.“ versucht sie über ihren Schrecken hinweg zu täuschen. „Ja, hast echt Glück gehabt das ich da war!“ beginnt Vegeta zu grinsen. „Sei unbesorgt! Ich bin ja da, ich werde schon auf dich aufpassen!“ setzt er ein weiteres und breiteres Grinsen auf. „Das beruhigt mich ja besonders!“ kommt es von Bulma sarkastisch. Vegeta schaut sie mit einem „Hä?!“ an. „Na wem hab ich denn zu verdanken das ich überhaupt hier bin?! Dir!!“ linst sie verärgert über ihre Schulter zurück zu ihm. „Wieso ich?!“ fühlt er sich unschuldig. „Wer muß denn immer einfach so ins All abheben?! Wer sagt vorher nicht bescheit?! Wer vergewissert sich nicht ob im Raumschiff noch jemand ist der vielleicht nicht ins All will?!!“ braust Bulma auf. „Wärst du nicht auf die bescheuerte Idee gekommen das du mal wieder ins All fliegen willst, wär ich nicht hier und müsste durch die Pampa irren!“ fuchtelt sie mit den Armen herum. „Jetzt fängst du schon wieder mit dem an. Spar dir die Luft! Vor ner Stunde hatten wir das gleiche Thema!“ gibt Vegeta gleichgültig zurück.

Nach diesen Worten herrscht ein paar Minuten Stille, bis sie ans Ende des Weges kommen. „Und was jetzt? Hier geht’s nicht mehr weiter.“ bleibt Bulma stehen und schaut in den Abgrund der sich vor ihr auftut. Da fällt ihr der Baumstamm ins Auge an dem sie gerade vorbeigegangen war, der über die Schlucht liegt und somit diese Seite mit der anderen verbindet. „So, was jetzt Frau Pfadfinderin?“ stemmt Vegeta die Arme in die Hüften und schaut seine Gruppenleiterin erwartungsvoll an. „Da wir in diese Richtung müssen, schlage ich vor wir gehen über den Baumstamm da.“ gibt Bulma ihre Anweisungen. „Von mir aus, also bitte, nach dir.“ gibt Vegeta ihr wieder den Weg über den Baumstamm frei. Bulma setzt einen Schritt auf den Baumstamm und schaut als erstes in die Dunkelheit über die sie gehen soll. „Mh... n...nein...also... geh lieber du zuerst...“ stammelt sie jetzt und tritt schleunig von dem Baum herunter. „Wie du meinst!“ spricht Vegeta und noch bevor Bulma richtig reagieren kann ist er schon auf dem Baumstamm und geht flotten Schrittes dahin, bis über die Hälfte. „Wie kann der nur so ruhig sein?“ schaut Bulma ihm nach. „Was ist? Worauf wartest du? Kommst du heute noch oder was?!“ steht Vegeta jetzt auf der anderen Seite und stellt ein Bein auf den Baumstamm.

„Äh.. ja, ich komm schon...“ geht Bulma mit weichen Knien an den Stamm heran und betritt ihn wieder. Sie geht ein paar Schritte und bleibt dann plötzlich stehen. „Nein!!“ entfährt es ihr, springt wieder vom Baumstamm zurück auf den Weg und lehnt sich an die Felswand. „Was ist los? Wo bleibst du so lange?!“ ruft Vegeta ihr zu. „Du Idiot! Ich hab Angst verdammt noch mal!!“ fletscht sie die Zähne. Vegeta grinst heimlich und meint in ruhigem Tonfall: „Sag das doch gleich.“ Mit diesen Worten kommt er über den Baumstamm zurück zu ihr und tritt an sie heran. Sie drückt sich von der Felswand weg und stellt sich aufrecht hin. „Will er mir jetzt ernsthaft helfen?“ denkt sie sich und ihre Hand legt sich an die Stelle ihres Herzens. Vegeta verbeugt sich vor ihr, schlingt die Arme um ihre Knie und hebt sie hoch sodass sie ihm über die Schulter fällt. „Was zum Teufel machst du denn da?!! Was fällt dir ein?!“ kreischt Bulma auf als sie so Kopfüber von seinen Schultern hängt. „Na was wohl?! Ich helf dir über den Baum! Du brauchst ja sonst noch ewig!“ grinst Vegeta und hüpft über den Baumstamm. „Uwaahhh! Ist das hoch! Schaukel nicht so!“ kreischt Bulma und strampelt mit Armen und Beinen. „Zappel nicht so rum sonst lass ich dich fallen!“ macht Vegeta ihr Angst, obwohl er sie im sicheren Griff hat. „Denk nicht mal dran!“ keift sie weiter und klammert sich an seinen Rücken. „Ich glaub ich komm aus dem Gleichgewicht!“ sekkiert er sie lachend und taumelt einen Schritt zurück. „Uwah!! Nein! Ich will noch nicht sterben!“ krallt sie sich so fest an seinen Rücken das er ihre Fingernägel spürt und zusammenzuckt. „Jetzt bleib ruhig! Im Notfall kann ich immer noch fliegen, vergessen?“ lässt Vegeta seine verarsche jetzt auffliegen. „Genau! Daran hab ich gar nicht gedacht!“ fällt ihr wieder ein und wird ganz ruhig. „So da wären wir ja schon.“ setzt Vegeta seinen Fuß vom Baumstamm und geht weiter.

„Sehr gut, dann lass mich jetzt wieder runter!“ fordert Bulma ihn auf doch er denkt gar noch nicht daran. „Nein, du bist jetzt viel zu hysterisch. Nicht das du dich freiwillig in den Abgrund stürzt.“ verneint Vegeta ihre Bitte und geht weiter. „Hat auch mal was Gutes getragen zu werden, wenn’s nicht so unbequem wäre.“ überlegt Bulma und seufzt. „Mh... wenn ich’s mir so recht überlege? Eigentlich hab ich hier ne´ gute Aussicht!“ beginnt sie jetzt zu grinsen und mit einem klatsch landet ihre Hand auf Vegeta´s Hintern. Über Vegeta´s Gesicht zieht sich eine verlegene Röte, die aber nur von kurzer Dauer ist, denn er fasst sich schnell wieder und holt zum Gegenschlag aus. „Mh... Ebenfalls!“ grinst er schelmisch und lässt mit einem patsch seine Hand auf ihren Po knallen. „Au!! Nicht so doll du Grobian!! Lass mich runter!“ protestiert sie gegen seine Handlung und hämmert mit ihren Fäusten gegen seine Lenden. „Toll, jetzt krieg ich auch noch ne kostenlose Massage. Ähm, da rechts bitte etwas fester!“ neckt er sie und geht weiter. „Uha... ich geb´s auf...!“ stöhnt Bulma und lässt ihre Arme runterbaumeln.

 

Nach ein paar Metern endet der schmale Pfad und das Gelände wird etwas flacher, als Vegeta Bulma wieder auf ihre eigenen Beine stellt. „Danke!“ zieht Bulma ihre Kleidung zurrecht und durchkämt mit ihren Fingern ihr langes Haar. „Sieht aus als hätten wir´s bald geschafft?“ bemerkt Vegeta denn das Gelände ist jetzt weit flacher und besser überschaubar als vorher. Das wilde Gebirge haben sie bald hinter sich und gehen den noch etwas steinigen Weg nach unten nebeneinander her. „Man bin ich fertig!“ stöhnt Bulma hinter Vegeta, der jetzt die Führung wieder übernommen hat, her. „Na toll! Und jetzt?!“ fährt Bulma auf einmal herum als sie genau wie Vegeta den steilen, felsigen Hang hinunter schaut. „Wie sollen wir da runter kommen?!“ hängt sie dem an.

„Wir können es kompliziert angehen und runterklettern. Das würde aber etwas dauern.“ beginnt Vegeta sich das durch zu rechnen. Bulma schaut ihn verzwickt an denn sie hat nicht besonders Lust jetzt einen auf Bergsteiger zu machen. „Wir können aber Zeit sparen und wir fliegen runter.“ rechnet Vegeta noch immer. „Ich dachte die Luft ist zu dünn zum fliegen und das wäre zu anstrengend?!“ will Bulma ihn beschuldigen warum er nicht schon früher vorgeschlagen hat ein Stückchen zu fliegen. „Stimmt, es ist sehr anstrengend und man braucht viel Energie. Aber das sind nur um die 200 Meter. Das ist zu schaffen!“ erklärt Vegeta ihr. „Ja super! Da ist dann das nächste Problem! Ich kann nicht fliegen!“ macht Bulma jetzt auf ihr Handikap aufmerksam. „Glaubst du das weiß ich nicht?!“ schaut Vegeta sie von der Seite an. „Also, was meinst du? Ist es dir lieber zu klettern oder wagst du es dich auf mich zu verlassen und dich von einem Grobian runterfliegen zu lassen?“ schaut Vegeta wieder den Hang hinunter. Bulma schaut ihn irritiert an. „Sollte das GROBIAN vorhin, ihm etwa etwas ausgemacht haben?“ überlegt sie kurz, verwirft die Überlegung aber schnell wieder denn so sensibel ist er nicht, im Gegenteil.

„Also gut! Ich vertraue dir!“ stimmt Bulma seinem zweiten Vorschlag zu und schaut ihm in die Augen. In diese dunklen Augen die sie jetzt etwas verwirrt ansehen. „Sie will mir Vertrauen?!“ schießt es Vegeta durch den Kopf und irgendwie wünscht er sich sie hätte das nicht gesagt. „Aber komm nicht auf dumme Gedanken!“ ermahnt sie ihn frech. „Keine Angst, auf so was hab ich jetzt echt keinen Bock!“ antwortet er ihr und tritt an sie heran. „Also dann! Auf geht’s! Halt dich fest!“ fordert er sie auf und legt einen Arm um ihr Taille. Kaum hat Bulma ihre Arme um seinen Hals geschlungen heben sie auch schon vom Boden ab und gehen im Sinkflug dem Fuß des Gebirges entgegen. Vegeta fliegt langsam, schon fast behutsam vorsichtig, denn Bulma scheint sehr aufgeregt und etwas ängstlich zu sein. Das merkt er dadurch das sie ihm fast die Gurgel zudrückt. „Willst du lebend hier runter kommen?“ fragt er sie heißer. „Ja wieso?“ schaut sie ihn mit großen Augen an. „Dann hör auf mich zu würgen!“ macht er sie auf ihren Klammergriff aufmerksam, den sie sofort lockert.

Nach wenigen Minuten landen sie am Fuße des Gebirges und schauen gemeinsam zurück. Erleichtert atmen Beide aus und schauen sich an. „Die erste Hürde ist genommen!“ grinst Vegeta sie an. „Ja, fürs erste hab ich genug. Lass uns jetzt Pause machen.“ kommt es von Bulma etwas außer Atem und schaut sich um. „Gute Idee, ich kann auch ne Pause brauchen.“ beginnt Vegeta schwach zu keuchen. Das Fliegen hat ihm viel Energie gekostet und er sieht plötzlich alles leicht verschwommen. „Was ist? Geht’s dir nicht gut?“ wendet sich Bulma ihm besorgt zu. „Geht gleich wieder. Da ist ein Fluss, wir ruhen uns dort ein wenig aus, dann geht’s weiter!“ geht er ihr voran zu dem kleinen Fluss. Bulma folgt ihm und setzt sich auf einen der großen Steine im Schatten um in ihrer Gürteltasche zu kramen. Vielleicht konnte sie darin etwas finden das ihnen von nutzen sein konnte. Vegeta hat sich auf den Boden gesetzt und an den Stein gelehnt. Müde schließt er die Augen um wieder Kraft zu sammeln. „Hier!“ hält Bulma ihm jetzt einen Becher mit Wasser hin. Sie hat in einer ihrer Kapseln einen Koffer mit etwas Geschirr gefunden. „Ich hab´s Analysiert. Man kann es ohne bedenken trinken.“ erklärt sie und hält den Analysethermometer hoch. Vegeta grinst, denn so was Ähnliches hatte er von ihr erwartet, und greift nach dem Becher. „Schon seltsam hier, oder?“ beginnt sie von neuem zu sprechen. Vegeta ist nur ein leises „Mhm...“ zu entlocken. „Wie spät es wohl ist?“ fragt sie sich selbst und starrt auf ihre kaputte Armbanduhr die bei der Landung zu Bruch gegangen war und schnallt sie ab. „Nach der Sonne ist es ungefähr Mittag...“ antwortet Vegeta ihr der die Augen jetzt wieder schließt. „Was meine Eltern wohl gerade machen? Sie machen sich bestimmt Sorgen...“ zieht sie ihre Knie an den Körper und schaut vor sich hin.

Eine Weile sitzen sie einfach so da und ruhen sich aus. Das Klima ist warm, um nicht zu sagen heiß. Warmer Wind wirbelt Staub der Steppenähnlichen Gegend auf. „Hier können wir nicht bleiben, das steht schon mal fest!“ überlegt Vegeta der jetzt wieder die Augen aufschlägt und um sich schaut. Der Boden ist von der Trockenheit rissig und das Gras ist graubraun. Der kleine Fluss ist seicht und es ist nur eine Frage der Zeit bis er austrocknet. Es wundert ihn das nicht mehr Tiere oder ähnliches an den Fluss kommen um zu trinken. Der kleine Fluss scheint die einzige Wasserquelle im Umkreis von einigen Kilometern zu sein. Beunruhigt wendet er den Blick zurück ins Gebirge. Ein seltsamer Geruch wird mit dem Wind in seine Richtung getragen. Es richt eindeutig nach Fell. Fell von Tieren.

„Ha! Was für ein Glück! Ich hab eine Motorrad-Kapsel gefunden!“ freut sich Bulma, die die Kapseln in ihrem Capsule-Case studiert hat und hält das Gute Stück hoch. „Vegeta?“ wendet sie ihren Blick zu ihm um als sie keine Antwort bekommt. „Aber wo ist er denn hin?!“ springt sie vom Stein, auf den sie bis jetzt gesessen hatte, auf und schaut um sich. „Was fällt dem ein mich hier allein zu lassen?!“ stemmt sie ihre Arme verärgert in die Hüften. „Mh... vielleicht ist er nur mal für kleine Jungs?“ überlegt sie und ihr Blick fällt zurück aufs Gebirge. „Aber! Was macht er denn da?!“ fährt sie herum als sie Vegeta oben, zwischen den Felsen über die sie hinweggeflogen sind, hängen sieht. „Was soll das werden?!“ ruft sie zu ihm nach oben. „Pst!!“ zischt er zurück, wendet sich kurz um und hält einen Finger vor den Mund. Bulma schaut ihn fragend an.

Vegeta wendet seinen Blick zurück zu den seltsamen Tieren die in ihre Richtung zu kommen scheinen. Es ist so eine Art Rudel. Sie sehen aus wie zu groß geratene Wölfe, bewegen sich aber wie Raubkatzen. Es ist ein Rudel von 6 Tieren, die in ihre Richtung kommen. Sie schienen einer Fährte zu folgen, denn sie suchen und senken ihre Nasen bis an den Boden. Die 1 ½ Meterhohen Tiere schnüffeln und suchen verwirrt den Boden nach der Fährte ab. Sie scheinen sie verloren zu haben denn sie gehen mal ein Stück zurück, mal ein Stück nach vorn. Da fällt Vegeta ein, das ihm weiter oben im Gebirge ein dunkler Fleck, der genauso gut eine Höhle oder ähnlich sein konnte, ins Auge gefallen war. Er kümmerte sich nicht großartig darum denn in dem Moment war er gerade dabei mit Bulma darüber zu streiten, wer für die Lage in der sie sich befinden verantwortlich ist. „Was suchen die?!“ denkt sich Vegeta und verengt seinen Blick. Ganz oben schleicht ebenfalls eines dieser Wesen herum und schnüffelt aufmerksam. Er scheint etwas gefunden zu haben und gibt den anderen ein leises Signal. Jetzt fällt es Vegeta wie Schuppen von den Augen, das Fellbedeckte Wesen steht genau an der Stelle wo er mit Bulma nach unten geflogen ist. „Verdammt! Die suchen uns!“ knirscht er und macht sich schleunigst auf den Rückweg.

„Was ist denn da oben?“ fragt Bulma ihn neugierig als er bei ihr ankommt. „Soll ich´s ihr sagen?“ überlegt er noch schnell, denn er möchte eine Panik ihrerseits vermeiden. „Ähm... hab mich nur umgesehen!“ antwortet er ihr. „Ach so. Übrigens! Ich hab ein Motorrad!“ beginnt sie jetzt zu grinsen und hält Vegeta die Kapsel vor die Nase. Vegeta´s Augen werden groß und ein grinsen bildet sich auch in seinem Gesicht. „Perfekt! Das ist genau das was wir jetzt brauchen! Los! Aktivier sie!“ fordert er Bulma auf. „Wieso das? Wollen wir nicht noch etwas Pause machen?“ will sie ihn umstimmen. „Nein! Wir sollten zusehen das wir hier wegkommen!“ gibt er zurück und wendet einen beunruhigten Blick zurück ins Gebirge. „Worauf wartest du?! Heute noch wenn’s geht!“ fährt er Bulma jetzt an die noch nichts dergleichen tut. „Ja ja, nur mal schön ruhig!“ kommt es von ihr noch genervt bis sie endlich den Knopf drückt und die Kapsel auf den Boden wirft. Ein flottes Motorrad kommt zum Vorschein und Bulma präsentiert stolz: „Bitte schön! Das hab ich damals selbst entworfen!“ „Na hoffentlich taugt´s auch was?!“ grummelt Vegeta und geht darauf zu. „Was soll denn das heißen?! Natürlich! Es ist zu dem auch noch schnell!“ erklärt Bulma und gesellt sich zu ihm. „Das ist gut!“ linst Vegeta erneut über seine Schulter zurück zum Gebirge wo er diese felligen Wesen beobachtet hatte. Und diese Wesen scheinen bereits näher zu kommen, denn der Geruch von dem Fell wird immer intensiver.

„Los! Wir sollten fahren!“ fordert Vegeta, der sich aufs Motorrad schwingt, Bulma auf auch endlich aufzusteigen. „Na gut! Aber rutsch gefälligst nach hinten! Wenn du nicht mal nen Pilotenschein hast, hast du auch sicher keinen Führerschein also kannst du das Motorrad auch nicht fahren!“ fordert sie ihn mit einer deutlich Handbewegung auf. Erst jetzt fällt Vegeta ein das sie ja Recht hat denn er könnte dieses Ding nicht fahren. Also lässt er ohne irgendwelche Gegenworte den Lenker los und rutscht nach hinten um ihr Platz zu machen. „Na dann wollen wir mal!“ kommt es von Bulma die sich vor ihn setzt und den Zündschlüssel dreht. „Du kannst dich geehrt fühlen von mir gefahren zu werden!“ grinst sie jetzt zu Vegeta nach hinten. „Laber nicht rum! Fahr endlich! Du kannst dich geehrt fühlen das ich überhaupt mitfahre!“ knirscht Vegeta zurück. „Also gut. Halt dich an mir fest!“ setzt sie den Fuß ans Pedal und dreht das Gas am rechten Lenker auf sodass der Motor aufheult und die Maschine nach vorn springt. Vegeta hatte zuerst eigentlich nicht vor sich bei ihr zu halten, doch bei diesem Ruck nach vorn hätte es ihn fast hintenüber geworfen und so kam es zu der Reflexbewegung das er sich jetzt doch an ihrer Taille festhält. „Zum Glück sieht das keiner!!“ zuckt Vegeta nervös mit der linken Augenbraue. „Ich lass mich hier von einer Frau durch die Gegend fahren! Nein..., wie erniedrigend!“ hängt er dem an und wendet seinen Blick kurz nach hinten um zu sehen ob diese Wolfsviecher sie vielleicht verfolgen. Und nein, keine Spur von ihnen, er konnte sie jedenfalls nirgends entdecken.

Doch sie wurden gesehen. Von dem einen Wolfartigen Wesen welches jetzt durch das Gestein auf die Ebene springt. Es setzt sich hin und schaut dem davonfahrendem Objekt, welches eigentlich ihre Beute sein sollte, nach.

 

Das Motorrad ist wie Bulma gesagt hat sehr schnell. So schaffen sie einige Kilometer in der Hitze der Steppe. Vegeta beobachtet aufmerksam das niedrige Strauchwerk an dem sie laufend vorüberfahren. Die Steppe ist gut zu überschauen. Es ist sehr heiß, nur der Fahrtwind frischt die beiden Reisenden etwas auf. Die heiße Luft brennt in den Augen und in der Lunge. Bulma klopft das Herz fast bis zum Hals, denn Vegeta´s Hände ruhen immer noch auf ihrer Taille.

Vegeta hat auch nicht vor sie dort weg zunehmen. Sie fühlt sich gut an. Nie hätte er gedacht das sie ihn einmal, wenn auch unfreiwillig, auf einer Weltalltour begleiten würde. Was würden sie gemeinsam noch alles auf diesem fremden Planeten erleben? Welchen Gefahren würden sie sich noch stellen müssen? Würden sie die Erde jemals wieder sehen? Solche und ähnliche Fragen gingen ihm im Kopf herum. Doch vor allem wusste er eines, er musste sie unter jeden Umständen beschützen. Ihr darf nichts geschehen. Erstens schon mal weil er dann selbst diesen Planeten niemals verlassen würde, und zum zweiten weil sie etwas Besonderes für ihn ist. Die ganze Zeit schon.

Am liebsten würde er sie an sich drücken. Es ihr sagen, aber da ist etwas in ihm das es nicht zulässt. Und das ist gut so, denn in ihm ist noch etwas anderes, gefährliches, und das könnte ihr verderben sein.

Als Bulma aufschreit wird Vegeta aus seinen Gedanken gerissen. Ihm ist gar nicht aufgefallen das sich die Gegend verändert hat. Die Sträucher und Grasflächen wurden immer rarer, der Boden immer trockener und Sandiger. Das Vorderrad versinkt plötzlich im Sand und das Motorrad schlägt einen Salto. Mit gemeinsamem Aufschrei landen sie gemeinsam im heißen Wüstensand der zu allen Seiten wegspritzt. Nach einer Weile legt sich der feine Staub wieder.

„Ich hoffe du liegst bequem?!“ knurrt Vegeta, öffnet seine zusammengekniffenen Augen und schaut Bulma an. Sie liegt auf ihm und er hat einen Arm um ihre Schultern. Er hat sie im Sturz aufgefangen und vor dem Aufprall geschützt. Bulma wagt nicht sich von der Stelle zu rühren. Es war lange her das sie jemand so im Arm gehalten hatte, das sie sich so beschützt gefühlt hatte. Leise atmet sie und horcht seinem unruhigen Herzschlag. Vegeta wird es langsam etwas unwohl in seiner Haut als sie sich so an ihn kuschelt und spricht sie noch mal an: „He! Alles klar?!“ „Bitte..., nur noch kurz ja?“ murmelt Bulma und schluckt eine heimliche Träne hinunter. Sie beginnt leicht zu zittern, bemerkt Vegeta und legt seine Hand auf ihren Hinterkopf. Bulma zuckt unter der Berührung zusammen, denn damit hatte sie nicht gerechnet. Sie entspannt sich wieder, doch im nächsten Moment krallt sie ihre Finger in sein T-Shirt und lässt den Kopf auf seine Brust sinken als ihr klar wird das sie Beide bei dem Sturz hätten sterben können. Leise beginnt sie zu schluchzen und vergräbt ihren Kopf an seiner Brust.

Vegeta lässt sie und richtet seinen Blick starr nach oben, in den hellblauen bis türkisen Himmel wo eine große Sonne herunterbrennt. Er hebt die andere Hand zum Schutz seiner Augen und in diesem Moment fährt Bulma hoch. „Es... es tut mir leid!“ dreht sie sich von ihm weg und wischt sich die Tränen ab. Vegeta richtet sich auf und schaut sie besorgt an. „Es tut mir leid, ich sollte mich nicht so gehen lassen.“ spricht sie mit etwas festerer Stimme weiter, steht auf und geht zum Motorrad welches ein Stück von ihnen weg liegt.

Vegeta schaut ihr in Gedanken nach. Diese Nähe hat ihn an Gestern erinnert, wo er sie einfach so im Vorraum geküsst hatte. Er weiß jetzt noch nicht warum er das getan hat. Jedenfalls wollte er nur deswegen mal wieder weg und raus ins All, um darüber nachzudenken und dem ganzen Zeit zu geben damit es sich wieder legen kann. Dieses Gefühl. Nur deswegen war er Heute Aufgebrochen. Das es damit enden würde das er nun mit Bulma ganz allein auf einem wildfremden Planeten landen würde, hätte er nicht Gedacht. Und irgendwie gefällt ihm der Gedanke allmählich.

Hier sind sie fern von den ganzen Problemen und Einstellungen der Erde, dieser Welt in der er als Saiyajin einfach nicht zu passen scheint. Jedenfalls ist er froh nicht allein auf einem fremden Planeten gestrandet zu sein, und die Chance das sie wieder zurück zur Erde kommen ist fraglich. Er alleine würde nicht zurückkommen können. Dafür fehlt ihm das technische Wissen wie man ein Raumschiff repariert, und so wie das Raumschiff aussieht, als er wegen Bulma noch mal im Inneren war, muss dieses repariert werden.

„Also, mit dem Motorrad kommen wir hier nicht weiter.“ holt Bulma, Vegeta aus seinen Gedanken. „Vielleicht sollten wir umkehren?“ fragt Bulma in den Wind und schaut zurück. „Das hätte keinen Sinn. Wir können nur in diese Richtung!“ steht Vegeta jetzt auf und zeigt in die genannte Richtung. Die Richtung in die er zeigt, führt sie in die Wüste. „Das ist nicht dein Ernst oder?“ kommt es von Bulma seufzend. „Und wie ernst!“ schaut Vegeta sie an. „Es wird nicht leicht, aber wir werden es schon schaffen!“ schaut er wieder in die Wüste, wo der Boden von der Hitze flimmert. „Es ist nicht weit! Nach der Wüste kommt eine Grünfläche, das hab ich von oben gesehen!“ erzählt er ihr. „Na wenn du´s sagst?“ stemmt Bulma ihre Arme in die Hüften und stellt sich an seine Seite. „Na dann, wollen wir mal!“ will Bulma bereits losgehen bis Vegeta sie noch mal aufhält. „Bist du sicher?“ fragt er sie und schaut sie besorgt an.

Nach einer Weile bekommt er eine leise Antwort von ihr: „Ja, was anderes bleibt uns sowieso nicht übrig. Ich habe nicht vor hier zu bleiben und auf den Tot zu warten!“ wendet Bulma sich ihm zu und schaut ihn mit diesen funkelnden Augen an. „Und du bist sicher du schaffst das?“ hackt Vegeta nochmals nach. „Klar! Ich muß mich eben mal zusammenreißen! Wenn ich etwas will dann schaff ich das auch!“ blinzelt Bulma ihm zu und geht los. „Na gut!“ kommt Vegeta zum Schluß und folgt ihr. Wenn sie so eine Einstellung hat dann dürfte der Marsch durch die Wüste kein größeres Problem darstellen. „Bin gespannt wie lang sie durchhält?!“ denkt sich Vegeta im Geheimen.

Bulma hat zwar verkündet und sich vorgenommen sich zusammenzureißen und zu beherrschen, damit es zu keinem hysterischen Anfall oder was Ähnlichem kommt, doch so ganz kann Vegeta ihr nicht glauben. Noch weiß er nicht das er mit der Vermutung, das Bulma Probleme machen wird, so ziemlich ins Schwarze getroffen hat.

 

Seit drei Stunden sind Bulma und Vegeta nun schon unterwegs. Unterwegs durch die brennend heiße Wüste eines wildfremden Planeten. „Verflucht! Wann sind wir endlich da?!“ faucht Bulma von hinten nach vor zu Vegeta. „Es dauert nicht mehr lange!“ antwortet dieser ihr kurz. „Das hast du vor 3 Sanddünen auch schon gesagt!!“ zischt sie zurück. „Gib´s zu! Wir haben uns verlaufen!“ versucht sie ihm die Schuld zu geben da er die Führung übernommen hat. „Nein! Es dauert wirklich nicht mehr lange! Da hinten muß bald die Grünfläche auftauchen!“ versucht er sie zu beruhigen und hängt ein halblautes „Irgendwann...“ an. „Bist du da sicher?! Also, bis jetzt seh ich noch nirgends irgendwo so eine Grünfläche von der du fantasierst!! Was ich sehe das ist Sand, Sand und noch mal Sand!!“ kritisiert sie ihn. „Na toll, jetzt ist es bald soweit!“ murmelt Vegeta in sich hinein, denn er ahnt schon das seine Befürchtungen jetzt von Bulma in die Tat umgesetzt werden.

„Und diese Hitze!! Sie ruiniert meine zarte Haut! Wenn ich noch länger dieser Hitze ausgesetzt bin sehe ich bald aus wie eine verbrannte schrumplige alte Oma!“ nimmt sie die Hände an die Wangen und stellt sich ihr altes ich vor. „Oh nein!! So krieg ich dann nie wieder einen Mann!!“ kreischt sie jetzt auf. „Aber wozu brauch ich denn einen Mann?!“ schwingt sie jetzt um. „Kerle machen nur Probleme!“ erklärt sie mit überzeugter Stimme. „Als ich noch jung und unschuldig war habe ich mir vorgenommen einen netten Freund zu haben, den zu Heiraten und viele Kinder von ihm zu kriegen!“ beginnt sie begeistert zu erzählen.

„Das war mein größter Traum!“ hängt sie dem an und schlägt die Handflächen zusammen. „Ich hätte so glücklich sein können, wenn es so gekommen wäre...“ wirkt sie jetzt leicht niedergeschlagen. „Aber nein!! Ich muß ja immer nur Pech haben!“ bekommt ihr Gesicht einen leicht gereizten Ausdruck und stemmt ihre Arme in die Hüften. „Ich habe meine besten Jahre mit Yamchu verschwendet!“ bemitleidet sie sich selbst. „Selber schuld!“ murmelt Vegeta vor sich hin der sich ihr Gejammer anhören darf. „Ich hätte mich nie auf die Suche nach den Dragon Balls machen sollen! Das hat mir die ganzen Probleme erst eingebrockt! Ich hätte Son-Goku und Yamchu nie kennen gelernt! Ich hätte mein Leben einfach normal weitergelebt! Vielleicht wäre ich jetzt dann schon glücklich verheiratet und hätte ein paar niedliche Kinder?!“ fährt sie wieder auf.

Und so geht es eine schöne Zeit lang weiter. Solange bis sie alles Erzählt hat. Wie sie Son-Goku kennen gelernt hat. Welche Abenteuer sie überstanden haben. Was sie an dem Ganzen alles schon bereits bereut hat. Wie sie mit Yamchu zusammen gekommen ist. Und welche Fehler er hat. Sie erzählt von den Kampfturnieren bei denen sie die Kämpfe ihrer Freunde beobachtet hat. Den Kampf gegen den Oberteufel Piccolo und ein paar Jahre später dann den Kampf von Son-Goku gegen Piccolo Junior. Und dann erzählt sie von dem Tag als Radditz auf die Erde kam und Son-Gohan entführt hat, bis hin zu den Abenteuern die sie auf Namek erlebt, oder besser, überlebt hatte.

„Als ich noch jung war habe ich mir immer vorgestellt wie es ist auf einer einsamen Insel zu stranden. Nur ich und ein charmanter junger Mann!“ beginnt sie plötzlich aus dem Nichts zu schwärmen. „Ich dachte mir wie romantisch das wohl sein würde?!“ legt Bulma ihre Hände erneut auf ihre Wangen und wird kurz rot. „Und da merkt man dann wieder was für ein Pech ich habe! Pah! Von wegen, einsame Insel mit romantischer Begleitung?!“ wird sie wieder wütend. „Das einzige was ich kriege ist eine Bruchlandung auf irgendeinem Planeten am Arsch des Universums mit dem wohl unromantischsten Typen den ich kenne!!“ fährt sie herum und fuchtelt mit den Armen herum. „Verdammt! Ich halt das nicht mehr aus! Ich will hier weg!!“ ist Bulma jetzt der Verzweiflung nah.

„Jetzt halt man den Rand ja?!!“ fährt Vegeta blitzschnell herum und steht jetzt nah vor ihr. „Glaubst du mir gefällt´s hier?! Meinst du ich hab so scharf drauf mit einer Furie wie dir hier auf diesem Scheiß Planeten zu verrecken?!“ baut sich Vegeta bedrohlich vor ihr auf. Das Maß war voll, übervoll. Über eine Stunde hat er ihr Gemecker jetzt stillschweigend ertragen. Sie einfach reden lassen. Doch jetzt ist es ihm zu viel geworden und bringt sie auf seine aggressive Weise zum Schweigen. „Und jetzt halt den Kiefer still, sonst vergess´ ich mich!!“ funkelt er sie, gefährlich und außer sich, an. Bulma stockt der Atem, sie ist so erschrocken über ihn.

So wütend hatte sie ihn schon des längeren nicht mehr gesehen. Sie hat regelrecht Angst vor ihm. Ihre Augen zittern unsicher und ihre Lippen beginnen zu beben. Sie ist für Heute mit den Nerven am Boden, am liebsten würde sie anfangen zu heulen. Als Vegeta das bemerkt und sich erst so richtig bewusst wird das er ihr Angst macht, dreht er sich von ihr weg und geht ohne ein Wort einfach weiter. Bulma steht noch kurz an der Stelle und als sich ihr schrecken löst geht sie ihm zögernd nach. Sie schluckt ihre Tränen hinunter, es fällt ihr schwer zu atmen. Sie ist so durcheinander, fühlt sich so hilflos und allein gelassen.

Vegeta wusste das er nicht so hart mir ihr umspringen hätte sollen, aber ihm platzte einfach der Kragen. Es tat ihm zu seiner eigenen Verwunderung schon leid das er sie so angeschrieen hat. Wie sollte sie auch mit dieser Situation fertig werden, sie ist so etwas nicht gewohnt. Sie ist es nicht gewohnt allein auf fremden Planeten umzuirren. Für sie scheint die Lage in der sie sich befinden aussichtslos zu erscheinen. Das beweißt das sie viel zu zerbrechlich für eine Welt wie diese ist. Eine Welt aus der er kommt und in die ein Großteil von ihm gehört.

So gehen sie einige Minuten stumm hintereinander her. Bis Bulma plötzlich und leise das Schweigen bricht: „Vegeta...“ Vegeta horcht auf, dreht sich aber nicht zu ihr um. „Vegeta, es tut mir leid.“ spricht sie leise weiter. Vegeta schaut verwundert auf und linst unauffällig nach hinten denn Bulma´s Stimme klingt so gelassen, so ruhig. „Bis jetzt hab ich mich nur beschwert..., mich nur aufgeregt..., dich immerzu nur kritisiert.“ kommt es niedergeschlagen von ihr. „Bis jetzt hab ich immer nur dir die Schuld gegeben. Dabei hat keiner von uns Schuld an unserer Lage. Es tut mir leid.“ redet sie weiter und senkt den Blick zu ihren Füßen die durch den heißen Sand gehen. „Es tut mir leid, das ich mich immer so gehen lasse. Aber... ich bin eben...“ bricht sie ihren Satz ab.

„Was? Eine Zicke?!“ kommt es knapp von Vegeta. Bulma wirft ihm erst einen verärgerten Blick zu der sich aber schnell wieder ändert und sanft wird. „Ja...“ gibt sie ihm recht und lächelt schwach. „Schon gut. Ich bin schon mit anderem fertig geworden als mit einer Zicke wie dir.“ grinst Vegeta jetzt und heitert Bulma damit auf seine Weise etwas auf. Bulma muß kurz schmunzeln doch schlagartig wird ihr Blick wieder ernst und sie bleibt stehen. Vegeta bemerkt es, bleibt ebenfalls stehn und dreht sich zu ihr um. Vor Bulma´s Augen verschwimmt für einen kurzen Moment seine Gestalt. Die Hitze macht ihr als Mensch sehr zu schaffen.

„Vegeta...“ spricht sie ihn leise an, senkt kurz ihren Blick um im nächsten Moment wieder klar aufzublicken und ihm fest in die Augen zu sehen. „Jetzt mach ich es offiziell!“ spricht sie ihre Gedanken halblaut aus ohne den Blick aus seinen dunklen Augen zu nehmen. Vegeta weiß nicht was sie damit bezweckt, aber er sollte es bald erfahren. „Vegeta..., ich bitte um deinen Schutz!“ spricht sie mit fester, starker Stimme.

Vegeta schaut sie erst irritiert an und zieht eine Augenbraue hoch. Nach ein paar Sekunden prustet Vegeta los und dreht sich mit lautem Lachen wieder um. „Was soll das denn jetzt?!“ denkt er sich im Geheimen irritiert. „Tu ich das nicht schon die ganze Zeit?“ fragt er Bulma jetzt amüsiert. „Ja, ich weiß. Aber ich habe es bis jetzt leider versäumt dich offiziell darum zu bitten.“ erklärt sie ihm und nimmt eine Hand an die Stelle ihres Herzens. Vegeta hört auf zu lachen und schaut ernst vor sich auf den Boden.

„Es ist nicht selbstverständlich das du mich beschützt. Und trotzdem tust du´s. Warum?“ fragt Bulma ihn und schaut ihn mit zitternden Augen an. „Keine Ahnung!“ kommt es von Vegeta knapp und ohne jede Emotion. „Los! Wir sollten hier keine Wurzeln schlagen!“ fordert er sie auf und geht weiter. „Ja.“ stimmt sie ihm zu und folgt ihm mit einem beruhigten Lächeln.

 

„Verflucht! Wann nimmt diese Scheiß Wüste mal ein Ende?!“ fragt sich Vegeta im Geheimen und nimmt eine Hand als Schutz vor der Sonne über die Augen. Laut seinen Berechnungen die er im Gebirge angestellt hatte müssten sie bald aus der Wüste kommen, aber bis jetzt ist noch keine Grünfläche zu sehen. Wenn sie nicht bald in ein kühleres Gebiet kommen würden und Wasser finden ist es vorbei. Selbst ihm macht diese Gnadenlose Hitze so langsam zu schaffen. Zielstrebig und Eisern geht er seinen Weg zum anderen Ende der Wüste weiter.

Er bemerkt nicht das Bulma immer weiter zurück fällt. Erst als er ein Geräusch hört, das sich anhört als ob ein Körper in den Sand fällt dreht er sich zu ihr um. Bulma ist mit ihren Kräften am Ende und ist ihre volle Länge hingeschlagen. Kraftlos, bewegungslos liegt sie am Boden und Atmet schwer. Ihre Aura wird immer schwächer bemerkt Vegeta als er zu ihr zurück geht und sie anspricht. „Ich... kann nicht...mehr...“ haucht Bulma und schließt die Augen. „Du musst mich hier lassen... Geh alleine weiter.... und grüß meine Eltern von mir...“ redet sie wie in Trance.

„Hey! Du wirst doch jetzt nicht aufgeben?! Ich werde keine Grüße ausrichten!!“ kniet er sich zu ihr und richtet sie etwas auf. Jetzt erkennt er das sie wirklich nicht mehr im Stande ist auch nur einen Schritt zu tun.

So kommt es das er sie Huckepack nimmt und weiter geht. Er beschleunigt seine Schritte ein wenig, Bulma musste hier weg. Weg, raus aus dieser Hitze, in den Schatten. Sie braucht dringend Wasser, ihre Lippen sind ausgetrocknet und ihr Körper glüht von der Sonne. Sie schwitzt sehr in ihrem Arbeits-Overall. „Los! Unterhalte dich mit mir!“ spricht er sie beschwörend an und Bulma blinzelt ein wenig auf. Auf seine Aufforderung hin hat sie sich ein wenig mit ihm unterhalten. Sie hatte ihm von dem einen und dem anderen erzählt was sie in der Zukunft noch gerne tun möchte.

Ihre Stimme zu hören vergewisserte ihn das sie noch nicht im ganz kritischen Stadium ist. Doch seit ein paar Minuten ist es verdächtig Still auf seinem Rücken geworden. Bulma hat das Bewusstsein verloren und lässt ihre Arme über seine Schultern nach vorn herunter baumeln.

 

 

26. Kapitel: Fremde Welt

 

„Mh! Der Kuchen ist echt lecker!“ schwärmt Bulma und mampft eine Gabel voll Obstkuchen hinein. „Ja, der schmeckt mir auch am besten.“ gibt ihr ihre Mutter, die ihr gegenüber sitzt, lächelnd recht. „Wo ist eigentlich Vegeta Heute?“ fragt Mrs. Briefs ihre Tochter jetzt. „Keine Ahnung! Der Trainiert irgendwo!“ antwortet sie kurz und nimmt sich den nächsten Kuchen. „Mh... jetzt hab ich auf einmal Lust auf ein Eis!“ schaut Bulma auf und überlegt, entscheidet sich aber trotzdem erst mal für den Kuchen und nimmt wieder eine Gabel voll.

„Oh! Das Teewasser!“ wird Mrs. Briefs auf das Pfeifen aus der Küche aufmerksam und verschwindet soeben in der Selben. Kurze Zeit später kommt sie mit einem Tablett, mit Teekanne und Tassen zurück. „Hier bitte.“ gießt sie Bulma Tee in die Tasse. Der Tee riecht unglaublich gut und qualmt. „Mh... der riecht aber gut!“ ergreift Bulma die heiße Tasse und bläst den Qualm etwas weg um vorsichtig daran zu nippen. „Was?! Was ist denn das?! Der ist ja kalt!!“ schaut sie erschrocken auf und erkennt Vegeta´s Gesicht vor ihr und nimmt den Becher wahr den er ihr an den Mund hält. Das kühle Wasser tropft über ihr Kinn nach unten in ihren Ausschnitt. 

 

„Was...?“ versucht sie ihn zu fragen doch was sie rausbekommt ist nur ein heiseres kratzen. „Du bist unterwegs zusammengebrochen, weißt du nicht mehr?“ klärt Vegeta sie auf und taucht den Becher, den er aus dem Koffer mit dem Geschirr hat, wieder in die Quelle. Bulma, die jetzt bemerkt das er sie an einen Felsen im Schatten gelehnt hat, schaut fragend um sich. So wie es aussieht haben sie die Wüste hinter sich, denn sie befinden sich an einem eher nach Dschungel aussehenden Waldrand. Die hohen und dicht bewachsenen Bäume spenden herrlichen Schatten und es ist obwohl es immer noch heiß ist, eher angenehm.

„Da trink das!“ hält Vegeta ihr jetzt den, mit frischem Quellwasser gefüllten, Becher hin. „Danke.“ lächelt sie ihn an und greift danach. „Seltsam! Wir sind schon so lange unterwegs! Es müsste schon längst dunkel werden!“ ergreift Vegeta das Wort und schaut durch die Baumkrone in die Sonne die noch hoch am Himmel steht. „Vielleicht sind die Tage hier länger?“ gibt Bulma ihr Kommentar dazu ab. „Könnte sein...“ gibt Vegeta in Gedanken zurück. Bulma gähnt auffällig. Vegeta der sie über den Rand seines Bechers beobachtet hat schlägt ihr vor: „Schlaf ein bisschen. Ich pass so lange auf.“

Er lehnt sich Bulma gegenüber zurück an den Felsen und schaut sie an. „Gute Idee...“ gähnt Bulma nochmals. Sie hat überhaupt kein Zeitgefühl mehr und ist schon Hundemüde. „Ich geb´ dir eine Stunde, dann gehen wir weiter!“ kommt es noch von Vegeta und Bulma schließt darauf ihre schweren Augenlieder. Im nächsten Moment schlägt sie die Augen wieder auf und spricht Vegeta an: „Und du? Bist du nicht müde? Vielleicht solltest du auch schlafen?“ „Nein, es geht auch so. Ich bin das gewöhnt.“ antwortet er ihr und schaut aufmerksam um sich. Als Bulma diesen alles durchschauenden, aufmerksamen Blick von Vegeta erkennt und deutet, weiß sie das sie sich bei ihm sicher fühlen kann und schließt beruhigt ihre Augen.

 

Vegeta lässt Bulma noch eine halbe Stunde länger schlafen als vorgesehen, irgendwie hat er das Gefühl das der Ideale Lagerplatz nicht mehr fern ist. Er hat so etwas im Gespür, genau so wie er es im Gespür hat wenn Gefahr droht.

Das bedrohliche Flimmern der Luft umgibt ihn auch jetzt wieder und er bleibt plötzlich stehen. Bulma die sich vorhin ihren Arbeits-Overall, weil sie ja darunter auch noch eine Short und eine Ärmellose Bluse trägt, entledigt hat bleibt jetzt auch stehen und spricht ihn an: „Was ist denn?“ „Ich weiß nicht, irgendwas stimmt hier nicht...“ flüstert er zu ihr zurück. Bulma schaut sich ängstlich um, kann aber zwischen den vielen exotischen Pflanzen und Gewächsen nichts Auffälliges entdecken. Auf einmal fallen ihr Strohbedeckte Dächer, dessen goldenes Stroh durch das grüne Blattwerk leuchtet, ins Auge. „Da schau mal! Da ist ein Dorf!“ hopst sie an ihm vorbei und wird auch sogleich von seiner Hand am Handgelenk zurück gehalten.

„Warte!“ faucht er sie an. „Lass mich los! Vielleicht können die uns helfen?!“ protestiert sie gegen seine Aktion. „Oder auch nicht!“ schaut Vegeta in alle Richtungen und beobachtet aufmerksam die Umgebung in der sie sich aufhalten. Im nächsten Moment hebt er Bulma auf seine Arme und macht einen Sprung nach oben. „Was machst du denn?!!“ kreischt Bulma erschrocken auf als er mit ihr auf einem dicken Ast in einem mächtigen Baum landet. „Du wartest hier! Da stimmt was nicht, ich werde mal nachsehen!“ erklärt er ihr flüsternd und im nächsten Moment ist er auch schon über einen nächsten Baum in Richtung Dorf verschwunden. „Vegeta! Lass mich hier nicht allein!“ streckt sie die Hand nach ihm aus doch als sie auf die Höhe des Astes aufmerksam wird, wird sie blass, zügelt ihr Temperament und klammert sich an den Baumstamm.

Bulma kommen die Minuten die sie wartet vor wie Stunden. Sie fühlt sich äußerst unwohl in ihrer Haut, so allein in dieser unberechenbaren Dschungelwelt. „Wo bleibt er nur solange?“ fragt sie sich und schaut in die Richtung in die Vegeta verschwunden war. „Vielleicht ist ihm ja was zugestoßen?“ befürchtet sie jetzt. „Wer weiß welche Viecher hier auf diesem Planeten herumkrauchen?!“ schaut sie ängstlich um sich.

„Bulma, sei nicht so ein Hasenfuß! Du hast schon schlimmeres überwältigt!“ macht sie sich selber Mut und entschließt sich ihm nachzugehen. Aber zuerst muß sie von dem hohen Ast kommen. Angestrengt schaut sie dem Stamm entlang nach unten und findet tatsächlich einen Weg nach unten. Mühsam lässt sie sich nach unten baumeln und streckt ihre Füße zu dem Ast unter ihr. Eine Weile geht es ganz gut, nur der Ast der sie noch vom Boden trennt ist zu hoch deshalb wagt sie einen Sprung nach unten. Sie lässt sich wieder vom Ast hängen und lässt sich dann fallen. Mit einem „Au!!“ landet sie auf ihrem Po und verzieht schmerzvoll ihr Gesicht. „Nein! Was ich so alles aushalten muß?!“ spricht sie mit sich selbst, steht auf und reibt sich ihren Hintern. „Au, das gibt bestimmt blaue Flecken.“ ruhen ihre Hände noch immer auf ihrem Gesäß während sie die Umgebung beobachtet. „Also, los!“ nimmt sie nun ihren Mut zusammen und geht langsam in die Richtung des Dorfes, wohin auch Vegeta verschwunden war. Sie schlägt sich durch das Gebüsch und gelangt an den Dorfrand.

Es ist seltsam still und ruhig. Kein Vogel zwitschert so wie vorhin als sie durch den Dschungel gegangen sind. Kein Wind berührt die Blätter und lässt sie sanft aufrauschen. Es ist wie ausgestorben. Plötzlich sieht sie eine Gestalt auf sich zukommen. Es ist, wie sie bald erkennen kann, Vegeta. „Er sieht irgendwie niedergeschlagen aus.“ erkennt Bulma und bleibt stehen.

„Was zum Teufel machst du hier?! Ich hab doch gesagt du sollt dort auf mich warten!“ kommt es unfreundlich von ihm als er sie bemerkt. „Ja, du brauchst mich nicht gleich so anzufahren!“ entgegnet Bulma ihm eingeschnappt. „Und? Hast du was rausgefunden? Was ist hier los? Es ist so still.“ fragt sie ihn interessiert. „Das Dorf ist leer, da ist keiner mehr.“ antwortet er ihr kurz, geht an ihr vorbei und bleibt hinter ihr stehen. „Komm gehen wir weiter!“ fordert er sie auf. „Wir gehen da lang.“ hängt er dem an und macht sich auf den Weg. „Aber das ist doch ein Umweg! Wir müssen doch in diese Richtung.“ schlägt sie vor und wendet sich dem Dorf, in das sie zeigt, zu und geht. „Nein! Bleib stehn! Wir gehen gefälligst drum rum!!“ fährt Vegeta herum und eilt ihr nach. „Ich weiß nicht was du hast?! Wenn das Dorf verlassen ist können wir genauso gut auch durch gehen!“ linst sie über ihre Schulter zu ihm zurück und geht stur weiter. „Nein..., verdammt!“ flüstert Vegeta denn es ist zu spät sie aufzuhalten.

Als Bulma um das erste Haus geht überfällt sie so ein merkwürdiges, mulmiges Gefühl. Sie ist sich unsicher ob sie weiter gehen soll, doch da ist es bereits zu spät. Schlagartig bleibt Bulma stehn und ist wie erstarrt. Jetzt weiß sie warum Vegeta um das Dorf herum gehen wollte. Sie hält sich die Hand vor den Mund als sie die Verwüstung überschaut. In dem Moment tritt Vegeta an ihre Seite, er sagt kein Wort. Überall, zerstörte Häuser, alles ist verwüstet. Die Türen der Häuser wurden gewaltsam aufgebrochen. Zögernd und langsam geht Bulma weiter. „Was ist hier nur passiert?“ murmelt sie vor sich hin ohne ihren Blick von dem Bild, das sich ihr bietet, zu nehmen.

„Plünderer vermutlich!“ kommt es von Vegeta kurz der jetzt an ihr vorübergeht und die Führung übernimmt. Als sie tiefer ins Dorf kommen wird Bulma blass. Ihr wird schlecht, am liebsten würde sie sich übergeben und nimmt auch die andere Hand vor den Mund. „Nein...“ stammelt sie. Überall liegen wild zugerichtete leblose Körper. Die Menschengroßen Bewohner sehen zwar auf der einen Seite Human aus, auf der anderen Seite aber sehen sie wie Tiere aus. Bulma starrt fassungslos in ein Menschenähnliches Gesicht mit diesen weit aufgerissenen toten Augen. Die Körper sind mit Lederartigen Lumpen eingekleidet und ihre Beine und Arme sind mit hellbraunem bis rotbraunem Fell bedeckt. Am Kopf tragen sie Hundeohren und eine buschig, zottige Mähne die bei manchen bis zu den Knien reicht. Geschlechter sind genau wie bei Menschen zu erkennen.

An manchen Stellen raucht noch ein schwacher Glutherd. Unzählige, übel zugerichtete Leichen säumen den Weg. Egal ob Männer, Frauen oder Alte. Ein junges Mädchen war besonders schlimm zugerichtet. Ihre Kleidung hängt ihr in zerrissenen Fetzen vom geschundenen Körper. Gequält, vergewaltigt und mit unzähligen Messerstichen getötet. Man hat sie nicht lebensgefährlich verletzt, man hat sie einfach verbluten lassen. In ihrem Gesicht kann man noch deutlich die Tränen Spuren erahnen.

Bulma´s Unterlippe beginnt zu zittern und sie schlingt ihre Arme um sich. Vegeta wirft einen leicht besorgten Blick zu ihr zurück. „Komm, weiter!“ fordert er sie streng auf. Bulma wendet ihren Blick nach links und erblickt einen kleinen Körper unter den Trümmern liegen. Es handelt sich um ein Kind dieser Rasse. Es ist ebenfalls schlimm zugerichtet und es muß vor seinem Tod furchtbare Qualen erlitten haben.

„Nein! Nein!! Wer tut so was?!!“ fährt Bulma schluchzend herum und hält sich die Augen zu. Sie bleibt an der Stelle stehn, sie fühlt sich nicht in der Lage noch einen Schritt zu machen und beginnt zu zittern. Plötzlich spürt sie eine Hand um ihre Schultern und schaut erschrocken auf. Es ist Vegeta der nun neben ihr steht und sie anschaut. „Komm, wir gehen zusammen.“ spricht er ruhig zu ihr und führt sie mit.

Mit zitternden Augen schaut sie ihn erschrocken an und entreißt sich seinem Griff. Er war vorhin als er sie auf dem Baum abgesetzt hat eine Weile weg. Er war hier im Dorf nachsehen. „Vielleicht hat er...?!“ schießt es ihr durch den Kopf und wirft ihm einen offensichtlichen Blick zu. Vegeta verengt seinen Blick und kann sich denken was in ihrem Kopf gerade vorgeht. „Du glaubst doch nicht das ich das war oder?!!“ ergreift er ihre Schultern und rüttelt sie.

Sein Blick dringt tief in ihre blauen Augen ein. Dieser stechende Blick der tief in sie hineinzuschauen scheint. Bulma beginnt von neuem zu zittern und antwortet ihm schluckend: „N...nein...“ Sie schluchzt auf, tritt nah an ihn heran und lehnt ihren Kopf an seine Brust. Vegeta ist hilflos, er weiß nicht wie er sich jetzt verhalten soll. Sie bringt sein Herz zum rasen. Nach einer Weile, als Bulma sich wieder ein bisschen gefasst hat, tritt Vegeta einen Schritt zurück, an ihre Seite und legt erneut seinen Arm um ihre Schultern. „Komm, gehen wir.“ spricht er schon fast sanft zu ihr.

Bulma nickt nur und klammert sich an seine Seite. Eng an ihn gedrückt geht sie neben ihm her. Sie wagt nicht ihren Blick zu heben, sie richtet ihren Blick starr auf den Weg den sie geht. Sie hebt nur ihren Blick um zu sehen ob sie schon bald aus dem Dorf sein würden da erblickt sie einen kleinen Raubsaurier der an einer Leiche zerrt und ein Stück Fleisch aus dem Körper reißt. Bulma kneift die Augen fest zu und drückt sich enger an Vegeta der mit der Zeit schon rot anläuft. Es fühlt sich unheimlich gut an wenn Bulma sich so an ihn drückt. „Sie wirkt so hilflos...“ denkt er sich und sein Beschützerinstinkt wird in ihm wach als er sie so verstohlen anlinst und muß sich tatsächlich beherrschen sie nicht an sich zu drücken.

Ein paar Schritte noch und sie wären aus dem Dorf. Dann würde sie sich wieder von ihm lösen müssen und das konnte Vegeta nur recht sein denn länger würde er nicht die Fassung bewahren können. „So da wären wir.“ bricht Vegeta die Stille und schiebt Bulma von ihm weg. Vegeta geht ein paar Schritte weiter und bleibt dann stehen. „Du hast mal gesagt, du würdest gerne wissen wie es in meiner Welt aussieht...“ beginnt er leicht niedergeschlagen zu sprechen.

„Das was du gerade gesehen hast..., so sieht es in meiner Welt aus...“ redet er weiter. Bulma´s Augen weiten sich. „So ist das Leben. Die Starken fressen die Schwachen... Nur wer Stark ist, überlebt!“ wirft er ihr einen ernsten, funkelnden, Blick zu. „Ja stimmt... Er ist in so einer Rauen Welt aufgewachsen...“ denkt Bulma auf. „Er hat solche Schlachtfelder von Klein auf gesehen und miterlebt. Er muß viel durchgemacht haben..., damals bei Freezer...“ bemerkt sie und senkt den Blick. „Er muß damals noch ein Kind gewesen sein...“ rechnet sie die Jahre zurück und wird nun wieder auf Vegeta´s Stimme aufmerksam. „Vergiss was du gesehen hast! Ist besser!“ rät ihr seine Stimme. Bulma wirft einen zögernden Blick zurück in das Dorf. Von hier konnte man von der Verwüstung nichts erkennen. „Sollen... sollten wir sie nicht irgendwie beerdigen?“ kommt es von Bulma traurig.

„Wozu das denn?! Glaubst du ich fang jetzt an hier Löcher zu schaufeln?! Für so was haben wir keine Zeit!“ macht Vegeta auf ihre Gemeinsame Lage aufmerksam. Bulma lässt die Schultern sinken und schaut verloren ins Dorf zurück. Dieser traurige, verletzte Blick scheint Vegeta irgendwie berührt zu haben. „Mh... was hältst du von einer Feuerbestattung?“ gibt er sich kleinlaut geschlagen. Bulma schaut verwundert auf. Ein Lächeln zeigt sich in ihrem Gesicht. „Ja, danke.“ schaut sie ihn mit vor Freude glänzenden Augen an. Vegeta wird bei ihrem Anblick kurz rot. Dieser Blick mit dem sie ihn ansieht hat so eine gewisse Wärme.

Ein paar Momente später steht das ganze Dorf in Flammen und die Feuerzungen schlagen weit nach oben in den Himmel. Vegeta und Bulma beobachten das ganze aus sicherer Entfernung. „Was machst du da eigentlich?“ fragt Vegeta, Bulma die ihre Hände merkwürdig vor ihrem Herzen gefaltet hat. „Ich bete.“ antwortet sie ihm kurz und öffnet die Augen. „Du betest?!“ zuckt Vegeta mit einem Auge. „Ja, damit sie in Frieden ruhen können...“ erklärt sie kurz und beendet ihr Gebet mit einem leisen Händeklappen. „Los, gehen wir weiter.“ lächelt Bulma jetzt zufrieden und geht auf Vegeta zu der etwas weiter hinten steht. Bulma macht den Eindruck als ob sie das gesehene tatsächlich schon vergessen hätte, oder sie verdrängt es so gut. Oder aber auch, sie gibt sich nur Mühe sich nicht wieder gehen zu lassen, ihm damit Probleme zu machen oder ihn zu verärgern.

Vegeta wäre es lieber gewesen sie hätte dieses Schlachtfeld nie betreten. Sie wird das Gesehene nie vergessen. Die Bilder werden sich in ihr Gedächtnis einbrennen und ihr keine Ruhe mehr lassen. So wie es bei ihm am Anfang seiner Vernichtungszüge, unter Freezer´s Führung, gewesen war. „Ja, wir haben uns lange genug aufgehalten!“ kommt es von ihm und geht ihr voraus. Sie gehen stumm nebeneinander her. Vegeta ist tief in Gedanken. Er fragt sich ob es so gut war das Feuer zu legen. Er hat Bulma gegenüber nichts erwähnt um sie nicht zu beunruhigen. Die Verwüstung die über dieses Dorf gekommen war, war noch nicht lange her. Ein, zwei Tage vielleicht, höchstens drei. Es kann also durchaus sein das sich die Verantwortlichen noch irgendwo hier aufhalten. „Ich muß verdammt aufpassen!“ ermahnt er sich selbst zur Wachsamkeit.

 

Schon eine Stunde später kommen sie an den See den Vegeta vom Gebirge aus in der Ferne glitzern sah. Es war bereits Abend und die Sonne, die so lange hoch am Himmel stand, macht sich endlich daran unter zu gehen. „Puh, da haben wir Glück das wir noch vor Anbruch der Nacht hier ankommen.“ lässt sich Bulma auf die Knie fallen. „Ja, wie wahr!“ gibt Vegeta gleichgültig zurück. „Wir sollten das Raumschiff raus holen. Oder willst du im Freien schlafen?“ macht Vegeta, Bulma drauf aufmerksam. „Stimmt ja!“ springt Bulma wieder auf ihre Beine und holt ihr Capsule-Case aus ihrer Gürteltasche. Sie kramt darin und holt die Kapsle mit dem Raumschiff heraus. Sie drückt den Knopf und im nächsten Moment steht das Raumschiff in voller Größe vor ihnen.

„Na dann wollen wir mal!“ macht sich Bulma auf das Chaos im Inneren gefasst und drückt den Knopf um die Einstiegsluke zu öffnen. Mit einem rattern geht die Luke langsam auf. Zögernd betritt sie die Einstiegsrampe und geht durch den Türrahmen nach innen. „Toll, Strom haben wir  schon mal!“ bemerkt sie als sie den Schalter an der rechten Seite der Luke herunterdrückt und Licht angeht. Vegeta folgt ihr und lässt noch mal, bevor er ins Innere tritt, seinen Blick über die Umgebung schweifen. Schleunigst schließt er die Luke hinter sich.

„Na Prima! Hier sieht´s ja aus!“ seufzt Bulma als sie den Saustall ins Auge fasst. „Da hab ich noch ne Menge zu tun.“ hängt sie dem an. „Aber Heute bin ich zu fertig dazu...“ streckt sie sich und geht die Wendeltreppe nach unten. „Hier sieht´s auch nicht viel besser aus...“ fällt ihr auf. „Wenigstens kann ich mal meine Sachen waschen. Aber zuerst sollten wir mal was essen.“ überlegt sie und geht in die Küche. Als sie die Tür zum gekühlten Vorratsraum öffnet und eintritt bekommt sie den nächsten Schock.

„Was?!!“ fährt sie herum. Vegeta steht schon hinter ihr und fragt sie eilig: „Was ist denn passiert?!“ „Sag mal von was wolltest du eigentlich auf deiner Weltraumtour leben?!“ fährt sie ihm entgegen. „Wir haben kaum Vorräte! Das Reicht vielleicht gerade mal für eine Woche! Wer weiß wie lange es dauert bis ich das Raumschiff repariert habe, wenn überhaupt?!“ zetert sie los. „He! Ich wollte nur zwei, drei Tage weg sein, da hab ich auf den Vorrat nicht geachtet weil ich im Weltall sowieso meistens auf das Essen vergesse!“ verteidigt sich Vegeta. „Wie bitte?! Willst du mich verscheißern?! Als ob du mal eine Mahlzeit auslassen würdest, geschweige denn auf das Essen vergisst!“ baut sie sich vor ihm auf.

„Hör zu, wir sind beide müde, am besten nimmst du ein Bad, entspannst dich, isst etwas und gehst dann schlafen.“ schlägt Vegeta ihr in ruhigem Tonfall vor weil er vermeiden will das sie jetzt weiterzetert. Für Heute hatte er genug dergleichen von ihr gehört. „Puh, du hast Recht! Ich bin müde, hungrig und strotze nur so vor Dreck!“ zieht sie jetzt an ihrer staubigen Kleidung. „Also, ich geh mich erst mal waschen! Wehe du guckst!“ grinst sie ihn frech an. „Vielleicht raffst du dich ja auf und machst oben ein bisschen Ordnung?“ hängt sie dem an und verschwindet aus der Küche in Richtung Bad. „Was? Was fällt der ein mich so einzuteilen?!“ schnaubt Vegeta und begibt sich nach oben. „Sie hat Heute einiges durchgemacht...“ überlegt er niedergeschlagen und sein Blick fällt auf die schweren Geräte und den Sitz, der mitten im Raum herumliegt, und die eindeutig zu schwer für so eine zarte Frau wie Bulma waren.

Bulma zieht im Bad ihre Sachen aus und steckt sie in die Waschmaschine die in die Wand eingebaut ist um sie zu waschen. Bei der Gelegenheit überprüft sie den Wasserstand. „Oje, der ist auch alles andere als voll...“ seufzt sie als sie den Wasserstand abliest und rechnet durch ob sich ein, zweimal duschen noch ausgeht. Morgen würde sie Gelegenheit haben den Wassertank wieder zu füllen. Dank des integrierten Filters und des Reinigungssystems war es möglich sogar Wasser mit schlechterer Qualität in Trinkwasser umzuwandeln und keimfrei zu reinigen.

Nach einer erholsamen Dusche fühlt sie sich gleich um einiges besser und in ein Badetuch gehüllt geht sie ins Schlafzimmer um auf Klamottensuche zu gehen. Vegeta musste ein paar Sachen von ihm hier im Raumschiff gebunkert haben, soviel war sicher. Und sie wurde tatsächlich fündig. Sie leiht sich von ihm eine kurze Trainingshose und ein weißes T-Shirt um in diesem Aufzug in der Küche zu erscheinen. Sie nimmt zwei Fertiggerichte aus dem Kühlraum und steckt sie in die Mikrowelle als Vegeta in die Küche kommt.

„Ah, da bist du! Das Essen dauert noch ein bisschen, du kannst inzwischen duschen gehen. Aber sei sparsam mit dem Wasser, der Tank ist fast leer.“ plaudert sie auf Vegeta ein der sie etwas seltsam ansieht. „Oh ja, ich hab mir was von dir geliehen. Ich hab meine Sachen in die Waschmaschine gesteckt. Wirf deine dazu und drück dann einfach den grünen Knopf.“ lächelt sie verlegen und dreht ihm den Rücken zu den das T-Shirt liegt etwas eng an und zeichnet somit so einiges durch. „Na gut, dauert nicht lang!“ geht Vegeta aus der Küche und begibt sich jetzt ins Bad um zu tun was sie ihm gesagt hatte.

Nach dem Essen putzt Bulma sich noch die Zähne und geht zurück ins Schlafzimmer. Vegeta steht in der Tür und schaut sie wartend an. „Ich bin Oben wenn was ist.“ spricht er zu ihr und tritt auf den schmalen Gang. „Warte, willst du denn nicht schlafen?“ steckt sie den Kopf aus der Tür und schaut ihm nach. Das Raumschiff ist mit allem möglichem eingerichtet, nur an ein Gästezimmer oder ein zweites Bett hat bei der Konstruktion keiner Gedacht. „Also... ich meine, ich hätte kein Problem damit wenn wir... wenn wir uns das Bett teilen.“ stammelt sie zusammen und ihr Herz klopft ihr bis zum Hals. Vegeta bleibt schlagartig stehen. „Oh nein, jetzt hab ich wohl was Falsches gesagt?!“ befürchtet Bulma und ist gespannt was er zu sagen hat. „Nein, ich schlaf oben auf der Bank. Oben hab ich alles besser im Blickfeld!“ antwortet er ihr nun ruhig und geht die Wendeltreppe nach Oben. Bulma seufzt einerseits erleichtert, andererseits ein bisschen enttäuscht auf und rechnet es ihm hoch an das er die Situation nicht ausnutzt. Obwohl sie genau weiß das er nichts mehr von ihr will. Aber es hat etwas aufregendes, so etwas prickelndes das sie so ganz allein mit ihm auf so engem Raum zusammenleben muß. Und das für ein paar Tage.

„Na hoffentlich geht das gut?“ fragt sie sich im Geheimen da sie befürchtet das sie sich bald mit ihm in den Haaren liegen könnte. „Ach, wir werden uns bestimmt zusammenraufen.“ lächelt sie und geht zurück ins Zimmer. „Mann bin ich Müde...!“ gähnt sie und lässt sich aufs Bett fallen. Sie schlüpft aus Vegeta´s Klamotten, verkriecht sich nackt unter die Decke und ist im Nu eingeschlafen.

 

 

27. Kapitel: Das Freiluftbad und der griechische Kojotenbändiger

 

Bulma, zieht Vegeta´s Klamotten wieder an, spritzt sich etwas Wasser ins Gesicht und stellt in der Küche des Raumschiffs einen Kaffee auf. Die Vorräte mögen zwar knapp sein, aber Kaffee ist genug an Bord. Sie würde ihn brauchen, denn anstrengende Arbeit und einige Nachtschichten stehen ihr bevor wenn sie an das reparieren des Raumschiffs denkt. Nach dem was sie Gestern noch gesehen hat, wird es wohl ein paar Tage dauern.

Sie geht nach Oben, während der Kaffee kocht, um sich den Schaden der Entstanden ist mal etwas genauer anzusehen. Als sie Oben ankommt fällt ihr sofort auf das die Luke offen steht. Sie geht auf die Luke zu und späht nach draußen. Es ist schon sehr heiß und die Sonne steht hoch am Himmel. „Mh... ist etwa schon Mittag?“ fragt sie sich und schaut etwas um sich. Da erblickt sie Vegeta der am See steht, sich müde streckt und anschließend in die Gegend schaut. Er scheint wohl auch erst aufgestanden zu sein denn jetzt gähnt er Herzlich und streckt sich nochmals.

„Morgen Vegeta!“ ruft sie freundlich zu ihm rüber und winkt. Vegeta richtet seinen Blick über seine Schulter, zurück zu ihr und erwidert ein leises „Morgen“. „Kaffee ist bald fertig!“ ruft Bulma erneut und verschwindet wieder im Raumschiff. Vegeta wundert sich das sie so gut gelaunt ist, nachdem was sie Gestern alles erlebt hat. „Vielleicht wird es ja doch nicht so übel?“ denkt er im Geheimen und geht zurück zum Raumschiff.

Nach dem Kaffeefrühstück, das sie allerdings erst zu Mittag zu sich nahmen, macht Vegeta sich auf und erkundet ein wenig die Gegend. Bulma checkt in der Zwischenzeit den Gesamtschaden und stellt ein paar Kalkulationen an. „Oh Mann, oh Mann! Da kommt ja so einiges auf mich zu...!“ seufzt sie. „Da ist Vegeta´s Kampfanzug der Zuhause auf mich wartet im Vergleich dazu bestimmt ein Kinderspiel!“ hängt sie dem an und stellt eine Liste auf, wo sie mit der Arbeit beginnen wird sodass sie sich der Reihe nach durcharbeitet.

Als erstes steht der Wassertank auf dem Plan der gefüllt werden muß. Sie geht erst nach unten und öffnet einen Deckel im Boden auf dem Gang der zum Badezimmer führt. Darunter befindet sich die Elektronik für den Wassertank. Sie zieht einen Hebel und öffnet damit an der Außenseite des Schiffes einen weiteren Deckel. Sie geht nach draußen, betätigt einen Knopf in der Deckelinnenseite und der Sauger fährt sich aus. Sie ergreift das eine Ende, rollt ihn der Länge nach aus und legt ihn hin. Gewissenhaft kontrolliert sie jede geschweißte Verbindung, jede Biegung die beim zusammenrollen entsteht, auf Risse oder sonstiges. Sie finden eine einzige poröse Stelle und klebt sie zur Sicherheit. Als sie den Wasserschlauch in den See hängt kommt gerade Vegeta ums Raumschiff herum weil er nach ihr gesucht hat.

„Ach da bist du!“ wird er auf sie aufmerksam und beobachtet ihr tun. „Du solltest nicht allein raus gehen, ist viel zu riskant!“ spricht er sie ernst an. „Ich bin doch nicht weit vom Raumschiff weg gegangen, außerdem hab ich keine Zeit! Ich muß die Füllung einleiten und dann gleich mit den Reparaturen drinnen beginnen. Ich hab nämlich nicht vor ewig hier zu bleiben.“ antwortet sie ihm aufgeschlossen während sie an ein paar Knöpfen auf dem Deckel herumdrückt und den Sauger aktiviert. Der Sauger springt surrend an und Vegeta schaut das Teil verblüfft an. Er wundert sich immer aufs neue welche Überraschungen dieses Raumschiff noch parat hat.

„So, das dauert jetzt ne Weile!“ wischt sich Bulma den Schweiß von der Stirn denn es ist wirklich fast unerträglich heiß. „Ich werd dann mal rein gehen. Da wartet ein Haufen Arbeit auf mich.“ wendet sie sich um und will gehen als sie ein stopfendes, saugendes Geräusch hört.

„Du ich glaub da stimmt was nicht!“ schaut Vegeta noch immer verblüfft auf den Schlauch der sich seltsam bewegt. „Was zum Teufel ist denn jetzt?!“ wirft Bulma einen ernsten Blick auf die Anzeige auf der Innenseite des Deckels. „Mh... irgendwas versperrt die Wasserzufuhr...“ überlegt sie laut und geht an den Rand des Sees. Vegeta steht an ihrer Seite und schaut ebenfalls in den See aber von hier ist nichts zu erkennen obwohl das Wasser so klar ist.

„Schau nach!“ fordert Bulma, Vegeta kurz auf. „Was?!“ fährt Vegeta herum. „Na du sollst nachsehen was los ist!!“ stemmt Bulma erst ihre Arme in die Hüften und gibt Vegeta dann einen Stoß sodass er im See landet. Als er zurück an die Oberfläche kommt flucht er sie sofort an: „Sag mal spinnst du?!! Was soll denn das?!“ Er schüttelt sich Wasser aus dem Ohr und schaut sie angefressen an. „Jetzt reg dich ab! Du bist nicht aus Zucker! Und jetzt Luft holen und runter!“ kommt es von Bulma in diesem Befehlston den Vegeta einfach nicht leiden kann. „Darum geht’s doch gar nicht! Was wenn´s hier Piranhas gibt oder so was?! Dann kannst du alleine sehen wie du klar kommst!“ faucht Vegeta sie zerrupft aus dem Wasser aus an. „Also, für mich sieht´s hier nicht danach aus als ob in dem See irgendwelche Piranhas oder Seeungeheuer leben würden!“ grinst Bulma ihn von oben herab an. „Na wenn du´s sagst Frau Pfadfinderin?!“ werden seine Augen ganz schmal und will näher ans Ufer kommen um raus zu klettern. „Uwah! Was zum urghh....“ verschwindet Vegeta plötzlich unter der Wasseroberfläche.

Bulma schaut verblüfft an die Stelle. „Oh nein! Vegeta!!“ schreckt sie jetzt hoch als ihr klar wird das er von irgendetwas unter Wasser gezogen wurde. „Nein! Das ist alles meine Schuld! Hätt ich ihn nicht ins Wasser gestoßen dann...! Nein! Ich hab ihn an die Fische verfüttert!!“ steht Bulma die Panik ins Gesicht geschrieben. In dem Moment beginnt das Wasser zu sprudeln, ein wild herumfuchtelnder Vegeta springt aus dem Wasser ans Ufer und lässt sich neben Bulma zu Boden fallen. „Uwah!! Ist ja eklig!!“ entfährt es ihm, setzt sich keuchend hin und stützt sich mit den Armen nach hinten ab. „Was ist denn passiert?! Bist du in Ordnung?!“ stürzt Bulma auf ihn herein. „Ja, da hat mich was am Bein gepackt und nach unten gezogen! Uwäh! Irgend so ein großes schleimig, scheußliches Vieh!“ schüttelt es ihn weil er sich dermaßen von dem Etwas, mit den langen schleimigen Armen, ekelt. „Na wenigstens ist dir nichts passiert!“ seufzt Bulma erleichtert auf.

„Ah!!“ fährt Vegeta herum. „Was ist denn?!“ schreckt Bulma besorgt auf. „Das Vieh hat meinen Stiefel!! Na warte!“ springt er auf die Beine und stapft zum Rand. „Spinnst du?! Lass das, du willst doch nicht...?!“ versucht Bulma ihn aufzuhalten. „Na und ob!“ faucht Vegeta wütend zurück. „Das ist Wahnsinn! Lass diesen blöden Stiefel!“ deutet Bulma auf Vegeta´s linken Fuß. „Nein! Ich hab nur das eine Paar!“ mit diesem Argument macht er einen Sprung und taucht wieder ins Wasser ein. „So ein Idiot!“ fasst sich Bulma an die Stirn und schaut ihm verzweifelt nach.

Ein paar Momente später beginnt der See zu brodeln. Es sieht aus als ob er überkochen würde. An manchen Stellen schlagen Wellen ans Ufer und helle Funken leuchten durch die Wasseroberfläche nach oben. „Na toll, er hat das Vieh aufgespürt...“ senkt Bulma genervt den Kopf. „Mh... der schafft das auch allein!“ wendet sie sich um und will gehen als plötzlich der Wasserspiegel bricht und etwas großes, genau vor ihr, ans Ufer fällt.

Mit lautem Aufschrei lässt sich Bulma auf den Hintern fallen und ihre Hand schnellt an die Stelle ihres Herzens. Sie hat das Gefühl als müsste sie es festhalten sonst würde es ihr in die Hose rutschen so sehr erschreckt sie sich. Erst jetzt erkennt sie das vor ihr ein riesiger Tintenfisch liegt. „So du Mistvieh! Hast du davon wenn du dich mit mir anlegst! Ha!!“ stapft jetzt Vegeta aus dem Wasser und kommt auf sie zu. Er bückt sich und hebt mit einem triumphierenden Grinsen seinen Stiefel auf. Bulma zuckt nervös mit dem linken Auge und schaut noch immer wie gebannt auf das Ungetüm das vor ihr liegt. „Weißt du wie man Tintenfisch kocht? Ich hab nämlich einen Bärenhunger!“ spricht Vegeta sie jetzt an. „Was?“ schreckt Bulma jetzt hoch und schaut ihn verschreckt von unten an. „Ich hab gefragt ob du mir den Tintenfisch kochen kannst?!“ wiederholt er energisch seine Frage. „Was?! Du spinnst ja wohl? Ich bin nicht deine Köchin! Außerdem schmeckt dir mein Essen sowieso nicht!“ springt sie jetzt auf ihre Beine. „Außerdem heißt es, Hunger ist der beste Koch, also weißt du ja was du tun musst!“ geht sie wieder in Richtung des Wasserschlauchs, der noch immer blockiert, davon. „Sieht so aus als muss ich mir das Vieh selber anbraten?“ kratzt sich Vegeta am Hinterkopf und schaut den Tintenfisch schief an. „Vegeta? Kannst du bitte nachsehen was den Sauger blockiert?“ ruft Bulma zu ihm zurück. „Ich bin nicht dein Hilfstechniker!!“ giftet er sie an und geht auf sie zu. „Bitte, ich helf dir dafür beim Tintenfisch!“ stimmt sie ihn erfolgreich um. „Na also gut. Dann geht’s wieder ab auf Tauchstation!“ grummelt er, zieht sich den anderen Stiefel aus und mit einem platsch verschwindet er wieder unter der Wasseroberfläche.

Das Problem am Wasserschlauch behoben, verläuft der Rest des Tages eigentlich ganz ruhig. Bulma stürzt sich sogleich in die Arbeit und beginnt ihre Reparatur-Liste durchzugehen. Ihr nächster Punkt ist der Kratzer in der Außenhülle. Sie überlegt schon seit dem sie die Außenhülle aufnotiert hat wie sie die Stelle abdichten kann, da fällt ihr die Küchentür ins Auge, an der sie gerade vorbei geht um im Bad die Wäsche aus der Maschine zu holen und um sie zum Trocknen aufzuhängen. „Das könnte gehen...“ überlegt sie und holt einen Metallschneider. Eine Weile später steckt sie ihren Kopf aus der Einstiegsluke und hält nach Vegeta Ausschau den sie auf einem großen Felsen sitzend am See auffindet.

„Vegeta! Könntest du mir bitte kurz helfen?“ ruft sie ihm zu und er macht sich auch sogleich auf den Weg zu ihr. Als er ihr nach unten in den Wohnraum folgt traut er seinen Augen nicht. Bulma ist gerade dabei die letzten Schnitte durchzuführen sodass die Küchentür aus den Angeln fällt. „Was wirdn das wenn’s fertig ist?“ fragt er sie und zeigt mit dem Finger auf die schief herunterhängende Tür. „Ich brauch die Tür! Kannst du mal herkommen und da halten das ich sie nicht auf den Fuß oder sonst wo hinkrieg? Die ist nämlich Sauschwer!“ fordert sie ihn auf und setzt den Metallschneider an. „Was willst du mit dem Spielzeug?!“ deutet Vegeta mit dem Kopf auf den kleinen Metallschneider und greift rechts und links an die Tür. „Du willst die Tür da raushaben? Das macht man so!“ legt Vegeta etwas Kraft an und mit einem knacken löst sich die Tür aus dem Rahmen. Bulma schaut ihn baff an. „Ja.. äh... so geht’s natürlich auch!“ lächelt sie und ärgert sich warum sie nicht gleich auf die Idee gekommen ist und ihn gefragt hat. Sie hätte sich die ganze mühsame herumschneiderei sparen können. „Und wo soll die jetzt hin?“ schaut Vegeta sie an der hinter der Tür hervor lugt. „Nach draußen!“ grinst Bulma denn das ist die Gelegenheit ihn mal wieder einzuteilen. Und das tut sie auch, draußen angekommen wird er auch sogleich dazu verdonnert die Tür nach oben, über den Kratzer in der Außenhülle, zu halten das Bulma, die mit einer Stehleiter daneben steht, sie anschweißen kann. „So, danke! Das war´s für Heute!“ entlässt Bulma, Vegeta von der Arbeit, wischt sich den Schweiß von der Stirn und wendet ihren Blick der untergehenden Sonne zu. „Jetzt können wir essen!“ dreht sie sich um und geht zurück ins Raumschiff um die Tintenfischstücke, die sie kaltgestellt haben, zu holen denn das Feuer war jetzt auch genau richtig um sie darüber zu braten.

 

„Mhm, gar nicht so schlecht!“ lutscht sich Bulma die Finger ab. „Sag ich ja, zuerst hast du dich davor geekelt!“ wirft Vegeta ihr vor der mit einem Stöckchen im Feuer herumschürt. „Ja ja, ich bin eben vorsichtig was das Essen angeht!“ verteidigt sie sich und lauscht dem Wasserschlauch der noch immer am Saugen ist. „Ich glaube der wird vor Morgen nicht fertig...“ seufzt sie und stütz sich mit den Armen hinterrücks ab. „Mist, ich bin total verschwitzt! Eigentlich hab ich gedacht ich kann mich Heute Abend mal in die Badewanne legen.“ spricht sie ihre Gedanken aus. „Kannst du den Vorgang inzwischen nicht abbrechen und dann wieder einschalten?“ macht Vegeta sie aufmerksam ob diese Möglichkeit besteht. „Nein, das wäre nicht so ratsam. Das Abbrechen und Neustarten braucht viel Energie und von der haben wir nicht allzu viel.“ erklärt sie ihm. „Aha...“ gibt Vegeta zurück der an einem Tintenfisch herumkaut. „Also etwas zäh ist er ja schon...“ gibt er sein Kommentar dazu ab. „Da fällt mir ein, da hinten etwas weiter im Wald ist eine Quelle. Da kannst du ja ein Bad nehmen!“ erzählt er Bulma so nebenbei. „Was echt?“ kommt es von ihr erfreut. „Ist sie groß? Oder tief?“ hängt sie dem sehr interessiert an. „Ich zeig sie dir!“ legt er seinen Spieß weg denn mit Essen ist er sowieso schon fertig. Schließlich hat er während dem Braten schon genug gekostet und genascht das er Bulma damit fast zur Verzweiflung gebracht hat.

Nach einer kleinen Quellen Besichtigung gehen sie wieder gemeinsam zurück zum Raumschiff. Bulma gefällt diese mittelgroße Quelle mit dem Stein in der Mitte und hat entschlossen dort ein Bad zu nehmen. Die Quelle ist nicht tief, vielleicht ein bisschen über einen Meter, daher ist das Wasser schön warm aufgeheizt von der Sonne.

Bulma kramt ihre paar Sachen zusammen und kommt wieder nach draußen wo Vegeta wieder Holz ins Feuer wirft. „Willst du es nicht ausmachen?“ fragt sie ihn. „Nein, das Feuer hält die ganzen Viecher von uns fern.“ erklärt er ihr kurz. „Welche Viecher?“ wiederholt sie und bekommt sogleich ein mulmiges Gefühl. „Weiß nicht was das für Viecher sind! Da hinten hab ich Heute Morgen ein paar Fußspuren entdeckt. Kann sein das es Kojoten oder so in der Art sind.“ redet er drauf los ohne zu bedenken das er ihr dabei Angst macht. „A..ach ja?“ schaut Bulma ängstlich um sich. „Wolltest du nicht ein Bad nehmen?“ richtet Vegeta jetzt seinen Blick auf Bulma die wie angewurzelt mit ihrem Kram dasteht und um sich schaut. „Äh.. ja! Ich geh dann mal!“ grinst sie verlegen und geht langsam in Richtung Quelle die rechts von ihnen, im Wald, liegt.

Auf einmal bleibt Bulma stehn und schaut zurück zu Vegeta. „Du hör mal… Es ist schon etwas dunkel. Könntest du mitgehn´ ?“ fragt sie ihn jetzt zögernd. „Was?!“ schaut Vegeta verblüfft auf und deutete ihren leicht ängstlichen Blick. „Ja, bitte. Aber nicht was du jetzt denkst!“ verwirft sie diese Vermutung das er vielleicht denken könnte sie will mit ihm ein Bad nehmen. „Mir ist etwas mulmig zumute...“ gibt sie zu. Vegeta grinst sie frech an und meint: „So so, unserer Pfadfinderin ist also etwas mulmig zumute?“ „Mach dich nicht über mich Lustig!!“ keift sie ihn an. „Wer weiß, wer oder was da alles herumschleicht! Ich bin eine wehrlose Frau! Da kann alles Mögliche passieren!“ macht sie es ihm klar. „So wehrlos bist du nicht! Du musst demjenigen nur was kochen oder genug nerven dann geht er freiwillig!“ kommt es von Vegeta cool. „Was?!! Was fällt dir ein?!“ wirft sie ihm ihre Haarshampooflasche an den Kopf. Vegeta reagiert schnell, weicht ihr aus und fängt sie auf. „Bleib ruhig, war ja nur ein Scherz!“ geht er jetzt auf sie zu und hält ihr die Shampooflasche hin. „Wenn du´s willst, komm ich eben mit.“ spricht er ruhig zu ihr. „Danke.“ kommt es von Bulma erleichtert und nimmt die Shampooflasche entgegen. „Aber nicht das du so lange brauchst wie sonst immer!“ stellt Vegeta eine Bedingung und geht ihr voraus in den Wald. „Nein, bestimmt nicht.“ stimmt Bulma zu und folgt ihm verlegen lächelnd.

An der Quelle angekommen legt Bulma ihr Badetuch, und stellt den Behälter mit ihrem Duschgel und dem Haarshampoo, auf einen Stein am Rand und beginnt sich auszuziehen. Vegeta hat auf einem Stein platz genommen und dreht ihr, wie befohlen, den Rücken zu und hält Wache. Bulma steigt ins lauwarme Wasser und seufzt auf: „Ah... tut das gut!“ Bulma greift nach dem Behälter den sie auf dem Stein neben Vegeta abgestellt hat, geht weiter in die Quelle hinein und stellt den Behälter wieder auf dem Stein in der Mitte ab.

Bulma beginnt sich einzuseifen und der Pfirsichduft des Duschgels verbreitet sich über der ganzen Quelle. Vegeta legt den Kopf in den Nacken und überlegt. Nach einer Weile steht er von seinem Sitz auf und schaut aufmerksam um sich. „Ist irgendwas?“ fragt Bulma der sein Verhalten aufgefallen ist. „Nein!“ antwortet er ihr und linst zu ihr zurück. Er streckt sich kurz und fasst einen Entschluss: „Weißt du was? Wenn ich schon mal hier bin kann ich ja auch gleich ein Bad nehmen!“ setz er sich wieder auf den Stein und zieht seine Stiefel auf. „Was?!“ fährt Bulma herum und schaut ihn erschrocken an. Erst hat sie sich etwas darüber erschrocken doch jetzt fragt sie sich weshalb eigentlich, es war doch nichts dabei. „Na gut, aber komm nicht auf blöde Ideen!“ stellt sie gleich mal klar und greift cool nach dem Haarshampoo um ihr langes Haar zu waschen. Sie dreht Vegeta jetzt im Wasser den Rücken zu, obwohl sie sich hinter den Stein gestellt hat. Sie hört wie er sich auszieht und dann ins Wasser steigt. Sie merkt auch das er auf sie zukommt.

Er bleibt aber brav auf der anderen Seite des Steins und dreht ihr jetzt wieder den Rücken zu. „Hier! Nimm das!“ bietet sie ihm ihr Duschgel an das sie jetzt auf den flachen Stein legt. Vegeta linst nach hinten und nimmt es mit einem „Danke“. Er schnuppert daran und meint: „Weiberduschgel?!“ „Besser als gar keins!“ erwidert Bulma und spült ihr Haar aus. „Stimmt auch wieder!“ antwortet Vegeta und macht von dem Weiberduschgel gebrauch. „Hier hast du das Haarshampoo!“ stellt sie nun auch dieses nach hinten. „Brauch ich nicht!“ kommt es von Vegeta ernst. „Hä? Wieso das denn?“ fragt sie ihn verblüfft, er musste mindestens so verschwitzt und schmutzig sein wie sie denn Heute hat sie ihn ziemlich eingeteilt. Zuerst musste er schon mal in den See springen und dann musste er auch noch am Schlammigen Ufer nach ihrem Schraubenschlüssel suchen den sie dort verloren hat. Dann hatte sie ihn auch noch auf Feuerholzsuche geschickt und da war er, so wie er aussah, irgendwo im Unterholz herumgekrochen. Sie wundert sich schon warum er das alles getan hat. Heute war er sowieso schon fast Pflegeleicht.

„Ich hab mir erst letzte Woche den Kopf gewaschen! Das reicht wieder für ne Weile!“ gibt Vegeta ihr eine Antwort. „Was?! Letzte Woche?!“ kommt es von Bulma fassungslos. „Also, ihr seid euch in dieser Hinsicht wirklich ähnlich!“ hängt sie dem an. „Wer?“ fragt Vegeta neugierig zurück. „Du und Son-Goku!“ antwortet Bulma die im Moment nicht daran denkt das Vegeta, der jetzt ein zerknirschtes und genervtes Gesicht zieht, Son-Goku auf den Tot nicht leiden kann. „Pah! Blödsinn! Ich und dieser Vollidiot, uns ähnlich?!!“ widerspricht Vegeta ihr auch sofort. „Ja, als ich Son-Goku kennen gelernt hab, hab ich ihn Baden geschickt weil er vor Dreck nur so gestrotzt hat. Er wollte sich den Kopf auch nicht waschen lassen. Aber den Rücken hab ich ihm geschrubbt!“

„Du hast was?! Du hast Kakarott den Rücken geschrubbt?!!“ fährt Vegeta herum. „Ja, er war damals doch erst 12!“ erzählt sie ihm jetzt und Vegeta beruhigt sich etwas. „Mh... bist du etwa eifersüchtig?“ grinst Bulma jetzt frech. „Quatsch! Mir ist das so was von Egal wem du den Rücken schrubbst oder die Haare wäscht!“ gibt Vegeta energisch zurück. Darauf scheint Bulma nur gewartet zu haben, denn jetzt stellt sie die Shampooflasche wieder zurück und lacht auf: „Gut, wenn dir das so egal ist?“ Vegeta horcht auf. „Dann werde ich dir mal gründlich den Kopf waschen!!“ kommt Bulma um den Stein und hopst hinter ihn, wo er sie nicht sehen kann. „He! Was tust du...?!!“ Vegeta kann den Satz nicht zuende sprechen den in dem Moment hat er schon Bulma´s Hände, und das Haarshampoo daran, in den Haaren.

„Spinnst du?! Lass das!!“ versucht Vegeta sich zu wehren und duckt sich nach vorne weg. Doch vor Bulma gibt es kein Entkommen. Gnadenlos und mit eiserner Härte schäumt sie seinen Kopf ein und massiert sanft seine Kopfhaut. Vegeta wird auf einmal ruhig und lässt sie machen. „Mh... sieht so aus als ob es anfängt ihm zu gefallen?“ denkt sich Bulma und lächelt. „Na siehst du? Ist ja gar nicht so schlimm, oder?“ spricht sie ihn ruhig und mit sanfter Stimme an. „Mhm...“ kommt es von Vegeta der sich auf einmal entspannt, und aufmerksam die Bewegungen von Bulma´s Fingern auf seinem Kopf verfolgt. „So, und das war´s auch schon fast!“ kommt es von Bulma heiter und sie schwemmt ihre Hände ab. „So und jetzt Luft anhalten und Augen zu!“ fordert sie Vegeta auf, hält ihm mit der Rechten seine Nase zu und drückt ihn unter Wasser um ihm den Schaum vom Kopf zu spülen. Vegeta blinzelt erschrocken mit den Augen und im nächsten Moment fährt er im Wasser in die Höhe. „Sag mal bei dir hakt´s wohl?!! Willst du mich ersäufen?!“ fährt er zu Bulma herum und baut sich vor ihr auf. „Ähem... würde es dir was ausmachen wenn du dich etwas bedeckst?“ deutet sie unter seine Gürtellinie und macht die Augen zu.

Vegeta senkt den Blick und muß feststellen das er gerade sein bestes Stück auf einem Silbertablett präsentiert. Mit mächtigem Aufzucken ist er plötzlich bis zur Nase, um die er knallrot ist, im Wasser verschwunden, wo er das Wasser aufblubbert und Bulma aus schmalen Augen anstarrt. Bulma muß Herzlich schmunzeln und geht zum Rand um sich in das Badetuch zu wickeln. „Nein, wie süß!“ fällt ihr zu seinem Verhalten nur ein. In dieser Hinsicht waren Son-Goku und er wieder vollkommen verschieden. Son-Goku ist zum Gegenteil manchmal übertrieben freizügig.

„Was ist, kommst du?“ spricht sie ihn jetzt so an als ob nichts gewesen wäre. „Wie denn?! Ich hab kein Handtuch!!“ kommt es zerknirscht von Vegeta, der immer noch deutlich rot im Gesicht ist. „Ich werde dir eins holen!“ lächelt Bulma und geht eiligen Schrittes los. „Puh! Die macht mich fertig!“ lässt Vegeta den Kopf, nach einer Weile, verzweifelt sinken. In dem Moment kommt Bulma wieder wie der Teufel angerannt. Zu Vegeta´s Verwunderung hat sie nicht lange gebraucht, obwohl sie ein Handtuch für ihn dabei hat. Und das seltsamste daran ist das sie wie eine Irre mit den Händen herumfuchtelt und wie am Spieß schreit. „Ah!! Gleich haben sie mich!!“ schreit sie und springt am Rand der Quelle hoch nur um auf ihm zu landen und ihn mit unter Wasser zu drücken.

„Was ist denn los verdammt?!!“ hustet Vegeta das Wasser aus und schaut sie verärgert an. Bulma, die ebenfalls erst hustet, beginnt zu zittern, deutet mit unverständlichem Gewimmer auf den Weg den sie gekommen ist, weicht zurück bis sie sich mit dem Rücken an ihn drückt. Zu guter letzt rutscht Vegeta der Fuß weg, will sich bei ihr noch aufrecht halten, reißt sie aber mit nach hinten und Bulma nimmt auf seinem Schoß platz. Vegeta zuckt auf als sie so dicht an ihn rückt und weicht zurück bis er an den Stein stößt.

„Ah!! Da...da...da!!!“ stammelt Bulma und hält die Hand zitternd auf die glühenden Augenpaare gerichtet die jetzt den Weg entlang kommen. „Na toll!“ entfährt es Vegeta der diese Viecher für dieselben hält von denen er Heute Morgen die Spuren gefunden hatte. „Gib her!“ nimmt Vegeta, Bulma das jetzt nasse, Handtuch aus der Hand und schlingt es um seine Hüften. Eilig watet er zum Rand und holt seine und Bulma´s Sachen. „Los, nimm das!“ wirft er es ihr zu. In dem Moment schnellt ein scharfes Gebiss aus der Dunkelheit und versenkt seine Zähne in Vegeta´s Unterarm. „Blödes Mistvieh!!“ schaut Vegeta dem Kojoten in die gelben Augen und packt ihn mit der anderen Hand am Genick um ihn von sich weg und in ein Gebüsch zu schleudern. Den Biss hat er kaum gespürt obwohl man die Zähne des Tieres kennen kann und die Wunde etwas blutet. „Vegeta!“ drückt Bulma die Klamotten die sie eingesammelt hat fest an sich und schaut ihn mit ängstlich zitternden Augen an. „Nicht schlimm! Los komm her! Ab durch die Mitte!“ kommt Vegeta jetzt auf sie zu und hebt sie auf seine Arme.

Bulma zuckt zusammen weil sie ja noch die Kleidungsstücke an sich presst und auch noch das Badetuch schützend über ihren Körper halten will. Mit einem Satz erhebt sich Vegeta in die Luft und schwebt über die Quelle weg. Die Kojoten schauen ihnen irritiert nach, nehmen aber die Verfolgung durch den Wald auf. Vegeta fliegt tief über dem Boden, die Äste hängen zu niedrig. Dafür gibt er ziemlich Stoff und kommt schon bald mit Bulma aus dem Wald. Noch ein paar Meter und sie sind beim Raumschiff angekommen. Gerade als er Bulma auf der Rampe absetzt bemerkt er den Rest des Rudels, der sich um die Einstiegsrampe verteilt hat. Zu jeden Seiten ducken sich drei von den Biestern im niedrigen Gras und schauen mit ihren leuchtenden, gelben Augen auf ihre Beute die auf der Rampe steht.

„Geh rein und verschließ die Luke!“ fordert Vegeta sie auf und schiebt sie durch den Türrahmen. „Ja!“ reagiert sie schnell und tut was er sagt. „Aber! Was ist mit dir?!“ fährt Bulma jetzt herum als ihr klar wird das Vegeta draußen bleibt. Sie kann ihn nicht zur Rede stellen denn die Luke schließt sich. Sie will sie nochmals öffnen aber Vegeta hat sie von draußen eingesperrt. „Nein!! Du Idiot! Das sind zu viele!“ hämmert sie an die Tür in der Hoffnung das er sie erhört. Von drinnen kann sie auf einmal das Knurren und Bellen der Kojoten vernehmen und eilt zu einem der Bullaugenfenster um etwas sehen zu können. Und ja, sie sieht Vegeta, wie er nur mit dem Handtuch bekleidet in den Wald rennt. Dicht gefolgt von einer Meute Kojoten. Sogar in dem Moment fällt ihr auf wie gut er aussieht. Sein athletischer Körper, nur umhüllt von einem schmalen Handtuch um die Hüften. In diesem Aufzug wirkt er wie ein griechischer Gott. „Was macht er denn?!“ legt sie die Hand an die Scheibe und ihr fällt ein das es im Wald wahrscheinlich einfacher ist ein ganzes Rudel in die Irre zu führen. „Ich hoffe er weiß was er tut!“ flüstert sie, zieht ihr Badetuch zurrecht und dreht sich um. Da Vegeta außer Sicht ist hat es keinen Sinn mehr länger nach draußen zu starren. Als sie sich umdreht schaut sie in die gelben Augen dieses Kojoten der schon vorher im Raumschiff gewesen sein muß. Er schaut sie von unten an, duckt sich und bleckt jetzt seine weißen, spitzen Zähne. „Ah!!“ schreit Bulma erschrocken auf und rennt zur Abstiegsluke, die nur ein paar Meter hinter ihr ist.

Sie stolpert fast die Treppe hinunter, verschwindet im Bad und wirft die Tür zu. Den Schlüssel an der Tür dreht sie um und atmet erst mal tief durch. Hier kann sie sich sicher fühlen, glaubt sie, bis auf einmal die stabile Metalltür einen rums von draußen bekommt. Panisch beginnt sie zu keuchen und lässt ihren Blick durch das Badezimmer schweifen. Da fällt ihr der Meterhohe Schrank ins Auge, auf den sie sich stürzt, nach vorn zieht und damit die Tür verbarrikadiert. Der Kojote lässt nicht locker und scharrt nun mit seinen Krallen am Boden vor der Tür. Bulma hält das nicht mehr aus und sucht verzweifelt nach einer Lösung und entdeckt ein Versteck. In dem Moment hört sie den Kojoten aggressiv aufbellen und kann hören wie er sich etwas von der Tür entfernt.

Auf einmal ist es Still, beunruhigend Still. Es ist so Still das sie nur ihren Atem und ihr aufgeregtes Herz hören kann. Plötzlich bekommt die Tür wieder einen kräftigen rums von Außen, das der Schrank den sie davor geschoben hat ein paar Zentimeter von der Tür wegprallt. Bulma hält sich fest die Ohren zu und schickt noch ein Stoßgebet in den Himmel. „Nein...! Ich will nicht gefressen werden...!“ flüstert sie halblaut und kneift die Augen zusammen, in denen sich ein paar Tränen der Verzweiflung sammeln. „Nein! Ich will nicht! Ich will hier nicht sterben!“ hängt sie dem zitternd an. Sie hält sich so fest die Ohren zu das sie nichts mehr hört. Die Augen kneift sie fest zusammen und beißt sich mit ihren Zähnen in die Unterlippe. So bemerkt sie nicht wie der Duschvorhang, hinter dem sie kauert, weggezogen wird.

Erst als sie eine Berührung an ihrer nackten Schulter wahr nimmt fährt sie mit einem Aufschrei herum und reißt die Augen auf. „Hey, ich hab doch gesagt, ich pass auf dich auf, oder?“ spricht Vegeta, der vor ihr am Boden hockt, sanft auf sie ein. Bulma schaut ihn mit weit aufgerissenen Augen an. „V...Vegeta!“ formt ihr Mund seinen Namen doch es kommt kein Ton heraus. „Es ist gut! Die Viecher sind weg!“ erklärt er ihr und richtet sich auf. „Und jetzt komm, oder willst du in der Dusche schlafen?“ hält er ihr die Hand Hilfsbereit hin, die Bulma dann auch zögernd ergreift und sich aufhelfen lässt. Mit zitternden Knien geht sie zur Badewanne und setzt sich auf den Rand. „Alles in Ordnung mit dir?“ fragt Vegeta sie besorgt. Bulma schaut zu ihm auf haucht ein leises „Ja...“ aus. „Bin nur etwas verschreckt...“ hängt sie dem an und wird auf Vegeta´s Aussehen aufmerksam. „Nein!“ steht sie wieder auf und nimmt seine Hand in ihre.

„Ist nicht schlimm.“ schaut Vegeta jetzt auf seine Bisswunde am Unterarm. „Und dein Bein?“ schaut sie jetzt runter und erkennt weitere Bissspuren. „Auch nur halb so wild wie es aussieht!“ grinst Vegeta sie an. „Das war der Kleine da vor der Tür. Ich bin fast über ihn gestolpert als ich von der Treppe gesprungen bin, da hat er zugebissen.“ erklärt er ihr während sie ihn zum Bett führt und den Verbandskasten unterm Bett hervorholt. Vegeta sucht sich während Bulma im Koffer kramt eine Trainingshose aus dem Schrank und schlüpft hinein. „Ich hoffe diese Viecher haben keine ansteckende Krankheit... Jedenfalls müssen wir die Wunden sorgfältig desinfizieren.“ redet Bulma niedergeschlagen drauf los und greift sich die Flasche mit dem Medizinischen Alkohol. „Vorsicht, das brennt jetzt ein wenig...“ drückt Bulma das getränkte Tuch auf die Wunde.

„Was sollte das überhaupt?!“ fragt sie ihn und setzt sich neben ihn während sie noch eine Tinktur auf die Bissstelle pinselt. „Was meinst du?“ fragt er sie unwissend. „Du bist so was von leichtsinnig!! Stürzt sich gleich auf ein Rudel Kojoten! Dir ist echt nicht mehr zu helfen!“ zetert sie mit besorgtem Gesichtsausdruck los. „Die waren mir gerade recht! Das war mal ein kleines Training!“ erklärt er ihr schon fast begeistert. „Die kommen so schnell bestimmt nicht wieder.“ grinst er jetzt. „Du bist echt verrückt...“ kommt Bulma zum Schluß und nimmt noch etwas aus dem Koffer. „Ich geb´ dir wohl zur Sicherheit noch eine von diesen Abwehrenden Spritzen!“ greift sie zu einem Fläschchen und zieht die Spritze damit auf. Vegeta wird auf einmal ganz blass um die Nase.

Er kann sich noch gut erinnern das er sich damals auf Namek über Kakarott beschwert hat weil der fast ausgetickt wäre, weil er gedacht hat er bekommt eine Spritze. Und jetzt wird ihm bei dem Anblick selbst ganz anders. Seit der Sache mit Feith, und den ganzen Betäubungen die er ihm gespritzt hatte, hat er irgendwie eine verständliche Abneigung spitzen Nadeln gegenüber.

Leise steht Vegeta vom Bett auf, auf dem er bis jetzt entspannt gesessen hat und schleicht aus dem Zimmer. „He! Wo willst du hin?!“ fährt Bulma mit der Spritze in der Hand herum. „Ich muß dir doch erst noch die Spritze geben!“ hält sie die Spritze präsentierend hoch. „N...nein also weißt du... Vielleicht ein andern mal ja...?“ stößt Vegeta mit dem Rücken an die offenstehende Tür, geht um sie herum und verschwindet im Gang. Bulma schaut ihm verwundert nach. „He! So einfach kommst du mir nicht davon! Was wenn die Viecher Tollwut oder sonst was haben?!“ läuft Bulma ihm auch schon, mit der Spritze in der Hand, nach und verfolgt ihn nach oben.

„Hast du nichts anderes, wenn’s schon sein muß?!“ gibt sich Vegeta jetzt fast schon geschlagen als ihm Bulma damit droht das sie ihm das Raumschiff wegnimmt sobald sie wieder Zuhause sind. „Na gut, ich hätte auch noch Zäpfchen im Angebot!“ spricht Bulma mit ernster Miene. Vegeta schaut sie aus schmalen Augen an denn auf so was hat er nicht gerade scharf. „Na gut, hier!“ hält er ihr jetzt seinen Arm hin und schaut trotzig zur Seite.

„So ist es brav!“ grinst Bulma als Siegerin. „Puh, er hat´s geschluckt!“ denkt sie sich, denn das mit dem Zäpfchen war nur ein Bluff ihrerseits. „Kann sein das du etwas Müde davon wirst!“ macht sie ihn darauf aufmerksam und zieht erneut ihr Badetuch, welches sie noch immer um ihren Körper geschlungen hat, zurecht. „Ich hab Heut sowieso nichts mehr vor.“ antwortet er ihr. „Also dann, gute Nacht!“ geht Bulma zur Wendeltreppe, schaut noch mal zu ihm zurück und lächelt bevor sie sich an den Abstieg macht. „Ja, gute Nacht.“ erwidert er leise und dreht sich von ihr weg. „Ach ja! Lass dich nicht vom bösen Wolf fressen!“ hängt er dem an und Bulma bleibt auf der Treppe stehn. „Mußt du das jetzt sagen?!!“ steckt Bulma den Kopf aus der Luke im Boden und schaut ihn giftig an. „Warte nur! Wenn ich jetzt vor Angst nicht schlafen kann dann komm ich zu dir rauf und dann kannst du garantiert auch nicht mehr schlafen!!“ droht sie ihm mit finsterem Blick. „Mir schlottern schon die Knie!“ wirft sich Vegeta jetzt auf seine Bank und streckt sich zum schlafen hin. „Gute Nacht du griechischer Kojoten-Bändiger!“ schmunzelt sie jetzt als sie ihn sich noch mal, nur mit Handtuch bekleidet, triumphierend, auf einem Berg von besiegten Kojoten und mit verschränkten Armen stehend, vorstellt und geht hinunter. Vegeta zieht eine Augenbraue nach oben und schaut ihr mit einem „Hä“ nach.

 

 

28. Kapitel: Wo ist Bulma?

 

„Ist dir immer noch schlecht?“ linst Bulma über ihre Schulter zurück zu Vegeta der auf seiner Bank liegt. „Mhm!“ antwortet dieser kurz. „Ich hab ja gleich gesagt das diese Früchte giftig aussehen, aber du hörst ja nie auf mich!“ meint sie rechthaberisch. „Dieses Dinoviech hat´s doch auch gefressen!“ kommt es von Vegeta matt. „Tja, der verträgt diese Früchte vermutlich auch!“ gibt Bulma zurück und schraubt an der Steuerabdeckung weiter. „Diese Dinger müssen ja ganz aggressiv giftig sein, wenn sie sogar dich niederstrecken!“ deutet sie auf die violetten Früchte die noch hinten auf dem kleinen Seitentisch liegen. „Du verträgst doch sonst alles! Du hast ja sogar meine Küche überstanden von der du sagst das sie so miserabel ist.“ kommt es von ihr ruhig.

„Stimmt nicht, so schlecht ist deine Küche nicht...“ gibt Vegeta, zu Bulma´s Überraschung zurück. „Was, ehrlich?“ fragt Bulma nach ob sie richtig gehört hat oder ob das auch nur Nebenwirkungen dieser Früchte sind. „Sagen wir so... man gewöhnt sich an so manches. Wir Saiyajins sind zum Glück sehr anpassungsfähig!“ erklärt Vegeta es ihr tollpatschig. „Aha, na dann ist´s ja gut...“ kommt es von Bulma schon etwas beleidigt. „Trotzdem! Beiß nächstes mal nicht wieder Blindlings in irgendwas das wir nicht kennen. Dafür hab ich ja unten ein Analysegerät!“ macht Bulma ihm klar und schlüpft unter den Steuerpult bis nur noch ihre Beine zu sehen sind. „Bla bla bla...! Sei lieber froh das ich für dich den Vorkoster spiele!“ setzt Vegeta sich energisch auf. Bei der Bewegung wird ihm gleich wieder schlecht und er lässt sich zurück auf die Bank fallen.

„Uah... ist mir Schlecht! Ich könnt´ kotzen!“ jammert er jetzt los. „Ja, aber bitte nicht hier klar?!“ kommt es schnell von Bulma. „Soll ich dir Tablette holen? Ich glaub ich hab was dabei?“ guckt sie jetzt unter den Armaturen hervor und schaut den etwas blassen Vegeta an. „Nein! Ich brauch kein Chemisches Zeugs mehr! Ich geh raus!“ richtet er sich jetzt auf und geht langsam zur Luke. „Oje oje...“ seufzt Bulma als er außer sicht ist. „Den hat´s ja übel erwischt!“ hängt sie dem an und duckt sich wieder unter das Steuersystem welches sie gerade repariert. Vegeta ist heute nicht so ganz auf der Höhe. Das liegt auch daran das er in letzter Zeit kaum geschlafen hat. „Und ich hab ihn Gestern Nacht auch noch mal aufgeweckt...“ überlegt Bulma vor sich hin. Sie war mitten in der Nacht aufgewacht und musste unbedingt auf die Toilette. Da der Wassertank aber noch nicht vollständig gefüllt war und sie den Vorgang nicht abbrechen wollte, hatte es zur Folge das die WC Spülung nicht funktionierte. Also blieb ihr nichts anderes übrig als hinter die Büsche zu gehen.

Aber alleine traute sie sich nicht raus, schon mal weil sie befürchtete das die Kojoten zurückkommen könnten. So hat sie eben Vegeta aufgeweckt und ihn verlegen gebettelt das er mitkommt. Er war Hundemüde und zu faul sich mit ihr zu streiten deswegen taumelte er so schlaftrunken mit und passte auf. Wenn man das aufpassen nennen konnte, denn er war kurz an dem Baum an den er sich gelehnt hatte, eingenickt. Bulma musste ihn erst wieder mit einem „Na du bist mir ja ein schöner Aufpasser!!“ aufwecken. Irgendwas unverständliches vor sich hin murmelnd taumelte er dann wieder mit ihr zurück ins Raumschiff. Kaum hatte er sich auf seine Bank fallen lassen schnarchte er auch schon als ob er den Dschungel um ihnen herum abholzen wollte.

„Ich frage mich wie lange wir das hier noch aushalten?“ kommt Bulma ins Grübeln als sie an die Reste in der Vorratskammer denkt. „Ich sollte mich ranhalten! Ich will nämlich lebend wieder zurück zur Erde.“ nimmt sie sich vor und denkt an ihre Eltern, ihre Freunde, die dort auf der Erde leben. „Verdammt! Ich vermisse sie so...“ flüstert sie und lässt den Schraubenzieher sinken. Niedergeschlagen, wie ein Häufchen Elend, sitzt sie da und starrt auf die vielen Kabel und Drähte vor ihr. „Was würde ich nur tun... was würde ich nur ohne ihn tun?“ fragt sie sich und denkt an Vegeta. Wenn er nicht gewesen wäre, würde sie jetzt nicht mehr leben. Wenn sie nicht beim Absturz des Raumschiffes gestorben wäre, dann wäre sie das entweder auf dem Weg vom Gebirge ins Tal oder spätestens in der Wüste. Zu Guter letzt würden sie auch noch die Kojoten fressen. „Was mach ich mir vor? Er hat recht! Er hat die ganze Zeit recht gehabt!“ schaut sie an die Decke des Raumes. „Ich passe nicht in so eine Welt...nicht in seine Welt...“ hängt sie dem an und beginnt wieder langsam mit dem Schraubenzieher zu werkeln.

Plötzlich hält sie mit ihrer Arbeit wieder inne. Gebannt schaut sie auf einen Fleck. Jetzt kommt sie auf einen leisen Verdacht. „Mh... Vegeta, ich denke ich hab dich durchschaut?“ flüstert sie kaum hörbar. Nicht leise genug um Vegeta´s Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen der wieder in der Einstiegsluke steht und fragt:

„Was hast du durchschaut?“ „Ähm?! Nichts!“ kommt es von Bulma rasch. Vegeta zieht eine Augenbraue hoch und tritt durch die Luke nach drinnen. „Du hast ja erzählt das du bei deiner Mutter kochen lernst, oder?“ fragt er sie und erfreut sich wieder bester Gesundheit. „Ja, wieso?“ stellt sie eine Gegenfrage und schaut zu ihm rüber. „Wo hast du die denn her?“ fragt sie ihn überrascht und deutet auf die Fische. „Der See da draußen ist voll von den Viechern!“ antwortet er und hält die Hand mit den Fischen, die er mit einem Stock an den Kiemen aufgespießt hat, hoch. „Ob man die Essen kann? Hoffentlich sind die nicht auch giftig?“ schaut Bulma die seltsamen Fische kritisch an. „Das werden wir sehn! Dem komischen Riesenbiber oder was das war haben sie jedenfalls geschmeckt.“ grinst er jetzt breit. „Mh... das muß nicht unbedingt was heißen wie du weißt.“ schaut sie ihn von der Seite an und schneidet damit auf die violetten Früchte an. Vegeta sagt nichts dazu, es hätte keinen Sinn, denn sie hat ja wieder mal Recht. „Es ist ohnehin bald Mittag, ich werd dann versuchen sie zuzubereiten.“ bietet Bulma ihre Kochkünste an. Vegeta schaut sie misstrauisch an und verschwindet ohne ein Wort nach unten in den Wohnbereich. „Und trockne dich ab! Du träufelst ja alles voll!“ ruft sie ihm nach und macht auf sein durchtränktes Aussehen aufmerksam.

Ein paar Minuten später wird Bulma auf das metallische Scheppern aufmerksam das eindeutig aus der Küche kommt. „Was macht er denn jetzt wieder?!“ kämpft sich Bulma aus ihrem Kabelsalat heraus und geht nachsehen. „Mußt du hier so ein Chaos anrichten?!“ braust sie auf als sie das Durcheinander erblickt und stemmt ihre Arme in die Hüften. Vegeta, der am Boden hockt und in einem der Kästen nach einer geeigneten Pfanne stöbert schaut sie unschuldig an. „Willst du etwa jetzt schon zu Mittag essen?“ fragt sie ihn jetzt. „Natürlich! Zeit hab ich ja!“ antwortet er ihr und macht den nächsten Schrank auf. „Immer dasselbe mit dir! Los geh weg da, ich mach das schon! Du fackelst mir sonst noch die Küche ab!“ schickt sie ihn aus der Küche und macht sich ans Werk. „Na Hoffentlich wird’s wohl was?“ fragt sich Vegeta im rausgehen und erntet ein „Raus!!“ von Bulma.

Etwas später, und mit Müh und Not, steht das Essen auf dem Tisch. „Sieht ja nicht gerade Appetitlich aus!“ ist das Erste was Vegeta von sich lässt. Bulma ballt die Hand zur Faust und eine kleine Zornesader wird auf ihrer Stirn sichtbar. „Aber es sieht besser aus als das Letzte mal!“ hängt Vegeta dem an und stupst den seltsamen Fisch kritisch mit der Gabel an. „Probier endlich ob er überhaupt genießbar ist!“ kommt es von Bulma streng und setzt sich hin. Vegeta probiert vorsichtig einen Happen und schaut Bulma dabei an. „Und? Geht’s dir noch gut?“ beugt sich Bulma zu ihm rüber. „Ist dir schlecht? Oder schwindlig? Wird dir schwarz vor Augen?“ löchert sie weiter. „Nein! Also, ich glaub den kann man ruhig essen.“ gibt er zurück und nimmt noch eine Gabel voll. Bulma beobachtet das Ganze noch ein paar Minuten, aber nachdem sich an Vegeta keine Gesundheitlichen Schäden zeigen wagt sie es auch und beginnt zu essen.