Love is War
Der Himmel über der Capsule Corp. verfinsterte sich. Ein warmes Sommergewitter
zog auf.
Bulma saß an einem Fenster und beobachtete, wie der Ragen gegen die Fenster
prasselte (ach ja, wie interessant!)...Nun war ihr kleiner Trunks schon wieder
zehn Jahre alt! Wie doch die Zeit verging! Bulma schaute auf die Uhr. War er
denn immernoch trainieren? Komisch... um diese Zeit kamen 'ihre Männer' doch
immer zum Essen. >Naja... das Training läuft wohl mal wieder so gut, da brauchen
sie wohl wieder länger! Wenn sie wirklich hunger haben, dann kommen sie auch!<
Doch nun wurde es wirklich immer später und Bulma wurde langsam müde! >Da haben
sie jetzt Pech! Müssen die dann eben selber den Tisch abräumen! Vegeta wird
Trunks dann schon ins bett bringen! Der Kleine kann ja morgen auschlafen!< Sie
ließ das Essen für die beiden stehen, ging unter die Dusche und anschließend ins
Bett!
"Du denkst doch nicht, dass ich dich wirklich lieben würde, oder dass ich es je
getan hätte! Was bildest du dir ein? Weist du eigentlich, wer ich bin? Ich bin
der Prinz der Saiyajins! Der beste und stärkste Krieger im Universum! Ich könnte
niemals jemanden lieben, weil keine gut genug für mich wäre! Besonders nicht so
ein dreckiges Erdenweib wie du!" Vegetas Worte hallten durch die ganze CC.
"A...Aber Vegeta...!" Bulma stand in Tränen aufgelöst an einer Wand! Nun kam
Vegeta immer näher!
"Dass ich dir ein Kind gezeugt habe, habe ich nur gemacht, um einen Nachfolger
für mich zu haben, um meine Art zu erhalten, verstehst du? Ich wollte nur
jemanden haben, den ich trainieren kann. Mir war es eigentlich ziemlich egal,
dass der kleine Trunks von dir war. Es hat mich ehrlich gesagt nicht
interessiert! Außerdem habe ich dich weiterhin nur benutzt um meinen Spaß zu
haben!, verstehst du? Das wurde jetzt ehrlich gesagt etwas langweilig!" Vegeta
nahm mit der rechten Hand ihr Gesicht. Nun musste sie direkt in seine
mordlustigen, schwarzen Augen schauen. Sie wollte schreien, doch es ging nicht!
Schweißgebadet lag Bulma in ihrem Bett. Sie setzte sich langsam auf und atmete
tief durch. >Es war zum Glück nur ein Traum!< Langsam drehte sie ihren Kopf zur
Seite und schaute auf die andere Hälfte des Bettes. Sie war leer. Vegeta war
immer noch nicht da. Sie stand auf, ging hinaus auf den Gang und sagte mehrmals
leise: „Vegeta?“. Es kam keine Antwort. Bulma öffnete die Balkontür und tritt
hinaus zum Geländer. Sie stützte sich dort ab und sah stumm in den
Sternenhimmel. Von dem Gewitter vor ein paar Stunden war nichts mehr zu sehen.
Eine kalte Priese durchfuhr ihren Körper. Sie trug nur ein kurzes weißes Top und
eine schwarze Hot Pants. >Hab ich es überhaupt verdient, von ihm geliebt zu
werden?<, fuhr es ihr durch den Kopf, >Immerhin ist er ein Saiyajin. Und nicht
nur irgendeiner, sondern der Prinz der Saiyajins. Wenn ich da so an früher
denke... ich hatte gedacht, er könnte nie jemanden lieben. Aber wer könnte schon
ohne Liebe auskommen? Wer könnte schon sein ganzes Leben allein verbringen?
Nicht einmal Vegeta würde so etwas schaffen... Aber trotzdem... wieso liebt er
ausgerechnet mich? Nicht, dass es mich stören würde, im Gegenteil, ich liebe ihn
ja auch über alles und bin total glücklich mit ihm. Aber habe ich das überhaupt
verdient? Wieso mach ich mir eigentlich so viele Gedanken? Wieso kann mich so
ein blöder Traum so schnell aus der Ruhe bringen?<
In diesem Moment wurde Bulma aus ihren Gedanken gerissen. Jemand berührte ihre
Schulter. Sie drehte sich blitzartig um und schaute auf den Körper vor ihr. Es
war zu dunkel um die Person zu erkennen, doch sie erkannte an den Umrissen, wer
vor ihr stand.
„Vegeta... du brauchst mich doch nicht so zu erschrecken!“, zickte sie ihn an,
doch sie war auch irgendwie froh, ihn zu sehen.
„Dann geh ich eben wieder.“, antworte ein gleichgültiger Vegeta und wandte sich
zum Gehen.
„NEEEIIIIN!!!! Das war nicht so gemeint, ich war nur etwas erschrocken. Komm
wieder her!“, mit diesen Worten versuchte Bulma, ihn wieder an sich heran zu
ziehen. Vegeta versuchte gar nicht, sich zu wehren, denn genau das wollte er ja.
In ihrer Nähe sein.
Er blickte ihr tief in die Augen und fragte sie leise: „Was machst du hier
draußen?“
„Ich...“, Bulma wollte nichts von ihrem Traum erzählen, sonst würde Vegeta
wahrscheinlich denken, sie wäre verrückt, sich wegen so etwas Sorgen zu machen.
Doch damit hätte er wahrscheinlich Recht gehabt, sie fand es ja selber total
bescheuert, dass sie das tat, also beschloss sie einfach die ganze Sache zu
vergessen und lehnte sich gegen seine Brust. „Ich konnte nicht schlafen und
wollte noch einmal an die frische Luft. Es ist doch so schön hier draußen.“
„Dafür zitterst du aber ganz schön.“
„Was?“, nun merkte sie erst mal, wie sehr sie fror. Abgelenkt von ihren Gedanken
und der Wärme, die Vegeta ausstrahlte bemerkte sie es gar nicht. Er drückte sie
noch mehr an seinen Körper. Einige Sekunden vergingen, ohne dass einer von
beiden irgendetwas sagten. Sie wussten nur, dass sie sich unheimlich wohl
beieinander fühlten. Plötzlich gab es einen kleinen Ruck und Vegeta ging mit
Bulma auf den Armen zurück ins Haus.
„Schläft Trunks?“, fragte Bulma Vegeta, während sie auf dem Weg ins gemeinsame
Schlafzimmer waren.
Ein kurzes „Hmm...“ war nur von Vegeta zu hören. Am Ziel angekommen legte Vegeta
seine Frau auf dem Bett ab und machte es sich auf der anderen Seite bequem. Sie
drehte sich zu ihm, so dass sich nun beide in die Augen schauten.
„Versprich mir, dass du mich nie verlassen wirst!“, sagte Bulma leise aber Ernst
zu dem Prinzen.
Zuerst schaute Vegeta sie fragend an, doch kurz darauf fragte er: „Wie kommst du
jetzt bitte da drauf?“
Bulma drehte sich langsam wieder auf den Rücken und flüsterte: „Ach... nur so.“
>Was ist los? Irgendetwas stimmt doch mit ihr nicht, oder bilde ich mir das
jetzt nur ein?< Nach einigen Sekunden Stille fasste Vegeta einen Entschluss,
lehnte sich zu ihr und hauchte ihr ins Ohr: „Ich werde dich nie verlassen. Ich
werde für immer bei dir bleiben!“ Ein wohliges Gefühl machte sich in Bulma
breit. So kannte sie ihren Vegeta nur selten. So einfühlsam. Auch wenn es nicht
sehr oft vorkam, dass war etwas, was sie besonders an ihm liebte. Beide
verschmolzen in einem innigem Kuss, doch das sollte nicht das einzige in dieser
Nacht bleiben.