Weihnachtswunsch
Autor: Sirastar
Betaleser:
DIADEM
Weihnachtswunsch
Sein Blick schweifte über die schneebedeckte Landschaft. Ein langer, aber
schöner Heiliger Abend lag hinter ihm und die Geschenke waren unter dem Baum
verteilt, sodass die Kinder sich am nächsten Morgen darüber her machen konnten.
Dennoch fehlte ihm irgendwas in seinem Herzen. Er hatte Monster und Dämonen in
seinem Leben besiegt und eine Familie gewonnen, die ihm alles bedeutete. Doch
war diese vollständig?
Nein, das war sie nicht!
Es war nun fast 15 Jahre her, das er seinem Bruder begegnet war.
In manchen Augenblicken
wünschte er sich die Zeit zurückdrehen zu können um seinen Bruder wieder zu
sehen. Er wollte ihm fragen stellen und mehr über seine Vergangenheit erfahren.
Auch wollte er mehr
über die Saiyajins
erfahren, die seine Eltern gewesen waren. Doch dieser Wunsch konnte ihm nicht
erfüllt werden… Nicht einmal Shenlong konnte ihn mit jemandem vereinen, der seit
über 15 Jahren tot war.
Traurig schloss Son Goku das Fenster und ging mit leisen Schritten zurück zum
Bett. Chichi schlief schon lange in diesem, so das er bei diesem Anblick das
Bedürfnis bekam, für eine Weile selbst seine Ruhe zu finden. Entgegen seiner
Befürchtung lange wach zu liegen, schlief er jedoch schnell ein und bemerkte
somit nicht mehr den Stern, der seit seinem unausgesprochenen Herzenswunsch
heller leuchtete, als all die Anderen.
Goku erwachte von dem Gefühl beobachtet zu werden. Eine ihm fast vergessen Aura,
befand sich direkt hinter ihm, das er überraschend hoch fuhr.
„Na endlich aufgewacht. Ich dachte schon du kommst gar nicht mehr zu dir“,
entgegnete eine Stimme hinter ihm. Dem schwarzhaarigen blieb fast das Herz
stehen. Konnte das denn wirklich wahr sein? Vorsichtig wandte er den Kopf zu der
Person, die gerade zu ihm gesprochen hatte.
„Siehst ein bisschen blass aus kleiner Bruder. Sag bloß du kannst nicht glauben
das ich, oder besser gesagt wir hier sind. Wo auch immer hier ist.“
Son Goku konnte sich nur langsam von seiner kleinen Starre und der damit
verbundenen Sprachlosigkeit zu erholen. „Nein ich weiß auch nicht wo hier ist,
aber ich bin froh dich zu sehen Bruder!“
Überrascht zog der langhaarige die Augenbrauen nach oben.
„Dir scheint es nun wohl doch etwas zu bedeuten, das du eine Familie hast, die
nicht von der Erde stammt“, bemerkte Radditz und verschränkte die Arme vor der
Brust.
„Dessen bin ich mir bewusst. Ich habe es lange bedauert, was vor 15 Jahren
geschehen ist. Nach dem du tot warst und ich Vegeta begegnet war, sind mir so
viele Fragen in den Sinn gekommen und ich hatte nie die Chance hatte, sie zu
stellen. Selbst als ich für einige Jahre im Jenseits verweilte, hatte ich nicht
die Möglichkeit mit dir in Kontakt zu treten. Dabei wollte ich dich um
Verzeihung bitten für das, was ich getan habe“.
Nach diesen Worten senkte Goku wehmütig den Kopf.
„Es gibt nichts zu verzeihen Kakarott. Ich habe deinen Sohn mitgenommen und du
hast wie ein echter Saiyajin reagiert. Die Saiyajins verteidigen ihren Nachwuchs
aufs bitterste und da wird selbst, der eigene Bruder ein Feind. Außerdem wenn
ich dich jetzt so ansehe und höre wie stark du geworden bist, sollte ich mich
wirklich in Acht nehmen, mit dem was ich sage oder tue“, erklärte Radditz.
Goku hatte daraufhin wieder aufgesehen und lächelte seinen Bruder leicht
schüchtern an. Dabei fiel ihm etwas auf. Vor 15 Jahren war Radditz noch größer
gewesen als er. Aber jetzt waren sie absolut gleich groß, was es leicht machte,
sich auf einem Niveau zu fühlen. Dennoch traute er sich nicht weiter zu fragen.
„Dir liegt doch was auf dem Herzen Kakarott, sprich es aus, ich werde dir schon
nicht den Kopf abreisen“, versucht Radditz ihn zu ermutigen.
„Ich… ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich hatte mir so sehr gewünscht dich
wieder zu sehen und jetzt, jetzt weiß ich einfach nicht wie ich mich verhalten
soll, was ich ansprechen soll.“
„Na ja ich könnte dir vieles erzählen, aber bevor ich aushole und dir auch Dinge
erzähle die du vielleicht gar nicht hören willst, wäre es eben gut zu wissen,
was du hören möchtest. Immerhin können wir scheinbar auch nicht mehr tun. Hier
ist nämlich nichts, außer ein paar Felsen“, dabei machte Radditz eine ausholende
Bewegung.
„Ja es ist ein Ort den ich nicht kenne. Als sei er nur für dieses Treffen
entstanden“. Während dieser Worte besah sich auch Goku kurz die Umgebung. Um sie
herum war es dunkel und dennoch konnten Sie sich ohne Probleme erkennen, als
würden sie beleuchtet werden. Außer ein paar Felsen war hier nichts, keine
Pflanzen, kein Wasser, keine Tiere. Während Goku seinen Blick schweifen ließ
viel ihm etwas ein. Etwas, das er unbedingt wissen wollte, was der Grund war,
das er sich fast ruckartig wieder zu seinem Bruder zu wandte.
„Radditz bei unserer ersten Begegnung sagtest du, ich würde unserem Vater sehr
ähnlich sehen. Stimmt das denn wirklich?“ Noch bevor Radditz antworten konnte,
erklang eine weitere Stimme hinter Goku. „Überzeuge dich doch selbst davon
Kakarott!“
Goku erstarrte für einen Moment. Diese Stimme war ihm Fremd und schien ihm doch
vertraut zu sein. Er blickte zu seinem Bruder und als dieser nickte, wandte er
sich abermals zu einer Stimme um. Hinter ihm stand ein Mann, der sein
Spiegelbild hätte sein können. Er trug eine Saiyajin Kampfrüstung und um seine
Stirn war ein rotes Stirnband gelegt. Bis auf eine Narbe auf seiner Wange war er
das absolute Ebenbild von Son Goku. Wie zuvor verschlug es dem jungen Saiyajin
die Sprache, das Radditz beschloss, der Stille ein Ende zu machen.
„Kakarott, das ist unser Vater Bardock!“ „Bardock“, kam es geflüstert von Son
Goku. Wie in dieser Stimme, lag auch in diesem Namen eine Vertrautheit, die für
ihn gleichzeitig sehr nah und auch unendlich fern schien.
„Seltsam dich gleich zwei Mal sprachlos zusehen Kakarott.“ Begann Bardock nun.
„Du bist groß geworden, als ich dich das letzte Mal gesehen habe, warst du
gerade mal ein paar Tage alt und noch sehr Schwach. Dennoch du hast dein
Schicksal erfüllt und bist zu einem der mächtigsten Krieger geworden.“
Diese Worte holten Goku schnell aus seinen Gedanken zurück. „Du klingst nicht
sonderlich überrascht darüber.“ „Bin ich auch nicht mein Sohn. Denn ich habe es
gewusst. Ich wusste das du Freezer besiegen und zu einem Super Saiyajin werden
würdest.“
„Aber wie willst du das gewusst haben. Ich meine du bist doch schon mit dem
Planeten vernichtet worden?“ Fragte Er seinen Vater perplex.
“Nun ich wollte es damals auch nicht glauben kleiner Bruder. Aber unser Vater
hat tatsächlich die Fähigkeit erlangt, in die Zukunft zu sehen. Er hat damals
noch versucht alle zu warnen, um die Saiyajins vor Freezer zu retten. Aber
niemand hatte ihm zugehört.“ Hakte sich nun auch Radditz wieder ins Gespräch
ein. „Du konntest in die Zukunft sehen?“
Erstaunt sah Son Goku auf seinen Vater.
„Ja, das ist aber eine andere Geschichte und für die sind wir heute nicht hier.
Wir sind hier, weil es dein sehnlichster Wunsch war, etwas über deine Saiyajin
Familie zu erfahren!“ Antwortete Bardock ruhig. Für einen Moment schwieg er, ehe
er weiter sprach.
„Ich bin sehr Stolz auf dich Kakarott. Auf das, was du erreicht hast und was aus
dir geworden ist. Ich bin froh dir das heute sagen zu können.“
Es brauchte viel von Gokus Kraft, um nicht auf der Stelle vor Freude Tränen zu
vergießen. Deshalb strafte er sich wieder und beschloss seinen Vater und seinen
Bruder soviel wie möglich zu fragen, mit den Wissen, die Antworten erhalten zu
würden, die er sich schon so lange ersehnt hatte.
Lange saßen die Drei Saiyajins zusammen. Aber als sich die Dunkelheit zu lichten
begann, standen Radditz und Bardock gleichzeitig auf.
„Wir müssen jetzt gehen Kakarott. Die Nacht ist vorbei und somit auch die Zeit
unseres Zusammentreffens!“ Erklärte Bardock seinem jüngsten Sohn.
Son Goku war traurig darüber sie gehen lassen zu müssen. Aber in seinem Herzen
wusste er, das er keine Wahl hatte. Eine Sache gab es jedoch noch die er
unbedingt tun wollte und somit schloss er seinen Vater und seinen Bruder in die
Arme.
Sein Herz machte einen regelrechten Höhenflug, als Bardock und auch Radditz
diese Umarmung erwiderten.
„Pass auf dich und auf deine Familie auf, mein Sohn! Ich hoffe wir werden uns
wieder sehen!“
Mit diesen Worten, von Bardock löste sich die Dunkelheit um Goku ganz auf und
ein grelles Licht stach ihm in die Augen. Schnell schloss er seine Augen, um sie
zu schützen.
Als er die Augen wieder öffnete, lag er wieder in seinem Bett und blickte zum
Fenster. Es war heller morgen und die Sonne glitzerte auf der schneebedeckten
Landschaft. Goku öffnete das Fenster und sog die frische Morgenluft ein. Sein
Blick glitt über die Berge und endlich lag wieder ein lebensfrohes Lächeln auf
seinen Lippen. Er wollte sich gerade wieder abwenden, als ein funkeln seine
Aufmerksamkeit erregte. Jetzt viel ihm der letzte Stern des morgens auf und er
ahnte, das es sein Stern gewesen war. Ein Stern der ihn schütze und ihm nun
seinen sehnlichsten Herzenswunsch erfüllt hatte.
„Danke!“ Sprach Goku zum Himmel und ging hinunter zu seiner Familie, die schon
fröhlich lachend im Wohnzimmer versammelt waren.
Er lächelte, als er das Leuchten in Gotens und auch Gohans Augen sah. Nichts war
schöner als das Lächeln eines Kindes. Zufrieden huschte er schnell zu seiner
Frau und drückte ihr einen sanften „Guten Morgen Kuss“ auf die Lippen.
In einem sanften Tonfall wandte er sich an seine Familie und wünschte allen
Zusammen:
„Frohe Weihnachten!“
ENDE